golaf schrieb:
> AD-Wandler -> Optokoppler (o.ä.) -> DA-Wandler
Ja, sofern die neumodischen kapazitiven oder induktiven Datenkoppler
auch akzeptabel wären. Um das beurteilen zu können, müsste man natürlich
wissen, welche Anforderungen die Isolierstrecke erfüllen muss.
> mit den Randbedingungen:
> - 14...16 Bit Auflösung
> - mind. 20 M SPS
Das ist machbar, aber keine Steckbrettbastelei für Anfänger. Neben der
reinen ADC- und DAC-Auflösung kommt es da vor allem auch auf die
Signalkonditionierung an. Was soll denn an den Eingang und Ausgang
angeschlossen werden?
Hast Du eigentlich schon einmal bei den einschlägigen Herstellern
geschaut, was solche Bausteine kosten und welche elektrische
Leistungsaufnahme sie haben?
> - serielle Datenübertragung mittels JESD204B o.ä.
JESD204B wird eigentlich erst oberhalb von ca. 100 MS/s verwendet.
Darunter bietet sich LVDS an, welches wesentlich einfacher zu
verwenden ist als der recht aufwändige JESD-Protokollstack. Und auf
solch einer elektrischen LVDS-Schnittstelle kann man ein sehr einfaches
SPI-Protokoll verwenden.
> Gibt es AD- und DA-Wandler, die direkt ohne zwischengeschalteten µC
> miteinander kommunizieren können?
Es gibt ohnehin keine handlichen Microcontroller mit
JESD204B-Schnittstelle, sondern nur solche Schlachtschiffe wie den
66AK2L06 von Texas Instruments.
Reduziert man die Anforderung jedoch auf SPI über LVDS, kann man direkt
ein kleines FPGA verwenden. Oder im Falle eines Microcontrollers einen
externen Wandler auf LVDS zwischenschalten. Bei den Frequenzen sollte
man ADC und DAC unbedingt über differentielle Signale mit kleinem
Spannungshub und Terminierung anschließen und nicht singled-ended.