Hallo,
habe erfolgreich ein kleines Projekt mit dem Arduino, Sensor, Display
etc aufgebaut und alles mit diesen Steckverbindern verbunden, die man
mit den einzelnen Modulen mitgeliefert bekommt.
Musste jetzt leider feststellen, dass diese Steckverbindungen nicht
zuverlässig Kontakt haben und sich auch leicht lösen.
Am Arduino selbst sind Stiftleisten eingelötet, an den meisten andern
Komponenten auch.
Was für Alternativen gibt es zur Verbindung der Module, die sicherer
Kontakt haben und sich auch nicht so leicht lösen?
Danke und Grüße
Stefan
Stefan schrieb:> mit dem Arduino
Welches Board?
> mit diesen Steckverbindern
Welche Steckverbinder?
> Was für Alternativen gibt es zur Verbindung der Module
Dafür verwendet man entweder mit Heißkleber fixierte Dupont Kabel oder
Stiftleisten+Buchsenleisten. Man kann Dinge auch mit Kabelbindern und
Schrauben fixieren.
All dies gibt es in sehr unterschiedlicher Qualität. Bei Aliexpress
bekommst du meist die Mangelware geliefert, die Gerätehersteller nicht
verwenden wollen.
Nachtrag :
Bestell dir bei den Crimpkontakten ruhig 100 mehr. ;) Das ist am Anfang
etwas Übung nötig.
Ich habe die selbst, weil sehr Preiswert das ganze und ich bin sehr
zufrieden damit.
Hallo
Stefan schrieb:> Was für Alternativen gibt es zur Verbindung der Module, die sicherer> Kontakt haben und sich auch nicht so leicht lösen?
Löten ;-)
Das mag vielleicht jetzt patzig bis arrogant klingen ist aber ernst
gemeint.
Bei Arduinoprojekten die richtig angewendet werden sollen mache ich das
so - ein Arduino pro Mini Clone wird auf eine Lochrasterplatine als ein
"großer IC" aufgelötet und die Module (sind oft einfacher und
preiswerter zu erhalten als die eigentlichen Bauteile - abgesehen das
Lochraster und SMD Bauteile zumindest Problematisch sind) ebenfalls -
eventuell müssen die vorhandenen Stiftleisten aber ab gelötet werden -
kein Problem mit geeigneten Entlötlitzen und eine Lötstation die
genügend Leistung hat (<=60W sollten es schon sein - und nicht geizig
mit der Temperatur sein schnell und heiß ist besser als langsam und
nicht so heiß), eine "dritte Hand" oder ein kleiner Schraubstock etc und
eine Spitzzange machen die Sache noch deutlich einfacher.
Wer es ganz edel will erstellt ein Layout ("Arduino Footprints" gibt es
schon fertig) und lässt sich eine Platine fertigen - dann ist man auch
nicht unbedingt auf die doch recht plazverschwenderischen Module und
wenn man es will (und ein wenig Ahnung hat) auf ein Arduinoboard
angewiesen wobei so ein pro Mini (Clone natürlich - ein oder zwei
Orginalboards sollten als Unterstützung und "Danke" n die Arduinotruppe
mehr ausreichen - die Preise stimmen einfach nicht und außerdem sind sie
nun seit vielen Jahren schon Fett im Geschäft - ein gegen finanziertes
Hobby zum wohle der Hobbygemeinschaft ohne Gewinnabsicht ist nämlich
nicht mehr...) -schon relativ Platzoptimiert aufgebaut ist.
Es gibt zwar Nutzer die fertige Projekte auf ein Steckbrett produktiv
laufen lassen aber siehe schon alleine deine Probleme - das Steckbretter
EMV mäßig eher suboptimal sind und eine eine extremen Platzbedarf haben
sind nur einige Punkte die gegen ein Steckbrett bei einen "richtigen"
Einsatz sprechen.
Steckkontakte sollte man wenn möglich immer vermeiden - die machen über
kurz oder lang gerne mal Probleme oder sind wenn einigermaßen
zuverlässig teuer, groß und generell ;-) inkompatibel.
Prakriker
Ich denke eher der TO möchte eine stabilere Verbindung haben als die
China-Käbelchen, die man bei den Steckboards üblicherweise hat.
Wenn man an eine Adapter-Platine (i2c auf Display) die üblichen
Käbelchen dran hängt zappeln ein 4 unordentliche Kabels herum. Macht man
sich aber selbst ein Kabel hat man Ordnung.
Ich habe das so gelöst.
Die Stecker/Buchsen oben genommen. Dann 4 Litzen gemacht (2 Farben
reichen)
Dann immer den blauen Kabel an eine Seite gemacht, und die restliche
Litzen mit 2 Buchsen verbunden. VORHER habe ich ein Schrumpfschlauch
genommen und von ihm 3-5 mm breite Stücke abgeschnitten. Die Litzen alle
durch diese Stücke gezogen und die Stücke auf den Strang verteilt. Nach
den Festmachen der Kontakte im Stecker die Stücke durch schrumpfen
fixiert.
Das Ergebnis : Ein Kabel mit 2 Buchsen, der mega Fexible ist, aber auch
sauber gebündelt.
Da ich 1 Roten und ansonsten einfarbige Litzen nehme, habe ich eine
Orientierung gegen das verdrehen des Kabels und gleichzeitig keine
verwirrenden Farben auf den Board.
Einfach gesagt : Vom Arduino aus geht eine Verbindung zu einen PSS von
da aus mein "Bastelkabel" zu den passenden Platinchen. Es ist also
einfacher die Verbindungen nachzuvollziehen.
Wichtige / Normverbindungen , z.b. I2c zum Display (Ich hatte noch nie
ein Projekt ohne und werde es auch NIE haben) auf den Board mache ich
übrigens nicht mit Kabeln sondern mit Steckbrücken. Die sind wesentlich
fester aber man brauch auch meist eine Telefonzange zum Raus ziehen.
Einfach gesagt : Ein Arduino-nano aufs Board gesteckt, Steckbrücken zum
PSS
und an den PSS mit Bastelkabel zum Display. Das steckt übrigens in einen
Halter aus Speerholz damit es nicht herum zappelt und ich es während der
Entwicklung lesen kann ;)
Danke, das sind jetzt einige Vorschläge, die ich mir erst mal genauer
anschauen muss, was für mich geeignet wäre.
Die PSK-Stecker hören sich gut an. Allerdings habe ich am Arduino ganz
normale Stiftleisten. Weiß nicht, ob da das Gegenstück der PSK-Stecker
passen würde. Besser wäre es auf alle Fälle, da man hier gleich
Verpolschutz und Verriegelung bekommt.
Auch die Idee, alles auf eine Platine zu löten, hört sich gut an.
Den Vorschlag von Schlaumaier muss ich nochmal lesen, habe das nicht
ganz verstanden.
Hatte auch schon Litzen direkt an den Arduino gelötet. Das funktioniert
aber nicht, weil die nach kurzer Zeit brechen.
Stefan schrieb:> Hatte auch schon Litzen direkt an den Arduino gelötet. Das funktioniert> aber nicht, weil die nach kurzer Zeit brechen.
Gelötete Kabel muss man immer festbinden.
Stefan schrieb:> Allerdings habe ich am Arduino ganz> normale Stiftleisten. Weiß nicht, ob da das Gegenstück der PSK-Stecker> passen würde. Besser wäre es auf alle Fälle, da man hier gleich> Verpolschutz und Verriegelung bekommt.
NEIN. Nicht direkt an den Arduino. Du musst immer über ein Steckboard
gehen.
Welchen Arduino hast du. Es gibt ein "Schraubanschlußadapter" aus China
für den Arduino nano.
https://www.ebay.de/itm/Nano-Terminal-Adapter-for-the-Arduino-Nano-V3-0-AVR-ATMEGA328P-AU-Module-Board/272371143284
Vielleicht ist der was für dich. Ich habe zwar so einen aber nur die
KIT-Version. Das Plastikzeug ist in DE 10 x teurer als der ganze Adapter
;)
Stefan schrieb:> Den Vorschlag von Schlaumaier muss ich nochmal lesen, habe das nicht> ganz verstanden.
Was genau hast du nicht verstanden. ??
https://www.ebay.de/itm/Blau-IIC-I2C-TWI-LCD-2004-20X4-Interface-Display-Anzeige-Bildschirm-Fur-Arduino/383745310325
<- Das ist mein Lieblingsdisplay. Kinderleicht anzusteuern und zu 99%
ausreichend für mich.
Wie du auf den Bild siehst sind da 4 Kabel "Simuliert". In Wahrheit hat
die Adapterplatine die die hinten angelötet haben, 4 pins.
Von diese 4 Pins geht mein selbst gebautes Kabel (Bestehend auf 2 x PSK)
zum Steckboard wo ein PSS drin ist. Das PSS wird via Steckbrücken
verbunden mit den Nano (ich arbeite fast nur damit, weil klein/Putzig
und macht alles was der große UNO auch kann) der auch auf den Steckboard
hockt.
Davon abgesehen kostet mich ein Nano nur ca. 1-2 Euro, je nach Laune des
Chinesen, was zur Folge hat, das ich einige Nano OHNE gelötete
Steckverbindung schon gekauft habe, und eine "fliegende" Verdrahtung mit
Löten gemacht habe.
Stefan schrieb:> Danke, habe es jetzt verstanden.> Und dieses Board mit den Schraubklemmen kannte ich noch nicht. Das wäre> wirklich eine Option.
Funktioniert aber nur mit den NANO. Die andere Arduino-Boards haben
andere Maße.
Schlaumaier schrieb:> Ebay-Artikel Nr. 383745310325> <- Das ist mein Lieblingsdisplay.
Vom Thema etwas abschweifend:
Das Nokia 5110.....
https://www.ebay.de/itm/LCD-Display-Screen-Modul-Module-f%C3%BCr-Arduino-Nokia-5110-DIY-84-48-blau/232577919023
...ist mit der Adafruit Library auch einfach anzusteuern und bieter mehr
Moeglichkeiten in der Menuegestaltung.
Sich dauerhaft auf ein bestimmtes Display festzulegen kann einen schon
ziemlich einschraenken wenn man z.B. viele Informationen gleichzeitig
dargestellt haben moechte.
Manche Nokias verwenden "Zebrastreifen" um eine elektrische Verbindung
vom eigentlichen Display zur Platine herzustellen=> damit gibt es
scheinbar hin und wieder Probleme.Die chinesischen Displays die ich
habe,benutzen Federkontakte und das funktioniert auch recht gut
hihi , dein Nokia-Display hab ich sogar hier.
Ich sagte ja nicht, das ich mich auf eins beschränke. Aber solange ich
nur 2 o. 4 Zeilen Text anzeigen will, reicht mein Lieblingsdisplay. Der
Grund ist aber nicht das Display selbst, sonder die Tatsache das ich mit
einer Zeile Befehlscode, an jede der Stellen auf den Display ein Text
ausgeben kann. OHNE Sub-Routine.
Das Nokia-Teil nehme ich , wenn ich mehr als nur "lausigen Text"
ausgeben will, oder den Text schöner gestalten will. Es gibt ein
Beispielcode für B4R wo man auf den Nokia ein Ball hüpfen lässt. Das
kann ich halt auf den anderen Display nicht.
Also einfach gesagt, 2-3 Displays die man braucht i.d.R. lösen 95% aller
Anwendungen. Die restlichen 5% sind Sonderprojekte.