heutige Verwendung des 6502

Gast #6391529
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Joggel E. schrieb:

> Der genannte kann ab 1.8V statisch laufen und kommt im TQFP44 Gehaeuse

So what? Beides trifft auf viele µC ebenfalls zu. Die haben dann aber 
auch schon den größten Teil der benötigten Peripherie mit auf dem Chip 
und auch die Speicher.

Und sie kosten mit all dem Zeug an Board keine 7 Euro wie dieses 
65C02-Teil, welches allein rein garnix kann...

Das Ding hat einfach kein auch nur halbwegs akzeptables 
Preis/Leistungsverhältnis. Keine Ahnung, warum irgendwer das für 
irgendwas einsetzt. Aber es muss solche Leute geben, sonst würde der 
Kram nicht produziert werden, das ist klar.
Gast #6391532
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c-hater schrieb:
> Das Ding hat einfach kein auch nur halbwegs akzeptables
> Preis/Leistungsverhältnis. Keine Ahnung, warum irgendwer das für
> irgendwas einsetzt. Aber es muss solche Leute geben, sonst würde der
> Kram nicht produziert werden, das ist klar.

Wenn man sich den Zertifizierungsprozess für die Software nicht noch 
einmal antun will....
Gast #6391539
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> Wo könnte ein 6502 heute noch Verwendung finden, dass der noch neu
> gebaut wird?

Vermutlich irgendein alter Militaer, Luftfahrt oder Medizinkram den
man nicht neu zulassen will. Es mag ja auch noch irgendwo ein paar
kleine 3Personen Firmen geben wo der 60jaehrige Entwickler nix anderes
wie 6502 Assembler kann, aber das reicht nicht um die Produktion
aufrecht zu erhalten.

Olaf
Gast #6391542
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> Z. B. hier steckt einer https://motu.com/products/midi/micro_usb
> oder hier:
> https://www.testwall.com/de/product/marconi-ifr-aeroflex-dt400h/

kann man davon ausgehen dass das alte Designs sind die keiner neu 
designen will?
Oder gäbe es irgendeinen vorstellbaren Grund den 6502 in ein neues 
Design zu stecken? ADA oder irgendein spezieller Compiler? Kann ich mir 
fast nicht vorstellen...
Gast #6391554
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> Oder gäbe es irgendeinen vorstellbaren Grund den 6502 in ein neues
> Design zu stecken? ADA oder irgendein spezieller Compiler?

Vermutlich werden die amerikanischen Atomraketen mit UCSD-P auf einem 
][+ gestartet. :-D

> Kann ich mir fast nicht vorstellen...

Ist stelle mir gerade vor du mutest irgendeinem Frischling von der Uni 
zu fuer so eine olle Kiste zu entwickeln. Nicht nur das der schreiend 
wegrennt, da haette ich sogar Verstaendnis fuer.

Olaf
Gast #6391567
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Hallo
hinz schrieb:
> Wenn man sich den Zertifizierungsprozess für die Software nicht noch
> einmal antun will....

Das wird wohl eines der Hauptargumente sein.
Und nebenbei: Viele Systeme, bzw. auch die eigentlichen kompletten 
Maschinen sind in vielen "echten" Profibereichen erstaunlich alt.
So ziemlich alle Flugzeuge,Schiffe, Militärfahrzeuge im weitesten Sinne, 
der absolute Großteil im Bahnumfeld, Spezialmaschinen aus den Baubereich 
(die Aufbauten auf den Fahrzeugen) , vieles was nur in kleinen Mengen 
nachgefragt wird aber gleichzeitig sehr zuverlässig sein muss und wo der 
Preis nicht an erster Stelle steht, sind im Kern oft schon weit über ein 
Jahrzehnt alt - selbst wenn sie Fabrikneu sind.
Ein alter der meisten Komponenten von 30, 40 manchmal auch 50 Jahren 
(vom  technisch Stand der Entwicklung der Kernkomponenten wie z.b. des 
µC Konzept bzw. der Familie auch mal mehr) bei aktiv im Dienst stehenden 
Gerätschaften der genannten Bereiche und Typen nichts ungewöhnliches.
Da ist es nicht so erstaunlich das Ersatzteile, Nachtentwicklungen, 
"Adapter", Schnittstellen usw. halt mit (von außen her) "Uralter" 
Technik aufgebaut werden - hauptsächlich wohl wegen des Arguments von 
"hinz"

Nebenbei kommen viele der Einzelteile (die "Steuerung in der der 
Steuerung der Moduls...") von erstaunlich kleinen extrem spezialisierten 
Betrieben egal wie Groß der Name des eigentlichen Produkts ist.
Airbus, Siemens, Volvo (die machen bei weiten nicht nur Autos), 
Bombadier usw. machen bei weiten nicht alles selber.
Letztendlich sind für so manche Details bei den schon erwähnten 
"Steuerungen der Steuerungen eines Moduls" sehr wenig Menschen 
verantwortlich - und diese werden möglichst immer auf das gleiche Pferd 
- oder zumindest die gleiche "Pferdefamilie" setzen (müssen).
Es wäre nicht das erste mal das mit den Renteneintritt (oder der finalen 
Rente...) eines Spezialisten bei einen Zulieferers des Zulieferns und 
wiederum dessen Auftragsnehmers nach wenigen Monaten bis Jahren bei den 
ganz großen Endprodukt (Flugzeug, Schiff, Triebwagen, Lokomotive...) ein 
ernsthaftes Ersatzteil und Wartungsproblem auftritt und sehr viel Geld 
und Zeit in der Hand genommen werden muss um diese Endprodukt weiterhin 
(erlaubt und zulässig) am laufen zu halten - bei Serien bzw. 
Flotten(Baureihen) ist es gar nicht so selten einzelne Gerätschaften die 
mal einen sehr großen Schaden haben, oder einfach am ältesten sind als 
"Ersatzteilspender" zu nutzen, was aber auch nur beschränkt 
funktioniert.

"Unser" Konsumentenkram ist meist der Bereich wo die modernsten und 
neusten Bauteile eingesetzt werden - weil es sich rein von der Menge her 
lohnt, weil die Nutzungszyklen vergleichbar gering sind - selbst bei 
Hochpreisigen Produkten wie ein PKW.

Jemand
Gast #6391799
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> Die HP 35s Taschenrechner benutzen einen 8502 Core mit LCD Treiber und
> zusätzlichen I/O, der Chip heißt SPLB31A.

Das wundert mich jetzt aber. Ich dachte die alten HPs liefen alle
mit einem Saturn.

https://de.wikipedia.org/wiki/HP_Saturn

Nebenbei gesagt ein besonders schraeger Mikrocontroller. Allerdings 
zeigt der Saturn auch warum man manchmal absurden Aufwand betreibt um 
alte Hardware am leben zu erhalten. Die neuen Taschenrechner emulieren 
den weil die alten in Assembler geschriebenen Libaries so 
gut/fett/complex sind das man die niemals mal eben so neu geschrieben 
haette.

Olaf

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