microSD mit Kratzer reparieren

OP #6012830
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Hi,

ich habe eine leicht angekratze microSD, wie auf dem Bild zu sehen. 
Leider erkennt der Rechner zwar noch die Partitionen aber das Auslesen 
klappt nicht mehr. Hat vielleicht jemand einen Tipp wie man so einen 
Kratzer Hardwaretechnisch bearbeiten kann? Lötkolben und alles 
vorhanden. Hat jemand sowas schon mal repariert?

Vielen Dank.

Gruß kami
Angehängte Dateien:
#6013224
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Stefan S. schrieb:
> Rechner zwar noch die Partitionen aber das Auslesen
> klappt nicht mehr.

Was hast du denn schon versucht? Ich würde erstmal mit dd ein 1:1 Abbild 
machen. Danach kannst du das Abbild mounten/auf ein anderes 
Speichermedium schreiben/... und ntürlich kannst du dann auch schön im 
Abbild nach Dingen suchen. Z. B. nach gelöschten Partitionen.
Ich empfehle dazu testdisk von https://www.cgsecurity.org .

Was ich aber aktuell vermute:
Dein Rechner läuft mit Windows. Die Karte stammt aus einem Handy? Ist 
also EXT$ formatiert oder so und das kennt Windows einfach nicht. 
Versuche also erstmal die Karte unter Linux zu lesen. Boote ein Linux 
mit einer Live-CD/Stick.
Gast #6013311
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Sven B. schrieb:
> so richtig defekt sieht es auf dem Foto nicht
> unbedingt aus.

Links oben scheint eine Leiterbahn hinüber zu sein. Die könnte man mit 
feinem Draht überbrücken.

Andere Frage, weiß jemand wie dieses Layout erzeugt wurde? Das sieht 
nach Autorouter aus, aber irgendwie sehr "organisch"?
OP #6013436
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Hey Leute,

erstmal danke für die Antwort und sorry das ich das Bild nicht zurecht 
geschnitten habe. Nächstes Mal mache ich das besser.

Also nun mal zum Problem. Die Karte wird nach langer Lesezeit unter 
Linux erkannt und auch ein Zugriff mit hoher Verzögerung ist möglich. 
Mit typischen Image-Readertools ist ein Auslesen nicht möglich. Die 
Übertragung bricht irgendwas ab. Aus diesem Grund möchte ich auch 
Hardwaremässig nach besser. Dünne Litze habe ich wo würdet ihr den 
Verbindungen fixen oder muss man den Lack irgendwie aufbereiten oder 
kann man eine vielleicht angekratzte Verbindung wird verstärken (Chemie, 
Klebeband, Alufolie,etc.) Was gibt es dafür.

Vielen Dank.

Gruß kami
Gast #6013812
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Den SD-Karten Slot brauchst du ja für die SD-Karte mit dem 
Betriebssystem. Und wenn das BS auf einem USB-Device liegt, dann bleibt 
das Problem, dass der SD-Slot eigentlich nicht mit dem hier erwähnten 
klassischen 1-Bit breiten SPI Protokoll betrieben wird.

Hier wird beschrieben, wie man das SPI-Interface nutzen kann:
https://ralimtek.com/raspberry%20pi/electronics/software/raspberry_pi_secondary_sd_card/
Gast #6013854
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Gustl B. schrieb:
> Die Karte stammt aus einem Handy? Ist
> also EXT$ formatiert oder so und das kennt Windows einfach nicht.

Mitnichten. Sonst könnte man die Karte nicht einfach aus dem Handy 
nehmen und in den PC stecken um sie zu sichern oder mit Daten zu füllen. 
Genau das funktioniert aber bei Android seit.. ach ewig. Spätestens seit 
Android 4.4 wird das FUSE Framework dafür genutzt.

Letztlich sind alles virtuelle Filesysteme die irgendwie (veruschen) 
FAT32 zu implementieren / emulieren. Das allerdings nicht so ganz 
fehlerfrei und komplett.

Also nein, SD Karten in Handys sind niemals EXT formatiert.
Moderator Persönliche Seite #6013960
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Thomas schrieb:
> Jede SDKarte hat noch einen 1Bit SPI Modus!

Keineswegs. Seit Micro-SD ist selbiger nicht mehr verpflichtend durch 
die Hersteller zu implementieren. Viele haben ihn trotzdem noch, aber es 
stimmt eben nicht, dass es jede haben muss. Käme auf den Versuch an.

Darüber ein paar Gigabyte zu lesen (und noch dazu dann mit irgendwas 
langsam vor sich hin tickenden) kann aber schon ein Geduldsspiel werden.
OP #6013967
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Hallo,

also hier nochmal das letzte Post in Deutsch :)

Hi,

okay das mit dem SPI-Mode habe ich noch nicht ausprobiert. Ich habe
einen Raspberry Pi und alles andere da, wie z.B. ein Ubuntu Linux 
System. Ich weiß aber nicht, wie ich den SPI-Modus einstelle? Zeit zum 
Auslesen habe ich genug.

Danke.

Gruß kami

Hoffe jetzt ist es besser lesbar.
OP #6013968
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So und nun zum Raspberry. Das werde ich am Wochenende mal probieren. 
Adapter für die SD-Karte habe ich genug.

Es handelt sich dabei aber um eine microSD von Sandisk Ultra Extreme A2 
mit 128 GB. Installiert ist dort auf der Karte ein Raspbian Image 
Standardpartionierung.

Bringt es dabei was über den SPI-Mode auf die Daten zu zugreifen?

Vielen Dank.

Gruß kami
#6013996
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Manuel X. schrieb:
> Also nein, SD Karten in Handys sind niemals EXT formatiert.

Man kann aber ne Ext-Partition draufmachen und dann lustige Sachen 
machen die ohne das nicht gehen, zum Beispiel Apps per Symlink komplett 
auf die SD-Karte verlagern, nicht nur halb. Zumindest in älteren 
Versionen von Android war das ein probates Mittel um wirklich internen 
Speicher freizuräumen, obs heute noch nötig ist weiß ich nicht.
Gast #6014031
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Aktuelle Androiden können neben dem internen Dateisystem auch die 
SD-Karte verschlüsseln (Zahnrad-App - "Biometrische Daten und 
Sicherheit" - "SD-Karte verschlüsseln"). In diesem Fall siehst Du im 
Kartenleser auch nur die Partitionen, aber keinen lesbaren Inhalt.
Gast #6014190
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soul e. schrieb:
> Aktuelle Androiden können neben dem internen Dateisystem auch die
> SD-Karte verschlüsseln (Zahnrad-App - "Biometrische Daten und
> Sicherheit" - "SD-Karte verschlüsseln"). In diesem Fall siehst Du im
> Kartenleser auch nur die Partitionen, aber keinen lesbaren Inhalt.

Den passenden Schlüssel findet man dann hier:

/data/misc/vold/

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