Chris R. schrieb:
> CCBS ist bei der VoIP-Umstellung (zumindest bei der Telekom) sehr
> stiefmütterlich behandelt worden. Die Funktion ist bei der Telekom IIRC
> erst deutlich nach der Einführung wieder gekommen. Seitdem ich über VoIP
> angebunden bin, hatte ich das Feature erst ein-/zweimal.
Diese Funktion ist bei VoIP sehr schwer umzusetzen, da es keine gängige
und standardisierte Funktion von SIP ist. Jede Variante davon ist
komplett anbieterspezifisch, benutzt eigene SIP-Header etc.
> Dadurch dass der Telefoniemarkt mittlerweile deutlich fragmentierter ist
> (so funktioniert G.722 in aller Regel auch nicht anbieterübergreifend),
> wird es wahrscheinlich eher ein Netzproblem sein, wenn es nicht
> funktioniert.
Nicht nur ein Netzproblem, auch ein Problem der Technik des Angerufenen:
sagen wir mal Anrufer und Angerufener sind beide im Netz der Telekom.
Das reicht aber nicht, denn der SIP-Server der Telekom muss jetzt auch
wissen dass der Anschluss des Angerufenen wieder frei ist. Das weiß er
aber nur dann, wenn er selbst das Besetztsignal erzeugt hat weil alle
Leitungen, die der Angerufene in seinem Vertrag gebucht hat, belegt
waren.
Wenn das Belegtsignal dagegen vom Telefon oder der TK-Anlage des
Angerufenen erzeugt wurde (z.B. Option "Busy-on-Busy", Do-not-Disturb
oder ähnliches), weiß der SIP-Server der Telekom nichts davon und kann
das folglich auch nicht weiterreichen. Die TK-Anlage des Angerufenen
müsste also diese Telekom-spezifische CCBS-Signalisierung auch können
und der Telekom weiterleiten. Ich möchte nicht ausschließen daß es
TK-Anlagen oder ISDN/SIP-Wandler gibt die das können, aber marktgängig
ist das nicht.