Christian schrieb:> Um die Schnecken (und andere Lebewesen) nicht zu frittieren bräuchte ich> einen Ampereregler der die Stromstärke auf höchstens 1 Ampere> runterbricht.
Nein, brauchst Du nicht.
Du brauchst Grundwissen bevor Du irgendwelche Vermutungen anstellst.
Der Widerstand der Schnecke bestimmt den Strom, nicht andersrum.
Christian schrieb:> Da ein einfacher Widerstand ineffizient ist und
Und wieviel Effiziens brauchst Du? Warum sollte er?
Christian schrieb:> wahrscheinlich auch sehr heiß werden kann,
Warum sollte er?
Christian schrieb:> Was würdet Ihr mir empfehlen?
Sieh Dir an, wie andere das machen und versuch nicht was zu erfinden,
von dem Du keine Ahnung hast. Ist viel Zielführender.
Christian schrieb:> Um die Schnecken (und andere Lebewesen) nicht zu frittieren bräuchte ich> ...
Warum nimmst du dann derart überdimensionierte und teure Teile?
Das ganze funktioniert problemlos mit einer einfach 9V Blockbatterie.
1 Ampere wäre unfassbar viel, zum Glück hat Herr Ohm da noch ein
Wörtchen mitzureden.
Deine restlichen Überlegungen erledigen sich damit.
Jede PWM-Elektronik wird viel mehr Energie verschwenden, als die
gelegentliche Schnecke mitnimmt.
Paul schrieb:> Der Widerstand der Schnecke bestimmt den Strom, nicht andersrum.
Wenn man den Strom etwas höher wählt, werden die Schnecken aber
besser durchgebraten und schmecken dann besser. :-)
Der Widerstand der Schnecken ist ausreichend hoch genug damit die nicht
gleich frittiert werden.
Ausserdem wird so eine Schnecke sich gleich nach schliessen des
Stromkreis wieder abwenden...
Dein Hauptproblem bei so einer Konstruktion ist der Kriechstrom zwischen
den Kupferfolien, je nach Wetterlage, was deinen Akku evtl vorschnell
leer macht. Ausserdem oxidiert die Folie sehr schnell und irgendwann
laufen die Schnecken einfach drüber weil die Oxidschicht isoliert.
Nimm besser Edelstahldraht und lege was isolierendes drunter.
Björn W. schrieb:> Ausserdem oxidiert die Folie sehr schnell und irgendwann> laufen die Schnecken einfach drüber weil die Oxidschicht isoliert.
Kann ich nicht bestätigen, bei unseren Hochbeeten sind die
Kupferstreifen zwar nicht mehr als Kupfer zu erkennen, aber die
Schnecken drehen nach wie vor sofort wieder um.
Björn W. schrieb:> Dein Hauptproblem bei so einer Konstruktion ist der Kriechstrom zwischen> den Kupferfolien, je nach Wetterlage, was deinen Akku evtl vorschnell> leer macht.
Ich habe die beiden Kupferbänder auf Paketband geklebt. So sind beide
gut isoliert voneinander und vom Untergrund (Holz). Auch wenn's regnet
gibt es eher selten Tropfen, die groß genug sind um die ~5mm zu
überbrücken.
Läuft seit 3 Saisonen mit der ersten Batterie. Einziger Ausfall waren
korrodierte Batterie/Clip Kontakte, hab's dann gelötet.
Du willst also die Amper runterskillen. Das ist einfach.
Such im Forum nach dem Beitrag: "Amper hochskillen".
Und mach das Gegenteil von dem, was da empfohlen wurde.
SCNR
was schrieb:> Auch wenn's regnet> gibt es eher selten Tropfen, die groß genug sind um die ~5mm zu> überbrücken.
Regenwasser ~30µS! Und das bei 2x 1cm² Kontaktfläche, in 1cm Abstand...
:)
Teo D. schrieb:> Regenwasser ~30µS! Und das bei 2x 1cm² Kontaktfläche, in 1cm Abstand...> :)
Reines Regenwasser vielleicht, die Kupferionen würden das wohl schlimmer
aussehen lassen. Aber wie gesagt, eigentlich egal, da Air-gap
Teo D. schrieb:> Eine KSQ mit 1mA und alle 0,5-1s ein Impuls von 2-3ms. sollten für die> WeichEi... Tierchen mehr als ausreichend sein.
Und woher soll die Spannung dafür kommen, wenn gerade mal kein Tierchen
die beiden Leiter verbindet. Die paar Volt der 18650 reichen bei
trockenem Wetter bestimmt nicht für so einen Strom.
Wolfgang schrieb:> Die paar Volt der 18650 reichen bei> trockenem Wetter bestimmt nicht für so einen Strom.
Das diese Geschichte unter einer Tesla-Spule nicht enden wird, war doch
von Anfang an klar :)
Hallo
in der Hoffnung das du kein Troll bist und die Frage (infolge von
mangelnden Kenntnissen) ernst gemeint ist:
Ampere ist der elektrische Strom - die Menge der Elektronen die pro
Zeiteinheit fließen.
Die Spannung ist der Potentialunterschied .
Um bei einen anschaulichen Vergleich zu bleiben:
Die Spannung ist der Wasserdruck in einer Leitung und der Strom ist der
Durchmesser der Leitung bzw. Flussmenge an Wasser pro Zeiteinheit in der
Leitung.
Zurück zur E-Technik:
Es gibt keine Leitungen die einen Strom unbegrenzt Transportieren können
- jede Leitung setzt den Strom einen Widerstand entgegen, und so wird
der Effekt auch genannt: Widerstand.
Anders formuliert: Der Widerstand begrenzt den Strom, und die Spannung
bei einen gegebenen Widerstand legt fest wie hoch der Strom überhaupt
werden kann.
Das ganze ist kurz und klar im Ohmschen Gesetz formuliert
Widerstand (R)= Spannung (U) / Strom (I)
Jetzt solltest du noch wissen das die elektrische Leistung sich ergibt
wenn man die Spannung mit den Strom multipliziert, warum du das wissen
solltest kommt noch.
Dein BMS nun dafür das wenn ein Strom größer 25A fließt (soweit es
überhaupt möglich ist - gegen ein Naturgesetz und davon abgeleitete
Zusammenhänge - hier das Ohmsche Gesetz- zu verstoßen ist nämlich
unmöglich) dein Akkupack vom Verbraucher abgetrennt wird.
Das ist (unter anderem )notwendig um die Akkus zu schützen, denn auch
diese haben einen Widerstand (Innenwiderstand - und den bekommt man auch
nie auf Null) und wie erwähnt: Leistung U*I bzw. mit etwas Algebramagie
(Formel umstellen) R*I²
Die Leistung wiederum führt zur Erwärmung der Zellen des Akkus und somit
irgendwann zur Zerstörung.
Aber wie dir hoffentlich aufgefallen ist ist der Widerstand R (der
Leitung, des Verbrauchers, der Schnecke...) der den Strom I begrenzende
Faktor - und dieser Widerstand R ist ein den meisten Fällen und ganz
sicher bei deinen Schneckenzaun der begrenzende Faktor und ganz sicher
nicht das BMS bzw. der Innenwiderstand des Akkus.
Und jetzt musst du noch wissen das das eventuell gefährliche für ein
Lebewesen ausschließlich der Strom ist, der aber durch den Widerstand
(des Körpers des Lebewesens) begrenzt wird.
Dieser Widerstand ist von eine Menge Faktoren abhängig, aber nehmen wir
bei einen Menschen mal einen Wert von 5000 Ohm (5kOhm) an.
Ein Strom von 0,001A (1mA) ist schon deutlich spürbar und schon ab 10 -
20 mA kann es bei recht schnell (weniger als 5 Sekunden bei 20mA schon
unter 1 Sekunde) zu Muskelkrämpfen bzw. Herzkammerflimmern (eine ganz
üble Sache) bei Wechselstrom kommen.
http://elektro-wissen.de/images/Wirkungsbreiche-bei-Wechselstrom.jpg
Aber keine "Angst" auch bei Gleichstrom ergeben sich "nette" Effekte die
unter Umständen sogar noch fieser sein können (Elektrolyse innerhalb des
Körpers und dadurch Vergiftungen).
So und nun nochmal ein wenig Formelmagie:
0,02A *5000 Ohm = 100Volt
Das bedeutet wenn dein Körperwiderstand unter bestimmten Bedingungen
(und das ist ein Realistischer Wert) 5000 Ohm beträgt kann es schon
gefährlich werden.
Dein Körperwiderstand kann aber unter "günstigen" Bedienungen deutlich
geringer sein (Optimal ist es richtig schön zu schwitzen -Salzwasser-
und die Pole der Spannungsquelle großflächig und kräftig zu packen).
So nachdem dir hoffentlich einiges klar geworden ist musst du "nur" noch
wissen wie hoch den der typische Körperwiderstand der Schnecken ist und
ab wann sich die Schnecken "sagen" "Aua das tut weh - da schleime ich
mich nicht drüber".
Mit 1A würdest du aber garantiert die Schnecken einfach "Wegglühen" was
nicht gerade besonders Tier freundlich ist und auch einen "netten"
Geruch erzeugen dürfte.
Du musst also eher für eine Spannungserhöhung sorgen um überhaupt durch
den Schneckenkörper einen Strom fließen zu lassen der ihr sagt - bis
hier hin und nicht weiter.
Wie hoch nun R Schnecke ist - musst du andere fragen - ich schätze
(feuchter Schleim über die gesamte Unterseite) das der relativ gering
ist und du somit mit relativ geringen Spannungen (ungefährlich für den
Menschen)arbeiten kannst.
Hoffentlich habe ich jetzt den vielen Text nicht umsonst geschrieben und
du gehörst tatsächlich nicht zu der Lebensform die noch unterhalb der
Schnecken angesiedelt ist:
Den gemeinen Forentroll
Christian schrieb:> Um die Schnecken (und andere Lebewesen) nicht zu frittieren bräuchte ich> einen Ampereregler der die Stromstärke auf höchstens 1 Ampere> runterbricht.
Der einfachste "Ampereregler" ist ein Widerstand (frei nach I=U/R). Der
kann die Ampere z.B. für eine LED super regeln. Und weil so eine
Schnecke unheimlich sensibel ist, reichen da sicher auch ein paar mA, um
die vom Queren der Leiter abzuhalten.
BTW: um Elektrolyse vorzubeugen würde ich sowieso Wechselspannung
verwenden.
BTW2: du könntest auch einfach testweise ein handelsübliches
Weidezaugerät da anschließen und aus deinem Akkupack versorgen.
Christian schrieb:> Was würdet Ihr mir empfehlen?
Den Aufbau mit dem Elektrozaungerät.
Bei Ebay, Amazon, Pollin und Reichelt findest du jede Menge Step-Down
Wandler mit einstellbarer Stromstärke.
Ein einfacher Widertand hat hier allerdings den Vorteil, im Ruhezustand
überhaupt keinen Strom zu verbrauchen. Ich nehme mal an, dass das 99,%
der Zeit ausmacht. Also würde ich einen Widerstand verwenden.
Und ja, der könnte auch mal heiß werden. 12V 1A sind immerhin 12 Watt.
Nimm eine Glühbirne!