Was passiert wenn Serial.begin(9600); auskommentiert wird. Das Programm läuft ja anstandslos weiter, es werden nur keine seriellen Ausgaben gemacht??
Gast
#6027222
Al. K. schrieb: > es werden nur keine seriellen > Ausgaben gemacht?? Das kann nur sauber funktionieren, wenn alles gestrichen wird, was mit seriell zu tun hat, sonst tauchen wahrscheinlich Fehlermeldungen auf. Georg
Wenn der Sendebuffer voll ist bleibt Serial.write hängen.
Gast
#6027249
Wird Serial.begin (...) auskommentiert, so passiert gar nichts! Das ist so, als wenn Du den Deckel auf dem Objektiv lässt. Das hat auch keine Folgen. Interessant wird es erst, wenn Du versuchst etwas fotografieren oder im Sourcecode irgendeinen seriellen Zugriff durchzuführen. Wartet Dein Programm auf irgendeinen Empfang oder lauscht der angeschlossene Empfänger auf etwas, kann es zu lustigen Ergebnissen kommen. Ich kann es im Konkreten nicht sagen, aber wenn ich einen Mikrocontroller bauen würde, so würde der die serielle Schnittstelle per default deaktiviert haben um die I/O-Pins freizuhalten.
Gast
#6027315
Ach so, die Sprachkeksperten haben für so etwas u. A. das Konstrukt #ifdef ... #enfif zusammengestümpert. Bei richtiger Anwendung zur Ausklammerung ALLER seriellen Zugriffe sollte Dein Programm auch problemlos funktionieren. Zur Lesbarkeit eines solchen Ergusses möchte ich mich aber nicht äußern. Auch nicht dazu, ob es noch funktioniert.
In meinen Falle habe ich nur serielle Ausgaben zum Monitor. Interessant wäre noch der Zeitfaktor. Wie schnell ist es mit ser.begin auszukommentieren und wie schnell wenn alle Printbefehle auskommentiert werden. Die Printbefehle müssten doch im Compilierten Code verschwinden?!
Gast
#6027385
Al. K. schrieb: > Wie schnell ist es mit ser.begin auszukommentieren und wie schnell wenn > alle Printbefehle auskommentiert werden. Schreib dir für die serielle Ausgabe ein Makro. Dann musst du nicht Überfall rumfummeln, sondern brauchst nur das Makro zu andern.
Wolfgang schrieb: > Schreib dir für die serielle Ausgabe ein Makro. Dann musst du nicht > Überfall rumfummeln, sondern brauchst nur das Makro zu andern. Es geht mir nicht darum wie ich dies umgehen kann, sondern ich will nur wissen was da los ist?
Gast
#6027415
Al. K. schrieb: > Es geht mir nicht darum wie ich dies umgehen kann, sondern ich will nur > wissen was da los ist? Mannn.... Dann schau doch mal in den Quellcode, der liegt frei zugänglich auf deinem Rechner.
Das kann Dir niemand sagen (Ein paar Hellseher mal ausgenommen)! Im Normalfall wird die Initialisierung der seriellen Schnittstelle EINMALIG beim Programmstart abgearbeitet und dann NIE wieder aufgerufen. Der Aufruf wirkt sich somit NICHT auf die Laufzeit aus. Höchstens auf die Dauer des Programmstarts. Während das Programm läuft sieht es so aus: Wird nichts ausgegeben, so gibt es auch keine Beeinträchtigung. Dann aber wird es interessant und kompliziert: Die serielle Ausgabe ist im Grunde genommen ein Kopierbefehl, der die gewünschte Zeichenkette in den Ausgabepuffer kopiert. Das geht relativ schnell. Dabei kommt meist ein Ringpuffer zur Anwendung, der die Ausgabedaten verwaltet. Dieses Stück Software wird von der Hardware getriggert, um ein weiters Byte in den Ausgabepuffer zu holen. Somit kostet Dich die Pufferüberwachung auch kaum Zeit (Hardware), wohl aber das Kopieren des nächsten Bytes in das interne Schieberegister. Das geht aber relativ flott. Die reine Bitschubserei erfolgt durch Hardware und kostet keine (Rechen)Zeit. Was aber gerne vergessen wird ist die Aufarbeitung der Zeichenketten: Hierfür werden gerne fprintf oder seine Kumpels verwendet. Diese Routinen brauchen relativ viel Platz (FLASH) und auch RECHENZEIT. Vor allem, wenn noch jede Menge Konvertierungen, zur Ausgabeformatierung, verwendet werden. Die echte Zeit lässt sich also, ohne konkretes Beispiel nicht voraussagen und hängt vor allem vom Datenvolumen ab. Bei 9600 Baud ist hier natürlich auch ein natürlicher Flaschenhals vorhanden. Letzterer greift natürlich erst, wenn der Schreibpuffer voll ist. Dann kann es zu völlig unvorhersehbaren Ereignissen kommen. Je nach Programmstruktur kann es nämlich jetzt passieren, dass die Schreibroutine nicht "zurückkommt", bevor der Puffer die aktuellen Daten aufgenommen hat. Ein guter Hellseher kann aber so etwas voraussehen. Ein guter Programmierer hat hier die Möglichkeit Fehler zuzulassen (zerstückelte Ausgabe) oder es noch einmal zu versuchen. Noch etwas, das gerne vergessen wird: Ein Zeichen sind nicht gleich 8 Bit! Üblicherweise kommen noch ein bis zwei Stopbit dazu, ein Paritätsbit sowie das obligatorischen Startbit. Somit ist ein Zeichen oft mehr als 12 Bit lang. Von den (9600 Baud) 1200 Zeichen pro Sekunde, mit denen viele rechnen werden bleiben weniger als 800 Zeichen pro Sekunde, die man auf diesem Wege loswird. Ich hoffe ich habe nicht allzuviel vergessen.
Gast
#6027449
Sebastian S. schrieb: > Hierfür werden gerne fprintf oder seine Kumpels verwendet. Im Fall der AVR Arduinos nicht. Aber recht aufwändig bleibt es dennoch. Sebastian S. schrieb: > Flaschenhals vorhanden. > Letzterer greift natürlich erst, wenn der Schreibpuffer voll ist. Dann blockieren die Serial.print Methoden, bis sie ihre Daten los geworden sind. Sebastian S. schrieb: > Somit ist ein Zeichen oft mehr als > 12 Bit lang. > Serial.begin(9600); 1 Start + 8 Daten + 1 Stopp, keine Parität Also 10 Symbole pro Byte. Keine sonstigen Pausen, die Symbolfolgen grenzen unmittelbar aneinander.
Al. K. schrieb: > Es geht mir nicht darum wie ich dies umgehen kann, sondern ich will nur > wissen was da los ist? Bitteschön: https://github.com/arduino/ArduinoCore-avr/blob/master/cores/arduino/HardwareSerial.cpp
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#6027593
Bitte mache nicht den fehler, davon auszugehen, dass sich alle Arduino Cores gleich verhalten. Der obige Link ist vom AVR Core. Beispiel wo es anders ist: Beim alten STM32Duino von Roger Clark war Serial mit dem USB Port verbunden und benötigte keinen Aufruf von Serial.begin().
>Bitte mache nicht den fehler, davon auszugehen, dass sich alle Arduino >Cores gleich verhalten Das ist mir völlig klar. Ich gehe davon aus, das er die Standard-Arduinos mit ATMEGA328 verwendet.
@Stefan F. Was hat euch denn nur die arme Serial.begin () getan? Die wird einmalig, am Programmanfang aufgerufen und nur wenn jemand nichts besseres zutun hat oder die Baudrate ändern will, wird sie nochmal durchlaufen. Auch wenn ein anderer Prozessor verwendet wird und andere Befehle abgearbeitet werden, ändert sich prinzipiell hieran nichts. Also: Laufzeit praktisch = Null. Übrigens: Vor dem eigentlichen Programmstart tut sich sowieso so einiges, was für Otto Normal Programmierer unsichtbar bleibt, was ja auch einige Zeit dauert. Unabhängig davon was die Arduino-Umgebung noch alles benötigt. Angeblich müssen die ganzen Schnittstellen - so verwendet - initialisiert werden. Aber auch nur einmalig.
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#6027725
Al. K. schrieb: > Was passiert wenn Serial.begin(9600); > auskommentiert wird. > > Das Programm läuft ja anstandslos weiter, es werden nur keine seriellen > Ausgaben gemacht?? Ich würde es ausprobieren. Ich habe in mehreren Anwendungen serielle Ausgaben drin, im fertigen Gerät aber kein Terminal (USB) dran, das stört den Ablauf nicht. Ich weiß, dass ich damit ein paar Millisekunden unnütz verplempere, aber die Masse meiner Anwendungen ist nicht so zeitkritisch. In einer Anwendung habe ich einen Brückenstecker (neudeutsch Jumper) eingesetzt und frage vor jeder seriellen Ausgabe ab, ob der Port low ist, das dauert nur ein paar wenige Mikrosekunden. Amateur schrieb: > Ach so, die Sprachkeksperten haben für so etwas u. A. das Konstrukt > #ifdef > ... > #enfif > zusammengestümpert. Das Konstrukt ist bekannt, ich sehe aber als ziemlich sinnfrei an: Wenn ein Problem auftritt, will ich den PC anklemmen und gucken, ohne zuvor neu zu flashen. An einem ProMini kann ich das, wenn der DTR nicht angeschlossen wird und damit kein Reset ausgelöst wird.
Gast
#6027732
Manfred schrieb: > In einer Anwendung habe ich einen Brückenstecker (neudeutsch Jumper) > eingesetzt und frage vor jeder seriellen Ausgabe ab, ob der Port low > ist, das dauert nur ein paar wenige Mikrosekunden. Warum tust du das? https://www.arduino.cc/reference/en/language/functions/communication/serial/availableforwrite/
Gast
#6027736
Sebastian S. schrieb: > Was hat euch denn nur die arme Serial.begin () getan? "Uns" hat sie nicht getan. Aber du hast die Anfrage des TO offenbar nicht gelesen oder nicht verstanden.
Gast
#6027767
Arduino Fanboy D. schrieb: >> frage vor jeder seriellen Ausgabe ab, ob der Port low >> ist, das dauert nur ein paar wenige Mikrosekunden. > > Warum tust du das? > https://www.arduino.cc/reference/en/language/functions/communication/serial/availableforwrite/ Ich verstehe nicht, was Du mir sagen willst. Mein µC wacht auf, holt einen Analogwert und geht wieder schlafen. Die serielle Ausgabe von Rohwert und gerechnetem Wert samt Zusatztext würde meine Wachzeit etwa verdoppeln. Ich gaube nicht, dass ich schneller raus komme, als den TestPort abzufragen.
Gast
#6027956
Brücke? Wozu? Egal! Alles klar, von schlafen war keine Rede, und auch sonst, verstehe ich nur Bahnhof von dem Zeugs, was du da laberst. Einen Bezug zur Eingangsfrage sehe ich auch nicht. Ich sehe da nur eine Selbstdarstellung, ohne jeden Zusammenhang. Sinnfrei. Versuchs nochmal, mit Zusammenhang, oder lass es.
Gast
#6028157
Arduino Fanboy D. schrieb: > verstehe ich nur Bahnhof von dem Zeugs Der TO wollte wissen, wie sich Schreibzugriffe auf den seriellen Port verhalten, wenn der Port nicht geöffnet wurde. Seine Idee war, den Port nur bei Bedarf zu öffnen, wen Debug Logging gewünscht ist - falls das klappt. Wir haben geklärt, dass das so nicht klappt, weil irgendwann der Puffer voll ist und das Programm dann hängen bleibt. Also schlug jemand vor, Makros zu benutzen, um die Ausgaben beim Compilieren auszuschließen. Manfred schlug als Alternative vor, dass er zum Umschalten einen Jumper benutzt, den er zur Laufzeit bei Bedarf umstecken kann. Mit "labern" und "Selbstdarstellung" hat das nichts zu tun. Der Sinn einer solchen Diskussion ist, unterschiedliche Lösungsansätze zusammen zu tragen, genau das ist hier auch passiert. Also alles gut. > Versuchs nochmal, mit Zusammenhang, oder lass es. Ich denke du bist hier derjenige, der loslassen sollte.
Gast
#6028183
Stefan F. schrieb: > Ich denke du bist hier derjenige, der loslassen sollte. Du hast (mal wieder) zu schnelle Schlüsse gezogen, und so die Realität verbogen. Ein Irrtum in der Sache, gepaart mit der wohl zwangsläufig folgenden Falschdarstellung der Zusammenhänge. Stefan F. schrieb: > Wir haben geklärt, dass das so nicht klappt, weil irgendwann der Puffer > voll ist und das Programm dann hängen bleibt. Das ist doch völlig falsch. Ohne Serial.begin(xxxx) landen alle Daten im Nirvana, weil die UART ewig und stetig TX-Buffer-Leer liefert. Somit wird der Ringpuffer nie voll. Zu dem Behufe wurde hier doch ein Link zur *.cpp geliefert. (nicht rein geschaut?) Und das Datenblatt zu den AVR solltest du doch mittlerweile gelesen haben.
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