Vorallem dachte ich, dass bei 24 Leitungen plus Steuerleitungen, dies zu
einem schönen Bauteilfriedhof führt. Daher wäre mir ein QFN oder noch
besser ein SOIC fast lieber.
Gibts da brauchbares?
Gerade für die relativ hohen Geschwindigkeiten ist das die beste
Methode.
Die Quellwiderstände benötigst du hier sowieso, hinzu kommen 'nur' die
50Ω-Abschlusswiderstände. So groß ist das 'Grab' dann doch nicht.
Würde von der Datenrate her ja genügen. Jedoch steht da nur 1.8V to
3.3V. Bei mir wäre es ja die andere Richtung. Die Richtung lässt sich
bei diesem Modell übrigens über einen DIR pin definieren.
Gelten die 380 Mbps wohl auch für die andere Richtung?
Und benötige ich dann auch hier die 50 Ohm Terminierungswiderstände,
auch wenn die Logiklevel bereits korrekt sind?
Danke
Holger schrieb:> Würde von der Datenrate her ja genügen. Jedoch steht da nur 1.8V to> 3.3V. Bei mir wäre es ja die andere Richtung. Die Richtung lässt sich> bei diesem Modell übrigens über einen DIR pin definieren.
Du musst eben nicht nur den fett gedruckten Teil des Datenblattes lesen
:-).
Auch auf der ersten Seite steht:
This allows for universal low-voltage bidirectional translation between
any of the 1.2-V, 1.5-V, 1.8-V, 2.5-V, and 3.3-V voltage nodes.
Ok, danke für die Antwort.
Somit sollte die Datenrate weiterhin gelten.
Fragt sich nur noch, ob ich denn auch hier terminierungswiderstände
benötige...
Ich sehe gerade. Beim Eval-Board dieses Chips, haben die 33 Ohm als
Serienterminierung verwendet. Wobei dort die Logiklevel identisch waren.
Also sollte ich evtl. sowas tun:
[Chip 3.3V] - [33 Ohm] -- [Level Shifter] - [33 Ohm] - [1.8V Chip]
Was meint ihr?
Holger schrieb:> Also sollte ich evtl. sowas tun:
Wenn du ein Eval-Board hast, dann mach es so wie dort vorgeschlagen.
Ich kenne den Baustein selbe nicht und weiß deshalb nicht, ob da aktive
Buffer enthalten sind oder ob es nur FETs sind.
Ich vermute ersteres, dann wäre dein zweifache Terminierung richtig.
Aber sparst du jetzt irgendwie Platz oder Geld ein? Das erschließt sich
mir nicht ganz ...
Vorher hatte man zwei Widerstände (Rs und R2) pro Leitung, jetzt hat man
auch zwei und noch zusätzlich den Baustein, der Levelshifting in beide
Richtungen kann, welche du aber nicht benötigst.
HildeK schrieb:> Wenn du ein Eval-Board hast, dann mach es so wie dort vorgeschlagen.
Bei dem Eval-Board wird eben 3.3V mit 3.3V Logik verbunden. Daher nur
ein mässig passendes Beispiel.
Dort gibt es lediglich eine Serienterminierung ohne einen 50 Ohm am
Ende.
Holger schrieb:> Somit sollte die Datenrate weiterhin gelten.
Nein. Das Datenblatt sagt "200 Mbps (Level-Shifting to 2.5 V or 1.8 V)".
200 Mbps sind 100 MHz, aber ich weiß nicht, ob dein Originalsignal 165
MHz oder 165 Mbps hat.
Aber für das Verringern der Spannung von unidirektionalen Signalen
brauchst du nicht unbedingt einen Levelshifter, sondern kannst auch
irgendeinen Treiber mit überspannungsfesten Eingängen benutzen, z.B.
SN74AVC16244 (345 Mbps) oder SN74AUC16244 (555 Mbps).
> Beim Eval-Board dieses Chips, haben die 33 Ohm als Serienterminierung> verwendet.> Also sollte ich evtl. sowas tun:>> [Chip 3.3V] - [33 Ohm] -- [Level Shifter] - [33 Ohm] - [1.8V Chip]
Das Eval-Board hat Widerstände auf beiden Seiten, weil Signale in beide
Richtungen übertragen werden könnten.
Die Impedanz eines CMOS-Eingangs ist ungefähr unendlich, also brauchst
du 33 Ω nur am Ausgang. Und AVC/AUC-Treiber brauchen normalerweise
überhaupt keine Widerstände, weil sie spezielle Ausgangstreiber haben,
die ihre Impedanz während des Schaltvorgangs ändern.
Clemens L. schrieb:> ... für das Verringern der Spannung von unidirektionalen Signalen> brauchst du nicht unbedingt einen Levelshifter, sondern kannst auch> irgendeinen Treiber mit überspannungsfesten Eingängen benutzen
Oder halt einfach 2 (in Worten: zwei) Widerstände pro Signal.
Wobei der eine Widerstand (Serienterminierung 33Ω) wohl schon da ist.
Wäre das zu einfach oder was?
Clemens L. schrieb:> 200 Mbps sind 100 MHz, aber ich weiß nicht, ob dein Originalsignal 165> MHz oder 165 Mbps hat.
Ja, das Signal hat 165MHz (Pixelclock von 1920p HDMI RGB Daten)
Clemens L. schrieb:> Aber für das Verringern der Spannung von unidirektionalen Signalen> brauchst du nicht unbedingt einen Levelshifter, sondern kannst auch> irgendeinen Treiber mit überspannungsfesten Eingängen benutzen, z.B.> SN74AVC16244 (345 Mbps) oder SN74AUC16244 (555 Mbps).
Vielen Dank für diesen Hinweis!
Letzterer würde dann wohl in Frage kommen.
Clemens L. schrieb:>> [Chip 3.3V] - [33 Ohm] -- [Level Shifter] - [33 Ohm] - [1.8V Chip]>> Das Eval-Board hat Widerstände auf beiden Seiten, weil Signale in beide> Richtungen übertragen werden könnten.
Das obige Beispiel befindet sich nicht auf dem EVAL. Das war mein
Vorschlag.
Auf dem EVAL ist ebenfalls nur Unidirektional. Dort befindet sich kein
Level-shifter, da alles 3.3V Logik ist.
Clemens L. schrieb:> Die Impedanz eines CMOS-Eingangs ist ungefähr unendlich, also brauchst> du 33 Ω nur am Ausgang. Und AVC/AUC-Treiber brauchen normalerweise> überhaupt keine Widerstände, weil sie spezielle Ausgangstreiber haben,> die ihre Impedanz während des Schaltvorgangs ändern.
Ich verstehe deine obige Aussage nun nicht ganz.
Empfiehlst du mir nun, von meinem 3.3V ausgang zu meinem 1.8V LVCMOS
Eingang lediglich einen Serienwiderstand einzubauen?
Oder Würdest du zwischen [3.3V] und [1.8V LVCMOS] noch einen
Levelshifter in Form eines SN74AUC16244 einsetzen? Aber dafür auf die
Widerstände verzichten?
Axel S. schrieb:> Oder halt einfach 2 (in Worten: zwei) Widerstände pro Signal.> Wobei der eine Widerstand (Serienterminierung 33Ω) wohl schon da ist.> Wäre das zu einfach oder was?
Du meinst sowas, wie ich im Anhang habe?
Hier habe ich nun eine Version mit dem neuen Levelshifter.
Müsste dies ohne Serienterminierung funktionieren?
Oder sollte ich zumindest in der linke Seite (3.3V) eine
Serienterminierung einfügen?
Danke!
Holger schrieb:> Ich gehe davon aus, dass dies wohl das optimum sein müsste.
Wahrscheinlich nicht!
Es hängt davon ab, wie lang die Leitungen sind. Wo kommt Video_IN her?
Wie lang sind diese Leitungen? Die Serienwiderstände müssen ganz nahe an
der Quelle sitzen, sonst bewirken sie nichts.
Wenn zwischen den AUC16244 und dem DS90C187 nicht nur wenige cm (mm)
Leitung sind, dann müssen auch Serienterminierungswiderstände an den
Ausgang der 16244!
Wie ich schon schrieb: für mich wäre das Optimum ein Serienwiderstand
direkt an der Quelle, der an die Leitung angepasst ist und am Ende der
Leitung ein Abschlusswiderstand zur Pegelwandlung. So, wie in deinem
IDT-Link vorgeschlagen. Zumal das noch die billigste und platzsparendste
Lösung ist.
Und bei den Technologien, die behaupten, keine Terminierung zu
benötigen, wäre ich vorsichtig. Gerade ICs mit 'eingebauten'
Serienterminierungen haben mir schon manches graue Haar verursacht
(Xilinx Zynq, i.MX6).
Danke für deine Antwort.
Das alles befindet sich auf einem Board.
Vom ADV7610 gehts direkt zum DS90C187
Da liegen dann vielleicht 50mm dazwischen.
Hab mal noch eine Systemübersicht erstellt.
Am Bus hängt auch noch ein FPGA.
Eventuell würde es dann sinn machen, dieses auch mit an die 1.8V zu
hängen (Variante 1 im Bild). Da dies dann nach dem 244er Treiber wäre.
Vorausgesetzt ich würde den 244er einsetzen.
Jedenfalls denke ich, dass dieses Szenario eher gegen die
Widerstandslösung spricht.
HildeK schrieb:> Und bei den Technologien, die behaupten, keine Terminierung zu> benötigen, wäre ich vorsichtig. Gerade ICs mit 'eingebauten'> Serienterminierungen haben mir schon manches graue Haar verursacht> (Xilinx Zynq, i.MX6).
AVC/AUC haben keine fest eingebauten Serien-Terminierungs-Widerstände;
sie schalten zwischen verschieden Impedanzen um:
http://www.ti.com/lit/pdf/scea006http://www.ti.com/lit/pdf/scea027
Wer (durch Erfahrung) paranoid genug ist, sieht am Anfang von langen
Leitungen wenigstens 0 Ω vor, um die Terminierung bei Bedarf anpassen zu
können.