Axel Shirakowski schrieb:> bis auf den Preis
Eben. Vollkommen witzlos zu dem Preis. Zudem in der Bestückung nicht
wirklich geglückt. Das einzig sinnvolle ist das Standard-Steckbrett
statt proprietären Federklemmen.
Keine Ahnung, warum deutsche Hersteller bis heute nicht begriffen haben,
dass mit Preisen jenseits des Laffer Punktes kein Geschäft zu machen
ist.
Und die Chinesen übernehmen mit fairen Preisen den ganzen Markt.
Ein Experimentierboard mit drumrum befindlichen Teilschaltungen bzw.
Bauelementen die nicht auf's Board passen macht Sinn, wenn es
Bestandteil eines Experimentierkastens ist, zu dem dann alle Experimente
passen.
Man denke an Philips EE 2xxx Kästen mit dem universellen Grundbrett aber
den klobigen Bedienelementen vorweg (leider keinem Batteriehalter)
https://www.kranenborg.org/ee/
Michael B. schrieb:> Und die Chinesen übernehmen mit fairen Preisen den ganzen Markt.
Die sind nicht fair, die die das herstellen verdienen so gut wie nichts.
Axel Shirakowski schrieb:> und hat jemadn eine Idee wo man die einzelnen Bauteile einzeln> kjaufen> kann bei Ebay oder so?> Ich fände Transistoren und OP-Amps sehr cool
Selber bauen
jep, bei dem Spruch mit den Chinesen war ich mir nicht sicher ob ich
lacehn oder weinen soll..wenn man diese Preise als FAIR bezeichnet?!?
Sorry, aber ich denke eher mit dem Markt stimmt ganz gewaltig was nicht,
wenn man ständig nur erstaunt ist, wie BILLIG alles aus China ist.
Das Prinzip von Angebot und Nachfrage wird damit völlig ausgehebelt..es
ist nur noch ein auf den Markt schleudern
"Selber bauen"
klar, so sehe ich aus..wenn ich 10 Transistoren oder OPamps fertig
beschriftet, gedruckt für 1,95 inkl Versand bekommen könnte..setze ich
mich hin , löte und beschrifte mit dem Kugelschreiber...nä is klar..
Solange es bei solch einfachen Teilen bleibt: Selbermachen.
Es muss ja noch nicht mal Leiterbahnen auf der Rückseite haben.
In obigem Bleistift reichen 4 Löcher, etwas Klebstoff, damit die
Steckerleisten bleiben, wo sie hingehören.
Die Plastikhülle von einer CD als Ausgangsmaterial.
Ein ordentlich bedrucktes Etikett. Kost fast nix. Passt nach der
Diskussion mit einer Schere.
Die Luxusversion wird mit einem Tintenspritzer (oft Epson), der auch CDs
bedrucken kann, hergestellt.
Hast Du den Rest von einer ungenutzten Platine und ein scharfes
Teppichmesser, so kannst Du sogar den Lötkolben anwerfen, indem Du Dir
die Leiterbahnen selber "schnitzt".
Crazy H. schrieb:> Die sind nicht fair, die die das herstellen verdienen so gut wie nichts.
Die verdienen nicht schlecht, die Masse macht's, und in China ist man
oft mit einer Rendite von 5% zufrieden, man kalkuliert die Preise
einfach nicht höher.
Erst fing einer an, die 'shields' zu bauen, simpel ein Bauteil auf
Platine für Bastler zu löten, nun sind es hunderte Firmen die auch
gemerkt haben, daß man damit gut Geld verdienen kann.
Sicher, zunächstmal verdient die Firma und ihr Besitzer, ggf. noch
derjenige der die Platine layoutet.
Die Frage ist, ob und welche Mitarbeiter es gibt. Die Fertigung ist in
China weitgehend automatisiert, die Platinen laufen in
hundertausenderstückzahl auf den Bestückungsanlagen mit durch. Die
Teile, die man per Hand einlöten muss, wie Pfostenstecker, werden meist
nur beigelegt.
Bleiben die Menschen die die Bestellungen verarbeiten, es sind ja meist
Einzelbestellungen. Das sind natürlich normale chinesische Arbeiter, die
ihren für China normalen Lohn bekommen, das sind heute um die 500 EUR im
Monat in den Ballungsräumen um HongKong, Shanghai und Peking. Die Leute
bekommen dasselbe wie die Leute, die dort dein iPhone zusammenbauen,
deinen Laptop oder Saugroboter für den du hier tausende auf den Tisch
legst. Also unfair würde ich das nicht nennen.
"Also unfair würde ich das nicht nennen.*"
doch, weltwirtschaftlich ist es unfair...aber das merken die Chinesen
auch langsam..den China wird langsam zu teuer..daher wandern immer mehr
nach Afrika oder Indien ab...dann bestellen die chinesen bald alle bei
afriexpress..weil in China zu teuer..
Sebastian S. schrieb:> Solange es bei solch einfachen Teilen bleibt: Selbermachen.> Die Plastikhülle von einer CD als Ausgangsmaterial.
Wenn man das Teil SO DUMM baut, kann das nichts werden.
Natürlich ist der Witz der Transistorplatine, daß sich die Bedruckung
durch den silkscreen auf der weissen 'für LEDs gefertigten' Platine von
selbst ergibt, es wird einfach eine grosse Platine in der
Bestückungsanlage mit angeritzt hunderten von kleinen Bausteinen
bestückt. Was mir weniger gefällt sind die Pfostestecker, die gehen
nicht per SMD, ausserdem sind sie zu dick für die üblichen
Experimentierboards. Man müsste 10mm Starrdrähte oder Kovar-Leadframes
verwenden die auch vom Bestückungsautomaten platzierbar und einlötbar
sind.
Michael B. schrieb:> das sind heute um die 500 EUR im> Monat in den Ballungsräumen um HongKong, Shanghai und Peking.
Du kennst dich aus?
Sind da Kranken-, Renten-, Arbeitslosenversicherung inl. Firmenanteil
included? Was ist mit Sozialhilfe usw. ?.
Axel Shirakowski schrieb:> "Selber bauen"> klar, so sehe ich aus..wenn ich 10 Transistoren oder OPamps fertig> beschriftet, gedruckt für 1,95 inkl Versand bekommen könnte..setze ich> mich hin , löte und beschrifte mit dem Kugelschreiber...nä is klar..
Die Platine oben ist 12.7 x 10.16mm groß. Davon passen 108 Stück auf
eine Eurokarte. Doppelseitig, das was man da sieht als Bestückungsdruck,
hinten drauf der Transistor oder was man halt will. Was kostet ne
Eurokare in China?
Axel Shirakowski schrieb:> Angehängte Dateien: pad.jpg
Diese Pads als Set mit einigen Teilen (bereits bestückt) und etliche zum
selberbestücken gibt es bei ELV für einen Preis der an sich in Ordnung
ist.
wobei grundsätzlich auch die Widerstandspads praktisch sind mit der
Beschriftung..evtl nur unpraktisch, da sind die langen Beine
normalerweise von Vorteil
Sagt mal, braucht man jetzt wirklich schon für ein TO92 oder ein DIP8
ein Breakout-Board?
Selsbt auf dem Bild im Eingangspost sind die ICs direkt auf dem
Steckbrett bestückt.
Toby P. schrieb:> Sind da Kranken-, Renten-, Arbeitslosenversicherung inl. Firmenanteil> included? Was ist mit Sozialhilfe usw. ?.
Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialversicherung_(VR_China)
Alles also sehr ähnlich wie hier, nur nicht ganz so zu Lasten der
Arbeitnehmer (z.B. Rente mit 60, Probezeit in Firmen nur 1 Monat).
Was mir bei diesem Board fehlt ist das man Mignon oder Mono Akkus direkt
unten hereinlegen könnte und man dann 3,3 und 5V und eine regelbare
Spannung zu verfügung hat
> das man Mignon oder Mono Akkus direkt unten hereinlegen könnte
Du kannst dir ja ein Steckbrett mit Metallplatte darunter kaufen.
Da kannst du dann recht bequem einen AA-Batteriehalter von unten
ankleben und die Anschluesse auf eine IC-Fassung mit gedrehten
Kontakten und/oder auf eine Buchsenleiste fuehren.
Ich kenne den Preis von dem ELV-Artikel nicht, aber vieles von dem
was dort verbaut ist, ist vom Nutzen her zweifelhaft.
Die Potis z.B. sind fest verbaut, und damit ist auch deren Wert fix.
Ein NE555(?)-Pulsgenerator bringt einem auch nicht viel.
BNC-Buchsen sind mit freifliegender Verdrahtung auch recht witzlos.
Fuer einen universellen Einsatz sollte eine Spannungversorgung sowohl
unipolar 3.3 und 5 V sowie bipolar 12 V zur Verfuegung stellen.
Das sehe ich beim ELV-Produkt auch nicht.
Die Einzelbauelementeadapter sehen zwar huebsch aus, aber einen
OPV kann ich auch direkt stecken. Interessanter waeren Adapter
auf "exotische" Bauformen wie QFN und aehnliche.
Unterm Strich fuer mich zu viel Minus und zu wenig Plus...
"recht bequem einen AA-Batteriehalter von unten
ankleben und die Anschluesse auf eine IC-Fassung mit gedrehten
Kontakten und/oder auf eine Buchsenleiste fuehren."
nein, bsser wäre fest verbaut gleich mit Sicherungen fest verbaut. Das
Problem beim Akkupack ist das Risiko eines Brandes, Kabelbruch etc.
Daher wäre eine fest verbaute Akkubox mit Sicherung super und jep.
RS232 wäre auch wichtig, wichtiger als die Audiobuchsen..da sehe ich
weniger den großen nutzen
> ist das Risiko eines Brandes
Das will ich bei einem 4xAA-NiMH-Akkupack mal sehen!
Aber, die Idee mit den Akkus ist nicht von mir.
Ich wuerde immer ein ordentliches Labor-NG bevorzugen.
Oder wie von mir vorgeschlagen, eine abgespeckte Version
die 3.3/5/-12/+12V direkt am Steckbrett bereitstellt.
Mit z.B. 3.3/5 V mit 0.5 A und -12/+12 V mit 0.1 A.
> RS232 wäre auch wichtig
RS232 mit RS232-Pegeln ist doch heute kaum noch relevant.
Mittlerwiele habe ich hier USB-Serial-Adapter die direkt in
steckbrettkompatiblen 0.6 mm-Stiften enden.
Einen steckbretttauglichen Adapter mit einem TI-MAX232 habe ich
(selbstgebaut).
Aber der liegt eigentlich seit ewig eher ungenutzt herum.
> https://de.elv.com/elv-digital-experimentierboard-deb100-komplettbausatz-153788
Da schliesse ich lieber eins meiner FPGA-Evalboards ans Steckbrett an.
Das hat auch einige Drucktaster, DIP-Switche und eine LED-Anzeige die
ich bequem per Bitstream umkonfigurieren und in ihrer Nutzung anpassen
kann.
Und wenn ich etwas "spezielles" brauche steht mir ein ganzer FPGA
zur Verfuegung.
Und Ueberraschung:
Das kostet keine 79,95...
Und einen Pi wuerde ich auch nicht gerade als bequem in der Nutzung
ansehen.
Schau dir mal die Maximites/Duinomites an. Die koennen per einfacher
Basicinstruktion 4x RS232 und SPI/I2C auf fast jedem Pin.
Dazu Spannungsmessung, Frequenzmessung und Periodendauer.
> ist das Risiko eines Brandes
Das will ich bei einem 4xAA-NiMH-Akkupack mal sehen!
Komm vorbei..dann zeige ichs dir....
Du bist kein Modellbauer-oder?
Dir ist noch kein RC Car abgebrannt nach einem Crash-oder?
Es geht nicht darum das der Akku selber brennt..sondern es durch einen
Kurzschluss zum Brand kommt...
Mir ist bis jetzt weder ein
> RC Car abgebrannt
noch ein richtiges Car.
Du schraubst Steckbretter an deine RC-Cars?
Selber schuld.
Im uebrigen:
> Aber, die Idee mit den Akkus ist nicht von mir.> Ich wuerde immer ein ordentliches Labor-NG bevorzugen.