Raspbi über selbstgebautes USB-Kabel betreiben

Gast #6010124
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Hallo,

ist es möglich den Raspbi über ein USB-Kabel zu betreiben, wo Leitungen 
zur Spannungsversorgung an ein 5V-Labornetzteil, aber nicht die 
Datenleitung angeschlossen sind?

Soweit ich weiß gibt es bei USB auch die Spezifikation, dass Gerät und 
Host untereinander ausmachen, wie viel Strom gezogen werden darf. 
Passiert dies auch bei originalen Netzteil vom Raspbi?

Danke
#6010667
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Sachsen-Paule schrieb:
> Soweit ich weiß gibt es bei USB auch die Spezifikation, dass Gerät und
> Host untereinander ausmachen, wie viel Strom gezogen werden darf.
Stimmt zwar, aber in der Praxis führen nur manche Computer Mainboards 
solch eine Begrenzung tatsächlich durch (und dann bei 500mA USB2 und 1A 
bei USB 3 - beides eher zu wenig für den Raspi).
Bei Netzteilen kann man Praktisch sicher sein dass man die angegebene 
Leistung bekommt (es sei denn die Elektronik schafft schlicht nicht mehr 
und die Angabe ist falsch wie bei dem ein oder anderen Billigteil).
Gast #6010691
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Sachsen-Paule schrieb:

> Soweit ich weiß gibt es bei USB auch die Spezifikation, dass Gerät und
> Host untereinander ausmachen, wie viel Strom gezogen werden darf.

Allerdings gibt's auch die Spec, daß Datenleitungen nach + oder - zu 
ziehen (Details habe ich vergessen) bedeutet, daß ein Netzteil am 
anderen Ende ist. Hat den Sinn, daß nicht simple Steckernetzteile einen 
kompletten USB-Stack implementieren müssen.
Gast #6010705
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Sachsen-Paule schrieb:
> originalen Netzteil vom Raspbi?

Meines Wissens kommt der RasPi der RaspI Foundation ohne Netzteil und 
somit ist es Unsinn von einem "originalen RasPi- Netzteil" im Sinne von 
"für den RasPi qualifiziertes Netzteil" zu schwadronieren.
Die Netzteile die gelegentlich gebündelt werden, sind von der billigsten 
Sorte ohne Strombegrenzung /-negation etc.. Früher wurde statt Netzteil 
mal ein Twin-USB-cable empfohlen, weil das entsprechend der USB-Spec 
etwas mehr "Amper" anfordern darf.


https://www.partsdata.de/usb-2.0/usb-adapter-konverter/usb-power-klauer-kabel/k-765-18/usb-dual-stromversorgungskabel-1a-mini-b-180cm
https://www.raspberrypi.org/forums/viewtopic.php?t=169501
Gast #6010715
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Des-Illusionist schrieb:
> Meines Wissens kommt der RasPi der RaspI Foundation ohne Netzteil
> somit ist es Unsinn von einem "originalen RasPi- Netzteil" im Sinne von
> "für den RasPi qualifiziertes Netzteil" zu schwadronieren.

> Die Netzteile die gelegentlich gebündelt werden, sind von der billigsten
> Sorte ohne Strombegrenzung

Kann ich beides nicht bestätigen. Das original Bundle sieht so aus: 
https://www.amazon.de/UCreate-Raspberry-Pi-Desktop-Starter/dp/B07BNPZVR7

Darin ist ein Netzteil mit Strombegrenzung erhalten. Ich habe das aus 
Versehen "getestet". Da bei uns schon zwei Handy-Ladegeräte abgefackelt 
sind, habe ich vor der Inbetriebnahme eine Sichtkontrolle der Innereien 
durchgeführt - ohne negativen Befund. Es macht einen tadellosen 
Eindruck.
Gast #6010771
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Sachsen-Paule schrieb:
> ist es möglich den Raspbi über ein USB-Kabel zu betreiben, wo Leitungen
> zur Spannungsversorgung an ein 5V-Labornetzteil, aber nicht die
> Datenleitung angeschlossen sind?

Meinen Raspi 3B+ betreibe ich genau so, die Datenleitungen +D und -D 
sind einfach offen gelassen, nur Plus und Minus sind angeschlossen.




Es gibt seit 2011 einen Standard, dass bei normalen USB-Netzteilen +D 
und -D direkt miteinander verbunden sind, um dem Verbraucher zu sagen, 
zieh so viel Saft wie du willst. Der Verbraucher zieht dann so viel 
Strom, bis die spannung auf 4,75V gesunken ist (habe ich neulich 
gelesen).
Deshalb muss man für manche Geräte +D und -D miteinander verbinden, 
sonst laufen sie wenn überhaupt, dann nur im Sparmodus.
Den Raspi 3B+ (zumindest den mir vorliegenden) betrifft das aber nicht.

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