Was tun mit defekten Harddisks?

Gast #6110449
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Ich hab eine ganze Reihe Festplatte die von Win10 nicht mehr erkannt 
werden. Ursache war wohl eine zu schlechte Stromversorgung die zu diesen 
Ausfällen geführt hat. Kennt jemand eine Möglichkeit diese Platen ggf. 
auch mit einem Totalverlust der Daten zu regenerieren?
Ich bin für jeden Tip dankbar.
Thomas
Gast #6110472
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Ich würde erst mal ein SMART Util z.B. CrystalDiskInfo benutzen um zu 
sehen ob es schon Defekte auf den HDDs gibt, danach mit dem HxD 
Hexeditor die Platte als Physikalischen Datenträger öffnen und die 
ersten 100 Sektoren mit 00 überschreiben, dann die HDD neu 
partitionieren und formatieren, wenn das nicht klappt, entsorgen
#6110503
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Ich würde bei sowas eher mit nem Linux drangehen, da erhält man dann 
deutlich bessere Fehlermeldungen. Wenn man dann brauchbare 
Fehlermeldungen hat, findet man auch eher raus wodran es hakt. Da reicht 
auch ein einfaches Linux auf ner Live CD (bzw. ja eher USB heute).

Mit Glück ist nur die Partitionstabelle zerschossen, mit Pech ist der 
Controller hin.

Vorteil dabei ist auch, dass man - sofern die HDD unter Linux erkannt 
wird - erstmal ein blockweises Backup mit dd erstellen kann. Daten auf 
einer möglicherweise defekten Platte "live" retten ist eher wenig 
sinnvoll.
Gast #6110562
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Das sind wunderschöne Tips vielen Dank für Eure Mühe, aber wenn Ihr 
genau lest so wisst Ihr, die Platten werden von Win10 nicht mehr 
erkannt. All Eure Vorschläge wie chkdsk oder Smart Fehleranalyse sind 
nur möglich wenn das System die Platte erkennt. Dies ist aber nicht der 
Fall. Die Platte läuft (dreht sich) wird aber vom PC nicht als Platte 
registriert.
Moderator Persönliche Seite #6110580
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Mike B. schrieb:
> bei Bedarf kann man "0. Magnete ausbauen" davorschieben

Mein Favorit.  Damit kann man dann auch einen kompletten A4-Block an den 
Kühlschrank heften. ;-)

Wenn man mit den ausgebauten Magneten nochmal über die Scheiben fährt, 
sind auch die Daten einigermaßen sicher demoliert. Ist deutlich weniger 
anstrengend als die Brachialmethode mit dem Hammer, und man kann die 
Scheiben als schöne Kaffee- oder Teetassenuntersetzer benutzen.
Gast #6110589
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Ohne Datenrettung: Low Level Format durch Hersteller-Tool. Die können 
auch fehlerhafte Sektoren "ausblenden". Damit habe ich eine 1TB HDD mit 
Headcrash reanimiert. (Runtergefallen während eines Backups (seufz))

Mit Datenrettung: Linux Live-System (z.B. Grml) und ddrescue. Damit habe 
ich bei Bekannten einen großteil der Daten einer Latop-Platte gerettet. 
Durch einen kleinen Fall gabs einen Headcrash auf die NTFS MFS 
(Dateitabellen) und MBR (Bootsektor)

Vor Verschrottung: zerlegen, Magente (Yay, Magnete) ausbauen, Platten 
mechanisch zerstören -> Rest zum Recyclinghof
Gast #6110650
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Thomas Endl schrieb:

> Die Kabel sind auch ok, ein anderes Laufwerk funktioniert an diesen
> Kabeln perfekt.

Wird die Platte vom BIOS erkannt? Dann kannst Du es mit dem 
Herstellertool (sofern verfügbar) versuchen. Das läuft üblicherweise von 
einer DOS-Diskette, gelegentlich auch unter Windows.

Wenn die Platte im BIOS gar nicht angezeigt wird ist die Elektronik 
defekt. Dann kann ein Austausch der Platine gegen die einer baugleichen 
Platte helfen, muss aber nicht.


Zur Datenvernichtung für private Zwecke (Schutz vor neugierigen 
Nachbarn) reicht es aus, die Magnetscheiben zu verbiegen, verkratzen 
oder ein Loch reinzubohren. Zur forensischen Datenvernichtung (Schutz 
vor Geheimdiensten) muss die Scheibe mit einer Flex in Partikel <1 mm3 
zerlegt werden.
Gast #6110694
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Dann lese mal den Beitrag darüber.

Thomas Endl schrieb:
> Ich hab eine ganze Reihe Festplatte die von Win10 nicht mehr erkannt
> werden. Ursache war wohl eine zu schlechte Stromversorgung die zu diesen
> Ausfällen geführt hat.

Er hat auch nicht erklärt, was vorher mit den Platten war.

eine ganze Reihe ??? Wie groß ist die Reihe?
schlechte Stromversorgung ???  +12V auf die +5V gegeben?
Gast #6110757
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Eine ganze Reihe sind so ca. 5-8 Stück.
Gestorben sind diese Platten bei dem Versuch sie alle in einen Rechner 
zu bauen. Zunächst in eher fliegendem Aufbau hat alles gepasst, alle 
Platten wurden erkannt und waren für Schreib- und Lesevorgänge 
benutzbar. Als ich die Platten dann auf die diversen Einbauplätze 
verteilt habe, wobei es sicher auch zu Steckerwechseln bei der 
Stromversorgung kam, wurden ein Teil der Platten nicht mehr erkannt. Ich 
habe dabei nicht auf eine vernünftige Ausbalancierung der Anschlüsse 
geachtet, da ich meinte es sind ja nie mehr als 2 Laufwerke gleichzeitig 
aktiv.
Die Laufwerke die nicht mehr erkannt wurden konnten anschließend in 
einem System bestehend aus Systemplatte und eben diesem Laufwerk nicht 
mehr zum Leben erweckt werden. Da ich mir sicher bin nichts Böses getan 
zu haben, z.B. Stecker ziehen während die Stromversorgung noch aktiv 
ist, ist meine einzige Erklärung die veränderte Stromversorgung bei 
einer hohen Belastung. Ich hatte maximal  9 Westplatten und eine 
Flashdisk an diesem Rechner hängen.
Moderator Persönliche Seite #6110786
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Thomas Endl schrieb:
> Da ich mir sicher bin nichts Böses getan zu haben, z.B. Stecker ziehen
> während die Stromversorgung noch aktiv ist

SATA, nehme ich an, oder?

Die sollten eigentlich hotplug-fähig sein, also selbst das wäre jetzt 
eigentlich kein Grund.

Schau doch mal, was im BIOS davon zu sehen ist. Wenn das auch nichts 
findet, sieht es trüb aus. Wenn sie dort zu sehen sind, dann nimm ein 
Linux, stöpsle eine nach der anderen an, und schreib ein paar Megabyte 
Nullen drauf. Damit sollte sie für ein Windows anschließend jungfräulich 
aussehen.
Gast #6110974
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Thomas Endl schrieb:
> Ursache war wohl eine zu schlechte Stromversorgung die zu diesen
> Ausfällen geführt hat

Bisher hat TO Thomas noch nicht berichtet was sein Bios erkennt!

1.Nehmen wir mal an, dass am Kabel die Masse fehlte und diese durch 
rauchende Basisanschlüsse einiger Transistoren "ersetzt" wurde. Dann 
wird das Bios nix gescheites mehr finden. Sonst besteht noch etwas 
Hoffnung.

2.Evtl. ist die Platte auch nur so blöd formatiert, dass MS sie nicht 
erkennt?
#6111025
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oszi40 schrieb:
> Thomas Endl schrieb:
>> Ursache war wohl eine zu schlechte Stromversorgung die zu diesen
>> Ausfällen geführt hat
>
> Bisher hat TO Thomas noch nicht berichtet was sein Bios erkennt!
>
> 1.Nehmen wir mal an, dass am Kabel die Masse fehlte und diese durch
> rauchende Basisanschlüsse einiger Transistoren "ersetzt" wurde. Dann
> wird das Bios nix gescheites mehr finden. Sonst besteht noch etwas
> Hoffnung.
>
> 2.Evtl. ist die Platte auch nur so blöd formatiert, dass MS sie nicht
> erkennt?

oszi40 schrieb:
> Bisher hat TO Thomas noch nicht berichtet was sein Bios erkennt!

Die Info was das Bios anzeigt muss ich noch nachliefern, hab ich 
momentan so nicht vorliegen.

Masse fehlt bei 5 Steckern plötzlich gleichzeitig? Für mich nicht 
wirklich plausibel

Die Platten waren für Win10 formatiert und haben funktioniert.
Gast #6111093
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oszi40 schrieb:
> 2.Evtl. ist die Platte auch nur so blöd formatiert, dass MS sie nicht
> erkennt?

Nicht nur formatiert, sondern auch eine kaputte oder exotische 
Partitionierung kann die nicht unter WIN in der Datenträgerverwaltung 
angezeigt bekommen.

Sollte sicher ein RAID werden???

Mal mit einem Partitionierungstool bearbeiten, was auch exotische 
Partitionierungen kann.

WIN selbst taugt dazu nicht.
#6111921
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Thomas Endl schrieb:
> Als ich die Platten dann auf die diversen Einbauplätze
> verteilt habe, wobei es sicher auch zu Steckerwechseln bei der
> Stromversorgung kam, wurden ein Teil der Platten nicht mehr erkannt.

Kann gut sein, daß sie dabei den ESD-Tod gestorben sind.
Immer zuerst den Datenstecker trennen und dann den Powerstecker. Bzw. 
beim Anschließen immer Power zuerst.
Vielleicht hast Du gut aufladbaren Teppichbelag, bzw. der Schutzkontakt 
des PCs hat nen Wackler. Ich hab schon öfter gesehen, daß beim 
Renovieren beide Schutzkontaktfedern der Wandsteckdose schön mit Farbe 
zugekleistert wurden.

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