hi
ich habe ein godaddy hosting paket mit einer Domain. Bei der Domain
scheinen eine Vielzahl von DNS Eintragungen auf. Werden wirklich alle
davon benötigt?
Ich habe gestern alle bis auf die NS EIntragungen gelöscht. Die Webseite
funktioniert heute nach wie vor ohne Probleme.
Paul schrieb:> Ich habe gestern alle bis auf die NS EIntragungen gelöscht. Die Webseite> funktioniert heute nach wie vor ohne Probleme.
Wenn das Löschen erfolgreich war, nur noch so lange, wie die alten RRs
bei Dir im Cache liegen.
Mindestens SOA- und NS-Records werden immer gebraucht.
Damit Deine Website unter http(s)://www.domain.com erreichbar ist,
brauchst Du einen A-Record für www. Damit http(s)://domain.com geht,
auch einen für @.
Damit Mails an user@domain.com ankommen, brauchst Du einen MX-Record für
@. Dort dürfen nur FQDNs (nicht IP-Adressen) verwendet werden, so dass
Du dafür (z.B. mail) auch noch einen A-Record brauchst.
Einige der CNAMEs scheinen für die Config-Frontends des Hosters gedacht
zu sein, da könnte die Entfernung auch hinderlich sein.
Genereller Tip: Wenn man von etwas keine Ahnung hat, nicht daran
herumfummeln, das geht im Zweifelsfall schief.
Paul schrieb:> funktioniert heute nach wie vor ohne Probleme.
Schön.
Paul schrieb:> Werden wirklich alle> davon benötigt?
Jetzt müsste man nur noch wissen wozu NS, A, CNAME, MX gut sind.
Ich denke mal, sobald man anfängt bischen herum zu administrieren und
Subdomains anzusprechen kommt die Quittung.
Aber kein Problem, dann knallt man alles ins Webroot und zieht 0777
durch und gut ist... Hackers Paradise.
(prx) A. K. schrieb:> Hmmm schrieb:>> Wenn das Löschen erfolgreich war, nur noch so lange, wie die alten RRs>> bei Dir im Cache liegen.>> 10800 Sekunden aka 3 Stunden. ;-)
Die spannende Frage dabei ist, wann dort die Reloads passieren - und ob
er die RRs überhaupt wirksam gelöscht hat.
Martin schrieb:> Und spf zu löschen ist auch keine gute idee.
doch. Denn SPF ist kaputt. Es zerstört wichtige und gängige Funktionen
von Email, wie z.B. normale Weiterleitungen und Mailinglisten.
Verwende statt dessen DKIM. Das erlaubt die selben Tests beim Empfänger
wie SPF, macht aber nix kaputt.
Gerd E. schrieb:> Denn SPF ist kaputt. Es zerstört wichtige und gängige Funktionen> von Email, wie z.B. normale Weiterleitungen und Mailinglisten.
SPF bezieht sich nicht auf die From-Adresse, sondern auf den
Return-Path.
Eine Mailingliste sollte den Return-Path ohnehin austauschen, denn wenn
von den 1000 Empfängern mal eben 20 nicht erreichbar sind, sollen die 20
Bounces gefälligst beim Listserver und nicht beim jeweiligen Absender
landen.
Bleiben nur noch Weiterleitungen. Die würde ich heutzutage schon deshalb
nicht mehr nutzen, weil weitergeleiteter Spam dazu führen kann, dass der
MX des neuen Empfängers den weiterleitenden auf seine Blacklist packt.
Gerd E. schrieb:> Verwende statt dessen DKIM. Das erlaubt die selben Tests beim Empfänger> wie SPF, macht aber nix kaputt.
Das macht allerdings wirklich Mailinglisten kaputt, wenn (wie allgemein
üblich) das Subject Bestandteil der Signatur ist und die Mailingliste
ein Präfix davorsetzt.
Hmmm schrieb:> Das macht allerdings wirklich Mailinglisten kaputt, wenn (wie allgemein> üblich) das Subject Bestandteil der Signatur ist und die Mailingliste> ein Präfix davorsetzt.
Jo, und insbesonderen verhindert es (leider) kein Stückchen Spam. Hier
kommt derart viel Spam mit fein brav (und sicher korrekt) eingefügten
DKIM-Headern an, dass ich dem Zeug jedwede Nützlichkeit absprechen
möchte.
Paul schrieb:> Ich habe gestern alle bis auf die NS EIntragungen gelöscht.
Warum eigentlich? Bezahlst du Geld für die zusätzlichen Einträge, oder
inwiefern stören sie dich? „Keine Ahnung, wofür das gut ist, lösch ich
dann mal“ scheint mir keine besonders geschickte Strategie.
Gerd E. schrieb:> Martin schrieb:>> Und spf zu löschen ist auch keine gute idee.>> doch. Denn SPF ist kaputt. Es zerstört wichtige und gängige Funktionen> von Email, wie z.B. normale Weiterleitungen und Mailinglisten.
Bullshit. Solange man kein DMARC verwendet, prüft SPF nur das SMTP MAIL
FROM, aber nicht auf den From: header in der Mail. Ersteres sollte immer
der Server sein, der die Mail versendet, weiterleitet, etc. egal was im
From: header der Mail steht.
Nur wenn man DMARC eingeschalten hat, ist die Übereinstimmung beider
Header erforderlich, und nur dann kann es dadurch zu Problemen mit
Mailinglisten kommen.
Auch DMARC ist aber nicht das Ende der Welt. Jeder Betreiber von
Mailinglisten, der Ahnung von der Sache hat, wird bei Absendern mit
DMARC "DMARC from header munging" betreiben, also den From header
umschreiben lassen, und den ursprünglichen From header woanders hin
packen.
> Verwende statt dessen DKIM. Das erlaubt die selben Tests beim Empfänger> wie SPF, macht aber nix kaputt.
Blödsinn. DKIM ist zur prüfung, ob der Inhalt einer Mail manipuliert
wurde. Mailinglisten fügen häufig noch einen Footer an mails an, womit
der Inhalt geändert wird, und ändern dabei auch manchmal noch den
Inhalt. Solange DMARC nicht verwendet wird, werden Mailserver basierend
darauf aber eine Mail nicht abweisen.
Und vorbeugend noch zu DMARC. Wenn ein Mailserver den Inhalt einer Mail
nicht verändert, und DKIM richtig eingerichtet ist, sollte es meistens
kein Problem für Mailinglisten darstellen, selbst wenn diese kein "DMARC
from header munging" betreiben. Man kann per SPF die Mailinglisten auch
spezifisch berechtigen, mails in seinem Namen zu versenden. Aber nur mit
DMARC sieht man, wenn jemand versucht hat, seine Domain zu spoofen, und
kann dies effektiv verhindern. Das DMARC SPF alignment voraussetzt finde
ich auch ziemlichen Mist, denn daher kommen alle Probleme, aber
letztendlich tut es seinen Job, und ist trotzdem nur ein Problem für
die, die ihre Mailing listen nicht richtig konfigurieren.
Ich nutze DMARC, und werde nicht darauf verzichten. Zuletzt hatte ich
einen DMARC Report am 2020-04-08, dass jemand aus Südkorea vesucht hatte
eine meiner Mailadressen zu spoofen.
Jörg W. schrieb:> Warum eigentlich? Bezahlst du Geld für die zusätzlichen Einträge, oder> inwiefern stören sie dich? „Keine Ahnung, wofür das gut ist, lösch ich> dann mal“ scheint mir keine besonders geschickte Strategie.
Lieber Jörg, manchmal bist Du so diplomatisch... zum Niederknien. Danke.
;-)