Mit welchem Sensor wird bei einem E-Piano der Tastendruck gemessen?

Gast #6007686
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Nach meinem aktuellen Stand werden die Tasten eines elektronischen 
Tasteninstrumentes über MIDI abgefragt.
Ein Teil eines MIDI-Befehls umfasst die jeweilige Anschlagstärke einer 
gedrückten Taste von 0 bis 127.
Mit welchem Sensor wird dies gemessen?
Im Netz finde ich kein passende Schnittbild. Danke im Voraus! :)
Gast #6007697
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simpel mit 2 separaten Kontakten. Beim Tastendruck schliesst erst der 
eine, danach der andere. Misst man den Zeitabstand der beiden, kann man 
die Anschlagsgeschwindigkeit und damit die Stärke errechnen. Aftertouch 
wird allerdings anders ermittelt.
Gast #6007700
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M2M schrieb:
> simpel mit 2 separaten Kontakten.

Aber nur bei den billigen Geräten (oder sog. "Stage Pianos"). Bei den 
E-Pianos, die als vernünftiger Ersatz für ein Klavier dienen sollen, 
werden häufig Hallsensoren oder Spulen in Kombination mit 
Permanentmagneten eingesetzt.
Gast #6007706
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Lothar M. schrieb:

> Mit zwei Schaltern für Taste oben und Taste unten und einer Zeitmessung:
> ein fester Anschlag ist ein schneller Anschlag.

Der physikalische Hintergrund ist: die Taste selber stellt eine zu 
beschleunigende Masse dar. Die physikalischen Gesetze für diesen Vorgang 
sind klar.

Interessant wäre, wie der Zeit-Messwert für die MIDI-"Anschlagdynamik" 
skaliert wird. Gibt's dafür irgendeine Norm? Oder macht da jeder 
Hersteller, was er will?
#6007904
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c-hater schrieb:
> Interessant wäre, wie der Zeit-Messwert für die MIDI-"Anschlagdynamik"
> skaliert wird. Gibt's dafür irgendeine Norm? Oder macht da jeder
> Hersteller, was er will?

Das hat weniger mit "wollen" zu tun als mit "müssen". Die Masse des 
Tastenkörpers spielt da genauso mit hinein wie die Dämpfung. Bzw. wie 
auch immer die nichtlineare Kraft-Weg Charakteristik so einer Taste 
realisiert ist. Sprich: es muß für die Klaviatur passend gemacht werden.
Gast #6007985
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c-hater schrieb:
> Interessant wäre, wie der Zeit-Messwert für die MIDI-"Anschlagdynamik"
> skaliert wird. Gibt's dafür irgendeine Norm? Oder macht da jeder
> Hersteller, was er will?

Axel S. schrieb:
> ...
> Sprich: es muß für die Klaviatur passend gemacht werden.

Nicht nur für die Klaviatur, auch für den Tastenspieler. Die Vorlieben 
sind da sehr unterschiedlich, weshalb die meisten Keyboards irgendwelche 
Parameter haben um die Anschlagsempfindlichkeit einzustellen. Meist kann 
auch die Übertragungskurve gewählt werden (linear, exponentiell in 
verschiedenen Graden).
Gast #6008033
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Egon D. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>
>> Christian schrieb:
>>> Mit welchem Sensor wird dies gemessen?
>>
>> Mit zwei Schaltern für Taste oben und Taste unten
>> und einer Zeitmessung: ein fester Anschlag ist ein
>> schneller Anschlag.
>
> Du kennst offensichtlich keinen Synthesizer mit
> "Aftertouch".

Nenne einen (1) einzigen, der die Aftertouchsensorik für die 
Anschlagsstärke (velocity) nutzt.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6008081
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Egon D. schrieb:
> Du kennst offensichtlich keinen Synthesizer mit "Aftertouch".
Aber ich kann wenigstens offensichtlich "Aftertouch" eindeutig von 
"Anschlagstärke" unterscheiden.
Und der Unterschied ist der, dass das Eine von fast allen verwendet und 
bei Fehlen schmerzlich vermisst, aber ein Fehlen des Anderen von so gut 
wie niemandem bemerkt wird.

Jemand schrieb:
> Nenne einen (1) einzigen, der die Aftertouchsensorik für die
> Anschlagsstärke (velocity) nutzt.
Da müsste man erst mal einen finden, der tatsächlich polyphonen 
Aftertouch hat. Die allermeisten haben doch nur einen eizingen für das 
gesamte Manual oder bestenfalls je einen Aftertouch-Sensor pro Oktave.

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