Arno K. schrieb:
> Mei, es sind halt starke Labornetzteile von R&S.
Jein. Die NGSM wurden auch in vielen Mobilfunkprüfsystemen von R&S
eingesetzt.
> Hergestellt um die 2000er herum für damalige C-Netz Telefone
Ähh, das C-Netz wurde bereits zum 31.12.2000 abgeschaltet. Ich
bezweifele doch sehr, dass die Gerätehersteller in dem Jahr noch neue
Geräte in den Markt drücken wollten.
Und wofür steht wohl N*GSM*?
Tipp: ich habe 1997 mit einem NGSM in einem GSM-Protokolltester (R&S
TS8912) gearbeitet.
> und "Car-Hifi" und halt für anderes Geraffel was mittlere Ströme bei
> niedrigen Spannungen braucht.
Für solche Zwecke hätte man nicht das noble NGSM eingesetzt, sondern
irgendein Billignetzteil von Rudis Resterampe.
Die Besonderheit des NGSM war die Störimmunität gegen die sehr
steilflankigen Stromimpulse von Mobiltelefonen und die leitunggekoppelte
Hochfrequenz (900/1800 MHz). Viele normale Netzteil werden instabil,
wenn zurückgekoppelte HF des Prüflings durch den Regelverstärker im
Netzteil gleichgerichtet werden.
> Der Neupreis wird irgendwo bei 1-2k gelegen haben, ich würde nich zu
> viel ausgeben, die 400-500 von Ebay gehen ja schon in Regionen wo man
> fast ein Neugerät bekommt.
Das NGSM lag deutlich über 2 kEUR. Die GPIB-Schnittstelle macht es auch
nicht gerade billiger, zumal es für damalige Verhältnisse auf dem sehr,
sehr fortschrittlichen SCPI-Befehlssatz aufsetzte.
Der aktuelle Gebrauchtpreis ist für Leute, die ein Ersatzgerät für ein
Prüfsystem benötigen, ein Schnäppchen.
Wenn jemand sehr viel mit Mobilfunkmodulen arbeitet, dürfte das NGSM
immer noch ein hierfür sehr gut geeignetes Gerät sein. Die LED-Anzeigen
sind auch exzellent und gefallen mir auf Grund ihres Minimalismus besser
als die überfrachteten Blinky-Blinky-LCD vieler aktueller Geräte.
> Das Messtechnik meist in Stößen auf den Markt drängt liegt wohl daran,
> dass mit der Zeit Testysteme abgebaut werden und so gleich einige Geräte
> in private Hände fallen.
Genau.
> Aja, es heißt Rohde & Schwarz.....
JA! Ich finde es immer wieder erschreckend, wie viele Leute auf der
Schreibweise "Rhode" oder "Schwartz" bestehen.