Timo C. schrieb:
> Kann man das generell so sagen, dass ein DCM-Betrieb das Beste ist?
Das ultimativ Beste gibt es ja garnicht.
DCM ist am leichtesten zu beherschen und ein DCM regler kann nicht
automatisch auch CCM.
Immer schön die Applikationsschriften beachten und die Rechnungen im DB
durchführen statt gewürfelter Werte.
Schaltest Du ein, bevor sich die Energie der Spule abgebaut hat, beginnt
der Strom ja nicht bei Null, sondern beim Momentanwert.
Die nächste Abschaltschwelle ist also viel schneller erreicht.
Der Strom durch die Diode ist auch noch voll am fliessen und muss
abgewürgt werden.
Der Fet schaltet also nicht bei Nullstrom ein, sondern voll mittendrin
und U*I ist nunmal W. Die Einschaltverluste steigen also rasant.
Bei DCM wirken im wesentlichen die Abschaltverluste auf den FET.
Das siehst Du schon an der Gate Ansteuerung.
Einschalten wird langsam gemacht, um nicht voll die Spulenkapazität zu
treiben.
Abschalten muss so schnell wie möglich geschehen, daher die Diode.
> Die Verluste in der Spule steigen ja auch mit sich stark änderendem
> Strom an
Wo ist der Unterschied zwischen 0-2 A in der Spule bei dreiecksförmigen
Verlauf und 1A effektiv?
Richtig, da ist keiner.
Vor allem haben größere Spulen auch mehr Windungen, also mehr
Wicklungswiderstand.
DCM wird bei größeren Leistungen schwierig, weil der Ausgangselko ja
auch den Pulsstrom aufnehmen muss, der Eingangselko muss den liefern.
Steht im Elko DB was die Irms dürfen.
Der Ripple auf In und Out ist viel höher und deswegen welchselt man im
höheren Leistungsbereich auf CCM.
Da ist man aber schnell bei SIC Halbleitern, die fast ohne Verzögerung
schalten, sich das aber mit schlechteren Durchlasswerten und einem
deutlich höheren Preis erkaufen.
Harte Grenzen wann man was tut, gibt es nicht.
150W beim Boost halte ich noch für verträglich.
Man kann auch auf Multiphasen Boost gehen für größere Leistungen, mit
phasenverschobener Ansteuerung, um den Elko Ripple zu minimieren.
Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.