Tim schrieb:
> Ich weiß gar nicht warum das Ethernet-Gerät wichtig für die Auswahl sein
> soll. Die Adapter auf Amazon machen doch auch nichts besonderes. Man hat
> quasi per USB eine Netzwerkkarte. Wenns also damit funktioniert, sollte
> es doch auch mit dem Chip gehen.
>
> Ich fand diesen Ansatz interessant, da man sich nicht mit einem
> USB-Treiber rumschlagen muss und trotzdem weiter Ethernet nutzen kann.
Das ist alles nicht so einfach, wie Du Dir das denkst.
Die üblichen Netzwerkadapter mit Chips von Realtek oder Asix oder
Microchip/SMSC brauchen spezielle Treiber, die Du vorher installieren
musst. Nachdem Du das gemacht hast, hast Du in der Systemsteuerung eine
weitere Netzwerkkarte, die Du konfigurieren kannst, genau so wie die
eingebaute. Ohne installierte Treiber siehst Du bei einigen Adaptern
eine Art USB-CDROM, wo die benötigten Treiber abgelegt sind. Wenn die
Treiber aktiviert sind, schalten sie das virtuelle CDROM-Laufwerk weg
und das Netzwerkinterface an.
Dann gibt es RNDIS. Das ist eine Spezifikation für eine virtuelle
USB-Netzwerkkarte. Die Spec ist von Microsoft, und nur Windows kann
damit etwas anfangen. Die dafür erforderlichen Treiber sind bei Windows
dabei, man braucht keine weiteren zu installieren.
Dann gibt es CDC-EEM (Ethernet Emulation Mode) und CDC-ECM (Ethernet
Control Module). Das sind Standards vom USB-Forum, die alle
Betriebssystemhersteller implementiert haben ... alle bis auf einen -
3mal darfst Du raten, wer mal wieder sein eigenes Ding dreht... Kann
sein, dass Windows 10 das inzwischen kann.
Die aktuell erhältlichen USB-Ethernet Adapter, die mir bislang in die
Finger gekommen sind (und das sind einige), brauchen allesamt
proprietäre Treiber und können mit RNDIS und CDC-EEM/ECM nichts
anfangen. Um wirklich treiberlos zu werden, brauchst Du eine
Prozessor-Software-Lösung. Nur dann ist es wirklich treiberlos.
fchk