Seltsames Quecksilber-Relais

Gast #6121894
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Hinnerck schrieb:
> 25Hz

U.a. frühe Industrienorm. Niagara Falls, Eisenbahn, einige 
Insellösungen, Wasserpumpen...

https://de.qwe.wiki/wiki/Utility_frequency?ddexp4attempt=1#History

laßt Euch nicht von der schlechten Deutschübersetzung ablenken.

war ein Schnäppchen

https://shop.pagus.eu/Electrical/Control-technology/HG-relay-type-F-25-Hz::11596.html

Jetzt mußt nur noch ein Abholer finden, denn verschicken darfste 
Quecksilber nicht.

Bin aber sicher, daß sich einige Giftler demnächst bei Dir melden. Mach 
kein Unsinn!
#6122607
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Hinnerck schrieb:
> Warum dieses
> jetzt 23,5V hat, wer weiss es?

Die 23,5V sind die garantierte Ansprechspannung. Z.B. wenn ein einsamer 
Bauernhof viele km von der nächsten Vermittlungsstelle entfernt ist.
Manchmal wurde die Telefonleitung auch nur einadrig geführt, der 
Rückleiter war dann die Erde. Im trockenen Sommer kamen dann keine 60V 
mehr an.
Gast #6123045
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Habe mal die Schelle abgeschraubt, der Kondensator hat 1uF. Die 
Spuleninduktivität sollte dann 40,5H betragen um bei 25Hz in Resonanz zu 
sein. Habe ich nicht nachgemessen. Dann ist der Resonanzwiderstand 6363 
Ohm. Der DC Widerstand der Spule ist 2550 Ohm. Dann ist die Güte 2,5 und 
die Bandbreite bei Mittenfrequenz 25Hz ist 10Hz, also plus minus 5Hz.
Beitrag #6123059 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6124046
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Lurchi schrieb:
> Das Militär (im Westen) hat auch so etwas fertig gebracht wie Leitungen
> aus Edelstahl, aber immerhin schon 2 Adern.

Nicht nur dort. Die Fernmeldekabel bei der NVA hatten auch eine 
Stahlader in der Litze, oder wars verkupferter Stahl?
Jedenfalls hast du das Zeuch nur mühsam mit dem Feldspaten durchtrennt 
bekommen. Das Zeug taugte auch als provisorisorisches Abschleppseil ;-)
Gast #6124170
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Hinnerck schrieb:
> Habe mal die Schelle abgeschraubt, der Kondensator hat 1uF. Die
> Spuleninduktivität sollte dann 40,5H betragen um bei 25Hz in Resonanz zu
> sein. Habe ich nicht nachgemessen. Dann ist der Resonanzwiderstand 6363
> Ohm. Der DC Widerstand der Spule ist 2550 Ohm. Dann ist die Güte 2,5 und
> die Bandbreite bei Mittenfrequenz 25Hz ist 10Hz, also plus minus 5Hz.

Das die Güte 2,5 ist, und somit die Bandbreite plus minus 5Hz ist, lässt 
mich auf den Gedanken kommen, das hier jemand vor 50 - 60 Jahren das 
alles sorgfältig geplant hat. Kann ich dabei schief liegen und es ist 
nur Zufall? Der Eisenkreis war möglicherweise vorgegeben, die beiden 
Freiheitsgrade waren Windungszahl und Drahtstärke, um auf 2550 Ohm und 
40,5H zu kommen. Wobei ich fairerweise erwähnen sollte das ich die 40,5H 
nicht nachgemessen habe, sondern nur aus dem Kontext errechnet habe.
Gast #6124171
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FegWegdenDreck! schrieb:
> war ein Schnäppchen
>
> 
https://shop.pagus.eu/Electrical/Control-technology/HG-relay-type-F-25-Hz::11596.html

Diese 110€ wird niemand bezahlen. Ich selber habe auf dem Flohmarkt 4€ 
bezahlt und das ist halbwegs OK. Ich habe wegen der Firma Pagus jetzt 
nicht recherchiert, ich äussere hier nur mal meine Mutmaßungen: Dahinter 
verbirgt sich, denke ich, eine Lagerhalle voller Elektroschrott, der 
alles irgendwie zusammen getragen wurde, aber nichts zusammen gehört. Es 
gibt in dieser Sammlung kein Thema und keine Richtung. Wenn sich 
tatsächlich mal jemand auf diese Seite verirrt und etwas kauft, kann das 
vielleicht nicht einmal die Heizkosten decken. Das Gebäude ist 
wahrscheinlich Eigentum und nicht gemietet. Summa summarum ein Fall für 
den Trödeltrupp. Es kann aber auch sein, das ich voll daneben liege und 
diese Firma sehr profitabel ist. Würde mich freuen, aber wir werden es 
nie erfahren.
#6124821
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Hinnerck schrieb:
> Das die Güte 2,5 ist, und somit die Bandbreite plus minus 5Hz ist, lässt
> mich auf den Gedanken kommen, das hier jemand vor 50 - 60 Jahren das
> alles sorgfältig geplant hat.

Auch die Wecker bildeten bildeten mit dem Kondensator einen 
Schwingkreis. Die Spannung an der Spule war daher höher, als die 
Spannung an den a-b Adern.
#6124890
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wendelsberg schrieb:
> Solange niemand das Glas zerbricht, ist da gar nichts giftig.

Genau das ist das Problem. Ich hab es selber erlebt, wie aus einer 
größeren Anlage sämtliche Quecksilberrelais rausgerissen wurden, weil ja 
verboten. Die landeten dann mit Schmackes im Bauschuttkontainer, wo man 
dann unten silbrige Pfützen sehen konnte.

Nicht der Betrieb, sondern die Entsorgung ist das Problem.
Gast #6126480
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Peter D. schrieb:
> Du hast also 4€ bezahlt, um anderen ihren Sondermüll zu entsorgen.
> Solche Relais sind schon lange verboten und es gibt auch ungiftigeren
> Ersatz dafür.

Solch ein Kommentar verhagelt mir halt das Gemüt, ich habe das 
Quecksilberrelais gekauft, weil ich es interessant finde. Ich will auch 
mal den Frequenzgenerator auf 25Hz stellen und den Technics-Verstärker 
von der Stereoanlage um die Spannung auf 23,5V zu boosten. Vllt mache 
ich ein YouTube Video ~~~
#6126611
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Laß Dir von Klugscheißern nicht das Gemüt verhageln.

Es gibt in manchen Belangen KEINEN vollwertigen Ersatz für Quecksilber.
Deshalb gibt es auch Ausnahmeregelungen (wie beim Cd).

Ich würde auch nicht auf meinen Hg-Thermometersatz bis 300°C mit 0,1°C 
Skala (Genauigkeit ±0,1°) verzichten. Das ist ein Kontrollinstrument 
auch für Pt100/1000 mit Digitalanzeige.

Gruß - Werner
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #6126746
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Michael B. schrieb:
> Telefoner schrieb:
>> Durch das
>> Quecksilber in der Glasröhre entstand kein
>> Abreißfunken beim Schalten.
>
> Echt nicht ?
>
> Also unsere
>
> Ben B. schrieb:
>> Ich hab noch ein paar
>> alte Neigungsschalter aus alten mechanischen Treppenlichtautomaten
>
> haben immer mächtig blau gefunkt im Röhrchen.

ja es kann funken, aber da es darin ein Schutzgas gibt,
macht das nix.

Ich hab mal einen Quecksilbergleichrichter im Betrieb gesehen.
in dem blauen Dauerlicht hätte man sich sonnen können.
#6126941
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@Kater_karlo:
Quecksilber kippt man nicht in den Ausguß, dafür ist es zu teuer 
(250€/kg), außerdem bleibt es im Syphon hängen.

Natürlich ist das ein phantastisches Kinderspielzeug!
Ich habe noch einen Irrgarten und ein Kegelspiel mit Quecksilber unter 
Glas.
Die machen echt Spaß!
Zum meiner Schulzeit wurde vom Physiklehrer noch mit großen Mengen 
Quecksilber rumgepantscht. Vor 1900 war Quecksilber die einzige 
Möglichkeit, ein Vakuum zu erzeugen. Ärzte gaben es bei 
"Darmverschlingung" sogar zum Trinken und drehten den Patienten dann 
mehrfach zum Lösen der Verschlingung. Bis vor einigen Jahrzehten waren 
Quecksilber-Blutdruckmesser in den Praxen noch üblich. Die zeigten immer 
richtig an und mußten nie kalibriert werden.
Auch heute noch ist das Quecksilberbarometer das genaueste Gerät zum 
Luftdruckmessen (mit Interferometer).
Quecksilbermetall ist ansich ungiftig, nur der Dampf und lösliche 
Verbindungen sind starke Gifte.

Bevor Du Deine amateurhate Häme losläßt, könntest Du dich auch mal über 
Quecksilber informieren.
Beitrag #6127747 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6128883
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Peter D. schrieb:
> Die 23,5V sind die garantierte Ansprechspannung. Z.B. wenn ein einsamer
> Bauernhof viele km von der nächsten Vermittlungsstelle entfernt ist.
> Manchmal wurde die Telefonleitung auch nur einadrig geführt, der
> Rückleiter war dann die Erde. Im trockenen Sommer kamen dann keine 60V
> mehr an.

Das ist übrigens folgendermaßen zu verstehen:

Auf sicheres Ansprechen bei 23,5V direkt an der Spule spezifiziert.
(Dabei stellt sich darin der minimal garantierte Anzugsstrom ein.)

Zuallererst muß also die Speisung (Versorgung) des Steuerkreises
diesen Strom mindestens liefern können, bei Ausgabe von mindestens
23,5V plus eventuellem Spannungsabfall am Ansteuer-Schalter.

Letzterer kann aus einem weiteren (wenn der Fall, dann vermutlich
aber meist kleinerem) Relais bestehen. Oder aus einem Transistor.
(Spannungsabfall: Bipolar ~ V_CE(sat), Mosfet ~ I*R_DS(on)). Das,
und der Spannungsfall @ min. gar. Anzugsstrom an den Leitungen,
ist dabei zu berücksichtigen, wenn man an die 23,5V heran wollte.


Allerdings darf die Spannung ganz offenbar irgendwo zwischen den
genannten 23,5V und 60V liegen - das Relais bzw. dessen Spule muß
also auch die weit höhere Verlustleistung bei Ansteuerung mit den
vollen 60V (angenommen Spule direkt an Spannungsquelle) "einfach so
wegstecken können".

Hg-Relais waren damals (sind auch heute noch) sozusagen Glanzstücke
der Relais-Technik. Entweder ist das ein schönes Ausstellungsstück,
oder aber man benutzt es - bei Dauerstrom unter 3A und Frequenzen
(bzw. quasistatisch betrachtet "Schalthäufigkeiten") von <= 25Hz.

Ich lehne mich mal aus dem Fenster, und behaupte, daß es auch 230V~
noch klaglos ein- und ausschalten kann, immer wieder und wieder...
Also genaugenommen ist da mehr drin, als ein Demo-Video zu machen.


Hinnerck schrieb:
> 
https://shop.pagus.eu/Electrical/Control-technology/HG-relay-type-F-25-Hz::11596.html
>
> Diese 110€ wird niemand bezahlen. Ich selber habe auf dem Flohmarkt 4€
> bezahlt und das ist halbwegs OK. Ich habe wegen der Firma Pagus jetzt
> nicht recherchiert, ich äussere hier nur mal meine Mutmaßungen: Dahinter
> verbirgt sich, denke ich, eine Lagerhalle voller Elektroschrott, der
> alles irgendwie zusammen getragen wurde, aber nichts zusammen gehört. Es
> gibt in dieser Sammlung kein Thema und keine Richtung. Wenn sich
> tatsächlich mal jemand auf diese Seite verirrt und etwas kauft, kann das
> vielleicht nicht einmal die Heizkosten decken. Das Gebäude ist
> wahrscheinlich Eigentum und nicht gemietet. Summa summarum ein Fall für
> den Trödeltrupp. Es kann aber auch sein, das ich voll daneben liege und
> diese Firma sehr profitabel ist. Würde mich freuen, aber wir werden es
> nie erfahren.

Also, ich weiß nicht recht. Nur gewerbliche Kundschaft = keine Spur von
"jeder Kunde ein Glücksfall". Außerdem zu der von Dir des weiteren noch
unterstellten (wenigstens nahezu!) "Einzelstück-Angebote" sollten doch
gerade Bastler mit Einzelstückzahl-Projekten bevorzugte Kundschaft sein
und nicht völlig_ausgeschlossen ... dann noch "Trusted Shops".

Deinen Eindruck kann ich also absolut nicht nachvollziehen. Es kann
doch gar nicht so sein, wie Du darstelltest - überlege doch mal.
Gast #6130423
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tj quiksilva schrieb:

> Also, ich weiß nicht recht. Nur gewerbliche Kundschaft = keine Spur von
> "jeder Kunde ein Glücksfall".

Für den Verkauf an Privatpersonen hat die EU in den letzten Jahren 
einige Regelungen erlassen, die für Händler sehr nachteilig sind. So 
darfst Du als Privatmann die Ware bei Nichtgefallen innerhalb von 14 
Tagen zurückschicken ("Rücktritt") und hast Anspruch auf 12 bzw 24 
Monate Gewährleistung (bei Gebraucht- bzw Neuware).

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