Nick M. schrieb:
> Und dann gabs da noch die lustigen HPs (war HP oder Tek?) die drei
> farbige LCDs vor dem Bildschirm hatten und damit ein Farbdisplay
> 'simulierten'.
Da wurde kein Farbdisplay simuliert, sondern eine farbige Bildröhre.
> Wurde in LAs und vermutlich auch Speicheroszis verbaut.
> Aber nur kurze Zeit. :-)
Ja, wie von Mikrowillig genannt, hieß die Technik Nu Color. Solche
Anzeigen wurden in den neunziger Jahren in Baureihen wie Tektronix
TDS7xx eingebaut.
Die Bildqualität dieser Nu Color-Displays war unglaublich gut, da
prinzipbedingt alle drei Farbauszüge immer exakt übereinander lagen und
somit gar keine Konvergenzprobleme auftreten konnten. Bei üblichen
Farbmonitoren waren diese sowie die Artefakte durch die Lochmaske
deutlich begrenzend für die Bildqualität. Und sehr hoch auflösende
monochrome Bildröhren lieferten ein sehr brillantes Bild. Damals konnte
kein LCD oder Plasmabildschirm dagegen anstinken. Bei Oszilloskopen
wurde auch nicht das ganze Bild zeilenweise aufgebaut wie bei
Fernsehgeräten oder Computermonitoren, sondern das Signal direkt
"gezeichnet". Ich weiß aber nicht, ob dies auch bei den erwähnten Nu
Color-Oszilloskopen der Fall war.
Der einzige Haken bestand darin, dass die Anzeigen sehr, sehr teuer
waren und JVC und Tektronix ihre Patente sehr ernst nahmen.
Hier ein schönes Video, in dem Nu Color und LCD direkt beieinander
stehen:
https://www.youtube.com/watch?v=LaK9MIYm6J8