Unbekanntes Bauteil abgeraucht Bosch HBG675BS1

Gast #6117083
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Liebe Gemeinde bitte um Hilfe

Bin auf der suche nach jemanden der mir bei unserem Backofen 
weiterhelfen kann. Das gute Ding ist ca 4 Jahre alt und machte nie 
Probleme. Seit gestern Morgen is er aber finster :( und meine Frau nicht 
erfreut.
Hab mir die Hauptplatine mal angesehen und habe ein kleines abgebranntes 
Bauteil gefunden Wiederstand oder ähnliches. Gleich nach dem 
Gleichrichter wenn ich die Leiterbahn verfolge dann komm ich noch vor 
dem Netzeingang auf einen grossen Widerstand der auch mit abgeraucht 
ist. Der Gleichrichter wurde jetzt mal ausgelötet ist aber ok. leider 
weiss ich nicht welches Bauteil defekt ist und die frage ist warum :-(
Gast #6117189
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Ja, das ist normal bei einem Schaltnetzteil. Wahrscheinlich ist ein 
Kurzschluss hinter dem abgerauchten Bauteil, es könnte der FET auf dem 
Kühlblech sein. In seltenen Fällen auch der dicke Elko.

Ludger
Gast #6117471
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ok Danke! Der Fet sieht optisch gut aus kann ich den im eingebauten 
zustand ausmessen? Dahinter ist der Trafo und eben FET und 
Kondensatoren. eine neue Platine kostet ca 300 was der Totalschaden 
wäre.
Gast #6117490
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Hallo,

das abgerauchte Bauteil ist eine SMD-Sicherung. Wert?

Das Fehlerbild sieht nach einem abgerauchten Schaltregler IC aus. Suche 
mal auf der Platine nach einem DIP8/SO8 IC das aber nur 7 Beine hat. Das 
in der Nähe des Kühlbleches verbaut ist. Bezeichnung TNY276 oder 
ähnlich.

Salu Hans
Gast #6117499
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Florian schrieb:
> leider weiss ich nicht welches Bauteil defekt ist und die frage ist
> warum

Überspannung aus dem Netz hat Schaltnetzteil gekillt und die Sicherung 
dann schlimmeres verhindert, der NTC wurde ja schon überlastet.

Besorge dir eine neue Hauptplatine (eBay) und meide den BSH Schrott in 
der Zukunft.

Lass auch prüfen, ob eure Elektroinstallation in Ordung ist, oder es 
wegen Nullpunktverschiebung dank schlechter Klemmstelle zu Überspannung 
auf einer Phase kommen kann.

Will man wirklich viel Mühe investieren: versuche herauszufinden, welche 
Sekundärspannungen in welcher Stromstärke das Netzteil mal geliefert hat 
und ersetze es durch ein ausreichendes (Pollin?). Notfalls um Platz zu 
schaffen die Bauteile alle von der Platine abflexen.

Das Netzteil auf der Platine zu reparieren wäre noch mehr Mühe. Der Chip 
liegt wohl unter dem Blechbügel.
Gast #6117612
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Ja DANKE!!!! Gebe euch recht werde die Platine erneuern! Ich vermute 
auch das Überspannung aus der Steckdose Schuld war. Wir hatten die 20 
Jahre da aber bis dato noch keine Probleme! OK welche Hersteller kann 
man empfehlen?
Top Tipps und sehr schnelle Hilfe vielen Dank!
#6117682
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Mein sehr ähnlicher Backofen hatte kurz nach dem Kauf das Problem, daß 
der sich abschaltete, und danach der Kühlungslüfter nicht mehr anlief.

Der Kundendienstler hat dann 3 Stunden damit verbracht, die Firmware auf 
den neuesten Stand zu bringen. Das Problem war danach allerdings 
tatsächlich behoben ;)

Moderne Zeiten...

Beim Vorgänger reichte es noch aus, die verschlissenen "Kohle"-bahnen 
der Energieregler mit Bleistift wieder leitend zu machen.

Oliver
Gast #6118071
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HBose schrieb:
> Hallo,
>
> das abgerauchte Bauteil ist eine SMD-Sicherung. Wert?
>
> Das Fehlerbild sieht nach einem abgerauchten Schaltregler IC aus. Suche
> mal auf der Platine nach einem DIP8/SO8 IC das aber nur 7 Beine hat. Das
> in der Nähe des Kühlbleches verbaut ist. Bezeichnung TNY276 oder
> ähnlich.
>
> Salu Hans

Ich glaube das is das gesuchte Ding?
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Gast #6118157
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hinz schrieb:
> Ja, der TOP264EG ist der Schaltregler. Den darin enthaltenen FET kann
> man prüfen, einfach zwischen Pin 5 und 6 in beiden Richtungen mit dem
> Diodentest des DMM.

wenn es die letzten 2 Pins sind dann piept es kurz auf und wenn ich die 
Prüfspitzen tausche piept es wieder kurz auf aber keine Anzeige oder 
durchgang.
#6118559
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Florian schrieb:

> Hab mir die Hauptplatine mal angesehen und habe ein kleines abgebranntes
> Bauteil gefunden Wiederstand oder ähnliches. Gleich nach dem
> Gleichrichter wenn ich die Leiterbahn verfolge dann komm ich noch vor
> dem Netzeingang auf einen grossen Widerstand der auch mit abgeraucht
> ist.

Hallo Florian !

Das war einmal ein Kondensator 10nF mit hoher Spannungsfestigkeit.
Nachdem der direkt am Netz hängt, genügt ein interner Feinschluss,
um ihn zu pulverisieren. Sein Funktion liegt im Bereich der
Netzsynchronisation des Prozessors.
Der "große Widerstand" ist wohl der graue Sicherungswiderstand 4,7
Ohm. Den musst Du auch tauschen, dann sollte die Elektronik wieder 
funktionieren!

Gruß Hans
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Gast #6118571
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Florian schrieb:
> mein Fehler :-) sperrt in eine Richtung in die andere o.48V

Dann ist der TOPSwitch wohl noch in Ordnung.


Johann konnte immerhin das fehlende Teil und seine Aufgabe 
identifizieren, ob mit Ersatz des Kondensator die Platine wieder läuft 
muss man einfach mal ausprobieren.
Gast #6118706
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Der Wahnsinn vielen vielen Dank das versuche ich bestimmt den Widerstand 
habe bereits in einem Shop gefunden. Den Kondensator noch nicht kann ich 
beim Kondensator ein größeres Bauteil verbauen wegen der leichteren 
Handhabung :-)?
Ihr seit wirklich der Hammer.
Lieber Hans wie hast das geschafft? Ich liebe es wenn man was reparieren 
kann!
#6118836
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Hallo Florian !

Den SMD Kondensator kannst Du auch durch ein bedrahtetes Bauteil
ersetzen, Kapazität, Spannungsfestigkeit und Sicherheit ( X2 )
sind wichtig, anderes wie Größe, mechanische Stabilität ( Vibration ), 
Temperaturfestigkeit etc. nicht ganz so.

> wie hast das geschafft?

Bei mir liegt eine solche Elektronik im Fundus, bei der durch einen
defekten Optokoppler im Regelkreis der Schaltregler ( TOP 264 ) hops 
gegangen ist. Da schaut man sich die Schaltung schon einmal genauer
an.
Nach Reparatur der Spannungsversorgung trat jedoch noch ein Fehler
auf, nämlich die Abfrage des Türschalters funktioniert nicht.
Die Schaltung ist nicht ganz einfach und nach einiger Suche habe ich das 
Teil beiseite gelegt.
Eine neue Elektronik wäre am sinnvollsten, das Gerät ist wie neu,
jedoch hat sich der Besitzer schon eine anderes Gerät zugelegt
bevor ich die Elektronik in die Hände bekam. Also keine große Eile
angesagt, höchstens Kostenreduktion.

Langer Rede kurzer Sinn: der TOP wartet auf einen neuen Einsatz,
und ich warte auf Hilfe was da noch zu machen wäre :)

Gruß Hans
(Firma: dm2sh) #6119528
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Nico .. schrieb:
> Aber viele "Hausfrauen" wollen es ja so: digitale Uhr, 1000 Programme,
> Touch-Bedienung, Abschaltfuntion, Oberhitze, Unterhitze, Grill, Umluft,
> Reinigungsfunktion, usw.

Am besten gar keine Bedienelemente mehr am Gerät, sondern nur noch 
Cloud-gesteuert! Dann hat man halt eine iPad-App, die das über das 
Internet steuert. Das setz allerdings einen Login via Facebook voraus.
Gast #6119776
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Tolle Skizze!

so langsam verstehe ich jetzt das Schaltnetzteil vor allem die Vorteile 
und den Aufbau sehr Interessant!! Wofür braucht man die Megaohm strecke? 
Ist das noch Teil des Netzteils? Und wenn ich mir die Platine ansehe 
stellt sich mir die Frage ob es egal ist wie der Stecker in der Dose 
kommt ich mein ob N und P vertauscht sind? ist ja immer Sinus zischen 
den 2? Haben eine Lampe zuhause diese brummt wenn man den Stecker 
andersrum in die Steckdose steckt.
#6119943
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Stefan H. schrieb:
> Nico .. schrieb:
>> Aber viele "Hausfrauen" wollen es ja so: digitale Uhr, 1000 Programme,
>> Touch-Bedienung, Abschaltfuntion, Oberhitze, Unterhitze, Grill, Umluft,
>> Reinigungsfunktion, usw.
>
> Am besten gar keine Bedienelemente mehr am Gerät, sondern nur noch
> Cloud-gesteuert! Dann hat man halt eine iPad-App, die das über das
> Internet steuert. Das setz allerdings einen Login via Facebook voraus.

Und in einen Moment wo man es dringend braucht fällt das DSL wegen einer 
Störung aus.
Dann ist das Gerät ohne Internet Völlig Funktionslos.

Schöne Moderne Cloudtechnik! :-(
#6120037
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Florian schrieb:

> Wofür braucht man die Megaohm strecke?

Hallo Florian !

Das ist für die Netzsynchronisation des Prozessors, unter
anderem um den Schaltzeitpunkt der Leistungsrelais auf den
Nulldurchgang der Netzspannung zu legen. Der NPN - Transistor
steuert einen Optokoppler zur Netztrennung.

Johann S. schrieb:

> Kondensator, der hat keine so
> offensichtliche Funktion.

Muss ich zurücknehmen:

Wie aus den angehängten Oszillogrammen ersichtlich,
verschiebt sich der Schaltpunkt des NPN Transistors
ohne den 10nF C um einige Millisekunden, also doch ersetzten !

Die Spannung am C ist im dritten Bild ersichtlich, erreicht
ca. 400 Volt. 500 Volt Spannungsfestigkeit sollte reichen, eventuell 
aber ein höherwertiger Typ.

Legende zu den Aufnahmen:
Spannungen gemessen gegen Masse ( Minuspol Ladeelko ), netzgetriggert.

Kanal 1, oben  : Spannung am Beginn der Widerstandskette 200V/Teilstrich
Kanal 2, Mitte : Basis NPN - Transistor  0,5 Volt / Teil
Kanal 3, unten : Kollektor  5 Volt / Teil
Erstes Bild mit C, zweites Bild ohne,
 drittes Bild Spannung direkt am Kondensator 200 Volt / Teilstrich


Einen schönen Tag noch und ein erholsames Wochenende!

    Hans
Angehängte Dateien:
#6120738
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Hat der winzige Kondensator überhaupt mehr als 50 oder 100 V 
Spannungsfestigkeit, bei 300V Belastung?

Siemens baut in seine Staubsauger der 200-Euro-Klasse zur 
Nulldurchgangsmessung 200V-Kohleschichtwiderstände ein, an denen die 
320V Scheitelspannung anliegen. Und die deshalb nach wenigen Jahren 
kaputtgehen, weil sich die Kohleschicht verabschiedet und kein Signal 
mehr durchkommt.

AEG klebt dafür in ihren Backöfen die Schaltuhren so hinter die 
Edelstahlblende, daß man sie nicht entnehmen kann, ohne die Front des 
Herdes zu zerstören. Ungeschickterweise haben die Diplom-Obsoleszenten 
aber übersehen, daß man nach Abnehmen des Heroberteils die gesamte 
Platine noch von hinten her ausklipsen und dann reparieren kann. Was 
auch nötig ist, weil die Folienkondensatoren im Netzteil kaputtgehen.

Nulldurchgangssteuerung für mechanische Relais klingt spannend. Wie 
genau kriegt man das wohl hin, bei der mechanischen Verzögerung und 
Streuung?
#6122174
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Wollvieh W. schrieb:

> Nulldurchgangssteuerung für mechanische Relais klingt spannend. Wie
> genau kriegt man das wohl hin, bei der mechanischen Verzögerung und
> Streuung?

Ja, ELTAKO macht das z.B. bei seinen Treppenhausautomaten auch so. So 
sterben die Relais bei kapazitiven Lasten (Energiesparlampen, 
LED-Leuchtmittel) nicht so schnell. Die Streuung der Schaltzeiten der 
Relais ist wohl überraschend gering, und schalten in der Nähe des 
Nulldurchgangs ist schon viel besser als im Scheitelpunkt...

Ralf
Gast #7340064
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Hallo, wir haben aktuell genau dasselbe Problem wie der Threadersteller. Einen Lieferanten für den Keramikkondensator finden wir, aber welche Bauteile sollen wir noch tauschen? So ganz werden wir aus dem Threads in diesem Bereich nicht schlau. verkokelt war nur der Keramikkondensator. Wäre toll, es antwortet hier noch jemand... Grüsse, Phil

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