Hallo,
ich habe mir vor kurzem eine Lötdampfabsaugung mit schwenkbarem Arm
gekauft, sieht so aus wie auf dem Bild. Ich möchte das Teil gern
umbauen, da mir der Lüfter zu laut ist. Ich habe den Kopf mal zerlegt.
Darin befindet sich ein 220V-240V AC Lüfter (120x120x38mm) vom Typ QC
Pass (kleiner Scherz).
Der Hersteller gibt an dass das Ding 23W Leistungsaufnahme hat und der
Volumenstrom 60m³/h beträgt. Da vor dem Lüfter ein Karbonfilter sitzt,
ist das der "Gesamtvolumenstrom", nicht der des Lüfters.
Nun meine Frage:
Weiß zufällig jemand aus der Praxis, um wieviel so ein Karbonfilter den
Volumenstrom dämpft? Der Filter hat die Maße 130x130x10mm. Ich
befürchte, da gibt es zu viele Ausführungen, so dass das wenig
aussagekräftig ist. Aber vielleicht kann ja doch jemand helfen. Ich
würde gern in etwa wissen, wie groß der Volumenstrom des Original
Lüfters ist.
Lüfter ausbauen, wenn du Glück hast, Typenschild lesen, und Datenblatt
lesen.
Ansonsten hast du Pech gehabt. Da der Wert variable ist.
(Verdreckung/Dichte des Materials etc.)
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Lüfter ausbauen, wenn du Glück hast, Typenschild lesen, und Datenblatt> lesen.
Hab ich doch schon gemacht. Wie sagte, der ist vom Typ "QC Pass". :)
Mehr steht da, mit Ausnahme des Eingangsspannungsbereichs, wirklich
nicht drauf.
Hm. Dann weiß ich keine wirkliche Lösung.
Ich würde es einfach mal mit ein körperlich und gleicher Spannung
baugleichen Lüfter versuchen der 40% mehr Volumen bringt, als der
Hersteller angibt. Dabei darauf achten das der ein niedrigen Anlaufstrom
hat.
Wenn er zu viel Power hat, einfach ein Widerstand dazwischen. ;)
* Aber die 40% sind Bauchgefühl keine Wissenschaft * .
Solltest du einen alten Lüfter herumliegen haben wo du den Typ
kennst(Egal was) einfach mal hinter den Filter halten und den Luftstrom
vergleichen. Das gibt gute Anhalts-Werte.
Gruß
Pucki
Hab gerade diese Datenblatt bei Conrad gefunden:
https://asset.conrad.com/media10/add/160267/c1/-/en/000588688DS01/datenblatt-588688-toolcraft-zd-153a-loetrauchabsaugung-230-vac-23-w-60-mh.pdf> Alveolate activated carbon filter is made of sponge material with loading> activated carbon. The carbon content is 35% -- 65%. It has good absorbing> feature. It is used to purify the air, remove the volatile organic compound,> the dust & smoke in the air and bad smell.Carbon content: 35% -- 65> Size: 130x130x10mm> Absorption capability: benzene absorbing rate 25%-32%> Resistance: Air line speed: 1.0M/Second
Mal googlen wie man das nun rückrechnet...
DerM. schrieb:>> Absorption capability: benzene absorbing rate 25%-32%>> Resistance: Air line speed: 1.0M/Second>> Mal googlen wie man das nun rückrechnet...
Das war wohl ein Griff ins ***. Wenn ich 13cm * 13cm habe, dann sind das
0,0169 m². Bei einem "Air line speed" von 1m/s, wären das 1,014m³/s was
ziemlich genau 60m³/h sind... ;)
Ach und halte mal den Lüfter während des Betriebs am Lüfter-Gehäuse !!!
fest. aber VORSICHTIG
Du solltest auch mal die restlichen Teile vorsichtig festhalten beim
laufen des Lüfters. Vielleicht klappert ja da was.
Wenn sich der Ton ändert -/- leiser wird, dann baue
Schwingungsdämpfungstechnik ein. z.B. Unterlegscheiben aus Kork/Silcon
etc.
Deine Finger machen genau das selbe. Sie dämpfen die Schwingungen die
den Ton erzeugen.
Das wirkt manchmal wahre Wunder.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Ach und halte mal den Lüfter während des Betriebs am Lüfter-Gehäuse !!!> fest. *aber VORSICHTIG*
Hatte ich schon probiert. Das Teil ist auch so furchtbar laut. :/
Ich glaube ich verstehe das mit dem Widerstand des Filters nicht ganz.
Heißt das, er begrenzt immer (egal wie stark der Lüfter ist) auf maximal
1m/s?
Wenn dem so wäre, dann würde könnte man meine Frage auf folgendes
Problem reduzieren:
Welchen Volumenstrom muss ein Lüfter mindestens haben, damit durch den
oben genannten Karbonfilter, der maximale Volumenstrom von 60m³/h
erreicht wird.
DerM. schrieb:>> Mal googlen wie man das nun rückrechnet...> Das war wohl ein Griff ins ***. Wenn ich 13cm * 13cm habe, dann sind das> 0,0169 m². Bei einem "Air line speed" von 1m/s, wären das 1,014m³/s was> ziemlich genau 60m³/h sind... ;)
Hier ist ein Schreibfehler, es muss 1,014m³/min heißen, was rund 60m³/h
sind. Nur bevor jemand meckert. ;)
DerM. schrieb:> Welchen Volumenstrom muss ein Lüfter mindestens haben, damit durch den> oben genannten Karbonfilter, der maximale Volumenstrom von 60m³/h> erreicht wird.
Ich behaupte das kannst du nicht "so einfach" berechnen. Es muss ja ein
Grund geben, wieso Autohersteller Mio.-teure Windkanäle bauen trotz
Software.
Davon abgesehen, kommen da viele Faktoren zusammen, die das Ergebnis
beeinflussen.
Ich geb dir ein Beispiel. ;) Ich hatte mal ein PC von einen Freund bei
mir. Der stand in seiner Werkstadt und lief nicht mehr. Ich habe ihn auf
gemacht und hab danach 2 Stunden gewartet bis sich der Staub gelegt hat.
Dann mit den Staubsauger ran und das Teil lief wie eine 1.
edit Bevor wieder dumme Fragen kommen. Die Board-Notabschaltung hat
den PC abgeschaltet wegen Überhitzung.
Was will ich damit sagen. Dein Filter kann durch Staub etc. sein
Durchlass-Luft-Volumen verändern. Und zwar so stark das da NIX mehr
geht. Wie bei besagten PC.
Also gibt es nur eine Lösung. Ein Lüfter nehmen der ein niedrigen
Anlaufstrom hat, KEINE REGELUNG und viel Volumen. Einfach schauen was
der bei "gerade so eben am laufen" an Volumen schafft. Den Einbauen und
ein kleines Poti dazu. DAS Poti kann man berechnen.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Was will ich damit sagen. Dein Filter kann durch Staub etc. sein> Durchlass-Luft-Volumen verändern. Und zwar so stark das da NIX mehr> geht. Wie bei besagten PC.
Ich glaub wir reden aneinander vorbei und/oder ich versteh dich nicht.
:)
Klar kann der Filter zu sein, aber die 60m³/h beziehen sich ja auf einen
neuen Filter. Von daher sollte man das berechnen können.
DerM. schrieb:> Von daher sollte man das berechnen können.
Wenn der Lüfter keine "Fehlluft" ziehen kann, sind die 60 Liter die der
Hersteller angibt die, die der Lüfter durch den Filter schafft. Also
durch den Filter im Idealfall transportiert.
Ergo muss der Lüfter halt ca. 60 Liter schaffen. Ich persönlich würde
ein Lüfter nehmen der MEHR schafft und den Runter regeln. Dazu brauche
ich aber das Datenblatt des Hersteller der die Lautstärke ja angibt
(meist in Sone oder wie man das schreibt).
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Wenn der Lüfter keine "Fehlluft" ziehen kann, sind die 60 Liter die der> Hersteller angibt die, die der Lüfter durch den Filter schafft. Also> durch den Filter im Idealfall transportiert.>> Ergo muss der Lüfter halt ca. 60 Liter schaffen.
Genau, die Frage ist wieviel mehr. Nun könnte ich einen beliebig "viel"
stärkeren Lüfter nehmen, aber ich vermute, das tut dem Lüfter auf Dauer
nicht gut, wenn er gegen den Filter arbeiten muss.
Gerade fiel mir auch noch auf, dass in der "Berechnung" natürlich die
Auslassgitter hinten gar nicht vorkommen... :/
> Ich persönlich würde> ein Lüfter nehmen der MEHR schafft und den Runter regeln. Dazu brauche> ich aber das Datenblatt des Hersteller der die Lautstärke ja angibt> (meist in Sone oder wie man das schreibt).
Du hast Recht, ich werde es einfach mit einer Regelung probieren. Die
Lautstärke ist eigentlich egal, ich würde das auf einen 12V Silent
Lüfter umbauen, die sind alle leiser als das Ding.
Der Volumenstrom des Lüfters hängt direkt von der Druckdifferenz ab, die
er überwinden muss. Siehe zum Beispiel
https://www.ebmpapst.com/media/content/info-center/downloads_10/catalogs/compactfansen2011/Kompaktluefter_2019-04_DE_neu.pdf
(Achtung, 37 MB) auf Seite 51 unten links. Die Produkte auf dieser Seite
entsprechen von den Maßen etwa deinem Lüfter.
Die Druckdifferenz, die dein Filtervlies verursacht, hängt wiederum vom
Volumenstrom ab - elektrisch gedacht ist das schlicht ein Widerstand
(wen auch nicht unbedingt linear). Wenn der Hersteller dazu kein
Datenblatt liefert, kannst du diesen Wert bzw. diese Kurve nur
experimentell ermitteln.
Die beiden Abhängigkeiten werden sich dann gemeinsam ein Gleichgewicht
suchen. Du kannst ja den aktuellen Differenzdruck mal messen - ein
BMP180 kostet quasi nichts und löst auf 0,1mbar auf.