Bastl schrieb:
> Ich würde zunächst mal alles von den feuchten Stellen wegräumen und die
> ganze Sache bis nächsten Herbst beobachten. Es scheint mir gut möglich,
> dass dieses Spiel sich schon seit 1960 wiederholt. Holz darf auch mal
> nass werden ...
Ja, Holz darf immer wieder naß werden...
So lange es auch wieder trocknen kann, vergammelt/fault es auch nicht
bei wechselnder Nässe/Trockenheit. :)
Verbleibt es jedoch immer wieder längere Zeiten in Staunässe, beginnt es
unweigerlich zu verfaulen.
Elias schrieb:
> Kurz zum Haus: BJ. ca 1960, keine Dämmung aber vor ein paar Jahren
> wurden Kunststofffenster eingebaut. Das Dach ist ein Kaltdach und in den
> Giebelseiten sind Lüftungslöcher.
>
> Gibt es eine Möglichkeit die Kondenswasserbildung weitestgehend zu
> verhindern? Von der Option wohnraumseitig eine Dampfsperrfolie an der
> Decke anzubringen, werde ich sie wohl schwer überzeugen können...
In den 1960er-Jahren wurden bei Häusern i.d.R. die Fußpfetten auf die
ca. 36cm dicken Außenmauern so aufgelegt und verankert, daß hinterher
die Außenmauer mit 11er Mauersteinen (zwischen den Sparren) weiter
hochgezogen werden konnte.
Wobei dann die letzte Mörtelschicht so aufgelegt wurde, daß sie zwischen
den Sparren schräg abgezogen werden konnte.
Von der Konstruktion her lagen die Fußpfetten aber nicht in voller Länge
auf der Mauer auf, sondern nur an den (wenigen) Ankern, mit denen sie
mit/in der Mauer verschraubt wurden.
Das tat man aus genau dem Grund, um unterseitige Staunässe an den
Fußpfetten weitestgehend unterbinden zu können, falls mal Wasser an den
Sparren bis auf die Fußpfetten herunterlaufen sollte:
Damit es im Luftspalt zwischen Pfette und Mauer abtropfen und dadurch
das Holz auch wieder trocknen kann.
Befolg deshalb den guten Rat von Bastl und sieh das zunächst mal ganz
gelassen.
Kontrollier dabei bitte auch ob unter den Pfetten ein Luftspalt
vorhanden ist.
Falls ja, brauchst Du gar nichts weiter zu tun.
V.a. dann nicht, wenn auch nirgendwo Fäulnisbildung an den Pfetten
feststellbar ist.