Suche hochtemperatur induktiven Sensor Näherungsschalter

Gast #6265835
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Guten Tag,

ich bin auf der Suche nach einem hochtemperatur (>+200) induktiven 
Näherungsschalter/Sensor.
Ggf. könnte mir hier jemand einen Hersteller empfehlen.

Problem:
Der Schaltabstand sollte min. 8mm sein.
Gleichzeitig der Durchmesser des Sensors so gering wie möglich.
Es besteht bereits eine Bohrung, welche ich gerne nutzen würde, diese 
hat aber nur einen Durchmesser von 11mm.
Ich habe schon einige Hersteller durchforstet bin aber leider nicht 
fündig geworden.


Hintergrund:
Es geht um eine Drehzahlmessung in Bereich von bis 230 Grad.
Der Sensor selber soll wiederkehrend einen Schneckensteg erkennen.
Zwischen Sensor und Schneckensteg befindet sich Kunststoffschmelze.
Vor der Schmelze und dem Druck muss der Sensor mittels Hülse geschützt 
werden. Deshalb der geforderte Schaltabstand.
Würde ein Sensor durchhalten, welcher nur für 180 Grad ausgelegt ist? 
Bei dem Projekt ist keine längere Lebensdauer gefordert. Ca. 20 
Betriebsstunden genügen.

Vielen Dank
Gast #6265922
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Da müssten alte ABS-Sensoren vom Schrottplatz passen. Der Sensor bestand 
aus einem Magnetkern mit Spule. Am Rad selbst war dann nur eine Art 
Zahnrad aus magnetisch leitendem Material. Da die Bremsscheiben 
rotglühend werden können, hatte man die Spule und den Magneten in den 
Sensor gelegt, damit der Magnet durch die große Wärme seinen Magnetismus 
nicht verliert. Ziemlich warm wurde der Sensor zwar auch, aber dafür war 
er ausgelegt.
Gast #6267050
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Im Fahrzeug beträgt der Abstand etwa 4 bis 5 mm, aber da sind die Zähne, 
die gezählt werden sollen, auch recht eng beieinander. Der Schneckensteg 
wird breiter sein, dann ist auch ein etwas größerer Abstand unkritisch. 
Etwas problematisch könnte die niedrigere Impulsrate sein. Dieser Sensor 
liefert ja eine durch die Flussänderung bedingte Spannung und nach 
Induktionsgesetz ist die Spannungshöhe von der Größe der Flussänderung 
und auch von der Änderungsgeschwindigkeit abhängig. Bei PKWs liefert 
deshalb ein mit diesem Sensortyp bestücktes ABS erst ab etwa 6 km/h 
Fahrgeschwindigkeit verlässliche Impulse. Deshalb bleibt nur, die 
Sensoren auszuprobieren und das Signal möglichst auf einem Oszillografen 
anzusehen. (Notfalls reicht aber auch die Messung der Spannung - 
idealerweise der "peak"-Wert, weil das Signal vermutlich ein sinusartig 
verschliffener Impuls mit einer längeren Pause sein könnte.)
Gast #6267636
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Willi schrieb:
> Leider sind die meisten ABS-Sensoren nur für
> max. 150 Grad ausgelegt

Elektronik für mehr als 200 Grad gibt es bei Ausrüstern für 
Erdölbohrungen, weil es in den tiefen Bohrlöchern so heiss wird. Da darf 
aber Geld absolut keine Rolle spielen.

Georg
Gast #6267788
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georg schrieb:
> Willi schrieb:
>> Leider sind die meisten ABS-Sensoren nur für
>> max. 150 Grad ausgelegt
>
> Elektronik für mehr als 200 Grad gibt es bei Ausrüstern für
> Erdölbohrungen, weil es in den tiefen Bohrlöchern so heiss wird.

Da frag mal lieber nach Geothermiebohrern statt nach Petroleumschürfern, 
ersterer sind haäfiger in .de anzutreffen. Wobei man für 200+ °C schon 
mehrere tausend meter tief bohren muss, hier ca. 9000m für 250 °C.
Erdöl liegt üblicherweise nicht so tief.

Und der Preis wird weniger durch die Temperatur, als durch die begrenzte 
Zugänglichkeit bestimmt. In Bohrlöchern schickt man nicht mal schnell 
einen runter zum Sensor wechseln.

Ein pt1000 (bis 200°C) gibt es bei Pollin für weniger als 10 €
https://www.pollin.de/p/kabelfuehler-mit-sensor-pt1000-2-m-180016?gclid=EAIaIQobChMI2Mv2-dO66QIVmrd3Ch0rLggDEAAYASAAEgJv9PD_BwE

Für höheres mal da schauen:
https://www.ist-ag.com/de/produkte-services/temperatursensoren
Gast #6267915
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G. O. schrieb:
> Pepperl+Fuchs, Mannheim
Sowie IPF, Turck, Ifm. Sick
Guter Hinweis habe ich bereits schon durch...
Leider sind die maximalen Temperaturen hier bei 180 Grad und dann auch 
nur mit einer Reichweite von ca. 1,5mm

Da ich sowieso eine Hülse gegen den Druck benötige überlege ich eine 
Dämmung einzubauen, sodass der Sensor etwas geschützt ist vor der Wärme.
Aus Glaskohlenstoff soll die Hülse sein, da druckresistent, 
temperaturresistent und geringe Wärmeleitfähigkeit. Frage ist nur wie 
viel das an Temperaturabschiermung bringt. Hätte eine zusätliche Dämmung 
von 1-2mm einen Effekt?
Vielen Dank

Methusalic schrieb:
> Ein pt1000 (bis 200°C) gibt es bei Pollin für weniger als 10 €
Danke für die Mühe, was ich aber suche ist ein induktiver Sensor, 
welcher für hohe Temperaturen ausgelegt ist und nicht einen 
Temperatursensor.
Gast #6268000
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G. O. schrieb:
> Tja, mMn sieht der doch ganz gut aus..
> 
https://www.pepperl-fuchs.com/germany/de/classid_143.htm?view=productdetails&prodid=28909

Den habe ich mir auch angeschaut...
Problem ist, dass der 40x40mm groß ist und das ist definitiv zu groß
Idealerweise könnte ich bereits vorhande Bohrungen mit Durchmesser von 
8cm nutzen.

Willi schrieb:
> Es besteht bereits eine Bohrung, welche ich gerne nutzen würde
Gast #6268039
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Willi schrieb:
> Hätte eine zusätliche Dämmung
> von 1-2mm einen Effekt?

Nein, überhaupt nicht, nach einiger Zeit ist alles auf 
Umgebungstemperatur, egal wie gut isoliert. Es sei denn du baust eine 
aktive Kühlung ein, was in deinem Fall sicher nicht möglich ist, wenn 
der Platz eh schon knapp ist.

Georg
Gast #6304592
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georg schrieb:
> Elektronik für mehr als 200 Grad gibt es bei Ausrüstern für
> Erdölbohrungen, weil es in den tiefen Bohrlöchern so heiss wird. Da darf
> aber Geld absolut keine Rolle spielen.

Tut es aber. Wer nicht bereit ist, das Geld dafür auf den Tisch zu 
legen, bekommt das Zeugs einfach nicht  ;-)

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