Unsachgemäße Verwendung des Wortes "genau"

OP #6365551
Lesenswert?

Hallo!
Woher kommt die oftmals inflationäre Verwendung des Wortes "genau" als 
Abschluss von Haupt- und/oder Nebensätzen?
Ist das eine Unsitte, die in der Schule oder weiterer Ausbildung als 
schlechte Angewohnheit geprägt wird?
Ist es ein Anhaltspunkt für eine geringe Intelligenz des Sprechers?
Stammt es aus regional sprachlich unterentwickelten Gegenden?

In der Schweiz wird sehr oft "oder?" als Abschluss von Sätzen verwendet.
Gibt es bei "genau" eine ähnliche Verknüpfung, z.B. mit Thüringen, 
Schwaben  oder Bayern?
#6365556
Lesenswert?

Hast du mal genau ein Beispiel? ← ist das eines? Wenn ja, was genau ist 
damit verkehrt? ← ist das ein Beispiel? Wenn ja: inwiefern ist das Wort 
genau dort verkehrt? ← ist dieses eines? Wenn ja, warum genau? ← ist das 
denn ein Beispiel? Wenn […]

Edit: von sprachlichen Angewohnheiten auf die Intelligenz schließen zu 
wollen, halte ich für extrem gewagt, um das mal sehr vorsichtig 
ausgedrückt zu haben.
#6365579
Lesenswert?

Route_66 H. schrieb:
> Ist mir neulich in der Sendung "Küchenschlacht" des ZDF aufgefallen:
> […]

Achso, ähm, du meinst den Gebrauch als Interjektion? Da substituiert’s 
nur so Sachen, wie das beispielhafte „ähm” hier am Anfang. Sowas ist 
nicht so ungewöhnlich, und eher dem Umfeld, als der Intelligenz 
zuzurechnen.

Als wenigstens mäßig intelligenter Zuhörer blendet man sowas eh aus.
Gast #6365623
Lesenswert?

Route_66 H. schrieb:
> Wenn man einen eingeschränkten Anwendungswortschatz hat, ist das doch
> sicher eine sprachliche Eigenart, die sehr wohl mangelnde Intelligenz
> als Ursache haben kann.

Das hat aber mit deiner Ausgangsfrage nichts zu tun.

Wenn man "genau" zusätzlich einfließen lässt, beschränkt das den 
Wortschatz nicht, nä?
OP #6365636
Lesenswert?

A. S. schrieb:
> Wenn man "genau" zusätzlich einfließen lässt, beschränkt das den
> Wortschatz nicht, nä?

Stimmt.

Mein kleines Beispiel für den Zusammenhang von Sprache und Intelligenz 
bezog sich auf:
Jack V. schrieb:
> Edit: von sprachlichen Angewohnheiten auf die Intelligenz schließen zu
> wollen, halte ich für extrem gewagt, um das mal sehr vorsichtig
> ausgedrückt zu haben.
#6365747
Lesenswert?

Route_66 H. schrieb:
> Ist mir neulich in der Sendung "Küchenschlacht" des ZDF aufgefallen:
> ...ich habe jetzt den Nudelteig fertig. Genau. Dann brauche ich das
> Salz, genau, für das Nudelwasser. Ich bin aber in der Zeit. Genau...
> usw.
Läuft unter Solidaritätsfloskel,
gern als auch "Ne", "Gell", "Ja" etc. verkleidet.

Auch schön: "im Prinzip" in jedem Satz (mehrfach) einbauen.
"Also im Prinzip könnten wir morgens im Prinzip erstmal einen Kaffee 
kochen"

Nervt mich täglich.


Butzo
#6365782
Lesenswert?

Winfried J. schrieb:
> Jack V. schrieb:
>> Ich verstehe die Frage nicht.
> !
>
> Jack V. schrieb:
>>>> Als wenigstens mäßig intelligenter Zuhörer
> !
>
> Winfried J. schrieb:
>> blendet man sowas eh aus.
> ?
>
> .....
> ?

Namaste, die Dinger mit den komischen Zeichen drauf, die ähnlich 
aussehen, wie die Zeichen auf dem Bildschirm, sind Tasten. Wenn man 
draufdrückt, erzeugen die diese Zeichen. Man kann sie zu Worten 
zusammenstellen, und diese Worte zu Fragen zusammenbringen, wenn man was 
wissen will. Dann muss man ’nem anderen nicht abnötigen, sich den Kopf 
drüber zu zerbrechen, was der Herr Namaste denn wohl gemeint haben mag.
Gast #6365798
Lesenswert?

Route_66 H. schrieb:
> Mein kleines Beispiel für den Zusammenhang von Sprache und Intelligenz
> bezog sich auf:
> Jack V. schrieb:
>> Edit: von sprachlichen Angewohnheiten auf die Intelligenz schließen

eben. Deshalb hat Jack V es ja präzisiert. Angewohnheiten sind 
orthogonal zu Sprachumfang oder dem sicheren Gebrauch der Sprache. 
Genauso wie Dialekt, Sprachfehler, Stottern oder Aussprache.
#6366046
Lesenswert?

Route_66 H. schrieb:
> Ist mir neulich in der Sendung "Küchenschlacht" des ZDF aufgefallen:
> ...ich habe jetzt den Nudelteig fertig. Genau. Dann brauche ich das
> Salz, genau, für das Nudelwasser. Ich bin aber in der Zeit. Genau...
> usw.

Wie das Sprachwissenschaftlich einzuorden ist, wurde ja schon 
geschrieben.

Jack V. schrieb:
> Achso, ähm, du meinst den Gebrauch als Interjektion?

Für die Kandidaten wird dass so eine Art innerer Bestätigung sein.
Das sind ja alles keine Profis. So ein blödes Gericht zu kochen scheint 
trivial zu sein. Aber vor Publikum sieht die Sache anders aus.

P.S.
besonders schön als Interjektionen, die Lock und Scheuchlaute.
>Lock- und Scheuchlaute (Appellinterjektionen zu Tieren): putt-putt, piep- >piep, 
miez-miez, hü-hott, sch-sch-sch, ps-pssss, husch-husch

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Interjektion
Gast #6366478
Lesenswert?

Route_66 H. schrieb:
> Ist mir neulich in der Sendung "Küchenschlacht" des ZDF aufgefallen:
> ...ich habe jetzt den Nudelteig fertig. Genau. Dann brauche ich das
> Salz, genau, für das Nudelwasser. Ich bin aber in der Zeit. Genau...
> usw.

Das ist halt der Unterschied zwischen dem gesprochenen Wort und einen 
niedergeschrieben Fachtext. Im Beispiel wird eben 'genau' als 
künstlerisches Mittel eingesetzt um einen bestimmten Effekt zu erzielen.

https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlerischer_Ausdruck

Missverständnisse entstehen dabei weil es manchen Menschen, bspw 
Aspberger, schwer fällt, zwischenmenschliche non-verbale (nicht starr an 
Lexik gebundene) Kommunikation zu verstehen, weil sie (mangels 
[emotionalen] Einfühlungsvermögens) stets versuchen, es wie einen 
Fachtext 'Wort für Wort' zu dechiffrieren.
Gast #6366632
Lesenswert?

Route_66 H. schrieb:
> Gibt es bei "genau" eine ähnliche Verknüpfung, z.B. mit Thüringen,
> Schwaben  oder Bayern?

Hat nichts mit der Region und nichts mit der Intelligenz zu tun. Ist nur 
eine sprachliche Inkompetenz. Ich kenn so einen, bei dem jeder zweite 
Satz mit einem "Genau" am Ende geschmückt wird. Je ungenauer die Aussage 
des Satzes war, um so eher kommt ein "genau" danach. Ein "Genau. Genau." 
ist auch möglich.
Ich hab bei dem Typen nach 15 Minuten Zuhören Kopfweh und schalte ab. 
Genau!

Und dann kenn ich einen Typen, der "wie gesagt" in jeden dritten Satz 
einbaut. Da muss ich nach 5 Minuten nicht mehr zuhören, denn, wie er 
selbst sagt, wurde ja schon alles gesagt.

Aber man darf zu den Leuten nichts mehr sagen, sonst ist man sonst 
rgendwas.
Idiocracy wird wahr!
Gast #6366722
Lesenswert?

Nick M. schrieb:
> Ich kenn so einen, bei dem jeder zweite
> Satz mit einem "Genau" am Ende geschmückt wird.

mir ist das "genau" erst bei jungen, engagierten Leuten aufgefallen. Ich 
habe es für eine automatisiert empathische Floskel gehalten, wo jede 
Aussage mit "genau" kommentiert wurde, selbst wenn dann das genaue 
Gegenteil gesagt wurde. So wie andere das Wort "aber" konsequent durch 
"und" ersetzen. Oder "nein" durch eine irgend eine bedingte Zustimmung.
#6366757
Lesenswert?

Ich kannte mal einen, der fing jeden zweiten Satz mit einem "genau" an:
"Wann müssen wir denn da sein?" - "Genau, wir können eigentlich kommen, 
wenn wir wollen."
"Liegt das in Holland oder in Belgien?" - "Genau, das liegt in Belgien."

Nervig war das schon, zudem wirkte es vielfach ausgesprochen unhöflich 
(so es denn bewusst geäussert zu sein schien).

Viel störender finde ich aber die aktuell exzessive Verwendung von 
Sätzen wie "Wie genau machen Sie das?", wo "Wie machen Sie das genau?" 
gemeint ist. Wer dann sarkastisch "Na ja, geschätzt +/- 5%  .." 
antwortet, erntet Unverständnis.

Diese Verwendung scheint im Gegensatz zu diversen anderen sprachlichen 
Schrägtümern nicht aus dem Englischen importiert zu sein.
#6366882
Lesenswert?

Ich seh das Problem nicht. Oder müssen wir uns mal wieder etwas empören?
Oder gegenüber den "Sprechern mit geringer Intelligenz" erhöhen, fürs 
eigene Selbstwertgefühl?

Gesprochene Sprache hat wenig mit geschriebenen Fachtexten zu tun.
Solche Füllwörter gehören nun mal dazu.
Besonders deutlich wird das bei langen, ungeübten Monologen (z.B. 
spontanen Präsentationen).
Auch Transkriptionen von Interviews oder Sitzungsprotokollen lesen sich 
mitunter etwas sehr seltsam.

Den möchte ich sehen der ganz ohne Füllwörter auskommt während sich erst 
während des Sprechens in Echtzeit der Satzinhalt formuliert.
Aber klar, mc.net-ler können das natürlich auch besser als der doofe 
Rest, wie in eigentlich jeder Disziplin.

Ein neuer Trend ist das übrigens nicht.
Die älternen Semester hängen gerne mal ein "nää?" an jeden zweiten Satz.
#6366914
Lesenswert?

Jack V. schrieb:
> Namaste, die Dinger mit den komischen Zeichen drauf, die ähnlich
> aussehen, wie die Zeichen auf dem Bildschirm, sind Tasten. Wenn man
> draufdrückt, erzeugen die diese Zeichen. Man kann sie zu Worten
> zusammenstellen, und diese Worte zu Fragen zusammenbringen, wenn man was
> wissen will. Dann muss man ’nem anderen nicht abnötigen, sich den Kopf
> drüber zu zerbrechen, was der Herr Namaste denn wohl gemeint haben mag.

Jack V. schrieb:
> Namaste, hast du irgendwie gerade ’nen Schlaganfall, oder warum
> copypastest du wirr und bekommst keine Wörter geschrieben? Soll jemand
> den Arzt rufen?

Ja, was forderst Du denn nun von Winne, Worte oder doch lieber Wörter? 
Hier wäre ein klärendes Wort angebracht ...
#6366926
Lesenswert?

Percy N. (vox_bovi)

>Viel störender finde ich aber die aktuell exzessive Verwendung von
>Sätzen wie "Wie genau machen Sie das?", wo "Wie machen Sie das genau?"
>gemeint ist. Wer dann sarkastisch "Na ja, geschätzt +/- 5%  .."
>antwortet, erntet Unverständnis.

Wobei das wiederum davon abhängt, wie das von der Betonung und 
Absetzung/Flüssigkeit zw. "wie" und "genau" her gesprochen wird.
Es muß also im ersten BEispiel nicht unbedingt um die Genauigkeit in 
Zahlen gehen, wenn man das eher so spricht ""Wie - genau - machen Sie 
das?".
Das zweite Beispiel ist übrigens auch eindeutig mehrdeutig. Denn man 
kann das auch ubersetzen mit "Wie bekommen Sie das auf hohe 
Genauigkeit?".
Alles eine Frage der Betonung, die man im Schriftlichen schlecht 
darstellen kann.
Beitrag #6366944 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6366962
Lesenswert?

Jens G. schrieb:
> Es muß also im ersten BEispiel nicht unbedingt um die Genauigkeit in
> Zahlen gehen, wenn man das eher so spricht ""Wie - genau - machen Sie
> das?".
Wenn man es nicht gerade auf Mehrdeutigkeit anlegt, sollte  an dies also 
vermeiden.
> Das zweite Beispiel ist übrigens auch eindeutig mehrdeutig. Denn man
> kann das auch ubersetzen mit "Wie bekommen Sie das auf hohe
> Genauigkeit?".
Dann kann man es eigentlich auch gleich genau so formulieren. Das geht 
auch in der Konversation.
#6366977
Lesenswert?

Le X. schrieb:
> Gesprochene Sprache hat wenig mit geschriebenen Fachtexten zu tun.
> Solche Füllwörter gehören nun mal dazu.

Das ist vollatändig von der Sprachsozialisation abhängig. Ein 
Rückschluss auf Intelligenz wäre unsinnig, aber Hinwrise auf das 
mutmaßliche Sozialisationsumfeld (und damit leider häufig auch 
Bildungschancen) lassen sich daraus uU ableiten.

Wer aber meint, er müsse morgens um zwei in einer Kaschemme 
hochgestochen schriftdeutsch monologisierende Vorträge halten, gibt 
allerdings tatsächlich Anlass, sich über seine Intelligenz Gedanken zu 
machen
#6366990
Lesenswert?

Le X. schrieb:
> Gesprochene Sprache hat wenig mit geschriebenen Fachtexten zu tun.
> Solche Füllwörter gehören nun mal dazu.

Das ist eine Frage der Sprachsozialisation; damit sind zwar keine 
Rückschlüsse auf die Intelligenz, wohl aber auf die 
Sozialisationsbedingingen, und damit leider auch auf die 
Bildungschancen, möglich.

Wer aber morgens um zwei in einer Kaschemme meint, er müsse 
hochgestochen schritdeutsch ausformulierte Monologe absondern, gibt 
Anlass, sich über seine Intelligenz Gedanken zu machen, ganz praktisch 
...
#6366993
Lesenswert?

Percy N. schrieb:
> Und worauf stützt sich Deine - von mir,  naheliegenderweise, wie ich
> finde, unterstellte - Auffassung, man könne Buchstaben unter Umgehung
> von Wörtern zu Worten zusammenfügen?

Ich weiß gerade nicht genau, worauf du hinaus möchtest: sowohl 
„Worte“, als auch „Wörter“, sind Plurale des Wortes „Wort“ – zumindest 
der zu solchen Zwecken häufig herangezogenen gelben Referenz nach.
#6366996
Lesenswert?

Percy N. schrieb:
> Wer aber meint, er müsse morgens um zwei in einer Kaschemme
> hochgestochen schriftdeutsch monologisierende Vorträge halten, gibt
> allerdings tatsächlich Anlass, sich über seine Intelligenz Gedanken zu
> machen

Wohl eher über seine Empathie, Selbstwahrnehmung und Reflexionsvermögen.

Ich bin eher zurückhaltend wenn es darum geht, die Intelligenz eines 
Menschen anhand von einigen wenigen Sätzen oder Taten zu beurteilen.
#6366999
Lesenswert?

Jack V. schrieb:
> Ich weiß gerade nicht genau, worauf du hinaus möchtest: sowohl „Worte“,
> als auch „Wörter“, sind Plurale des Wortes „Wort“ – zumindest der zu
> solchen Zwecken häufig herangezogenen, gelben Referenz nach.

Ja. "Schilde" und "Schilder" sind Pluralformen jeweils eines Wortes 
Schild.  Vermutest Du auch hier identische Bedeutungen?
Ja, bei Wort kommt auch noch der gleiche Genus hinzu, das macht die 
Unterscheidung nicht gerade leichter.

Wer bei google zwei Sekunden sucht, findet
https://m.korrekturen.de/kurz_erklaert/worte_oder_woerter.shtml

Zu schwierig?
#6367014
Lesenswert?

Percy N. schrieb:
> Wer bei google zwei Sekunden sucht, findet
> https://m.korrekturen.de/kurz_erklaert/worte_oder_woerter.shtml
>
> Zu schwierig?

Ich halte mich lieber an die Referenz, sorry. „Die Worte in deinem 
Beitrag“ sind genauso „die Wörter in deinem Beitrag“. Bei „Schilde“ vs. 
„Schilder“ gibt’s einen semantischen Unterschied: 
https://www.duden.de/suchen/dudenonline/Schild

Ein Wort ist jedoch ein Wort: 
https://www.duden.de/suchen/dudenonline/Wort

Zu einfach?
#6367038
Lesenswert?

Jack V. schrieb:
> Zu einfach?

Eher zu schlicht.

Für alle, die nicht einmal etwas im Duden suchen könben, auch insoweit 
ein link:
https://www.duden.de/rechtschreibung/Wort

Von Deinem link nur einen klick entfernt, aber das war wohl nicht mehr 
leistbar. Eigentlich aber ergab sichcauchcschon aus Deinem linl die 
mehrdeutige Semantik; dort 1b bezeichnet btw den seltenen Fall, dass ein 
einzelnes Wort ein ganzes Wort darstellt.

Duden ist, nebenbei bemerkt, nicht die erste Wahl als "Referrenz".
#6367043
Lesenswert?

Le X. schrieb:
> Was soll eigentlich bei dieser Wort-, Worte- und Wörterklauberei
> bestenfalls herauskommen?

Immerhin hast Du soeben zwei schöne Neoöogismen angeliefertt.

Dies hier ist nun einmal ein thread über Sprache.
Da wirken - auch noch so wohlgemeinte- Erkubdigungen nach der 
gesundheitlichen Befindlichkeit abderer Teilnehmer eher etwas 
deplatziert, als semantische Erörterungen.
#6367044
Lesenswert?

Percy N. schrieb:
> Duden ist, nebenbei bemerkt, nicht die erste Wahl als "Referrenz".

Ja, geht auch falsch – da steht „Referenz“ drin. Werd’ mir eine neue 
Referrenz von Ali holen.

Wie auch immer: ich gebe dir nun einfach Recht, damit du dich ganz toll 
überlegen fühlen kannst, und denke mir: ‚hat der genau gar kein 
Wortgefühl?’ – und nutze „Worte“ weiter als Plural für „Wort”, wenn es 
mir angemessen erscheint.

Kommst du damit klar?
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #6367111
Lesenswert?

Percy N. schrieb:
> wie Du mir etwas
> geben möchtest, ohne es selbst zu haben

Klassischer Leerverkauf halt.
Warum sollte das auf materielle Güter und Optionen begrenzt sein.

 Allerdings habe ich noch nicht erlebt, dass jemand mit einem 
Schneeballsystem sein geistiges Vermögen zu vermehren vermochte.
Meistens waren es deren Opfer die dazu lernten. Andere Hingegen 
wiederhohlen stets den selben Fehler.

 Ich weis, dass sollte ich mir denken, aber keinesfalls schreiben.
---> Sheldon Cooper, Führerscheinstellen, sorry.
??
#6367113
Lesenswert?

Jens G. schrieb:
> Alles eine Frage der Betonung, die man im Schriftlichen schlecht
> darstellen kann.

Das Problem erwächst mE hauptsächlich daraus, dass einfach unreflektiert 
das sysntaktische Muster der semantisch eindeutigen Formulierungen "Wer 
genau soll das machen?", "Wohin genau soll das geliefert werden?" und 
auch "Wann genau wirst Du kommen?" übertragen wird auf "Wie genau ..."
#6367124
Lesenswert?

Percy N. schrieb:
> Eigentlich aber ergab sichcauchcschon aus Deinem linl die
> mehrdeutige Semantik; dort 1b bezeichnet btw den seltenen Fall, dass ein
> einzelnes Wort ein ganzes Wort darstellt.

Schaffst du großer Duden-Experte es auch mal, mehrere Sätze 
hintereinander ohne Wurstfingereffekt u.Ä. in deine Hirnprothese zu 
kloppen?
#6367151
Lesenswert?

Uhu U. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Eigentlich aber ergab sichcauchcschon aus Deinem linl die
>> mehrdeutige Semantik; dort 1b bezeichnet btw den seltenen Fall, dass ein
>> einzelnes Wort ein ganzes Wort darstellt.
>
> Schaffst du großer Duden-Experte es auch mal, mehrere Sätze
> hintereinander ohne Wurstfingereffekt u.Ä. in deine Hirnprothese zu
> kloppen?
Orthese, bitte!
Wie kommst Du darauf, dass gerade ich gerade den Rechtschreib-Duden 
wofür auch immer präferiere?
Oder:
Wie kommst genau Du darauf, dass genau ich genau den Rechtschreib-Duden 
wofür auch immer präferiere,  genau?

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren