Widerstand 245 kΩ

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Moderator #6128184
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P. S. schrieb:
> 105k + 140k = 245k.

Billiger als zwei 0,5%-Widerstände und sogar noch deutlich genauer:

  243kΩ (0,1%) + 2kΩ (1%) = 245kΩ (0,11%)

Edit:

Um die Forderung nach 0,5% Genauigkeit für den Gesamtwiderstand gerade
noch so zu erfüllen, darf der 2kΩ-Widerstand sogar einen Fehler von 49%
aufweisen:

  243kΩ (0,1%) + 2kΩ (49%) = 245kΩ (0,5%)

Das hat aber kaum praktische Relevanz, da mittlerweile (zumindest bei
SMD-Widerständen) 1% Standard ist.
(Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) #6128189
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Michael M. schrieb:
> Michael G. schrieb:
>> ...dass sich beim Addieren von Festwiderständen auch die Toleranzen
>> vergrößern
>
> Nein, tun sie nicht. Ob ich mehrere kleine 1% Widerstände in Reihe
> schalte, oder einen großen mit 1% Toleranz, die Gesamttoleranz bleibt
> immer gleich.

Kannst Du das auch praktisch beweisen?
Gast #6128392
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Mark W. schrieb:
> Denn die Toleranzen verringern sich auch nicht.

naja, statistisch schon.

Ein Würfel hat einen Erwartungswert von 3,5+-2,5 und völlig 
gleichverteilt (Extremwerte in 33% der Fälle)

10 Würfe haben zwar immer noch die gleichen maximale Toleranz, die ist 
jedoch sehr unwahrcheinlich (ein auf 100Mio Fälle)

Wenn es keinen common cause gibt, wäre ein genauer 100Ohm Widerstand 
durch Reiheschaltung von 100 1Ohm-Widerständen aus verschiedenen Chargen 
verschiedener Hersteller machbar.
#6128866
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P. S. schrieb:
> A. S. schrieb:
>> Mark W. schrieb:
>>> Denn die Toleranzen verringern sich auch nicht.
>>
>> naja, statistisch schon.
>
> Die Toleranz hat nichts mit der statistischen Verteilung zu tun.

Da mische ich mich auch mal ein:

Wenn die Widerstände eines Herstellers 5% Toleranz haben, ist dann 
wirklich 100%ig garantiert, dass keiner außerhalb der Toleranzgrenze 
liegt?

Statistisch ist das doch ziemlich unwahrscheinlich, denn die Gauß-Kurve 
hört ja nirgendwo abrupt auf - es sei denn, der Hersteller misst 
wirklich alle Widerstände durch, bevor er sie auf den Markt wirft.

Weiß jemand, wie das Verfahren ist?

Viele Grüße

Igel1
Gast #6128877
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Andreas S. schrieb:

> Statistisch ist das doch ziemlich unwahrscheinlich, denn die Gauß-Kurve
> hört ja nirgendwo abrupt auf - es sei denn, der Hersteller misst
> wirklich alle Widerstände durch, bevor er sie auf den Markt wirft.

So ist es. Wenn er nicht messen will muss er Prozessfähigkeit 
nachweisen. Aus dem Verhältnis der Standardabweichung zur 
Spezifikationsbandbreite (cpk) kann man berechnen wieviele Teile 
(statistisch gesehen) ausserhalb der Toleranz sein werden. Dieser Wert 
muss halt kleiner sein als das was in den Lieferbedingungen zugesichert 
wurde.
#6128889
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soul e. schrieb:

> So ist es. Wenn er nicht messen will muss er Prozessfähigkeit
> nachweisen. Aus dem Verhältnis der Standardabweichung zur
> Spezifikationsbandbreite (cpk) kann man berechnen wieviele Teile
> (statistisch gesehen) ausserhalb der Toleranz sein werden. Dieser Wert
> muss halt kleiner sein als das was in den Lieferbedingungen zugesichert
> wurde.

Ah - interessant.

Immer wieder schön, wenn Profis antworten, die offensichtlich wissen, 
wovon sie sprechen.

Dankeschön für die Einblicke!

Viele Grüße

Igel1
#6129355
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So ganz nebenbei ist nichts mit Gauss'scher Statistik ueber die 
Toleranz... Denn die Widerstaende werden in einem nicht genauen Prozess 
hergestellt und nachher vermessen. Bedeutet :
Vom Haufen werden erst mal die 1% weggenommen, vom Rest dann die 5%, und 
dann die 10%. Bedeutet die Verteilung hat jeweils ein Loch. Die 
genaueren Werte fehlen.

Deswegen sollte man nicht 3 Widerstaende in Serie schalten und noch 
irgendwelche Anforderungen haben.
Beitrag #6129421 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6129502
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Joggel E. schrieb:

> So ganz nebenbei ist nichts mit Gauss'scher Statistik ueber die
> Toleranz... Denn die Widerstaende werden in einem nicht genauen Prozess
> hergestellt und nachher vermessen. Bedeutet :
> Vom Haufen werden erst mal die 1% weggenommen, vom Rest dann die 5%, und
> dann die 10%. Bedeutet die Verteilung hat jeweils ein Loch. Die
> genaueren Werte fehlen.

Diese urban legend ist auch nicht tot zu kriegen...
#6129678
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KOA Speer hätte ansonsten auch noch 246k 0.1% anzubieten, gibts z.B. bei 
Mouser und wäre ggf. noch im Rahmen.

Michael M. schrieb:
> Man kann auch nur mit 1% igen Widerständen eine Genauigkeit von 0,1%
> hinkriegen, indem man 10 Widerstände in Reihe schaltet und dann 9
> weitere Reihen parallel dazu (insgesamt 100 Widerstände).
> Je mehr Widerstände um so genauer ist die Genauigkeit durch die
> Schwarmfunktion.

Das funktioniert aber nur, wenn deine Widerstände gleichverteilt um 
genau den angegebenen Wert sind. Wenn eine Produktionslinie für 1k 1% 
tatsächlich 1005 Ohm 0.4% produziert, kommst du damit nicht auf 1k 0.1%, 
auch wenn die Widerstände an sich gleichverteilt sind und ihre 
Spezifikation einhalten.
Moderator #6129765
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Michael M. schrieb:
> Man kann auch nur mit 1% igen Widerständen eine Genauigkeit von 0,1%
> hinkriegen, indem man 10 Widerstände in Reihe schaltet und dann 9
> weitere Reihen parallel dazu (insgesamt 100 Widerstände).

Nur ist die Genauigkeit von 0,1% nicht garantiert. Wenn alle 100
Einzelwiderstände 1% zu groß sind, ist es auch der Gesamtwiderstand.

Der statistische Fehler (d.h. die Standardabweichung) wird mit deiner
Methode tatsächlich auf 1/10 reduziert. Er reduziert sich sogar auf etwa
1/57, wenn du aus den 100 Widerständen den genauesten herauspickst und
nur diesen in der Schaltung verbaust. Das spart nebenbei auch einiges an
Platinenfläche :)

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