Ein Hallo an alle Pumpenprofis unter euch.
Für einen Messaufbau benötige ich eine sehr gleichmäßige
Temperaturverteilung in einem Rohr. Dazu umspüle ich dieses (Rohr in
Rohr) mit einem Öl (T= -10 bis +180 Grad C).
Dafür brauch ich eine kleine Pumpe, die mit den Temperaturen und mit dem
Öl umgehen kann.
Idealerweise wohl eine Kreiselpumpe, weil kaum Gegendruck und möglichst
viel Durchsatz.
Das ganze Rohr-Setup ist nur ca. 50cm lang, das Ölvolumen etwa 1 Liter.
Hat jemand eine clevere Idee dazu?
Danke!!
Heinz
Paul schrieb:> Es gibt Pumpenaufsätze für Bohrmaschinen, für Heizöl oder auch> Kraftstoff. Sollte recht günstig sein (<20€)
Die pumpen das Heizöl aber nicht im heißen Zustand.
Silikon ist erfahrungsgemäß nicht gut für Öle Geeignet. Hängt
wahrscheinlich vom Öl ab.
Aber einer Schlauchpumpe würd ich eine Zahnradpume vorziehen.
Haben aber beide wenig Durchsatz.
Zirkulationspumpe aus dem Heizungsbau vielleicht? Die sind eigentlich
für Wasser, aber Öl sollte kein Problem sein. Sind klein und preiswert.
Temperaturfestigkeit bis 100° ist gegeben. Bis 180° ??
Heinz Elmann schrieb:> Ein Hallo an alle Pumpenprofis unter euch.>> Für einen Messaufbau benötige ich eine sehr gleichmäßige> Temperaturverteilung in einem Rohr. Dazu umspüle ich dieses (Rohr in> Rohr) mit einem Öl (T= -10 bis +180 Grad C).> Dafür brauch ich eine kleine Pumpe, die mit den Temperaturen und mit dem> Öl umgehen kann.> Idealerweise wohl eine Kreiselpumpe, weil kaum Gegendruck und möglichst> viel Durchsatz.> Das ganze Rohr-Setup ist nur ca. 50cm lang, das Ölvolumen etwa 1 Liter.> Hat jemand eine clevere Idee dazu?>> Danke!!>> Heinz
Zu undifferenziert deine Anforderungen!
Frage nicht nach einer Realisierung deiner Gedanken. Erkläre uns bitte
ganz genau was dein Vorhaben ist.
Hallo Peter,
Ich habe eben nicht nach einer Realisierung meiner Gedanken gefragt,
sondern danach ob jemand eine geeignete Pumpe für eine bestimmte
Anforderung kennt.
Da ich die Neugier aber sehr gut nachvollziehen kann:
Ich muss mehrere Pt100 exakt (<5mK) zueinander kalibrieren. Eine
geeignete Messtechnik ist vorhanden. Die Fühler sind nicht verkapselt
und dürfen daher nicht in ein Bad getaucht werden. (Drahtgewickelte
Pt100 mit besonders kleiner Hysterese.)
Die Fühler kommen in ein leeres Kupferrohr, das konzentrisch in einem
zweiten Rohr steckt und auf diese Weise umspült wird, um möglichst
keinen Temperaturgradienten entlang des Rohrs zu haben.
Mein bisheriges Setup läuft seit Jahren tadellos, aber mit Wasser bis
max 95 Grad C. Der Messbereich muss jetzt aber ausgeweitet werden.
Falls dir eine bessere Lösung für diese Aufgabe einfällt bin ich auch
ganz Ohr.
LG, Heinz
Hallo
Irgendwas aus den Automotive Bereich?
Es gibt doch bestimmt auch rein elektromotorisch angetriebene Ölpumpen
bei irgendwelchen Verbrennungmotoren.
Nur weil es bei meinen, deinen und 99,9% der Autos anders gelöst wird
bedeutet das nicht das so etwas nicht existiert.
Auch ist Wärmetransport mittels ÖL nicht so außergewöhnlich das es dafür
keine elektrisch angetriebene Pumpen geben wird - nur habe ich die
Befürchtung das deren Preis und auch Beschaffung nicht ganz so
erfreulich sein wird (Industriebedarf ) und eventuell auch schon die
kleinste Pumpe heftig überdimensioniert sein könnte.
Über ein Liter wird man bei den entsprechenden Originaleinsatzgebieten
wohl Müde lächeln.
Oder irgendwas aus den Labor und Forschung ?
Wobei da der Preis und beschaffungproblem noch abschreckender werden
wird ...
Praktiker
Hallo,
Da der Aufbau bei dir ja öfters und längerfristig genutzt wird, hast du
schon daran gedacht ein komplettes Öltemperiergerät aus dem
Spritzgussbereich einzusetzen? Da ist alles dabei: Ölbehälter, Pumpe und
Regler, kannst du sogar über Bus steuern.
Wichtig ist, dass du eins für Öl benutzt, die können bis 200 bzw. 250°C.
Die Standard-Wassertemperiergeräte packen das nicht.
Habe für solche Zwecke drei Temperiergeräte im Einsatz: ich temperiere
doppelwandige Prozessleitungen damit sich darin geleitete Wachsdämpfe
nicht kondensieren.
Grüße
Sascha
Heinz Elmann schrieb:> Dafür brauch ich eine kleine Pumpe, die mit den Temperaturen und mit dem> Öl umgehen kann.> Idealerweise wohl eine Kreiselpumpe, weil kaum Gegendruck und möglichst> viel Durchsatz.
Dafür nimmt man Thermalölpumpen.
> Das ganze Rohr-Setup ist nur ca. 50cm lang, das Ölvolumen etwa 1 Liter.> Hat jemand eine clevere Idee dazu?
Archimedische Schraube oder Impeller im Steigrohr. Da du drucklos
arbeitest braucht es keine Dichtungen. Die Welle kann von oben kommen,
wie bei einem Küchenmixer.
Vielen Dank für die Inputs!
Mit Zahnradpumpen im drucklosen Einsatz hab ich vor langer Zeit in einem
anderen Projekt schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Die brauchen
den Gegendruck für die eigene Schmierung und verreiben wenn sie drucklos
betrieben werden (hatte ich mit mehreren Pumpen leidvoll gelernt).
> komplettes Öltemperiergerät
Hatte das System ursprünglich mit einem Labor-Umlaufthermostaten in
Betrieb, die Teile sind wesentlich Temperaturstabiler als die großen
Öltemperiergeräte und waren in meinem Fall unmodifiziert nicht zu
brauchen.
Lag unter anderem an dem zu großen Kreislauf...
> Archimedische Schraube oder Impeller im Steigrohr. Da du drucklos arbeitest
braucht es keine Dichtungen. Die Welle kann von oben kommen, wie bei einem
Küchenmixer.
Ja, ich denke darauf wirds hinauslaufen.
Ich finde es erstaunlich, dass es bei der riesen Vielfalt an Pumpen
keine gibt, die kleine Mengen 180° Öl mit wenig Gegendruck 'umrühren'
können.
LG,
Heinz
Der lustige Peter schrieb:> Erkläre uns bitte> ganz genau was dein Vorhaben ist.
Wenn ich das immer lese .... was willst du abschauen/nachmachen? Die
Anforderung ist genau beschrieben, was das ganze soll und wird, geht
dich ehrlich gesagt nen sch..... an. Sorry aber das mußt im Zusammenhang
mit diesem Satz endlich mal gesagt werden.
Hallo
in manchen Fällen ist das aber nun mal leider notwendig.
Aber prinzipiell gebe ich dir schon Recht, in vielen Fällen ist es
wirklich von keinerlei Relevanz und wenn sich der jeweilige TO für einen
bestimmten Weg bei der Problemlösung entschieden hat ist das seine Sache
die uns nichts angeht - außer halt es ist überhaupt so möglich.
Das hier so mancher nur wenig erzählen mag hat ja leider die bekannten
sehr guten Gründe (Fahrzeuge, Bildung, Hausaufgaben, 230V Hausnetz,
Frequenznutzung, Lautstärke- und Klangerzeugung, Vorliebe für sehr alte
bzw. sehr neu Bauteile, ...).
Ich will auch nicht auf arroganter Weise "belehrt" werden oder wegen des
eigentlichen Projekts bzw. dessen Einsatzhintergrund dumm angemacht
werden.
Da wird dann schon mal die Frage bzw. der Hintergrund etwas Forenkonform
angepasst - sprich gewrungener Maßen gelogen oder zumindest geschönt.
Praktiker
Heinz Elmann schrieb:> Ja, ich denke darauf wirds hinauslaufen.>
Deine Wärmemasse ist sehr klein, evtl. das ganze komplett isolieren.
> Ich finde es erstaunlich, dass es bei der riesen Vielfalt an Pumpen> keine gibt, die kleine Mengen 180° Öl mit wenig Gegendruck 'umrühren'> können
Das sind Laborgrößen. Da nimmt ist ein heizbarer Magnetrührer und ein
isoliertes Becherglas Mittel der Wahl.
> Deine Wärmemasse ist sehr klein, evtl. das ganze komplett isolieren.
Natürlich muss das ordentlich isoliert sein. :-)
> Das sind Laborgrößen. Da nimmt ist ein heizbarer Magnetrührer und ein isoliertes
Becherglas Mittel der Wahl.
Ich möchte vermeiden das aus Glas zu bauen. Da ja auch gekühlt werden
muss, wird das eine sehr unhandliche Apparatur auf der Heizplatte.
Und in einem Alu- oder Messing-Aufbau wird der Rührfisch nicht gut
schwimmen...
nachdem Du ja von -10°C (also Kühlbetrieb) bis +180°C fahren möchtest
fällt mir da nur die Fa. Julabo ein, die haben solche Geräte im
Programm,
vielleicht einfach mal dort anfragen.
(Bei Schnappatmung nach Lesen des Preises übernehme ich keine
Verantwortung)
Gruß
Hans
Hallo HL,
so ein Gerät hab ich aktuell sogar im Einsatz, mit Zusatzmodifikation um
die Temperaturstabilität zu verbessern. Ist in Summe aber ein riesen
Volumen an Wasser, und das macht die Sache sehr langsam bei
Temperaturänderungen.
Sind aber wirklich gute Geräte.
naja,
genau bedeutet halt bei so einer Anwendung immer auch langsam.
Aber mit minimal zulässigem Ölstand hast schon weniger "träge
Wärmemasse"
und da ja Thermalöl auch nur in etwa die halbe spez. Wärme von Wasser
hat, müsstest ja vielleicht knapp doppelt so schnell eine Änderung
hinbekommen.
Die Stabilität ist durch die Regelung des Gerätes limitiert.
Die Änderungsgeschwindigkeit durch die maximale Kühl/Heizleistung.
Das hängt nicht direkt zusammen.
Bei der gegebenen Regelung des Geräts brauch ich aktuell eine relativ
große thermischen Masse um ausreichend geringes "Temperaturrauschen" zu
erreichen.
Die Geräte sind gut, aber für eine Konstanz im mK-Bereich halt nicht
gebaut.
Meine Zielgenauigkeit ist etwa Faktor 10 über der dieser
Umwälzthermostate.
Deshalb will ich im neuen Setup die Temperaturregelung selbst
übernehmen.
dass ein Regler das kann, bezweifle ich nicht, aber mit welcher Hardware
(Heizung, Ventile, usw. ) willst das realisieren?
Insbesondere bei der Kühlung?, ob es so kleine Kühlaggregate mit
stetiger Regelung gibt?
Mini-Stirlings, wie sie in den Wärmebildkameras verbaut waren/sind?
Heinz Elmann schrieb:> Die Geräte sind gut, aber für eine Konstanz im mK-Bereich halt nicht> gebaut.
999 mK oder ein mK ;-)
Fragt sich ob du solche Specs außerhalb von Fraunhofer und NIST
überhaupt erreichen kannst. Mit Öl - vermute ich - so ab ein Hektoliter
thermische Masse, bestens isoliert.
Würde mir eher überlegen das in einem Metallblock mit möglichst hoher
Wärmeleitfähigkeit zu messen. Da entfallen alle Turbulenzen und daraus
resultierende Verzerrungen. Thermale Kopplung ist auch nicht aufwendiger
als durch Flüssigkeit angeströmt. Evtl. einfacher da keine Reibung.
Wärmetransport, Pumpe und Dichtungen entfallen auch und man kann jeden
Punkt wiederholbar kontrollieren.