LTSpice Plottet sehr langsam

Gast #6469590
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Hallo nochmal,

bin ich der einzige der ein Problem damit hat wie lange die DARSTELLUNG 
einer Linie dauert?
Über das Optimieren der Simulation gibt es schon genug Beiträge (z.B. 
https://electronics.stackexchange.com/questions/262663/how-to-trace-down-why-ltspice-simulation-is-slow/262712), 
aber das meine ich nicht.

Wenn die Simulation fertig ist, und ich mir zusätzlich zu U(R1) noch 
U(C1) anzeigen lassen will, dauert es nach dem Klick ein paar sekunden 
bis die Linie komplett gezeichnet ist - und in der Zeit kann ich absolut 
nichts anderes in ltspice machen. Kann man das irgendwie beschleunigen? 
Bin ich der einzige den das nerft?

Viele Grüße,
Kajetan
Angehängte Dateien:
Gast #6469617
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Warum musst du ein 13MHz-Signal 10ms lang plotten? Das sind 130000 
Perioden! 50µs reichen doch auch.
Warum ist ein Timestep von 0.1ns notwendig? Ich trage da nur in seltenen 
Ausnahmefällen was ein. Hier wird zwar die Sinuskurve etwas 'unrunder', 
aber beim Timestep = 1ns ist der Unterschied noch marginal und alles ist 
bereits 10mal schneller.
Mit 0.1ns max. Timestep müssen, wie schon gesagt wurde, 10^8 Punkte 
berechnet und dargestellt werden. Da sie auf der Platte 
zwischengespeichert werden, dauert das eben.

Fazit: Zahl der zu berechnenden Punkte drastisch reduzieren!
Gast #6469674
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Hi, das ging ja fix, danke!
Mir ist schon klar, dass es sehr viele Punkte sind. Mein (vielleicht 
naiver) Wunsch wäre:
- erstmal im gesammten die Hüllkurve zu sehen (mit weniger angezeigzen 
Punkten)
- beim reinzoomen dann die höhere auflösung zu genießen.

Vielleicht gibt es ja eine Einstellung "Anzeige auf xxx Punkte 
vereinfachen"?

(Das angehängte Beispiel ist vereinfacht, die gesammte Schaltung braucht 
ein paar ms um sich einzuschwingen)
Gast #6469735
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Kajetan schrieb:
> Vielleicht gibt es ja eine Einstellung "Anzeige auf xxx Punkte
> vereinfachen"?

Nein. Mach den Timestep weg.
Du kannst auch lange Simulationszeiten haben, aber erst ab kurz vor 
Schluss plotten lassen (Time to start saving data); also bei 10ms dort 
9.99ms angeben. Dann dauert zwar das Rechnen noch immer genau so lang, 
es müssen aber nur wesentlich weniger Daten geplottet und gespeichert 
werden.
Teilweise ist es auch sinnvoll, das Fenster klein zu machen oder 
zumindest das Plotfenster klein zu machen, dann wird nämlich nicht 
dauernd der Plot erneuert, was bei vielen Datenpunkten auch viel Zeit 
kostet.
Im andern Fall: Kaffee trinken und warten ...

Kajetan schrieb:
> (Das angehängte Beispiel ist vereinfacht, die gesammte Schaltung braucht
> ein paar ms um sich einzuschwingen)

Auch da muss der Timestep nicht so klein sein. Der ist nur dann klein zu 
wählen, wenn du z.B. sehr steile Flanken an einem an sich sonst 
langsamen Signal auflösen willst. In 99% der Fälle lässt man das Feld 
frei bzw. schreibt 0 rein.
In einer komplexen Schaltung kann es viele Ursachen für eine langsame 
Simulation geben, z.B. aufwändige oder schlechte Modelle von BE, 
manchmal auch ideale Ls oder Cs ohne R-Anteil. Pauschal schwer zu sagen.
Für einen schnellen Plot sind es einfach zu viele Datenpunkte.

Einschwingvorgänge in LTSpice zu erfassen, erfordert u.U. weitere 
Maßnahmen, wie 'Start external Voltages at 0V' (startup) oder 'Skip 
initial operating point solutions' (uic).

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