Hey Leute,
lustigerweise heute über einen Post von einem Konzern gestoßen, wo ein
HR'ler über zu (fachlich) gradlinige Karrieren spricht und zieht am Ende
ein Vergleich zu einem Klötzchenspiel wonach diese Karriere dann
"zusammenbricht".
-> Stichwort: Chimney-Climbing
Finde das persönlich natürlich etwas sehr eng gedacht, aber irgendwie
denke ich ist schon was dran. Frage ist nur: Ist man mal in Job x
drinnen, wie soll man realistisch in ein ganz anderes Berufsfeld kommen
(Also vom Ingenieur zum Marketing z.B.), wenn man einfach das Skillset
von Anfang an nicht hat.
finde das alles ist heute der größte und schlimmste Krebs im
Berufsleben.
Es ist einfach NICHT so das man später immer noch wechseln kann. Wer
sich mal für eine Richtung entschieden hat für den wird es schwer diese
nochmal zu wechseln.
Erfahre das gerade am eigenen Leib, im Grunde unmöglich ist es von der
Entwicklung ins Marketing oder ähnlich große Sprünge. Das wird nie
was...
Man muss dazu nur mal 10-20 Stellenanzeigen genauer betrachten und die
Anforderungen genau lesen. Was die Damen und Herren haben wollen ist
einfach irrsinnig...
Dieser HR'ler labert, wie so viele andere auch, einfach Käse hoch 10.
Das bestätigt auch meine bisherige Bewerungserfahrung. HR Abteilung kann
quasi nichts und hat nur die Möglichkeit sich auf geschriebenes zu
verlassen. Die sind zu doof angrenzende Fachgebiete als potentiell
interessanten Bewerber zu betrachten da sie nicht dazu in der Lage sind
zu beurteilen was angrenzende Fachbereiche sind. Dann sagt man lieber
man findet keine Fachkräfte...
Letztlich wäre es natürlich schön wenn man 4 x 5 Jahre Be in
unterschiedlichsten Fachbereichen hat. Diese 20 Jahre müssten aber
innerhalb von 3 Jahren absolviert werden sonst kommt der HR'ler und
denkt man hat vom alten keine Ahnung weil schon wieder vergessen. Ach
und dann gibts auch noch die die glauben werden der Wechselt sowieso
wieder oder kann gar nichts weil er alles kann oder...
Die Realität ist einfach das man spätestens nach dem Studium sich für
die Branche entscheidet. Dann hat man maximal bis zum 5 Berufsjahr Zeit
nochmal eine andere Branche zu wechseln. Danach ist der Zug abgefahren.
Ja ja, der nette HR Business Partner, dein Freund und Helfer. Das sind
sehr oft Charaktere, die es geil finden Macht über andere auszuüben. Um
Inhalte oder Menschen geht es da nur scheinbar.
Kenner schrieb:> Ja ja, der nette HR Business Partner, dein Freund und Helfer. Das sind> sehr oft Charaktere, die es geil finden Macht über andere auszuüben. Um> Inhalte oder Menschen geht es da nur scheinbar.
Oder aber es sind Menschen die so super kreativ sind das sie in ihrer
eigenen Welt leben und die Realität gar nicht wahrnehmen.
Das ist jedenfalls mein Eindruck
Ja Ingenieure machen zu viele Chimney-Climbs, allerdings wie es schon
von Vorpostern geschrieben wurde, ist es in Europa oft eher schwierig,
aus seinem beruflichen Silo auszubrechen, besonders als Ingenieur. Es
ist schon was wahres dran, dass man sich lieber breiter aufstellen
sollte von Anfang an. Man startet dann nicht eine Spezialisten, sondern
Generalistenkarriere und verfolgt dieser weiter. Einstieg als Junior
Projektleiter, Aufstieg zum Projektleiter, wo man viel mehr koordiniert,
als selbst zu entwickeln oder forschen.
Da geht dann der Wechsel, selbst mit 50, viel einfacher. Projektleiter
im Sondermaschinenbau hat keine Lust mehr, da der neue Chef ihm nicht
passt. Er wechselt als Projektleiter in eine Einkaufsabteilung einer
grossen Baufirma, ganz ohne jemals mit der Baubranche Erfahrung gehabt
zu haben.
Auf Spezialistenebene wäre das wohl kaum möglich, mit 50 schon gar
nicht. Einem 50 jährigen Ingenieur mit 20 Jahre Spezialistenkarriere
traut man es oft kaum noch zu, sich innerhalb seines Faches noch mal neu
zu orientieren oder was neues zu lernen. Für letzeres nimmt man lieber
junge Absolventen.
Arbeitsloser Ingenieur Anfang 50 aus der Halbleiterbranche versucht sich
in der Leistungselektronik, weil er darin vor 10 Jahren Erfahrungen
gesammelt hat => Ablehnung, Erfahrung zu lange veraltet.
Daher sollte man lieber die Generalisten Karriere anstreben. Bachelor in
Elektrotechnik oder Maschinenbau, danach Master in
Wirtschaftsingenieurwesen und Einstieg als Junior Projektleiter,
Managent Trainee oder Vorstandsassistent etc.
Also mit den richtigen Körbchen ist es definitive möglich auf Marketing
zu wechseln.
Sales Engineering finde ich es allerdings besser, wegen Boni und
Kundenkontakt. Bei der Firma, die du nicht genannt hast (Die Farbschema
kenne ich), die Menschen sitzen manchmal eine Generation lang im
gleichen Job. Wechsel kann schwierig sein, da für die Firma hat es wenig
Sinn, dich ganz neu zu orientieren (außer es ein massives Strukturumbau
gab).
Am besten ist:
Junior->Senior->Staff->Freelancer->Firma Inhalber->(Firma Verkaufen)->VP
von irgendwas.
Grundsätzlich, jeder Job wird irgendwann ein langweiliger Tausch
zwischen finites Lebenszeit und Geld.
Welche konkrete Handlungsempfehlung sollte man denn jetzt aus diesem
Pamphlet ableiten?
In der Theorie hört sich sein Gedanke ja nachvollziehbar an, allerdings
kann ich mir nicht vorstellen, dass er in der Praxis seiner eigenen
Maxime folgen wird: Ein gern genutztes Schlagwort der Personaler ist ja
der berühmte "rote Faden" in der Biographie...
Hospitant schrieb:> In der Theorie hört sich sein Gedanke ja nachvollziehbar an, allerdings> kann ich mir nicht vorstellen, dass er in der Praxis seiner eigenen> Maxime folgen wird: Ein gern genutztes Schlagwort der Personaler ist ja> der berühmte "rote Faden" in der Biographie...
Ohne roten Faden keine Einstellung, mit rotem Faden auch nicht wegen
Schornsteinkarriere, und dann ist der "Fachkräftemangel" anstatt
unfähiger HR schuld, wenn man offene Stellen nicht besetzen kann.
Hospitant schrieb:> wird: Ein gern genutztes Schlagwort der Personaler ist ja> der berühmte "rote Faden" in der Biographie...
Geht alles, nur nicht zu sehr spezialisiert. Der rote Faden kann sich so
durch mehrere Branchen ziehen, nur als Spezialist ist das in der Tat
viel schwerer bis kaum machbar. Der Projektleiter, der Vertriebler, die
Führungskraft hat da viel mehr Spielraum, ohne den roten Faden zu
verlieren. Anders rum: Wie viele Stellenanzeigen wollen mehr als 5 Jahre
BE in einer Technologie? nicht mehr so viele. Wie viele über 7 oder gar
10 Jahre? dass über 10 Jahre BE in einer Stellenausschreibung explizit
gewünscht werden, ist sehr selten. Heisst mit 20 Jahren BE ist man als
Spezialist nicht viel wertvoller als mit 7 oder 10 Jahren BE.
Nop schrieb:> Hospitant schrieb:>> In der Theorie hört sich sein Gedanke ja nachvollziehbar an, allerdings> kann ich mir nicht vorstellen, dass er in der Praxis seiner eigenen> Maxime folgen wird: Ein gern genutztes Schlagwort der Personaler ist ja> der berühmte "rote Faden" in der Biographie...>> Ohne roten Faden keine Einstellung, mit rotem Faden auch nicht wegen> Schornsteinkarriere, und dann ist der "Fachkräftemangel" anstatt> unfähiger HR schuld, wenn man offene Stellen nicht besetzen kann.
These, Antithese, Synthese.
Die aussichtslose Suche nach der objektiven Wahrheit oder anders gesagt:
Der MINTie lernt Logik, der HR-ler beherrscht die Dialektik. Nur
allzuoft wird damit erfolgreich die objektive Unwahrheit verteidigt und
der zum logischen Denken verdammte MINTie kann nicht verstehen, warum
offensichtlich Unwahres dennoch „wahr“ sein kann. Denn: Logik !=
Dialektik.
https://www.reclam.de/detail/978-3-15-019091-3/Schopenhauer__Arthur/Die_Kunst__recht_zu_behalten
Opa erzählt vom Krieg schrieb:> allzuoft wird damit erfolgreich die objektive Unwahrheit verteidigt und> der zum logischen Denken verdammte MINTie kann nicht verstehen, warum> offensichtlich Unwahres dennoch „wahr“ sein kann.
Wenn Stellen nicht besetzt werden können und Projekte platzen, weil die
HR "Dialektik" beherrscht, wäre es vielleicht an der Zeit, den
Fachkräftemangel in der HR anzugehen.
Nop schrieb:> Opa erzählt vom Krieg schrieb:>> allzuoft wird damit erfolgreich die objektive Unwahrheit verteidigt und> der zum logischen Denken verdammte MINTie kann nicht verstehen, warum> offensichtlich Unwahres dennoch „wahr“ sein kann.>> Wenn Stellen nicht besetzt werden können und Projekte platzen, weil die> HR "Dialektik" beherrscht, wäre es vielleicht an der Zeit, den> Fachkräftemangel in der HR anzugehen.
Der Fachkräftemangel ist ein Werk dialektischer Kunstgriffe. Die Legende
vom Fachkräftemangel dient der Rechtfertigung der Existenz prekärer
Beschäftigung, die in Folge der Reformen von Schröder und Clement
(damals beide „Arbeiterpartei“ SPD) gesellschaftsfähig wurde. Aus einem
Überangebot an Fachkräften wurde eben einfach ein Mangel. Und das geht
so:
Argumentation HR->Fachabteilung: „Wir finden leider wegen dem akuten
Fachkräftemangel (trotz Krise X,Y,Z) niemanden, darum müssen wir uns
'Unterstützung' von 'extern' holen.“
Argumentation HR->Kandidat: „Wegen der aktuellen Lage (Krise X,Y,Z)
können wir leider keine regulären Verträge anbieten.“
Heißt: Der Fachkräftemangel existiert nur aus Sicht der Unternehmen. Für
Arbeitnehmer und v.a. Arbeitsuchende existiert er nicht.
Nop schrieb:> Opa erzählt vom Krieg schrieb:>>> allzuoft wird damit erfolgreich die objektive Unwahrheit verteidigt und>> der zum logischen Denken verdammte MINTie kann nicht verstehen, warum>> offensichtlich Unwahres dennoch „wahr“ sein kann.>> Wenn Stellen nicht besetzt werden können und Projekte platzen, weil die> HR "Dialektik" beherrscht, wäre es vielleicht an der Zeit, den> Fachkräftemangel in der HR anzugehen.
Dann kannst du gleich nach Wählern loyale Politikern suchen.
Das Projekt ist ein Vehikel des Kapital Vermögen zu scheffeln.
HR sagt es bereis im Nahmen, als was die MA betrachtet werden. Als
auszuschöpfende Ressource, die es abzubauen und zu verhökern gilt.
Das Geschäft läuft, wenn Ressourcen leicht zu erwerben sind, der
Veredlungsaufwand überschaubar und Profit enorm.
HRler sehen sich als Goldschürfer, nicht als Ausbildungsabteilung für
Reisende.
Namaste
bernhard schrieb:> Letztlich wäre es natürlich schön wenn man 4 x 5 Jahre Be in> unterschiedlichsten Fachbereichen hat. Diese 20 Jahre müssten aber> innerhalb von 3 Jahren absolviert werden sonst kommt der HR'ler und> denkt man hat vom alten keine Ahnung weil schon wieder vergessen. Ach> und dann gibts auch noch die die glauben werden der Wechselt sowieso> wieder oder kann gar nichts weil er alles kann oder...
Das ist der Grund, warum in Bewerbungen so viel gelogen wird.
bernhard schrieb:> Es ist einfach NICHT so das man später immer noch wechseln kann. Wer> sich mal für eine Richtung entschieden hat für den wird es schwer diese> nochmal zu wechseln.> Erfahre das gerade am eigenen Leib, im Grunde unmöglich ist es von der> Entwicklung ins Marketing oder ähnlich große Sprünge. Das wird nie> was...
In einer großen Firma nie. Aber innerhalb einer kleinen Firma ist so
etwas durchaus möglich.
Der Haken ist nur: Man kommt dann nicht mehr in die große Firma rein,
falls das das Ziel sein sollte.
Also um von dem Scheisse formulierten Titel aufs eigentliche Thema zu
kommen:
Ja es gibt jede Menge Kollegen, die nach dem Abschluss nur im Kopf
haben, an der ersten Arbeitsstelle steil und schnell Karriere zu machen.
Diese wundern sich später kräftig, das es nach einigen Jahren schwierig
ist, eine andere Firma zu finden, die dem 'überqualifizierten'
'branchenfremden' 'Emporkömmling' ohne eingespielten Team eine neue
Chance bietet.
Unser Problem leider schrieb:> Da geht dann der Wechsel, selbst mit 50, viel einfacher. Projektleiter> im Sondermaschinenbau hat keine Lust mehr, da der neue Chef ihm nicht> passt. Er wechselt als Projektleiter in eine Einkaufsabteilung einer> grossen Baufirma, ganz ohne jemals mit der Baubranche Erfahrung gehabt> zu haben.
Zu drollig... :-D Wo hast Du diesen Quatsch abgeschrieben?
Luftpumpen und Heißluftdüsen schrieb:> Unser Problem leider schrieb:>> Er wechselt als Projektleiter in eine Einkaufsabteilung einer>> grossen Baufirma, ganz ohne jemals mit der Baubranche Erfahrung gehabt>> zu haben.>> Zu drollig... :-D Wo hast Du diesen Quatsch abgeschrieben?
Vielleicht aus dem wahren Leben!
So ein Job als Projektleiter hat halt viel mit Büroleitung und
allgemeiner teamführung zu tun. Dass kennen vielleicht nur die älteren,
die noch zwangsweise beim Militärdienst waren, und dort lernen musste,
wie man 'notgedrungen' seinen Alltag und die Mitmenschen ohne Hilfe von
Mama managen musste.
Fpgakuechle K. schrieb:>> Zu drollig... :-D Wo hast Du diesen Quatsch abgeschrieben?>> Vielleicht aus dem wahren Leben!
Na selbstverständlich. Schon mal in einer Entwicklungsabteilung in einem
großen Konzern gearbeitet, da gibt es Haufen solcher Leute. Macht die
Sache in der Praxis aber nicht realistischer.
> So ein Job als Projektleiter hat halt viel mit Büroleitung und> allgemeiner teamführung zu tun. Dass kennen vielleicht nur die älteren,> die noch zwangsweise beim Militärdienst waren, und dort lernen musste,> wie man 'notgedrungen' seinen Alltag und die Mitmenschen ohne Hilfe von> Mama managen musste.
Können i.d.R. gut dampfplaudern und viel heiße Luft absondern - und
haben NULL fachliche Kompetenz von dem was sie da machen. Projekt an die
Wand fahren und schnell woanders hin. Gestandene Teams lassen sich nur
schwer von solchen Leuten koordinieren. Oder "Jung-Manager"-PLs werden
einfach nur verheizt...
Im Gegensatz zur Bundeswehr soll am Ende auch ein bisschen Wertschöpfung
bei rauskommen. Dein Vergleich hinkt also.
Unser Problem leider schrieb:> Da geht dann der Wechsel, selbst mit 50, viel einfacher. Projektleiter> im Sondermaschinenbau hat keine Lust mehr, da der neue Chef ihm nicht> passt. Er wechselt als Projektleiter in eine Einkaufsabteilung einer> grossen Baufirma, ganz ohne jemals mit der Baubranche Erfahrung gehabt> zu haben.
Genau das Gegenteil ist der Fall. Projektleiter wundern sich warum sie
keine andere Stelle finden. Das Problem ist: Es gibt zu viele davon und
zu wenige Stellen, die besetzt man auch eher mit Eigengewächsen und
nicht mit einem Externen der dazu die Branche gar nicht kennt wie oben,
das ist völlig absurd und unrealistisch. Höchstens man kennt sich
persönlich, da geht viel über Connections und nicht über klassische
Bewerbung.
Ich kenne mehr arbeitsloses/fachfremd arbeitendes ehemaliges
"Führungspersonal" als arbeitslose Entwickler. Einmal in der
Projektleitung, "Management" abgerutscht kommst du dort nur schwer
wieder raus, wenn du zurück in die Entwicklung willst, da bist du dann
schon aus mehreren Gründen suspekt was es umso schwieriger macht.
Der nächste Schritt ist da eigneltich immer ne eigene Bude aufzuziehen
oder du landest irgendwo wo du nie hin wolltest, viele werden dann aus
der Not heraus "Berater", tingeln durch die Lande als
Handelsvertreter,... formal sind die alle deutlich abgestiegen,
finazielle Not herrscht nicht aber den Job den sie meist machen kotzt
sie extrem an.
Hat man BWL-Background gehen solche 'fachfremde' Wechsel einfacher. Vom
Marketing z.B. zur Finanzdienstleistung in leitender Stellung ist da
nicht untypisch. Der Ingenieur ist da von Anfang an eher in einer
Sackgasse, die haben das auch nicht im Blut und kein Gespür dafür wie
man sich weiterentwickelt, die haben nur ihre Technik im Schädel.
Winfried J. schrieb:> Das Projekt ist ein Vehikel des Kapital Vermögen zu scheffeln.
Ja eben. Wenn die HR wegen Unfähigkeit keine Leute dafür ausmachen kann,
findet das Projekt nicht statt, und der Gewinn auch nicht. Unfähige HR
richtet gewaltigen wirtschaftlichen Schaden an.
Das geht schon mit Stellenanzeigen los, in denen mehr Berufserfahrung in
irgendwas gesucht wird, als es das überhaupt gibt.
Ic entsinne mich an einen Kumpel, der bei ner US-Firma in Deutschland
untergekommen ist, obwohl er nicht 100% auf die Stelle paßte, sondern
"nur" zu 80%. Der Chef sagte aber auch deutlich, daß er jetzt nicht ein
halbes Jahr rumsuchen wolle, weil er sonst die Projekte nicht schaffe,
und die übrigen 20% werde sich mein Kumpel schon aneignen.
Deutsche Personaler hätten da eher die Projekte platzen lassen, weil sie
panische Angst haben, den verkehrten einzustellen, und nicht wissen, was
"Probezeit" bedeutet.
Nop schrieb:> Deutsche Personaler hätten da eher die Projekte platzen lassen, weil sie> panische Angst haben, den verkehrten einzustellen, und nicht wissen, was> "Probezeit" bedeutet.
Bei inhabergeführten Klitschen hockt in der HR auch oft irgendjemand von
der Familie des Chefs: die Frau, die Schwägerin... die noch weniger
Ahnung von HR haben als eine BWL-Praktikantin mit entsprechendem
Schwerpunkt. Die wählen dann auch nach eher obskuren Kriterien aus, bzw.
sondern aus:
Kommt von >50km weg -> sprechen seltsamen Dialekt dort -> Absage
Sieht blöd aus -> Absage
Hat ein komisches Sakko aufm Bildchen an/Schnurrbart/... -> Absage
War bei Firma x deren Chef im konkurrierenden Golf/Tenisclub ist ->
Absage
War bei BMW, BMWs sind scheisse -> Absage
...
Ja so wird dort z.T. ausgewählt!
Engineer schrieb:> Ist man mal in Job x drinnen, wie soll man realistisch in ein ganz> anderes Berufsfeld kommen (Also vom Ingenieur zum Marketing z.B.), wenn> man einfach das Skillset von Anfang an nicht hat.
"Von Anfang an" hat keiner was. Nicht mal die erste Windel kann man sich
selber umbinden.
> wie soll man realistisch in ein ganz> anderes Berufsfeld kommen (Also vom Ingenieur zum Marketing z.B.)
Man beweist anderen, dass man es könnte. Das dauert manchmal ein paar
Jahre. Die Zeit muss man sich halt nehmen. Solange kann man dann auch
das passende "Skillset" bilden.
Nop schrieb:> und die übrigen 20% werde sich mein Kumpel schon aneignen.
Das ist der Witz an der Sache: man muss sich sowieso noch viel, viel
mehr aneignen. Denn man kennt oft weder die Firma noch das Produkt noch
die konkrete Anwendung. Auch das muss man alles noch lernen.
>>> von Erwin von Bohlen und Hallbach (Gast) 25.09.2020 11:02
Findest du es nicht peinlich, dass es Leute wie dich gibt, die geradezu
zwanghaft einen unglaublichen Müll hier abladen:
Beitrag "Re: Machen Ingenieure zu viele Chimney-Climbs?"
Danke für für deine Zustimmung, deine Einsicht & dein Verständnis.
Moin,
Engineer schrieb:> wenn man einfach das Skillset> von Anfang an nicht hat.
Ein Skillset braucht man doch nur, wenn man die Amper hochskillen will.
Und wer will das schon?
TGIF,
WK
Engineer schrieb:> Frage ist nur: Ist man mal in Job x> drinnen, wie soll man realistisch in ein ganz anderes Berufsfeld kommen> (Also vom Ingenieur zum Marketing z.B.), wenn man einfach das Skillset> von Anfang an nicht hat.
Bald bekommt ihr eine Umschulung vom Jobcenter bezahlt. Da aber auch das
Jobcenter wegen Konjunkturflaute sparen muss, wird es nur eine
zweijährige Ausbildung geben, beispielsweise zum Altenpfleger.
Schaut euch das mal an:
Beruf wechseln
Falls Ihr erlernter Beruf beispielsweise nicht mehr nachgefragt wird,
Sie berufsunfähig sind, Ihr Berufsfeld durch technische Neuerungen
betroffen ist oder Sie beruflich neue Wege gehen möchten, eröffnet Ihnen
ein Berufswechsel neue Möglichkeiten.
https://www.arbeitsagentur.de/karriere-und-weiterbildung/beruf-wechseln
F. B. schrieb:> Bald bekommt ihr eine Umschulung vom Jobcenter bezahlt. Da aber auch das> Jobcenter wegen Konjunkturflaute sparen muss, wird es nur eine> zweijährige Ausbildung geben, beispielsweise zum Altenpfleger.
Kannst du bitte mal aufhören zu geifern und dein Gift zu verspritzen?
Ist ja nicht zum Aushalten mit deinen Schauermärchen. Und dann immer
dieses "ihr" - du allein gegen den Rest der Welt. Das ist krank.
Erwin von Bohlen und Hallbach schrieb:> Bei inhabergeführten Klitschen hockt in der HR auch oft irgendjemand von> der Familie des Chefs
In unserer Klitsche gibt es weder HR noch Marketingabteilung. Marketing
macht der Chef selbst. Da bleibt eine Menge Geld für die Entwickler
übrig, wenn keine HR und Marketing mit durchgefüttert werden muss.
F. B. schrieb:> Sind keine Schauermärchen. Bisher sind doch alle meine Prognosen> eingetroffen.
Doch, das sind dümmliche Schauermärchen. Deine Prognosen kannst du dir
in den Hintern schieben äh gerne für dich behalten.
F. B. schrieb:> Söder warnt vor Massenarbeitslosigkeit in der Autoindustrie
Kretschmann nannte Söder, wie ich finde treffend obwohl ich sonst kein
Kretschi-Fan bin, einen "Meister der Überschriften". Für den Inhalt sind
dann andere verantwortlich. Dem ist nichts hinzuzufügen.