Ich habe mal ne Grafikkarte rausgesucht.
ASUS ROG Strix GeForce RTX 2080 Ti OC
Ich selbst habe mich das letzte Mal vor ca. 20 Jahren mit PC-Gaming
befasst. Zu der Zeit ist die erste GeForce von Nvidea auf den Markt
gekommen.
Als ich mir nun die neuen Produkte angeschaut habe, um meinem Sohn bei
einem Online-Referat über Grafikkarten zu helfen, war ich etwas
überfragt, als dem Jüngling auffiel, dass auf diversen Online-Shops als
Hersteller oft ASUS und nicht Nvidea angegeben ist.
Könnte mich jemand darüber aufklären. Ich habe auf die Frage meines
Sohns keine genaue Antwort und ich befürchte, dass der ein oder andere
Schüler oder vielleicht auch der Lehrer diese Frage stellen wird.
Vielen Dank
Chris K. schrieb:> Nvidia baut die Chips und Firmen wie Asus, Gigabyte, MSI, etc. die> entsprechende Grafikkarte mit dem Chipsatz von Nvidia.
Puh...ich muss sagen, das verstehe ich nicht so ganz.
Könnte die Grafikkarte auch dann von ASUS sein, wenn ich sie direkt im
Online-Shop (https://www.nvidia.com/de-de/geforce/20-series/) von nvidea
bestelle und keine weiteren Angaben zum Hertseller gemacht hinterlegt
sind?
ist evtl. etwas umständlich geschrieben.
NVIDIA ist der Hersteller der GPU (Grafikprozessor) und stellt ein
Referenzdesign für eine funktionierende Grafikkarte.
Das Design und die GPU können dann Hardware-Hersteller wie Asus,
Gigabyte, MSI, etc. dann nutzen um Grafikkarten zu bauen.
NVIDIA stellt zwar auch eigene Karten her, aber das sind meist die ganz
teuren Modelle wie z.B. die Titan RTX.
nVidia baut den eigentlichen Chip, der sitzt oft auf einer wenige cm
großen Platine. Im Bild das schwarze (GP104...) auf dem grünen.
https://extreme.pcgameshardware.de/grafikkarten/448821-welche-dieser-grafikkarten-gtx-1070-pcb-msi-gigabyte.html
Dann bauen etliche Firmen diesen auf eine größere Platine und fügen
Speicher (im Bild 8 schwarze Klötzchen), Spannungsregler (die ganze
rechte Hälfte), Kühlung (im Bild nicht vorhanden), Anschlüsse (links)
hinzu.
Es gibt Firmen, die Entwickeln Bauteile und es gibt Firmen, die machen
daraus Produkte.
Nvidia = Bauteil (Graphikchip), Asus = Produkt (Grafikkarte)
genau wie
Intel = Bauteil (Prozessor), Dell = Produkt (PC oder Laptop)
Rollce Royce = Bauteil (Triebwerk), Airbus = Produkt (Flugzeug)
Takata = Bauteil (Airbag), Toyota = Produkt (Tote)
H.P. schrieb:> Könnte die Grafikkarte auch dann von ASUS sein, wenn ich sie direkt im> Online-Shop (https://www.nvidia.com/de-de/geforce/20-series/) von nvidea> bestelle und keine weiteren Angaben zum Hertseller gemacht hinterlegt> sind?
Nein, da ist dann alles von nVidia. Das ist dann das sogenannte
Referenzdesign für diesen Chip, von dem MSI etc. mehr oder weniger weit
abweichen können.
NVidea und ATI(AMD) bauen eben den Grafikchip (Motor) und die ganzen
anderen machen die Platinen (Auto) und verändern die Ausstattung.
Und meist gibt es auch ein fertiges Referenzdesign der
Grafikchiphersteller. Die Unterschiede macht also der Grafikchip,
Busbreite, Arbeitsspeicher und Kühllösung aus, wodurch dann ein
Hersteller z.B. höher takten kann als ein anderer und so trotz gleicher
Zutaten eine schnellere Grafikkarte verkaufen kann.
H.P. schrieb:> Chris K. schrieb:>> Nvidia baut die Chips und Firmen wie Asus, Gigabyte, MSI, etc. die>> entsprechende Grafikkarte mit dem Chipsatz von Nvidia.>> Puh...ich muss sagen, das verstehe ich nicht so ganz.
Was gibt's da nicht zu verstehen? Wenn du einen Laptop kaufst, steht ja
auch als Hersteller z.B. Lenovo drauf, obwohl der Prozessor darin
beispielsweise von Intel ist. Schließlich hat Lenovo das Gerät gebaut
und lediglich einen Chip von Intel da eingebaut. Genauso ist das bei
Grafikkarten auch. Der Chip ist von NVidia, die Grafikkarte als Ganzes
von ASUS.
Übrigens: Es heißt Nvidia mit i, nicht Nvidea!
nicht so schrieb:> H.P. schrieb:>> Könnte die Grafikkarte auch dann von ASUS sein, wenn ich sie direkt im>> Online-Shop (https://www.nvidia.com/de-de/geforce/20-series/) von nvidea>> bestelle und keine weiteren Angaben zum Hertseller gemacht hinterlegt>> sind?>> Nein, da ist dann alles von nVidia.
NVidia bietet im Shop eigene Karten an, aber durchaus auch Grafikkarten
anderer Hersteller, auf denen ein NVidia-Grafikchip verbaut ist. Aber
der Hersteller der Karte steht immer dabei. Siehe z.B.
https://www.nvidia.com/de-de/shop/geforce/?gpu=RTX%202080%20SUPER
> Wenn du einen Laptop kaufst, steht ja> auch als Hersteller z.B. Lenovo drauf
Wenn das Referenzdesign ein (IBM-)Thinkpad war,
ist das was Lenovo als Thinkpad produziert eigentlich nur Sondermüll.
Und manche kaufen diesen Sondermüll auch noch.
funkbummi schrieb:> Meine RTX2080Ti von Nvidia hat 11 GB.> Und nicht blos 8 GB.>> Man will ja nicht am falschen Ende sparen.
Hast du allerdings bereits mit der Wahl von nVidia :D
Niemals, niemals, niemals eine NVIDIA-Grafikkarte mit Referenzdesign
kaufen! Die Kühllösung ist der letzte Dreck. Zudem ist die Firmware
drauf auch noch sehr sparsam, was den Boost-Takt angeht. TDP meistens
auch stark limitiert.
Naja, bei meinem letzten Spiele-Notebook gab es Probleme mit dem
Grafikchip. Rissentwicklungen. Da NB wurde mit der Zeit immer heißer und
zum Schluss sind auch die performancehungrigen Spiele (relativ gesehen)
hitzebedingt abgestürzt.
Für ein Online-Referat zu Grafikkarten sollte man (unbedingt) mal die
Linuxfreundlichkeit herausarbeiten.
Bei meinem Window Me-Rechner lief bei Spielen (bzw. Diablo2)(2006)
eigentlich der in Windows (schon) eingebaute Treiber am besten.
Nun war bzw. ist die Karte selber eine (Nvidia-) Asus-Karte. Man kann
dann Treiber sowohl von Nvidia als auch von Asus aus dem Internet (oder
von Installations-CDs - aber die sind halt älter) bekommen. Aber die
Asus-Treiber sind/waren ein wenig besser - u.a. auch deswegen, weil die
Karte einen Videoanschluß hatte und der Asustreiber entsprechende
Videobearbeitungsmöglichkeiten mitbrachte.
Die Hitzeentwicklung ist auch immer sehr interessant! Die mitgegebenen
Kühloptionen (kleiner Lüfter auf der Karte) hatten beim Me-Rechner nicht
ausgereicht. Besser wurde es, wenn man selber "optimiert".
Das ist aber bei der CPU ganz genauso.. eine sehr spannende technische
Entwicklung waren (Nebenschauplatz) die Mainboard-Chipsätze* von Nvidia.
Für Skyrim hatte der hauseigene Treiber auf dem
Linux-System/Cpu-Grafik** und überhaupt leider nicht ausgereicht.
Eine weitere wirklich wichtige Frage ist u.a., wie weit kommt man
überhaupt mit der CPU-Grafik.
*
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Nvidia-steigt-langsam-aus-dem-Geschaeft-mit-Mainboard-Chipsaetzen-aus-Update-817828.html
** https://wiki.ubuntuusers.de/Grafikkarten/Nvidia/nouveau/
funkbummi schrieb:> Meine RTX2080Ti von Nvidia hat 11 GB.> Und nicht blos 8 GB.>> Man will ja nicht am falschen Ende sparen.
es gibt keine 2080 TI mit 8gb
es gibt nur 2080 8gb und 2080s (super) 8gb
Hmm schrieb:> Grafikkarten müssen leise sein, sonst wirst du irre wenn die stark> belastet wird!
Also wenn im Rechenzentrum im Serverraum das KI-Training gemacht wird,
interessiert mich nicht die Bohne, wie laut die Grafikkarten dabei sind.
Merke: Spiele sind nicht der einzige Anwendungszweck für Grafikkarten.
Rolf M. schrieb:> Hmm schrieb:> Grafikkarten müssen leise sein, sonst wirst du irre wenn die stark> belastet wird!>> Also wenn im Rechenzentrum im Serverraum das KI-Training gemacht wird,> interessiert mich nicht die Bohne, wie laut die Grafikkarten dabei sind.> Merke: Spiele sind nicht der einzige Anwendungszweck für Grafikkarten.
Und dazu müssen noch nichtmal die GPU laufen, das sind da die kleinsten
Lärmmacher ?? Unser Rechenzentrum betrete ich ausschließlich nur noch
mit Gehörschutz.
Rene K. schrieb:> Und dazu müssen noch nichtmal die GPU laufen, das sind da die kleinsten> Lärmmacher
Allerdings sind sie der Grund warum die Klimatisierung so schuften muss,
von daher indirekt doch wieder GPU Lärm. Aber natürlich würden GPUs mit
leiserer eigener Kühlung daran auch nichts ändern.