Ich habe mir einen neuen PC gegönnt, HP Prodesk mit vorinstalliertem
Win10. Vorher hatte ich auf eine alte Gurke Ubuntu 20.04 installiert,
das lief da aber zu langsam, der Rechner konnte nur max. 3 GB Ram ab.
Dann habe ich die SSD mit dem Ubuntu in den Neuen eingebaut und gehofft
der könnte davon auch booten, ging aber nicht. Beim rumprobieren mit dem
UEFI und easyBCD habe ich es dann geschafft den Win10 Eintrag zu
schreddern und jetzt kann ich nur die Win RE recovery booten, aber die
Reparaturoptionen können das nicht reparieren.
In der Kommandozeile ist die Win10 Partition sichtbar, aber Versuche
bcdedit findet keinen store und bcdboot meldet Fehler beim kopieren der
Startdateien.
HP liefert die Installation mit aktivem Bitlocker aus, ich kann auch vom
UEFI aus nicht die .efi Datei booten, auf c: kann nicht zugegriffen
werden.
Wie bekomme ich den Booteintrag wieder hin?
du machst erstmal ein Backup von einer leeren Windows Installation?
Normalerweise kann man einen verkonfigurierten Bootmanager mit den
genannten
Tools wieder reparieren, mit Bitlocker scheint das komplizierter zu
sein. Windows und RE sind verschlüsselt und es gibt eine 266 MB große
Partition ohne Dateisystem. Ich vermute das von dieser gestartet wird
und hier der Bootmanager drauf ist. easyBCD weiß wie man da rankommt,
das habe ich ja vom gebooteten Windows benutzt. Vom RE aus kann ich das
easyBCD nicht starten weil das .NET haben will. Für die Möglichkeit das
von USB/DVD zu starten will der Hersteller 20$ haben. Weil ich neugierig
bin will ich das aber ohne das zu kaufen hinbekommen.
Die Windows Partition konnte ich über die Kommandozeile in RE wieder
entschlüsseln mit 'manage-bde -off'. Dadurch kann ich zB in Ubuntu
wieder darauf zugreifen und diese hat auch .efi Dateien. Die Frage ist
jetzt, wie bekomme ich die in den UEFI boot rein? Oder diese Partition
zum Grub2 hinzugefügt? Das Ubuntu hatte ich nochmal neu installiert und
der Rechner bootet jetzt in den GRUB und ich kann Ubuntu, den
ursprünglichen Bootmanager mit dem fehlenden Windows Eintrag oder UEFI
Boot auswählen.
Edit:
mit update-grub wird die Win10 Partition noch nicht gefunden, was möchte
der noch haben?
Johannes S. schrieb:> Vorher hatte ich auf eine alte Gurke Ubuntu 20.04 installiert,> das lief da aber zu langsam, der Rechner konnte nur max. 3 GB Ram ab
Normalerweise installiert man auch nicht Ubuntu auf langsamen Gurken,
sondern Linuxe, die schön schnell auf langsamen alten Gurken laufen.
Was kann man zum Thema alles im Bios einstellen?
Ich hatte früher immer ersteinmal ein Backup von einer leeren
Windows-Installation gemacht, inclusive aller Updates kann das schonmal
einige Stunden in Anspruch nehmen. Dann noch Installation aller
Helferleins die man so braucht ist das schon etwas was ein/zwei Tage
dauert oder nicht? Ich Rede Jetzt von Windows 7 und da Windows 10 der
hässliche Bruder davon ist würde ich eher doppelt auf der Hut sein.
Johannes S. schrieb:> du machst erstmal ein Backup von einer leeren Windows Installation?
Ich mache das. Ich habe immernoch das Backup von meinem Surface Pro 3,
dessen Akku mittlerweile hinüber ist (aufgebläht). Dessen
vorinstalliertes OS hab ich nie gestartet.
Michael M. schrieb:> Bei den neuen PC ins Bios gehen und dort von UEFI auf Legacyboot> umstellen.> Und schon sollte auch das Ubuntu wieder Starten.
Ubuntu hat er ja mittlerweile am laufen, mit UEFI. Er will das Windows
retten, welches er sich mit Windows Tools zerschossen hat,
Auf Legacyboot würde ich nicht umschalten, manche Biose deaktivieren
dann nähmlich manchmal gewisse dinge / HW.
Daniel A. schrieb:> Ubuntu hat er ja mittlerweile am laufen, mit UEFI. Er will das Windows> retten, welches er sich mit Windows Tools zerschossen hat,
richtig. Und durch den Bitlocker ist das richtig kompliziert weil die
Startpartition ein Image ist und ich nicht gefunden habe wie der
Bootmanager darin eingestellt werden kann.
Mittlerweile habe ich doch das Tool von NeoSmart gekauft und das hat
automatisch wieder alles geändert. Jetzt wird zwar versucht das Windows
zu starten, das hängt aber weil der BCD auf der C: Platte nicht korrekt
ist. Da war keiner und ich habe dann einen angelegt aber der hat keinen
gültigen Eintrag. Gut, das sollte die RE reparieren können, aber die RE
hat das NeoSmart Tool rausgeworfen :( Genauso wie den Grub mit dem ich
bisher ins Linux booten konnte.
Das Tool brauchte z.B. das legacyboot/secure boot disabled, damit werden
dann MBR partitionen gebootet.
Den BCD auf C: mache ich jetzt nochmal kaputt, in der Hoffnung das das
NeoSmart den repariert, sonst ist noch eine Windows PE oder sowas nötig.
Grub habe ich auch versucht wieder zu installieren, das zickt noch. Von
der Ubuntu installation gebootet, das Linux auf der Platte gemountet und
mit chroot umgeleitet, aber es gibt immer noch Fehler
1
root@ubuntu:/# sudo update-grub
2
sudo: Hostname ubuntu kann nicht aufgelöst werden: Temporärer Fehler bei der Namensauflösung
3
/usr/sbin/grub-probe: Fehler: Gerät für / konnte nicht gefunden werden (ist /dev eingehängt?).
Johannes S. schrieb:> Warum muss das nur so kompliziert sein...
Das liegt am Windows, die hier vom UEFI etwas occupieren, was so nicht
vorgesehen und gedacht war. Kann man sich suchen und nachlesen in alten
Artikeln.
ich habe den grub reparieren können, die Anleitungen auf AskUbuntu sind
wirklich gut.
Jetzt habe ich allerdings noch den Effekt das zuerst eine Meldung
'system bootOrder not found' kommt. Wenn ich etwas warte wird Ubuntu
gestartet, wenn ich ESC drücke kommt die grub Auswahl. Habe ich jetzt
zwei grubs? Die Lösungen wie in
https://askubuntu.com/questions/1042747/system-bootorder-not-found
funktionieren nicht bzw gibt es in diesem HP UEFI keinen Eintrag für ein
custom boot file wie im Artikel beschrieben.
Kennt hier jemand das Bios vom aktuellen HP Prodesk?
Auf der zusätzlichen HD hatte sich Bitlocker eingenistet in Vol 1, das
NeoSmart Tool hat da auch einen Windows Bootmanager angelegt in Vol 2.
Oder wurde das schon vom Ubuntu Installer angelegt?
das glaube ich nicht, so ein MBR ist ja nur noch zur Zierde auf den
Platten.
Ich habe auch beide Systeme wieder ans Laufen bekommen. Windows konnte
ich retten durch ein Booten der Win10 Installation, da kann man dann
auch in eine Kommandozeile wechseln. Da ließ sich der BCD mit dem Tool
bcdboot wiederherstellen. Windows hat das automatisch nicht hinbekommen.
Den Bootmanager/BCD braucht man für UEFI aber nicht unbedingt, man kann
kann direkt mit EFI Datei starten. Grub findet die Windows Installation
auch nicht, aber manuelles hinzufügen von
1
exec tail -n +3 $0
2
# This file provides an easy way to add custom menu entries. Simply type the
3
# menu entries you want to add after this comment. Be careful not to change
4
# the 'exec tail' line above.
5
6
menuentry 'Windows 10' {
7
insmod part_gpt
8
insmod fat
9
set root='hd1,msdos3'
10
chainloader /EFI/Microsoft/Boot/bootmgfw.efi
11
}
in /etc/grub.d/40_custom funktioniert. Welches die root ist bekommt man
mit 'ls' in der minimal shell vom grub heraus.
Wermuthstropfen ist immer noch das die Fehlermeldung mit der fehlenden
Bootorder angezeigt wird und ich an dieser Stelle ESC drücken muss um in
das Grub Menu zu kommen. Verschiedene Tipps aus dem Netz haben nicht
funktioniert, hier scheint das HP Bios sehr speziell zu sein. Bios
update habe ich auch gemacht, das ist schon cool das es direkt aus dem
Bios das Update aus dem Internet zieht. Mit 'efibootmgr' wird eine
richtige bootorder angezeigt, die kann ich auch verstellen, aber das
Bios stört sich nicht daran. Im Bios gibt es keine Einstellung für
custom boot wie in einigen Tipps zu lesen ist.
Hier im Forum gibt es 6000 Expertenmeinungen in einem Laberthread zu Win
vs. Linux, aber keinen der Ahnung hat, traurig.
Dieter D. schrieb:> Johannes S. schrieb:>> Warum muss das nur so kompliziert sein...>> Das liegt am Windows, die hier vom UEFI etwas occupieren, was so nicht> vorgesehen und gedacht war. Kann man sich suchen und nachlesen in alten> Artikeln.
Dann zeig mal was Windows da so macht.
Ich denke Windows verhält sich richtig. Du installierst Windows, Windows
erzeugt in der ESP, falls vorhanden den Bootmanager, ansonsten wird die
Partition angelegt. Der BCD Store liegt ebenfalls dort (UEFI kann in den
meisten fällen kein NTFS). Dann wird ein Booteintrag im UEFI angelegt
und dieser an die erste Stelle geschoben. (Es gibt die Boot Variablen
nach Schema Boot####, wobei #### einer Zahl entspricht, z.B.Boot0001 und
eine Variable Namens BootOrder)
Johannes S. schrieb:> Wermuthstropfen ist immer noch das die Fehlermeldung mit der fehlenden> Bootorder angezeigt wird und ich an dieser Stelle ESC drücken muss um in> das Grub Menu zu kommen.
Vielleicht existiert die Variable BootOrder nicht mehr, da sie bei
deinen Experimenten gelöscht wurde. Kommt die Meldung vom UEFI oder vom
grub?
Boot0003* SK hynix BC511 HFM256GDJTNI-82A0A-CY04N008811504747
9
Boot0004* hp HLDS DVDRW GUD1N
10
Boot0005* SK hynix BC511 HFM256GDJTNI-82A0A-CY04N008811504747
11
Boot0006* KINGSTON SA400S37480G
12
Boot0007* Intel Corporation: Realtek PXE B02 D00
13
Boot0008* hp HLDS DVDRW GUD1N
14
Boot0009* IPV4 Network - Realtek PCIe GBE Family Controller
15
Boot000A* IPV6 Network - Realtek PCIe GBE Family Controller
16
Boot000B* Windows Boot Manager
17
Boot000C* ubuntu
es wird immer Boot0006 gestartet, obwohl in der Bootorder die 000C
drinsteht. Die doppelten Einträge entfernen mit efibootmgr klappt auch
nicht, zeigt keinen Effekt.
Der neue Rechner macht mich verrückt.
Das Win10 läuft, aber die Windows Updates sind bei KB4577671
hängengeblieben, das lässt sich nicht installieren, Fehler 0x800f0922.
Alle Tipps aus dem Internet durchprobiert, nix zu machen. Installation
läuft bis 99% und dann gibt es ein Rollback, und damit bin ich kein
Einzelschicksal.
Da der Windwoskey im MS Konto gespeichert ist wollte ich doch eine
Neuinstallation machen. Vorher noch versucht die
Wiederherstellungsoptionen zu probierenm mit Win10 zurücksetzen, aber
auch hier geht nix. Einfach 'Fehler, geht nicht' ohne Infos.
Dann mit Media Creation Tool das neue Win10 20H2 auf USB Stick gepackt
und gestartet, Installation geht nicht weil Treiber fehlen. Wieder durch
zig Seiten gelesen, mit dism Treiber für USB und IAStor dem boot.wim
hinzugefügt, immer das Gleiche. Den USB Stick durch HD mit USB-Sata
Adapter ersetzt und dann die HD an Sata angeschlossen, Treiber fehlen.
Wenn ich die Installation von USB oder der SATA Platte boote, dann sind
die Installationsdaten auf dem USB Stick nicht sichtbar. Nur die m.2 SSD
ist sichtbar, die anderen Laufwerke werden mit diskpart als ohne oder
unbekanntem Dateisystem angezeigt. Was für Treiber will Windows da noch
haben?
Und das ist nicht mal der allerneueste Rechner, ein HP Prodesk 400 G6
mit i7-9700, da sollte eine Win10 Installation doch flott drüberlaufen.
Johannes S. schrieb:> HP Prodesk
Nur z.B.:
Eine Hotline würde sicher fragen ob schon die aktuellsten Patche auf der
HW sind und die andere SW-Hotline würde wohl fragen ob dieser Rechner
überhaupt in der HCL zu finden ist und unterstützt wird? :-)
liebe Hotline, Bios ist ganz frisch 2.06 vom Oktober (aktualisiert von
2.03, ohne Effekt). Windows ist so frisch wie es geht weil gerade das
Windows Update ja klemmt.
Und HCL schütte ich da bald drüber, nie wieder HP. Weiß auch nicht warum
ich den gekauft habe, die Ubuntu Foren sind voll mit so UEFI Problemen.
Wobei diese Generation schon besser sind, ~2018 war der Windows Start
noch hardcodiert im Bios.
Der verdammte Bitlocker war es, bzw irgendwelche Reste die geklemmt
haben. Ich hatte mich schon gefragt wieso er das DVD Laufwerk zu 98 %
verschlüsselt hat obwohl keine DVD drin war... Jetzt konnte ich auch
nicht mehr auf andere Laufwerke vom Windows aus zugreifen, keine USB
Sticks und keine anderen.
Auf der zweiten Platte wo nur Ubuntu drauf sein sollte war eine 500 MB
Partition die unter Windows als verschlüsselt angezeigt wurde. Die habe
ich mutig gelöscht und damit war der Bitlocker Spuk vorbei, das DVD und
alle Laufwerke waren befreit. Und nein, ich habe den Bitlocker nicht
eingeschaltet, das macht HP voreingestellt sobald das Windows Konto
angelegt wurde.
Jetzt konnte ich die Windows Neuinstallation starten und es kommt keine
'fehlende Treiber' Meldung mehr. Aber nicht das es einfacher würde. Auf
die gelöschte Windows Partition mag der Installer nicht installieren
weil es beim UEFI nicht ohne GPT geht (vorher war das aber so). Neue
Partition kann nicht als GPT angelegt werden. MBR nach GPT konvertieren
geht nicht weil Windows die m.2 SSD für ein USB Laufwerk hält. Oh Mann,
was soll das.
Ich hatte es mit diskpart versucht, aber das hat die m.2 nicht als
Festplatte angesehen. Für die mageren 256 MB und 2 Partitionen reicht
aber auch MBR. Mit legacy Mode im BIOS hat es endlich geklappt,
aktuelles Win10 20H2 läuft.
Dieter D. schrieb:> Einfach mal lesen und dann aktiv selbst denken:>> https://www.thomas-krenn.com/de/wiki/UEFI_Secure_Boot> https://www.wintotal.de/uefi-der-bios-nachfolger/>> "Damit soll verhindert werden, dass unsignierter und damit eventuell> gefährlicher Code gestartet wird. Was sich so schön nach „Sicherheit“> anhört, sorgt für erhebliche Probleme: Die Signierung vergibt nur> Microsoft."
Leider finde ich spontan gerade keine Quelle dazu, aber ich erinnere
mich daran mal gelesen zu haben, dass Microsoft nicht unbedingt die CA
für SecureBoot sein wollte. Jedoch wollte es irgendeine Linux
Organisation FSF oder so, nicht machen.
Aber, deine Argumentation ist schon ein bisschen armselig. Du meinst
UEFI ist böse weil du dir irgendwelche Verschwörungserzählungen
ausgedacht hast?
Was genau steht jetzt in diesen Links von dir, um zu beweisen, dass
Microsoft böse Dinge damit anstellt? Die genannten Probleme existieren
zum groß teil nicht mehr (der wintotal Artikel ist von 2013).
Es gab/gibt(?) ja bekannte Sicherheitslücken, das 'secure' sehe ich da
eher als ein Attribut wie rot oder grün. Und irgendwie ist es nur
komplizierter, aber kaum besser oder sicherer geworden. Das sich ein
Bios jetzt direkt mit Quellen aus dem Internet verbinden kann macht das
Update einfach, macht aber wieder Hintertüren auf. Auch das ein OS die
NVRAM Variablen und damit das BIOS Verhalten ändern kann ermöglicht
bösen Tools doch viele Möglichkeiten wenn die root Rechte erlangen.
Johannes S. schrieb:> Auch das ein OS die> NVRAM Variablen und damit das BIOS Verhalten ändern kann ermöglicht> bösen Tools doch viele Möglichkeiten wenn die root Rechte erlangen.
Es können nur bestimmte Variablen aus dem OS manipuliert werden. Früher
mit dem Legacy Bios konnte man mit flashrom unter Linux einfach auf den
Bios Flash/Firmware Hub schreiben. Ob das jetzt unbedingt sicherer war?
Vielleicht, weil es keine OpenSource Refernz Implementierung gab und man
das ganze Assembler Geschwurbel erstmal reversen musste. Sicherer war
das alles aber auf jeden Fall nicht.
[…]
Windows habe ich zunächst nicht angerührt, Ubuntu auf eine zusätzliche
Platte gepackt. Das BIOS wollte aber immer nur Windows booten und die
boot und Windows Partitionen waren unantastbar weil verschlüsselt.
Es läuft, ich muss aber den Legacy Mode im BIOS eingeschaltet lassen
weil Windows keinen EFI Start hat. Da müsste ich die MBR in GPT
umwandeln.