Schnellster Platinenhersteller gesucht

Gast #6081018
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Walter T. schrieb:
> Eigentlich bieten alle größeren Hersteller Übernacht-Service an.
> Geh
> aber davon aus, daß Du die Mehrkosten im Vergleich zu üblichen
> Lieferzeiten aus Deiner eigenen Tasche begleichen darfst.

Vielen Dank. Ich hatte schon welche bestellt, nun habe ich gesehen, dass 
die von Aisler Mist gebaut haben. Ihre gelieferten Platinen gehen nicht. 
Jetzt bin ich etwas in Stress und habe es eilig. Deswegen habe ich hier 
gefragt. Dann muss ich den Mehrpreis bei einem anderen zahlen.

Ich danke dir trotzdem.

MfG
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6081022
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Etliche Leiterplattenschnelldienste, z.B. Brockstedt, bieten einen 
Sofortdienst an, d.h. drei Stunden(!) für doppelseitige Leiterplatten 
und zwölf Stunden für vierlagige Multilayer. Brockstedt hatte früher für 
die Lieferung ein eigenes Flugzeug.

Solch ein Service verträgt sich aber nicht mit einem studentischen 
Budget, sondern ist exorbitant teuer.

Leiton bietet doppelseitige Leiterplatten ab sechs Stunden an:

https://www.leiton.de/eildienst.html
Gast #6081028
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Andreas S. schrieb:
> Jürgen schrieb:
>> Dann muss ich den Mehrpreis bei einem anderen zahlen.
>
> Dir ist aber schon klar, dass wir bei einem Sofortdienst für eine
> triviale doppelseitige Leiterplatte über 1.000 bis 10.000 EUR pro Stück
> reden?

Ich habe vorhin nachgeschaut. Die Versanddauer von JLCPCB würde mir 
reichen.

MfG
Gast #6081091
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Jürgen schrieb:
> Abschlussarbeit

Wenn die Verzögerung nicht auf deinem Mist gewachsen ist, dann sollte 
ein Aufschub kein Problem sein.

Es nicht unüblich, sechs Wochen auf Material zu warten. Solche Fälle 
sollte eine Prüfungsordnung kennen und berücksichtigen.
Bei uns dauern allein die hochschulinternen Bestellprozeße schon so 
lange. Mindestens.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6082274
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Es ist mir ohnehin ein Rätsel, warum der TE nicht einfach die 
Leiterplatten reklamiert, wenn sie tatsächlich durch Verschulden des 
Lieferanten nichts wurden. Ich kenne es von Kunden, dass deren 
Leiterplattenhersteller in solch einem Fall natürlich sehr, sehr schnell 
korrekt gefertigten Ersatz liefern.

Im konkreten Fall vermute ich, dass die Daten nicht korrekt aufbereitet 
waren und wichtige Dinge fehlten, z.B. eindeutige Informationen zur 
Lagenreihenfolge, die Leiterplattenkontur, Ausfräsungen. Statt also nun 
mit dem Leiterplattenhersteller die korrekte Lieferung der 
Fertigungsdaten abzustimmen, erfolgt nun eine Bestellung bei einem 
Hersteller, der einem gänzlich anderen Sprach- und Kulturkreis angehört. 
Also wird die Komplexität der ganzen Angelegenheit noch einmal erhöht 
statt reduziert.
(Firma: AISLER B.V.) #6082684
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Hallo Jürgen,

alleine mit einem Vorname fällt es mir schwer deine Bestellung 
zuzuordnen. Du kannst mir gerne an felix@aisler.net schreiben und 
bekommst auch morgen noch Hilfe.
Bei Fehlern, die in komplexen Prozessen, die von Menschen bedient 
werden, passieren können, sind wir natürlich zu 100% kulant. Produziert 
wird allerdings erst wieder im nächsten Jahr.

Viele Grüße
Felix
Gast #6082735
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Arno K. schrieb:
> Im Ernst?
> Wie darf man sich das vorstellen?
>
> Irgendwo wird in Eile eine Leiterplatte designed und dann kommt das Teil
> in 4h mit dem Flugzeug aufs Firmengelände?

Mit einem eigenen Flugzeug kenne ich das nicht. Aber was ich kenne: der 
örtliche Vertreter von Brockstedt kam und hat die Floppy (das Internet 
war noch nicht ganz fertig) mit den Daten beim Layouter abgeholt und sie 
einem Piloten oder Purser von einem passenden Flug mitgegeben. Zurück 
gings genauso. Er hat dann die Platinen vom Flughafen geholt und zum 
Kunden gebracht. Waren zwar nicht 4 Stunden, aber schneller als alle 
anderen.

MfG Klaus
(Firma: AISLER B.V.) #6082739
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Da hast du recht, war unglücklich formuliert:
Kulant sind wir natürlich nur, wenn ein Fehler auf Kundenseite vorliegt. 
Ansonsten stellen wir einen Sachmangel ab.
Damit wir herausfinden können welcher Fall vorliegt, habe ich hier meine 
Hilfe angeboten. 'Platine funktioniert nicht' ist ein weites Feld.

Frohen 4. Advent
Gast #6083180
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Dunno.. schrieb:
> Christian M. schrieb:
>> Jürgen schrieb:
>> dass die von Aisler Mist gebaut haben.
>>
>> Wieso kann ich das so schlecht glauben...?
>> Gruss Chregu
>
> Haben halt nicht erkannt was der Herr Student wollte.

Sie haben das gemacht was er beschrieben hat (Leiterplattendaten) und 
nicht das was er gemeint hatte :-)

Hans_Dampf schrieb:
> Jürgen schrieb:
>> nun habe ich gesehen, dass die von Aisler Mist gebaut haben. Ihre
>> gelieferten Platinen gehen nicht
>
> Sollte doch dann kein Problem sein. Fehler reklamieren und zeitnahe
> Lieferung korrekter PCBs verlangen!

Dafür sind die heutigen Studenten zu dumm! Sie denken nur von 12 bis 
mittag und das auch nur in der Mensa!
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6083667
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Arno K. schrieb:
> Im Ernst?
> Wie darf man sich das vorstellen?

Damals(tm) war Brockstedt noch in Kronshagen, d.h. knapp 10 km vom 
Flughafen Kiel-Holtenau entfernt. Und wenn ein Kunde wirklich den 
Super-Duper-Eilservice benötigte und das nötige Kleingeld ausgab, wurden 
die Leiterplatten auf diese Art und Weise verschickt.

> Irgendwo wird in Eile eine Leiterplatte designed

Eher: Irgendwo wurde monatelang an einer Leiterplatte herumentwickelt. 
Und anschließend wurde die Bestellung wochenlang von Konzernbeamten zu 
Konzernbeamten weitergereicht, bis irgendwann die Kacke zeitlich am 
Dampfen war. Und dann musste es plötzlich ganz schnell gehen.

> und dann kommt das Teil in 4h mit dem Flugzeug aufs Firmengelände?

Das hing sicherlich davon ab, ob es auf dem Firmengelände eine geeignete 
und in Betrieb befindliche Start- und Landebahn gab. Ansonsten ging es 
natürlich zum nächstgelegenen Regionalflughafen. Natürlich verwendete 
Brockstedt hierfür keinen Boeing 747, sondern ein kleines 
Privatflugzeug. Ich vermute, dass Hans Brockstedt höchstpersönlich 
geflogen ist. Oder er arbeitete anfangs mit der Akaflieg (Akademische 
Fliegegruppe) zusammen. Auf früherem Werbematerial von Brockstedt war 
auch ein Flugzeug mit Firmenlogo abgebildet.

Die ganze Unternehmensgeschichte ist hochgradig interessant. Hans 
Brockstedt studierte damals in Kiel Physik und ätzte nebenher in seiner 
Studentenbude (oder bei Mutti zuhause) ein paar Leiterplatten. Da er das 
ganz passabel machte, wurde die Uni Kiel sein erster "richtiger" Kunde. 
Und so entstand eben einer der ersten deutschen Leiterplattendienste. In 
einer alten Tankstelle in Kronshagen hatte er dann seine erste 
"richtige" Fertigungsstätte. Erst gegen Mitte der 1990er Jahre zog 
Brockstedt in das Gewerbegebiet Kiel-Wellsee um. Ich wohnte damals in 
fußläufiger Entfernung zu der Tankstelle und hatte 1989 oder 1990 die 
Leiterplatten für mein erstes kommerzielles Produkt (SCSI-Controller für 
Acorn Archimedes) dort fertigen lassen. Leider lernte ich ihn nie 
persönlich kennen, sondern nur seine Mitarbeiter. Und am Institut gab es 
auch noch ein paar Anekdoten der Art "Damals, als der Hans noch unsere 
Leiterplatten ätzte, ...".
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6083696
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Puzzybörger schrieb:
> Dafür sind die heutigen Studenten zu dumm! Sie denken nur von 12 bis
> mittag und das auch nur in der Mensa!

Das kann man so nicht verallgemeinern. Es gibt die volle Bandbreite, 
d.h. beeindruckend engagierte und fleißige Studenten, denen eben bloß 
die praktische Erfahrung fehlt, über viele durchaus "lebensfähige" bis 
hin zu Leuten, denen jegliche akademische Eignung völlig fehlt und die 
früher niemals an einer Hochschule anzutreffen gewesen wären. Im Mittel 
ist zwar das Niveau gesunken, aber eben nicht durch ein allgemeines 
Absacken der Leistungen, sondern durch die Öffnung der Hochschulen "nach 
unten". Und die Noteninflation auch an den Schulen hat dazu geführt, 
dass es weniger Differenzierung im Spitzenbereich gibt.

Gerade in der Elektronik kommt aber hinzu, dass man als Schüler nicht 
mehr so schön basteln kann wie früher. Insbesondere durch die 
Abschaltung der meisten Mittelwellensender ist das Radiobasteln nicht 
mehr sinnvoll möglich. Andererseits kann man mit sehr geringem Aufwand 
in die Microcontrollerbastelei einsteigen. Der Arduino ist für die 
"heutige Jugend" wie der Detektorempfänger für uns "alte Säcke(tm)". 
Damalige Radiobastler lernten dabei nichts über Mikroprozessoren, und 
heutige Microcontrollerbastler nichts über analoge Empfängertechnik. So 
ist das eben.
Gast #6083743
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Mal abgesehen davon, dass die schöne heutige Bildung ja von den Alten 
gemacht wird. Den jungen zu unterstellen dumm zu sein, aber selber in 
der Altersklasse zu sein, welche für unsere heutige miese Bildung, zum 
Beispiel Bologna System verantwortlich sind, ist sehr gewagt. 
Stattdessen am besten 12 Stunden am Tag vom Arbeitgeber versklaven 
lassen seine Kinder nach Geburt direkt den ganzen Tag in die Kita 
verfrachten und schon in der Grundschule anfangen Test zur Überprüfung 
des Leistungsstandes welcher dein ganzes Leben beinflussen kann. Na dann 
Viel Spaß, der Druck den auf jungen Leuten lastet ist beinahe nicht 
vorstellbar für die Alten.
Gast #6084198
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Die letzten Bestellungen bei JLCPCB waren allesamt ab Bezahlung 
innerhalb 1 Woche da. Natürlich nicht mit HK Post sondern mit DHL. 
Normalpreis, nicht Express. Und die Chinesen kennen kein Weihnachtsfest, 
im letzten Jahr hatte ich mal eine Platine, die vom 24.12. auf den 
25.12. fertig geworden war.

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