Auswahl richtiger DA-Wandler für Sinussignal auf Piezoverstärker

OP #6262943
Lesenswert?

Moin zusammen,

Ich möchte gerne mit einem Raspberry ein Sinussignal ausgeben (200Hz). 
Dieses Sinussignal soll auf einen Piezoverstärker gehen, der ein 
Eingangsspannungsbereich von -2 ... 8 V hat. Damit ich das generierte 
Sinussignal von dem Raspberry auf den Piezoverstärker bekomme benötige 
ich ein DA-Wandler. Muss der DA-Wandler auch mindestens den 
Spannungsbereich wie der Verstärker (-2...8 V) abdecken oder bekomme ich 
auch mit einem DA-Wandler, der beispielsweise nur eine Ausgangsspannung 
von 0 ... 5 V liefern kann ein ordentliches Sinussignal?

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.
Gast #6262976
Lesenswert?

Ich würde jetzt mal diplomatisch sagen es kommt auf deine Anwendung an. 
Wenn du dort keine bipolare Ansteuerung des Aktors brauchst und bei 5V 
die Auslenkung bereits passend ist, dann reichen dir wohl auch 0 bis 5V.
OP #6262987
Lesenswert?

Lieben Dank für eure Antworten und Sorry für die fehlenden Infos.
Ja es sollte schon der volle Bereich des Verstärkers ausgeschöpft 
werden.

Also verstehe ich es richtig, dass ich zwar einen DA-Wandler nehmen kann 
der beispielsweise 0 bis 5V Ausgangsspannung liefert, es kann dann aber 
nicht der gesamte Verstärkungsbereich des Verstärkers genutzt werden, da 
dafür der Eingangsspannungsbereich mindestens den Bereich -2 bis 8 V 
abdecken müsste.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6263026
Lesenswert?

Leider gibt PI im Datenblatt auch nicht an, welches der zulässige 
Eingangsspannungsbereich des Verstärkers ist. Sicherlich wird er nicht 
schon bei -2,001V oder 8,001V das Zeitliche segnen, aber für die 
Dimensionierung der Ansteuerung wäre das schon eine wichtige 
Information. Ich halte es für unbedenklich, den Wandler, z.B. OP, 
zwischen DAC und Piezoverstärker mit +10V und -5 V zu versorgen. Bei ein 
bzw. zwei DC/DC-Wandlern, die +12V bzw. -5V versorgen, könnte man zur 
Störunterdrückung jeweils noch einen Linearregler für +10V bzw. -3V 
einfügen.
Gast #6263034
Lesenswert?

Wenn man einen OP benutzt um von mir aus einen 0 bis 5V DAC auf -2 bis 
8V umzusetzen ist es ja wohl absolut kein Problem dafür zu sorgen das 
auf den Eingang nicht mehr als die -2 bis 8V gehen......

Da kannst du jede 0815 Charge pump o.ä. nehmen um eine symmetrische 
Versorgung (+-10V z.B.) zu erzeugen und von mir aus noch linear 
nachregeln. Dann ein nichtinvertierender Verstärker mit Faktor 2 und 2V 
abziehen.
OP #6263105
Lesenswert?

Noch einmal kurz zusammengefasst: Ich generiere mit einem Raspberry ein 
Sinussignal (200 Hz)nehme einen passenden DAC der dann beispielsweise 0 
bis 5 V ausgeben kann. Hinter den DAC setze ich einen OP der die 0 bis 5 
V dann auf die -2 bis 8V bringt und anschließend gehe ich auf den 
Piezoverstärker. Ist das so erstmal richtig?
Gast #6263130
Lesenswert?

Das wäre eine Möglichkeit ja. Ich habe jetzt nicht nachgeschaut aber ich 
denke mal DACs die negative Spannung direkt können gibt es nicht viele, 
falls überhaupt. Bei welchen von 0V bis 3V oder 5V solltest du große 
Auswahl haben.

Auch bei der OpAmp Schaltung gibt es viele Möglichkeiten, und wenn du 10 
Leute fragst bekommst du 10 Schaltungen. Die wohl einfachste ist ein 
Nichtinvertierender Verstärker mit Offset.

https://www.mikrocontroller.net/articles/Operationsverst%C3%A4rker-Grundschaltungen#Nichtinvertierender_Verst.C3.A4rker_mit_Offset

für die Versorgung gibt es auch mehrere Optionen. Wie gesagt Charge pump 
geht. Alternativ gibt es auch Schaltwandler die das können, such einfach 
mal bei den bekannten Herstellern, Analog Devices und TI sollten da was 
haben.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #6263257
Lesenswert?

Guest schrieb:
> Das wäre eine Möglichkeit ja. Ich habe jetzt nicht nachgeschaut aber ich
> denke mal DACs die negative Spannung direkt können gibt es nicht viele,
> falls überhaupt. Bei welchen von 0V bis 3V oder 5V solltest du große
> Auswahl haben.

Analog Devices hat sogar so viele DACs mit bipolarer Ausgangsspannung, 
dass sie die sogar schon verkaufen müssen:

https://www.analog.com/en/products/digital-to-analog-converters/precision-da-converters/voltage-output-da-converters/bipolar-supply-voltage-output-da-converters.html

> Auch bei der OpAmp Schaltung gibt es viele Möglichkeiten, und wenn du 10
> Leute fragst bekommst du 10 Schaltungen. Die wohl einfachste ist ein
> Nichtinvertierender Verstärker mit Offset.
>
> 
https://www.mikrocontroller.net/articles/Operationsverst%C3%A4rker-Grundschaltungen#Nichtinvertierender_Verst.C3.A4rker_mit_Offset

Wichtig ist nur, für die Vorspannung nicht einfach die 
Versorgungsspannung zu verwenden, sondern diese vorzugsweise aus der 
Referenzspannung des DAC abzuleiten. Ansonsten fängt man sich nur 
Störungen ein.

Oder eben einen der o.a. bipolaren DAC einsetzen.

> für die Versorgung gibt es auch mehrere Optionen. Wie gesagt Charge pump
> geht. Alternativ gibt es auch Schaltwandler die das können, such einfach
> mal bei den bekannten Herstellern, Analog Devices und TI sollten da was
> haben.

Da bietet sich eher ein fertiges Modul von Murata, Traco, o.ä. an.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren