Hallo Jungs,
schon wieder eine Frage. Habe aus einen Festool Sauger, den Motor
rausgebaut, weil dieser keinen Mucks mehr von sich gab. Beim
Nachsehen,ob die Kohlen noch in Ordnung waren ist mir leider die Feder
rausgesprungen, die ich jetzt so nicht mehr rein bekomme.
Gibt es eine Möglichkeit den Motor zu öffnen?
wie prüfe ich, ob der Motor defekt ist? (Multimeter zeigt an den beiden
Klemmen keinen Durchgang)
Hat das Teil vielleicht ne Thermosicherung?
Gruß
Kalli
Kalli R. schrieb:> ist mir leider die Feder> rausgesprungen, die ich jetzt so nicht mehr rein bekomme.
Das ist Grundvoraussetzung das der überhaupt mal wieder läuft. Wenn du
die Feder nicht mehr reinbekommst, brauchst du auch nicht weiter Fehler
suchen.
Kalli R. schrieb:> Gibt es eine Möglichkeit den Motor zu öffnen?
Die Plastikkappe sollte eigentlich entfernbar sein.
Kalli R. schrieb:> wie prüfe ich, ob der Motor defekt ist? (Multimeter zeigt an den beiden> Klemmen keinen Durchgang)
So, wie die Flachschuhe aussehen, ist der Motor innen völlig
eingestaubt. Das kann auch den Kollektor betreffen. Erstmal eine
Reinigung ansetzen und dann nochmal messen.
Matthias S. schrieb:> Kalli R. schrieb:>> Gibt es eine Möglichkeit den Motor zu öffnen?>> Die Plastikkappe sollte eigentlich entfernbar sein.
Das wäre eine große Ausnahme, die Dinger sind nicht für eine Reparatur
gebaut.
Die Andruckfeder lässt sich mit dem richtigen Werkzeug problemlos
einsetzen: kleine gewinkelte Spitzzange.
hinz schrieb:> Das wäre eine große Ausnahme, die Dinger sind nicht für eine Reparatur> gebaut.
Ich habe hier schon mehrere dieser Festo Industriesauger repariert (die
Bodentiere mit Rüssel) und habe dabei auch öfter mal Motoren geöffnet.
Die ganz neuen Modelle (und da geb ich dir recht) sind aber nur mit
erhöhtem Einsatz zu öffnen.
Die Motorbürsten werden komplett mit Messinghülse geliefert und man
hängt dazu die Feder nur an der Bürste aus.
Strom bekommt er aber? Nicht, das die Ansteuerung eine Macke hat.
Ansonsten bleibt dir sowieso nicht viel übrig, als die beiden Wicklungen
(Rotor und Stator) mal getrennt auf Durchgang zu prüfen. Sie sind in
Reihe geschaltet und der Rotor ist leicht von Bürste zu Bürste zu
messen. Der Stator dann zwischen eine der Bürsten und dem Anschluss der
Speisung.
Da es ein Kollektormotor ist, können auch einige Ankerwicklungen
unterbrochen sein. Wenn er auf einer defekten Stelle bleibt, startet er
nicht. Andernfalls kann er im Betrieb humpeln.
Messung: Widerstand an den Kohlen messen und dabei den Anker von Hand
durchdrehen.
∞ bedeutet, daß die Kohlen keinen festen Kontakt zum Kollektor haben (zu
kurz geworden, evtl. Anschlag) oder der Anker überall defekt ist. Zum
Abklären mit den Meßspitzen direkt auf den Kupferlamellen messen.
Also Schrott oder neue passende Kohlen besorgen.
Gruß - Werner
Servus,
ich habe zwar einen Alto Nilfisk, aber Motor sieht genauso aus.
Bei mir war das Lager auf der Turbinenseite defekt, also unrentabel.
Der Hersteller des Motors (nicht Alto sondern Domel) hat einen ebay
Webshop mit den Ersatznummern. Der neue Motor war für 49€ (all incl.) zu
haben. Vielleicht hilfts.
Grüße, Rudi
Werner H. schrieb:>> ∞ bedeutet, daß die Kohlen keinen festen Kontakt zum Kollektor haben (zu> kurz geworden, evtl. Anschlag) oder der Anker überall defekt ist. Zum> Abklären mit den Meßspitzen direkt auf den Kupferlamellen messen.> Also Schrott oder neue passende Kohlen besorgen.>> Gruß - Werner
Hallo Leute,
Asche auf mein Haupt. Hab einen neuen Saugmotor bestellt. Den alten habe
ich jetzt mal genauer unter die Lupe genommen und auch die beiden
Kohlebürsten entfernt, die noch ca. 1,5 cm hatten. Jedoch war eine
Kohlebürste am Anfang zerbrochen und hatte keinen richtigen Kontakt
mehr. Nach einigem Friemeln hab ich die Kohlen wieder einsetzen können
und siehe da. Der Motor läuft wie ne 1.
Also nur neue Kohlen. Und den neuen Motor wieder retour.
Leider sind mir bei dem Flügelrad oben drei kleine Flügelchen
abgebrochen.
Kann man das trotzdem so lassen oder müsste ich ein neues Lüfterrad
besorgen und wie bekomme ich das alte sauber runter??
Behalte lieber den neuen Motor.
Der alte ist jetzt unwuchtig, gibt Lagerschaden.
Das Flügelrad bekommst Du nur mit einem Abzieher runter, dann muß das
Neue wieder aufgepreßt werden, aber das Neue gibt es halt nicht einzeln
im Handel.
Gruß - Werner
Kalli R. schrieb:> Jedoch war eine> Kohlebürste am Anfang zerbrochen und hatte keinen richtigen Kontakt> mehr.
Das ist die automatische Verschleißabschaltung der Kohlebürste. Da ist
ein Kunststoffstift und eine Feder am hinteren Ende der Kohle eingebaut,
sobald die Kohle so weit runter ist heben Stift und Feder die Kohle vom
Kollektor ab.
Hallo,
genau so war es. Danke für die Bilder. Also wieder mal was kaputt
repariert.
Bin ein Schussel. Aber glaubt ihr echt, dass das Ding durch die drei
fehlenden Rädchen unwuchtig wird. Dient doch lediglich der Kühlung und
die ist noch zu 50% da.
Kalli
Matthias S. schrieb:>> Ich habe hier schon mehrere dieser Festo Industriesauger repariert (die> Bodentiere mit Rüssel) und habe dabei auch öfter mal Motoren geöffnet.> Die ganz neuen Modelle (und da geb ich dir recht) sind aber nur mit> erhöhtem Einsatz zu öffnen.
Hast ne PN
hinz schrieb:> Das ist die automatische Verschleißabschaltung der Kohlebürste. Da ist> ein Kunststoffstift und eine Feder am hinteren Ende der Kohle eingebaut,> sobald die Kohle so weit runter ist heben Stift und Feder die Kohle vom> Kollektor ab
Ja nennt sich im Jargon auch Abschaltkohlen.
Aber die machen doch in einem nicht zur Reparatur vorgesehenen Motor
außer geplanter Obsoleszenz keinen Sinn!
Kalli R. schrieb:> Bin ein Schussel. Aber glaubt ihr echt, dass das Ding durch die drei> fehlenden Rädchen unwuchtig wird. Dient doch lediglich der Kühlung und> die ist noch zu 50% da.
was macht dein Auto mit ungewuchteten Rädern, oder klebe dir mal 200g
Gewicht ans Rad.. der ist Schrott mit dem Flügel würde ich keinen Sauger
mehr laufen lassen
ichbin schrieb:> Aber die machen doch in einem nicht zur Reparatur vorgesehenen Motor> außer geplanter Obsoleszenz keinen Sinn!
Doch, der Festo ist ja zur Reparatur gedacht. Die Kohlen werden, wie ich
oben schon postete, mit den Messinghülsen geliefert und einem Stückchen
Litze mit Flachstecker. Den Flachstecker zieht man ab, die Feder hängt
man aus und parkt sie daneben ans Gehäuse. Dann baut man die neue Kohle
ein und steckt den Flachstecker. Zum Schluss wird die Feder wieder
eingehängt.
Wenn mans mal gemacht hat, geht das ruck zuck. Mittlerweile gibts im
Auktionshaus auch preiswerte Alternativen zur Original Festo-Kohle, die
gut passen und auch gute Lebensdauer haben. Man muss nur einmal die
richtige Bestellnummer rausfinden. Einen Link habe ich aber nicht, da
die Dinger immer von der Werft bestellt werden - Ich baue sie dann nur
ein.
Bei manchen Festo Modellen braucht man einen elend langen Torx mit etwa
30cm Schaft, aber sonst ist das alles recht easy, wenn man sich die Lage
der diversen Schaumstoffe, Filterchen und Plastikteile merkt.
Thomas S. schrieb:
der ist Schrott mit dem Flügel würde ich keinen Sauger
> mehr laufen lassen
Hi Thomas,
so leicht geb ich mich nicht geschlagen. Versuch auf alle Fälle mal ein
Ersatz-Flügelrad zu bekommen. Wenn nicht, setzt ich ein 5cm Flügelrad
aus einem PC-Lüfter drauf. Die halten das aus !
Kalli R. schrieb:> so leicht geb ich mich nicht geschlagen.
Muss man ja auch nicht.
> Versuch auf alle Fälle mal ein> Ersatz-Flügelrad zu bekommen.
Bin gespannt.
> Wenn nicht, setzt ich ein 5cm Flügelrad> aus einem PC-Lüfter drauf. Die halten das aus !
Die bringen aber ehr nicht den nötigen Luftdurchsatz, sind ja ehr auf
leisen Lauf optimiert.
> Ja nennt sich im Jargon auch Abschaltkohlen.> Aber die machen doch in einem nicht zur Reparatur vorgesehenen Motor> außer geplanter Obsoleszenz keinen Sinn!
Naja ob der Motor jetzt hart ausfällt oder sich vorher eine Weile unter
stärkerer Hitzeentwicklung zu Tode quält, ist nun ziemlich egal...
jedenfalls solange so ein Gerät nicht anfängt zu brennen wenn man Pech
hat. In einem Staubsauger, wo sich jahrelang brennbarer Staub ansammeln
könnte, halte ich das schon für sinnvoll.
Diese Kohlen verhindern, daß der Kollektor durch zu schwachen
Anpressdruck der Kohlen und dadurch schlechten elektrischen Kontakt
verbrennt. Das wilde Feuerwerk richtet den sonst ziemlich schnell
zugrunde und man muß ihn hinterher mindestes abdrehen wenn er nicht
thermisch zerstört wurde.
Aber durch das defekte Flügelrad hat sich die Sache nun sowieso
erledigt. Motoren in Staubsaugern sind nicht gerade für ihren hohen
Wirkungsgrad bekannt und brauchen ihre Kühlung. Die Unwucht verbunden
mit den extrem hohen Drehzahlen tut den Rest, das wird laut und hält
nicht mehr lange.
Udo S. schrieb:> Nur mal neugierigerweise: Wie hast du es geschafft dem Flügelrad so> massiv Karies zu verpassen? Das ist doch eigentlich ein richtig zäher> Kunststoff.
Darf man gar nicht erzählen. Wollte das vordere Rad runter haben um da
Gehäuse vielleicht abschrauben zu können. Deshalb hatte ich am Flügelrad
einen Stopper eingeklemmt. Nach zwei festen Versuchen sah das Lüfterrad
nicht mehr gut aus. Nicht weitererzählen !
Ben B. schrieb:>> Aber durch das defekte Flügelrad hat sich die Sache nun sowieso> erledigt. Motoren in Staubsaugern sind nicht gerade für ihren hohen> Wirkungsgrad bekannt und brauchen ihre Kühlung. Die Unwucht verbunden> mit den extrem hohen Drehzahlen tut den Rest, das wird laut und hält> nicht mehr lange.
Hab das Flügelrad jetzt runter und die diversen Firmen mal
angeschrieben. Vielleicht hilft es ja
So Leute,
die Firmen wollen mir natürlich einen neuen Motor verkaufen, also kein
Ersatzflügelrad. Hab es aber über ein Flügelrad eines PC-Lüfters
hinbekommen.
Surrt wie ne 1 und macht mächtig Luft !
Danke für alle eure Antworten !!
Kalli R. schrieb:> Hab es aber über ein Flügelrad eines PC-Lüfters> hinbekommen.
Hast etwas viel Spalt gelassen.
> Surrt wie ne 1 und macht mächtig Luft !
Wollen wir hoffen, dass es reicht. Den Versuch ists allemal wert.