PH im μl Bereich messen

Gast #6159195
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wolle g. schrieb:
> PH Meter schrieb:
>> PH im μl Bereich messen,
>
> tatsächlich µl ?
> Wenn ich als Beispiel an einen Tropfen von 4 µl denke und ich mich nicht
> verrechnet habe, dann hat der Tropfen einen Durchmesser von 0,2mm.
> Schwer vorstellbar, dass es solch kleine Glaselektroden o. ä. geben
> soll.
> Vorschlag: pH-Papier

Hi,

ich hatte schonmal eine gefunden, finde sie aber leider nicht mehr. Ich 
will den Blut PH messen, also was in einer BGA (Blutgasanalyse) gemessen 
wird, ich schau mal wie viel das an "Material" genau ist.

Papier geht wegen der Farbe nicht.

LG
Gast #6159207
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evtl. geht ein ChemFET (Hier also ein MOSFET mit entfernter 
Gate-Elektrode.
Die darunterliegende SiO_2-Schicht kann als pH-selektive Elektrode 
dienen. Die Referenzelektrode lässt sich auch miniaturisieren. Da hast 
du eine schöne Bastelarbeit -- oder vielleicht gibt es das auch schon 
fertig?)
Gast #6161410
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Ob da nun die falschen Volumina aus den sonstigen falschen,
oder falsch eingeschätzten Angaben ermittelt wurden, ist der eine
Fehler - ob der Sensor eine gewisse Stoffmenge zur Messung und eine
gewisse Stoffmenge zum Vergleich braucht, steht hier nicht. Wird aber
auch zur Unwägbarkeit beitragen.

Wird wohl nix, wenn man das Prinzip nicht geschnallt hat und
auf nette Versprechungen auf der Kaffeefahrt reingefallen ist.

Gute Nacht.
Gast #6161490
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PH Meter schrieb:
> würde gerne den PH im μl Bereich messen, welche PH Sonde würdet ihr
> empfehlen?

Weder der Mikrocontroller noch irgendwelche sonstige digitale Elektronik 
ist da das Problem. Erstmal brauchst du einen geeigneten Sensor/Frontend 
und das ist ganz gewöhnliche Analogtechnik.
#6161852
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Spontan hätte ich gesagt:
Definiert verdünnen und dann mit üblichen Elektroden messen.
Blöde daran: verdünnen mit Wasser trägt sofort Carbonat ein und 
verfälscht den Wert.

Eigenbau von solchen Elektroden ist immer recht grob und kommerzielles 
Zeug für kleine Volumina recht teuer.

Auch doof bei Blut: es setzt die Membranen zu. Egal ob Glaselektrode 
oder Sinterkeramik am Ladungsausgleich.

Eventuell könnte man sich einen liegenden Aufbau der Konzentrationszelle 
ausdenken, bei dem der Tropfen mit der einen Elektrode auf die 
elektrolytfeuchte Sinterplatte als Membran zur Referenzzelle gesetzt 
wird und somit von diesem auch wieder herunter gespült werden kann. 
Allerdings dürfte die Auflösung und Genauigkeit im Bereich zwischen 
"schon länger tot" oder "alles in Ordnung" eher keine Zwischenschritte 
zulassen - wie Bernd K schon schrieb.
Gast #6162094
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Lukas T. schrieb:
> Definiert verdünnen und dann mit üblichen Elektroden messen.
> Blöde daran: verdünnen mit Wasser trägt sofort Carbonat ein und
> verfälscht den Wert.

Differenzmessung durchfrühren. Hierzu den PH-Wert der Verdünnerlösung 
messen, anschließend Probe beimischen und erneute Messung durchführen. 
Differenzwert ermitteln und auf Probenwert schließen.
Gast #6162115
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PH Meter schrieb:
> yxcvbnm schrieb:
>> Die darunterliegende SiO_2-Schicht kann als pH-selektive Elektrode
>
> Hast du ev einen Link? Ich würde gerne wie ein Zuckerkmessgerät den PH
> messen.

Nein, aber einfach nach ChemFET oder ISFET suchen (Ion Selective FET).
Es ist eigentlich eine etablierte Standardmethode für elektrochemische 
Analytik in kleinen Volumina.
Vielleicht hilft auch ein (modernes) Lehrbuch über Analytische Chemie 
weiter.
#6162117
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PH-Experte schrieb:
> Differenzmessung

Im Prinzip ja. Da aber sowohl ein 
CO2-Carbonat-Hydrogencarbonat-Gleichgewicht (in Blut UND Wasser), als 
auch ein Phosphatpuffer vorliegt, ist das verdammt schwierig zu 
interpretieren.

Außerdem sind die Schwankungen im Blut sehr, sehr gering - die Fehler 
killen die Kleinigkeiten.

Soweit ich das abschätzen kann zumindest.
Gast #6166402
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wolle g. schrieb:
> PH Meter schrieb:
>> Ich  will den Blut PH messen, also was in einer BGA (Blutgasanalyse)
>> gemessen wird,
>
> was ist eigentlich Dein tiefere Sinn der pH- Messung im Blut?

Ich will eine >klinische< Azidose messen, mit der Differenz zum etCO2 
dann in respiratorisch oder metabolisch einstufen.
Gast #6166411
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Bernd K. schrieb:
> Vielleicht will TO ja irgendwas gegen die böse Übersäuerung des Körpers
> verkaufen :)

Ich will gar nichts verkaufen, ich will was messen. Den etCO2 kann ich 
messen, die AF auch, auch die Elektrolyte (nur nicht akut). Mir gehts 
nur um eine akute Azidose. Akute heißt tatsächlich PH- Wert aus der 
Norm; das hat nichts mit einer "Übersäuerung" in der Alternativmedizin 
zu tun, da hier der PH gepuffert wird, d.h. müsste man den Gewebe PH 
messen, das geht so oder so nicht, geht nur über die Puffersubstanzen 
und da braucht man eine BGA.

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