Alu schneiden mit INOX Hartmetall Sägeblatt

(Firma: nix) #6378404
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Bert S. schrieb:
> Hallo Zusammen,
...
> Denkt ihr, damit kann man problemlos auch Alu Profile schneiden, ohne
> das Blatt zu beschädigen?
>
> Grüsse,
> Bert

Also, wenn es für Edelstahl geht, ist Alu ein Kinderspiel! Zumindest was 
die Haltbarkeit angeht, Du musst nur die zum Alu passende 
Schnittgeschwindigkeit halbwegs finden. Alu ist leider nicht gleich Alu, 
da gibt es große Unterschiede. Gerade billige Baumarktware schmiert 
mitunter wie Kaugummi!

Old-Papa
#6378409
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Old P. schrieb:
> Du musst nur die zum Alu passende
> Schnittgeschwindigkeit halbwegs finden.

Und mit Alkohol schmieren. Gerade bei weichem Material.

Old P. schrieb:
> Gerade billige Baumarktware schmiert
> mitunter wie Kaugummi!

Hat mehr mit der Legierung zu tun. Reinaluminium ist ziemlich weich und 
wird für Bearbeitungszwecke mit anderen Metallen legiert.
Auch Alu für Strangprofile ist oft ziemlich weich (Gußlegierung).
(Firma: nix) #6378419
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Andreas B. schrieb:

> Und mit Alkohol schmieren. Gerade bei weichem Material.

Dann aber gut lüften und keine Funken reissen ;-)
Besser ist Spüli-Wasser.

> Hat mehr mit der Legierung zu tun. Reinaluminium ist ziemlich weich und
> wird für Bearbeitungszwecke mit anderen Metallen legiert.
> Auch Alu für Strangprofile ist oft ziemlich weich (Gußlegierung).

Ich sage ja: "Baumarktware" ;-)
Im Ernst: ich habe schon Boschprofile (Originale) geschnitten, das geht 
mit ähnlichem Blatt wie dem gezeigten wie durch Butter. "Boschprofile" 
aus Chinesien sahen dagegen an der Schnittfläche wie zerbissen aus.

Also ja, es hat natürlich mit der Legierung zu tun. Was auch sonst?

Old-Papa
Gast #6378495
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Bert S. schrieb:
> Denkt ihr, damit kann man problemlos auch Alu Profile schneiden, ohne
> das Blatt zu beschädigen?

Ja, obwohl ein Kauf des Blatts nicht nur preismässig die Katze im Sack 
ist.
Keine Angaben zur Zahnform, Spanwinkel, Schränkung, Wechselzahn, man 
sieht nur dass das Sägeblatt abweisend gebaut ist.

Aber sie schreiben "tauglich für Aluprofile" also wird es dabei nicht 
sofort kaputt gehen.

Normalerweise gibt es den grossen Unterschied gerade zwischen weichen 
Materialien wie Kunststoff, Alu, Messing (scharfe polierte Zähne, Alu 
klebt sonst und bildet Aufbauschneiden), und harten Materialien wie 
Stahl und Edelstahl (Zähne ohne dünne rausbrechende Schneiden), aber dem 
Hersteller ist offenbar alles egal.
Gast #6378727
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Ein Hartmetallblatt kannst mit Alu nicht beschädigen. Laaangsam 
schneiden, sonst reißts dir evtl die Zähne runter.. Da Alu etwa nur die 
Härte von Hartholz hat, kannst jedes Kreissägebaltt nehmen. 
Theoretisch..
Handschuhe nicht vergessen, das wird sehr heiß

Für Alu-Profile kann man auch eine normale Hand-Gehrungssäge nehmen. Du 
brauchst aber geschränkte Zähne (Holz) dazu, feine Metallsägeblätter 
fressen sich leicht fest. Alu verhält sich wie Holz.


DAS PROBLEM
bei Aluminium ist der Schmelzpunkt. Alu kannst weder mit 
Bandschleifer, Flex-Schleifpapierscheiben, Flexscheiben oder 
Bockschleifern bearbeiten. Das schmilzt dir direkt auf und das kriegst 
fast nie mehr herunter. Weil es immer wieder schmilzt ! Du kannst es 
darauf bloß neu verteilen. Scheiß-Zeug !

Ich schneide Alu nur mit Stichsäge und feinem Metallblatt bei geringer 
Geschwindigkeit, manchmal auch mit wenig Schneidöl.
Ich wollte auch schon oft mit Kreissäge probieren, ich hab mich einfach 
nicht getraut. Wenn dir das plötzlich zu heiß wird, und du nimmst die 
Finger von der Platte...  Gute Nacht !
(Firma: nix) #6378749
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Hilflos schrieb:
> Ein Hartmetallblatt kannst mit Alu nicht beschädigen. Laaangsam
> schneiden, sonst reißts dir evtl die Zähne runter.. Da Alu etwa nur die
> Härte von Hartholz hat, kannst jedes Kreissägebaltt nehmen.

NEIN!
Für Alu brauchst Du eher einen neutralen Schneidwinkel, Holzsägeblätter 
sind meistens stark positiv! Mit großer Vorsicht geht das, es kann Dir 
aber schnell das Werkstück regelrecht in die Säge ziehen (vor allem bei 
hohlen Profilen)

> Theoretisch..
> Handschuhe nicht vergessen, das wird sehr heiß

Nochmal NEEEEIIIN!
Ich kann seit den 70ern leider nur noch 9 Bier in der Kneipe bestellen, 
eben WEIL ich Handschuhe an der Kreissäge an hatte!
An rotierenden Maschinen sind Handschuhe ein ansolutes NoGo!

Du machst deinem Namen mal wieder alle Ehre!

Old-Papa
Gast #6378754
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Manfred schrieb:
> Hilflos schrieb:
>> Handschuhe nicht vergessen,
>
> Gemäß üblicher Arbeitsschutzregeln hat man an drehenden Maschinen keine
> Handschuhe zu tragen!

Aber bei den Internet-Videos haben die "Experten" Handschohe an, auch 
damit man darauf die Firma sehen kann. Von der sie dann Geld kriegen.
Und das wird nachgemacht.
Auch Uhren, Kettchen und Ringe sind da zu sehen.

Bis dann mal der Handschuh samt Finger wegfliegt.
Gast #6378784
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Viele sind naiv.

Ich hatte einen Lehrausbilder.
Der war im Krieg in Böhmen unter Tage im Bergwerk. Und hatte dort mit 
Elektromaschinen zu tun.
Hat gestottert, weil er mehrmals an 400V Gleichstrom gehangen hatte.

Und hat auch glaubhafte Sachen erzählt.
Eben solche mit den Fingern an der Drehmaschine und auch 
Fremdarbeitermädels, die mit den Haaren da reingekommen sind und denen 
es die Kopfhaut abgerissen hat.
Damals wars nicht so mit Arbeitsschutz.
Ich selbst bin da eher vorsichtig.

Wenn man Metallprofile mit einer Maschine trennen will, dann hält man 
sie nicht mit der Hand.
Immer einspannen.

An den TO.
Einfach mal machen.
Wer viel fragt, geht viel irre.

Soo teuer ist deine Scheibe ja auch nicht.
Ansonsten Lehrgeld.
Gast #6378861
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michael_ schrieb:
> Soo teuer ist deine Scheibe ja auch nicht.
Die kostet (immerhin) 169,- Schweizer Franken !
> denen es die Kopfhaut abgerissen hat.
Stehende Wellen sind lebensgefährlich !
Hemdsärmel rumgewickelt, weg ist der Arm. Bei einer Krawatte oder Schal 
bist quasi tot. Das geht so schnell, da kommst nicht mal zum Reagieren. 
Kannst ja berechnen. 1/2" mal 3000U/min. Das Dumme ist, daß an der Welle 
meist irgendwelche rotierenden Teile montiert sind. Von wegen 'Haare 
oder Kopf, ist hier die Frage' und so ..


Old P. schrieb:
> 9 Bier
> eben WEIL ich Handschuhe an der Kreissäge an hatte!

Vielleicht hättest besser 9 Sprudel in der Kneipe bestellen sollen !

> schnell das Werkstück regelrecht in die Säge ziehen
das sind die Tücken der Technik . Ich würde kein Profil mit mit einem 
355er-Blatt schneiden. Ich wollte immer 2mm-Platten schneiden (Gehäuse), 
weils einfach gerader wird. Stichsäge zittert halt, und Schiene kannst 
auch keine anlegen, sonst hast masenhaft Verschnitt. Aufn Bandschleifer, 
gerade genug.
Unterschätz die Hitze nicht (nicht bei Profil unbedingt), die 
Schnittgeschwindigkeit ist bei Kreissägen enorm.
Gast #6378952
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Hilflos schrieb:
> Ein Hartmetallblatt kannst mit Alu nicht beschädigen. Laaangsam
> schneiden, sonst reißts dir evtl die Zähne runter

Also was jetzt.
"Kannst du nicht beschädigen" oder "geht kaputt".
Wer sich schon in 1 Satz dermassen selbst widerspricht, schreibt 
offenkundig frei erfundenen bullshit.
Gast #6379000
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MaWin schrieb:
> Hilflos schrieb:
>> Ein Hartmetallblatt kannst mit Alu nicht beschädigen. Laaangsam
>> schneiden, sonst reißts dir evtl die Zähne runter
>
> Also was jetzt.
> "Kannst du nicht beschädigen" oder "geht kaputt".
> Wer sich schon in 1 Satz dermassen selbst widerspricht, schreibt
> offenkundig frei erfundenen bullshit.

Ja genau. Vor allem das mit laaangsam schneiden...
Die Schnittgeschwindigkeit muss passen. Es soll ja geschnitten und nicht 
gerieben werden.
Das ist vor allem das Problem bei handgeführten Maschinen, wenn man sich 
nicht getraut ordentlichen Vorschub zu geben.
Gast #6379013
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michael_ schrieb:
> Viele sind naiv.
>
> Ich hatte einen Lehrausbilder.
> Der war im Krieg in Böhmen unter Tage im Bergwerk. Und hatte dort mit
> Elektromaschinen zu tun.
> Hat gestottert, weil er mehrmals an 400V Gleichstrom gehangen hatte.


Das ist unlogisch. Da war bestimmt noch ein Zerhacker davor.
;)
Gast #6379359
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MaWin schrieb:
> Also was jetzt.

Am Land schneiden sie -mit Nägeln versetztes- Bauholz  zu Brennholz. Da 
brechen bei manchen die Zähne aus, greift urplötzlich in Metall und bei 
zuviel Vorschub... zack
Hab mal ein paar 'Bauern' zugehört...

Die Zähne sind ja nur angelötet !

Metallschneiden ist nicht so einfach, schreibst ja selbst:
> Alu klebt sonst und bildet Aufbauschneiden
Beim Eisenhändler im übernächsten Dorf haben sie eine riesige Bandsäge, 
die schneidet soooooo langsam, daß dir das Gesicht einschläft daneben.
Während sich die Kühlemulsion wasserfallartig über das Werkstück 
ergießt.
#6379387
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In meiner Kappsaege ist ein Universal Blatt Trapez-Flachzahn mit 
negativen Spanwinkel

Damit schneide ich alles ausser Stahl
(obwohl auch der gehen wuerde, nur da fliegen gluehende Teile herum)

Bei Alu schmiert es sich wie beschrieben oft
Ich nehme dann Schneidoel und pinsle das Blatt immer wieder ein
Zwischendurch ein paar Schnitte in Hartholz, das reinigt etwas die 
Zaehne

Wichtig ist die Fixierung, wenn sich das Alu "faengt" wird es 
interessant...
Da wird die rotierende Energie schlagartig in Verformung umgesetzt
Meistens erwischt es das Werkstueck, manchmal auch Teile der Saege
In 40 Jahren bisher keine Koerperteile laediert - immer gut aufgepasst

Echt gefaehrlich sind die vergleichsweise harmlos aussehenden Werkzeuge
Die unterschaetzt man oft
Im Bandschleifer habe ich die Handflaeche auf Hackbraten umgeformt...
Gast #6379437
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Hilflos schrieb:
> Beim Eisenhändler im übernächsten Dorf haben sie eine riesige Bandsäge,
> die schneidet soooooo langsam, daß dir das Gesicht einschläft daneben.
> Während sich die Kühlemulsion wasserfallartig über das Werkstück ergießt

Ja, natürlich, da viele Metalle bei spanender Bearbeitung an der 
Oberfläche härten, darf es nicht warm werden und muss der Span eine 
gewisse Dicke haben um ins Ungehärtete zu schneiden, das kostet Kraft.

Wenn man solche Grundlagen nicht kennt, sollte man mit dem Verbreiten 
von Hörensagen

Hilflos schrieb:
> Hab mal ein paar 'Bauern' zugehört...

aufhören. Du bist wirklich ein Paradebeispiel von "schon ewig alt aber 
immer noch keine Ahnung".
(Firma: nix) #6379469
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Hilflos schrieb:

> Am Land schneiden sie -mit Nägeln versetztes- Bauholz  zu Brennholz. Da
> brechen bei manchen die Zähne aus, greift urplötzlich in Metall und bei
> zuviel Vorschub... zack
> Hab mal ein paar 'Bauern' zugehört...

Wat Du nich sachst....

>
> Die Zähne sind ja nur angelötet !

Donnerwetter, was für eine Erkenntnis! Haben die dann mit gemopsten 
Lötspitzen gearbeitet?

> Beim Eisenhändler im übernächsten Dorf haben sie eine riesige Bandsäge,
> die schneidet soooooo langsam, daß dir das Gesicht einschläft daneben.
> Während sich die Kühlemulsion wasserfallartig über das Werkstück
> ergießt.

Meine Metallbandsäge schneidet fast nur trocken und das seit gut 15 
Jahren mit dem ersten Band. Wat sachste nu?

Du kommst hier täglich mit irgendwelchen Hiobsbotschaften, die 
vielleicht für Dich neu sind, doch die Allgemeinheit kennt diese oft 
seit Jahrzehnten.

Der Hilflose: "Hartmetallbestückte Sägeblätter werden gelötet!" Ja was 
denn sonst?

Der Hilflose: "Es gibt Metallbandsägen mit Kühlflüssigkeit!" Ja und? 
Gibt es etwa seit den Dampfmaschinen! Steht heute in vielen 
Hobbymetallwerkstätten, so auch bei mir.

(Im Foto beim Aluschneiden....)

Old-Papa
Angehängte Dateien:
#6385568
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