Problem mit Freistich nach Din 509

Gast #6153571
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Hallo zusammen,

ich habe ein Problem mit einem Freistich nach DIN509. Ich möchte, wie in 
den angehängten Bildern einen Freistich Typ G erstellen.

Maße Laut Tabelle:

r = 0.4
f= 1
g = 1.2

Die beiden Winkel sind 17.5°

Allerdings finde ich im CAD keine Lösung für diese Parameter. Hat jemand 
da den Durchblick was ich falsch mache?

Grüße
Gast #6153603
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BlueAudio schrieb:
> Allerdings finde ich im CAD keine Lösung für diese Parameter.

Zeichne die Ecke einfach scharf und nen kleinen Hilfskreis dazu und 
schreibe mit Hinweispfeil "Freistich G nach DIN509" dran. Den 
Zulieferer, der das nicht versteht (oder notfalls nachfragt), möchte ich 
erst mal sehen.

W.S.
Gast #6153654
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Werkzeugmacher schrieb:
> Oder handelt es sich um ein Drehteil?

Jein. es handelt sich um ein optisches Bauteil dass über eine ballige 
Passung (oberhalb des Freistichs) zentriert und über den Flansch in 
Winkel und tiefe ausgerichtet wird. Die Außenkontur wird aber 
tatsächlich auf den Rohling gedreht.

Der Lieferant möchte hierfür eine Ausführliche Zeichnung + im 3D auch 
einen Freistich nach DIN 509.  Wie er das fertigt ist für mich und die 
Zeichnung erstmal nicht wichtig. Allerdings bekomme ich gar keine 
Konstruktion hin nach den Parametern in der Norm. Sie Bild - es gibt ja 
gar keine Sinvollen Schnittpunkte zwischen Radius und Schrägen.
#6154137
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BlueAudio1 schrieb:
> es gibt ja
> gar keine Sinvollen Schnittpunkte zwischen Radius und Schrägen.

Das kommt davon das jeder der mit einem CAD-Program Nette bilder malen 
kann meint er hätte Ahnung von Konstruktion!

Wenn du in die Liste schaust könnte dir aufgefallen sein, dass die Werte 
für "g" in Klammern gesetzt sind und dir mal Gedanken gemacht haben 
warum das so ist.
Hast du aber nicht. Lieber erstmal einen Thread in einem Forum 
aufmachen.

Die Klammern bedeuten das die Angabe nur informativ und nicht 
verbindlich ist.
Ein Freistich hat keine funktionalen Oberflächen. Die Toleranzen sind da 
rel. gross.

En Dreher der alten Schule würde sich einen Drehmeissel mit 55Grad 
Winkel und 4mm Radius nehmen, "Nullen" und auf Tiefe t1/t2 einstechen 
und gut ist.
Gast #6154878
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Wolfgang schrieb:
> t1 und t2 sind doch angegeben. Der Kreismittelpunkt für den Freistich
> liegt davon um r versetzt.

Wenn du dir mal die angehängte Zeichnung ansiehst -> genau so ist es 
gemacht.

Max M. schrieb:
> Das kommt davon das jeder der mit einem CAD-Program Nette bilder malen
> kann meint er hätte Ahnung von Konstruktion!
>
> Wenn du in die Liste schaust könnte dir aufgefallen sein, dass die Werte
> für "g" in Klammern gesetzt sind und dir mal Gedanken gemacht haben
> warum das so ist.
> Hast du aber nicht. Lieber erstmal einen Thread in einem Forum
> aufmachen.
>
> Die Klammern bedeuten das die Angabe nur informativ und nicht
> verbindlich ist.
> Ein Freistich hat keine funktionalen Oberflächen. Die Toleranzen sind da
> rel. gross.
>
> En Dreher der alten Schule würde sich einen Drehmeissel mit 55Grad
> Winkel und 4mm Radius nehmen, "Nullen" und auf Tiefe t1/t2 einstechen
> und gut ist.

schön dass du deinen ganzen angestauten Hass vom Wochenende jetzt 
losgeworden ist. Noch besser, dass nichts brauchbares dabei war.

Wenzel H. schrieb:
> Dann beherrscht du dein CAD nicht. Thomas F. hat eine Lösung
> beschrieben.

Wenn du dir die Mühe machst und nochmal in meine Zeichnung siehst 
stellst du fest, dass ich genau das getan habe und dabei keine Lösung zu 
erzielen ist. Nehmen wir mal die Geometrie ausgehend von f.

f = 1mm
r = 0.4mm
Winkel = 17.5°
Was die Kreisposition angeht -> da t1 = t2 = 0.2 muss der 
Kreismittelpunkt auf der 45°-Achse sitzen.

Es gibt nun leider keine Schnittpunkte zwischen dem Kreis und der 
gewinkelten geraden. Mit den angegebenen Parametern kann ich keine 
geschlossene Kontur erzielen die der Zeichnung und den Werten aus der 
Norm entsprechen.

Vielleicht kann sich dazu mal jemand Produktiv äußern.

Thomas F. schrieb:
> Ich kenne dein CAD-System nicht.
>
> Aber du hast ja bereits die beiden schrägen Linien fertig. Jetzt die
> beiden Linien auswählen und "Abrunden" mit dem r=0.4
> Das sollte jedes CAD können.

das ist keine Lösung. Damit werden t1 und t2 durch den Radius deutlich 
überschritten.


Es geht mir hier nicht darum einen Freistich zu konstruieren, sondern zu 
verstehen warum es mit den Parametern aus der Norm, zumindest bei 
mir,nicht Funktioniert.
#6154970
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BlueAudio1 schrieb:
> schön dass du deinen ganzen angestauten Hass vom Wochenende jetzt
> losgeworden ist

Nicht Hass, eher Mitleid.

BlueAudio1 schrieb:
> dass nichts brauchbares dabei war.

Doch, der Hinweis dir die Liste anzusehen.
Dann hättest du auch feststellen können dass für t1,t2,f Abmaße 
angegeben sind.
Und wenn du damit keinen Freistich konstruieren kannst....

Max M. schrieb:
> Ein Freistich hat keine funktionalen Oberflächen. Die Toleranzen sind da
> rel. gross.
Gast #6155108
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Max M. schrieb:
> Doch, der Hinweis dir die Liste anzusehen.
> Dann hättest du auch feststellen können dass für t1,t2,f Abmaße
> angegeben sind.

Wenn du nicht so begriffsstutzig wärst würdest du dir die Zeichnung 
ansehen und feststellen, dass mit den gegebenen Abmaßen für die Winkel, 
t1, t2 und f keine Lösung des Problems zustande kommt.

Du beschränkst dich aber weiterhin darauf unproduktives Gerede zu 
wiederholen. Aber es bleibt dir natürlich frei, als der Profi der du 
vorzugeben scheinst, den Beweis zu erbringen wie das ganz einfach geht. 
Ich lerne gerne dazu - suche ja gerade den Fehler.


Max M. schrieb:
> Doch, der Hinweis dir die Liste anzusehen.

Wenn du meinen Beitrag lesen würdest, würdest du feststellen, dass 
völlig unabhängig vom Klammermaß g keine Lösung für t1,t2,f und r1 
möglich ist. Dafür braucht es gar kein g.

Beste Grüße
Gast #6155207
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Ohne das jetzt nachzukonstruieren.Ich seh keinen Fehler bei dir und die 
Werte deiner Tabelle sind auch richtig.
Scheint wohl nur unter Ausnutzung der Toleranz für den Radius zu genen 
(r +/- 0.1)

Eigentümlich!
Gast #6155260
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Nick M. schrieb:
> Ohne das jetzt nachzukonstruieren.Ich seh keinen Fehler bei dir
> und die Werte deiner Tabelle sind auch richtig.
> Scheint wohl nur unter Ausnutzung der Toleranz für den Radius zu genen
> (r +/- 0.1)
>
> Eigentümlich!

Danke! Ich war echt am verzweifeln. Man unterstellt der Norm ja eine 
gewisse Güte und sucht den Fehler erstmal bei sich selbst.


Dann kommen noch die arroganten Forumsnasen dazu die die Weisheit mit 
Löffeln gefressenen haben und am
Ende nicht mal das Problem verstanden haben geschweige denn zur Lösung 
beitragen.
Gast #6155524
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Thomas F. schrieb:
> ich schließe mich dann mal Nick an und meine es wird wohl auf Ausnutzung
> der Toleranzen hinasuslaufen müssen.

Das kanns aber nicht sein. Denn es muss herstellbar sein. Und wenn es 
nicht mal nominell machbar ist, ist es mehr als eigentümlich.

Also zufrieden bin ich mit meiner Antwort nicht.
#6155720
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Wie kann man sich nur erdreisten, in einem Forum zu fragen, ohne vorher 
eine Ausbildung zum Zeichner absolviert zu haben?

Scherz beiseite:

Einfach mit dem Offset t1 und t2 eine spitze Ecke zeichnen und mit dem 
genannten Radius abrunden. Die Zeichnung im Tabellenbuch ist 
mißverständlich. Der spize Übergang zwischen Radius und oberer Kante 
existiert in Wirklichkeit nicht.
Angehängte Dateien:
#6155729
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Nick M. schrieb:
> Ich hab den Eindruck, dass du die Winkel nicht eingehalten hast.
> Speziell die 17,5°. Oder täusch ich mich da?

Stimmt. Auf dem großen Monitor sehe ich es auch. Habe CAD gerade nur auf 
dem Subnotebook (ohne Maus) parat.

Aber das Prinzip bleibt: Die Ecke spitz zeichnen mit den genannten 
Offsets und dann abrunden. Der Kreisabschnitt muß auch gar nicht 
(unbedingt) hinter der gedachten Verbindungslinie zurückstehen. Das 
Gegenstück ist ja eh angefast.

Edit: So sieht es richtig aus.

Wäre der Radius mit Toleranzabweichung und t1, t2 stattdessen genau, 
wäre die Zeichnung aber auch richtig. Aber wie hier ist es schneller 
gezeichnet, wenn das CAD keine desbezüglichen Vorlagen hat.
Angehängte Dateien:
Gast #6155862
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Walter T. schrieb:
> Der Kreisabschnitt muß auch gar nicht
> (unbedingt) hinter der gedachten Verbindungslinie zurückstehen. Das
> Gegenstück ist ja eh angefast.

Na, dann gibt das mal zum Rundschleifen weg. Der wird dir das Trumm an 
den Schädel werfen.
Ich ärgere mich immer wieder über falsch ausgeführte Freistiche.
#6155893
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Das "WIE" hängt natürlich stark davon ab welches Zeichenprogramm Du 
verwendest.
Ich würde das Zentrum vom Radius ausbaldowern und da auch einen Kreis 
zeichnen.
In meinem Programm (ACAD) kann man Linien, ausgehend von einem Radius 
mit vorgegebener Länge und Winkel zeichnen.
line tan (klick auf Kreis) @Länge<Winkel (Winkel gegeben, Länge 
großzügig)
Dann alles andere Stutzen (auch den Kreis zwischen den zwei Tangenten) 
oder Dehnen.
#6155916
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Nick M. schrieb:
> Na, dann gibt das mal zum Rundschleifen weg. Der wird dir das Trumm an
> den Schädel werfen.

Form "G" und Rundschleifen? Wer käme auf eine solche tolle Idee?

Nick M. schrieb:
> Der Freistich geht zu tief rein. Schau dir
> mal den Begriff "Kerbwirkung" an, damit dir klar wird warum das eben
> nicht egal ist.

Dann stell doch mal die Kerbfaktoren innerhalb des Toleranzrahmens 
gegenüber. Da steht nicht umsonst "Form 'G' für geringe Belastung" im 
Eröffnungspost.

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