Backofen defekt, Herdplatten funktionsfähig

Gast #6112133
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Hallo zusammen,
vor einigen Wochen hat unser Backofen (ignis aks 2000/ix) im Betrieb den 
Geist aufgeben. Das heißt das Licht funktioniert nicht mehr und die 
Heizelemente auch nicht. Die Herdplatten sind weiter voll 
funktionsfähig. Der Defekt ist nach längerer Zeit bei hoher 
Backtemperatur aufgetreten, sowie schlagartigem Abschalten der 
Dunstabzugshaube.
Zuerst habe ich an ein Problem mit irgendeiner Sicherung gedacht, 
vielleicht durch zu hohe Temperatur und Überspannung durch Kopplung mit 
dem Dunstabzug. Im Backofen scheint aber keine zusätzliche Sicherung zu 
stecken.

Die Technik im Backofen ist relativ simpel, es gibt nichtmal eine 
Platine mit Elektronik. Zwei Phasen laufen direkt zu den Schaltern für 
die Herdplatten, die dritte Phase läuft durch einen Temperaturfühler zum 
Backofenschalter. Und hier kommt die eigentliche Frage ins Spiel: der 
Widerstand des Temperaturfühlers ist 0 Ohm. Ist das Bauteil (siehe 
Anhang) also defekt? Ich hätte jetzt eher mit einem PTC Widerstand 
gerechnet, aber Datenblätter o.ä. habe ich nicht zum Bauteil gefunden. 
Vielleicht kann einer von euch mehr dazu sagen?

Viele Grüße
Angehängte Dateien:
Gast #6112144
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Das Bauteil ist dazu gedacht beim Überschreiten der Temperatur am 
Gehäuse von hier 300° den Stromkreis dauerhaft zu unterbrechen.
Dies dient der Sicherheit beim Ausfall der Temperaturregelung, um Brände 
bei Überhitzung zu verhindern.
Ist dieses Bauteil defekt muss man dieses durch ein Originalteil 
ersetzen.
Der Temperaturregler (Bimetall?) sollte eingehend geprüft werden.
Gast #6112149
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lh25b schrieb:
> Die Technik im Backofen ist relativ simpel, es gibt nichtmal eine
> Platine mit Elektronik.

> Widerstand des Temperaturfühlers ist 0 Ohm. Ist das Bauteil (siehe
> Anhang) also defekt? Ich hätte jetzt eher mit einem PTC Widerstand
> gerechnet,

Wenn es keine Elektronik gibt wird es auch keinen PTC geben. Das dürfte 
ein TemperaturSCHALTER sein, der bei 300Grad(?) trennt.
Gast #6112216
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Bei uns hat die Tage der Amica-Herd den Geist aufgegeben und zwar mit 
lautem Knall und Funkenschlag und Ausschalten der Sicherungen. Da ist 
irgendwie eine Leitung durchgebrannt und hat einen Kurzschluss gemacht. 
Die Thermoüberlastsicherung hat nicht funktioniert, gfs war schon länger 
der BI-Metall-Schalter hin und hat nicht mehr richtig abgeschaltet.

Keine Idee wie das sein kann.

Da das Feuerchen im Backofen war, war es auch rasch wieder aus.

Ich kann nur raten, den Herd nicht allein zu lassen und sich was 
Ordentliches zuzulegen.
#6112548
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lh25b schrieb:
> Der Defekt ist nach längerer Zeit bei hoher
> Backtemperatur aufgetreten, sowie schlagartigem Abschalten der
> Dunstabzugshaube.

Das riecht doch, als ob eine Sicherung ausgelöst hätte. Denn Die 
Dunstabzugshaube wird wohl nicht am Backofen angeschlossen sein? Hast du 
alle drei Phasen an dem Herd? Es könnte eine Vorsicherung vom 
Unterverteiler ausgelöst haben. Meine Glaskugel sagt: da ist einfach ein 
Heizungselement defekt...
#6112571
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271P Ist ein Bimetall.
Wenn jetzt noch verstellbar, hätte man die Funktionen 
SicherheitsTemperaturBegrenzer und Temperatureinstellung zusammenfassen 
können.
So wie es bei dem alten Siemens der Fall war.
Das, was heute mit Kapillar-Drähtchen ausgeführt wird, war ein ca. 50 cm 
langes solides starres Rohr, das seitlich mit dem gesamten Backraum 
thermischen Kontakt hatte.
Sowas kriegt man heute nicht mehr.

ciao
gustav
Gast #6113034
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Hubert M. schrieb:
> Das riecht doch, als ob eine Sicherung ausgelöst hätte. Denn Die
> Dunstabzugshaube wird wohl nicht am Backofen angeschlossen sein? Hast du
> alle drei Phasen an dem Herd? Es könnte eine Vorsicherung vom
> Unterverteiler ausgelöst haben. Meine Glaskugel sagt: da ist einfach ein
> Heizungselement defekt...

Also rausgesprungen ist keine Sicherung im Sicherungskasten.  Wie 
wahrscheinlich ist es, dass da trotzdem ein Problem vorliegt?
Naja an zwei Phasen kommt ja zumindest noch Spannung an für die 
Herdplatten. Ob an der Phase für den Ofen noch Spannung anliegt ist 
jetzt die Frage. Mit meinem 0815 Multimeter werde ich nicht unter 
Spannung messen. Könnte natürlich eine andere Phase statt an den Herd an 
den Ofen anklemmen und probieren, ob es funktioniert. Aber ob dann ggf. 
noch mehr kaputt geht?
Wenn nur ein Heizelement defekt wäre müsste ja zumindest das Licht noch 
gehen. An den Heizelementen hab ich Widerstände von 56 und 43 Ohm 
gemessen, kann man daraus auf die Funktionsfähigkeit schließen?

Wenn jetzt tatsächlich ein Sicherungsproblem oder ein Problem am 
Herdanschlusskabel vorliegt würde ja selbst ein neuer Ofen nicht helfen. 
Also sollte ich wohl zumindest das noch abklären.
#6113201
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56 Ohm ergibt ungefähr 1 KW und 43 Ohm 1,35 KW. Das hast du bestimmt 
gemessen, ohne ein Stecker abzustecken? Außerdem kann es sein, dass die 
Heizung ein Schluss gegen den Schutzleiter macht. Gemessen? Hat der Ofen 
nicht drei Heizelemente: Heißluft?

lh25b schrieb:
> Wenn nur ein Heizelement defekt wäre müsste ja zumindest das Licht noch
> gehen.

Nicht, wenn die Phase dafür fehlt. Nochmal: Es muss nicht die Sicherung 
vom Unterverteiler sein, sondern die davor! Sprich: Schau mal im 
Zählerschrank nach. Außerdem kann es sogar passieren, dass die Sicherung 
ausgelöst hat, aber der Hebel oben geblieben ist...

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