Es gibt solche, die nur GPS abdecken, und solche, die eine zweite
Resonanz für Glonass etc. haben. (1575 und 1602 MHz)
Generell gilt: Je kleiner das Volumen der Antenne, desto schmalbandiger
ist deren Resonanz und daher auch einfacher um sie versehentlich aus dem
gewünschten Bereich zu verstimmen.
Richtige GNSS Antennen (also breitbandig oder dual band) gibt es
meistens nicht in den kleinsten Bauformen. In deinen Links ist
beispielsweise nur die erste Antenne beide Bänder ab, ist dafür etwas
dicker als dia anderen zwei.
Wolfgang schrieb:> Das kommt auf deine Anwengung an.
Geschwindigkeitsmessung via GNSS. Ich hab leider nur Platz fur ein
25x25mm Patch, da die Anwendung weltweit funktionieren sollte, sollte
sie also Gallileo, GPS usw. abdecken.
peterpan schrieb:> Geschwindigkeitsmessung via GNSS. Ich hab leider nur Platz fur ein> 25x25mm Patch, da die Anwendung weltweit funktionieren sollte, sollte> sie also Gallileo, GPS usw. abdecken.
Die notwendige Antenne hängt trotzdem noch davon ab, welche Frequenzen
dein Empfänger auswerten soll. Reichen dir die Standardsignale um 1.6
GHz oder willst du auch andere empfangen?
https://gssc.esa.int/navipedia/index.php/GNSS_signal
p.s.
Für zunünftige Nutzung müsstest du auch Beidou noch berücksichtigen.
Wolfgang schrieb:> Die notwendige Antenne hängt trotzdem noch davon ab, welche Frequenzen> dein Empfänger auswerten soll. Reichen dir die Standardsignale um 1.6> GHz oder willst du auch andere empfangen?> https://gssc.esa.int/navipedia/index.php/GNSS_signal
So viel wie eben möglich ist, jedoch erforderlich ist wohl nur um 1,6GHz
Wolfgang schrieb:> p.s.> Für zunünftige Nutzung müsstest du auch Beidou noch berücksichtigen.
Theoretisch ja, der Plan war GPS, Galileo, GLONASS, BeiDou - all das
kann mein Neo-M8N.
Ich werfe mal noch als Hinweis die Ground Plane in die runde und den
passenden LNA + Filter für die gewünschte(n) Frequenz(en).
Bei den ersten 2 verlinkten Antenne kann man wohl von ausgehen das alle
Daten nur Sinn ergeben mit entsprechender großer Ground Plane. Bei der
dritten kann man etwas annehmen von 27x27mm.
Aus eigenen Messungen kann ich sagen, ohne passende Ground Plane zur
Antenne, bleibt vom Gewinn nix über.
Frickel F. schrieb:> Ich werfe mal noch als Hinweis die Ground Plane in die runde und den> passenden LNA + Filter für die gewünschte(n) Frequenz(en).
Der LNA ist bereits im GNSS Modul verbaut:
https://www.u-blox.com/sites/default/files/NEO-M8-FW3_DataSheet_%28UBX-15031086%29.pdfFrickel F. schrieb:> ei den ersten 2 verlinkten Antenne kann man wohl von ausgehen das alle> Daten nur Sinn ergeben mit entsprechender großer Ground Plane. Bei der> dritten kann man etwas annehmen von 27x27mm.>> Aus eigenen Messungen kann ich sagen, ohne passende Ground Plane zur> Antenne, bleibt vom Gewinn nix über.
Was heißt entsprechend groß? Wie dimensioniere ich das? Ich habe auf der
Y Achse leider maximal 30mm zur Verfügung. Auf der X Achse ~50mm
Frickel F. schrieb:> Ich werfe mal noch als Hinweis die Ground Plane in die runde
Ja, die Groundplane ist essenziell, denn sie ist implizit Teil der
Antenne. Eine zu kleine Groundplane bewirkt neben einem etwas kleinerem
Gewinn vor allem, ein Verstimmen der Resonanzfrequenz.
Wenn das Modul über einen eingebauten LNA verfügt, bringt ein externer
Vorverstärker meistens keine unendliche Verbesserung. Wenn man nicht
genau weiss, was man tut, birgt dies eher die Gefahr, dass man die
Situation durch Übersteuern, ungenügende Filterung, LNA-Oszillationen
etc. verschlimmbessert
peterpan schrieb:> Der LNA ist bereits im GNSS Modul verbaut:> https://www.u-blox.com/sites/default/files/NEO-M8-FW3_DataSheet_%28UBX-15031086%29.pdf
Bei Externen LNAs sollte man welche nehmen mit Filter drin, die Filter
will man eigentlich auch dringend haben, noch dazu wen "Weltweit"
gefordert ist. Problem ist halt das GNSS im Gegensatz zu allen anderen
was noch so rum Funkt mit sehr wenig Leistung an der Antenne ankommt.
Man will sich also alles andere als GNSS vom Eingang fern halten und
dann rauschen die auch meist weniger als der LNA im Modul selber.
Ein etwas ältere Vertreter ist zum Beispiel der BGM1032N7 von Infineon,
da gibt es mit Sicherheit schon neueres mit besseren Daten.
(Out-of-band rejection in cellular bands: > 43 dBc)
Und ich sag mal so, Reserve haben ist besser als brauchen, noch dazu wen
es um "Geschwindigkeitsmessung" geht wo man auf guten Empfang angewiesen
ist. Drüber nachdenken könnte man ja auch mal ob immer die besten
Bedingungen vorliegen zum Empfang, Gehäuse, Wetter, Einbauort... all das
gibt wieder Dämpfung.
Es gäbe aber noch SAW Filter, wen man unbedingt ohne LNA auskommen will,
das Problem ist hier aber das diese eine relativ große Dämpfung im
Durchlass haben und wen die 50Ohm-In/Out schlecht angepasst sind geht es
ganz in die Hose.
> Was heißt entsprechend groß? Wie dimensioniere ich das? Ich habe auf der> Y Achse leider maximal 30mm zur Verfügung. Auf der X Achse ~50mm
Wie man das dimensioniert kann ich nicht sagen, ich habe es gemessen und
dann angepasst. So grob kann man sich wohl nur daran orientieren was der
Hersteller zur Ground Plan sagt. So habe ich das zumindest gemacht.
https://www.u-blox.com/sites/default/files/products/documents/GNSS-Antennas_AppNote_%28UBX-15030289%29.pdf
Hier gehen die auf alle Deine fragen ein.
GHz-Nerd schrieb:> Wenn das Modul über einen eingebauten LNA verfügt, bringt ein externer> Vorverstärker meistens keine unendliche Verbesserung. Wenn man nicht> genau weiss, was man tut, birgt dies eher die Gefahr, dass man die> Situation durch Übersteuern, ungenügende Filterung, LNA-Oszillationen> etc. verschlimmbessert
Die LNAs in den U-Blox Modulen brauchen schon reichlich HF am Eingang um
außer Rand und Band zu geraten, das wird man mit einem 10-15db LNA nicht
schaffen.
Aber grundsätzlich hast Du recht, ganz so einfach ist das nicht, auch
wen es auf den ersten blick so aussieht.