Forum: PC Hard- und Software Linux Mint 19.2: Grafischer Login klappt nicht mehr


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von Reinhard S. (rezz)


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Nabend.

Problem: Ich kann mich seit vorhin auf meinem Linux Mint nicht mehr mit 
der grafischen Oberfläche anmelden, nach Eingabe Passwort werd ich nach 
2-5 Sekunden kommentarlos wieder zum Login-Bildschirm geschmissen.

dmesg zeigt dabei die im Screenshot gezeigten Meldungen bei 46.xxx und 
143.xxx
Googlen brachte mir nur einen Hinweis auf evtl. überbordende Logfiles 
bzw. keinen freien Speicherplatz, allerdings sind bei mir noch knappe 7 
GB frei, daran sollte es also nicht liegen.

Der gleiche Fehler tritt bei einem Backup von Mitte Oktober (auf HDD, 
also andere Platte) ebenfalls auf, bei beiden Systemen wird dann auch 
fleißig auf der HDD rumgerödelt.

Ein weiteres Backup von Anfang Oktober funktioniert, ist aber eigentlich 
einen Ticken zu alt um es wieder zu restoren. Allen 3 gemeinsam ist der 
Key-Fehler, siehe im Screenshot bei 24.616xxxx. Ich kann mich dunkel 
dran erinnern, das ich den schonmal hatte und da eben auch schon mein 
Backup zurückgespielt habe.

So, kann jemand damit was anfangen oder mir sogar sagen, wie ich den 
Fehler wegbekomme?

von pegel (Gast)


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keyring ist doch das persönliche Schlüsselbund, soweit ich weiss.

Also ein Master Passwort, das die anderen Passwörter 
Verwaltet/Verschlüsselt.

Das scheint nicht korrekt konfiguriert zu sein.

Für Ubuntu etwa so:

https://wiki.ubuntuusers.de/GNOME_Schl%C3%BCsselbund/

von Heiner (Gast)


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Zuerst würde ich mittels
dmesg --level=err
mal sehen, was noch alles schiefgelaufen ist. Um das Problem 
einzugrenzen, würde ich danach wohl ausprobieren, ob sich die Daten noch 
entschlüsseln lassen:
sudo ecryptfs-recover-private
Das hinterlässt im Erfolgsfall entschlüsselte Mounts (ro) in /tmp. Auch 
das weitere Vorgehen aus 
https://wiki.ubuntuusers.de/ecryptfs/Datenrettung/ könnte hilfreich 
sein.

Wenn das funktioniert, kann man mal als erstes die Daten sichern. Danach 
geht die Fehlersuche Richtung keyring weiter.

von Reinhard S. (rezz)


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pegel schrieb:
> keyring ist doch das persönliche Schlüsselbund, soweit ich weiss.
>
> Also ein Master Passwort, das die anderen Passwörter
> Verwaltet/Verschlüsselt.
>
> Das scheint nicht korrekt konfiguriert zu sein.

Nicht mehr... Warum auch immer.

Heiner schrieb:
> Um das Problem
> einzugrenzen, würde ich danach wohl ausprobieren, ob sich die Daten noch
> entschlüsseln lassen:

Wenn ich mich auf der Konsole einlogge kann ich auf alle Daten zugreifen 
und ein Backup ist ja auch vorhanden. Nur das GUI spinnt.

: Bearbeitet durch User
von Reinhard S. (rezz)


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Heiner schrieb:
> Zuerst würde ich mittels
>
dmesg --level=err
> mal sehen, was noch alles schiefgelaufen ist.

Brachte nur die bereits im Screenshot enthaltenen Error-Meldungen.

Lösung: Es war doch kein Speicherplatz mehr frei. Nachdem ich mich via 
Konsole nochmal angemeldet hab und den mc starten wollte wurde ich 
angemeckert, das mangels freiem Speicherplatz kein tmp-Ordner angelegt 
werden kann. Als root kam die Fehlermeldung übrigens nicht.

Ich hab dann mal 3 GB frei gemacht und schwupps funktionierte auch der 
grafische Login. Wäre natürlich gut zu wissen, weshalb da plötzlich kein 
Platz mehr frei war/ist.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Reinhard S. schrieb:
> Wäre natürlich gut zu wissen, weshalb da plötzlich kein
> Platz mehr frei war/ist.

Wir kennen Deine Festplatte nicht. ;-)
Du kannst aber mit der Festplattenbelegungsanalyse schauen, wo Dein 
Speicher geblieben ist. (Teil von mate-utils)
Wenn das unter root nicht aufgetreten ist, dann ist es wohl Deine home 
Partition.

: Bearbeitet durch User
von Reinhard S. (rezz)


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Andreas B. schrieb:
> Du kannst aber mit der Festplattenbelegungsanalyse schauen, wo Dein
> Speicher geblieben ist. (Teil von mate-utils)

Die meint, das 21 GB frei sind, während die "Eigenschaften von 
Dateisystem"/Rootpartition mir 4,3 GB frei anzeigen?

> Wenn das unter root nicht aufgetreten ist, dann ist es wohl Deine home
> Partition.

Ich hab aber nur eine Partition für alles.

von PP (Gast)


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Reinhard S. schrieb:

> Die meint, das 21 GB frei sind,



> während die "Eigenschaften von
> Dateisystem"/Rootpartition mir 4,3 GB frei anzeigen?
>

Als user?  Diskrepanz evtl. root-reserve.
Die soll verhinden das die Platte von User-Prozessen wirklich zu 100% 
zugeschrieben wird und das System komplett lahmlegt.

vorher im Verlauf keine relevanteren Meldungen als das gezeigte, `Could 
not find key with description'


----
Wenn ich mich auf der Konsole einlogge kann ich auf alle Daten zugreifen
und ein Backup ist ja auch vorhanden. Nur das GUI spinnt.

?

Als user einfach mal startx.
Dann Xorg.0.log angucken
Dann als superuser ...

von Reinhard S. (rezz)


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PP schrieb:
>> während die "Eigenschaften von
>> Dateisystem"/Rootpartition mir 4,3 GB frei anzeigen?
>>
>
> Als user?  Diskrepanz evtl. root-reserve.

Sowohl die 21 GB von der Festplattenbelegungsanalyse als auch die 4,3 GB 
vom Dateimanager werden mir als User angezeigt.

df zeigt mir als User und als root auch die gleichen Werte.

> Wenn ich mich auf der Konsole einlogge kann ich auf alle Daten zugreifen
> und ein Backup ist ja auch vorhanden. Nur das GUI spinnt.
>
> ?

Mit "Nur das GUI spinnt" meinte ich, das ich mich grafisch nicht 
anmelden kann, aber auf der Konsole.

von PP (Gast)


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Reinhard S. schrieb:

> Sowohl die 21 GB von der Festplattenbelegungsanalyse als auch die 4,3

"Festplattenbelegungsanalyse"
läuft sicher mit root-berichtigungen

> vom Dateimanager werden mir als User angezeigt.
>
die ja.


Du hast ja Platz geschaffen, dann ging es.
Richtig?

>> Ich hab dann mal 3 GB frei gemacht und schwupps funktionierte auch ..

Platte um 300Gb?



ext FS?

 werde mal zum superuser,
 tune2fs -l /dev/sdXY

von interesse sind,  Block count u. Reserved block count

~ 5% (üblicher Wert) -> ca 15GB

von Reinhard S. (rezz)


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PP schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>
>> Sowohl die 21 GB von der Festplattenbelegungsanalyse als auch die 4,3
>
> "Festplattenbelegungsanalyse"
> läuft sicher mit root-berichtigungen

Sollte nicht, denn dann wäre ich nach dem Passwort gefragt worden und es 
wäre mir "als Systemverwalter" angezeigt worden.

> Du hast ja Platz geschaffen, dann ging es.
> Richtig?
>
>>> Ich hab dann mal 3 GB frei gemacht und schwupps funktionierte auch ..
>
> Platte um 300Gb?

Partition mit 340 GB.

>  werde mal zum superuser,
>  tune2fs -l /dev/sdXY
>
> von interesse sind,  Block count u. Reserved block count
>
> ~ 5% (üblicher Wert) -> ca 15GB
tune2fs 1.44.1 (24-Mar-2018)
Filesystem volume name:   <none>
Filesystem OS type:       Linux
Inode count:              21233664
Block count:              84930560
Reserved block count:     4246526

5% haut ziemlich genau hin.

: Bearbeitet durch User
von GPL-Nazi (Gast)


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PP schrieb:
> vorher im Verlauf keine relevanteren Meldungen als das gezeigte, `Could
> not find key with description'

dmesg sind kernel meldungen, warum sollte der Userspace da was 
reinschreiben?
Eher wäre was im Xsession Log oder normalen syslog zu finden, wo auch 
immer der liegt -> google.

von Reinhard S. (rezz)


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GPL-Nazi schrieb:
> Eher wäre was im Xsession Log oder normalen syslog zu finden, wo auch
> immer der liegt -> google.

Syslog wäre natürlich die klassische Vorgehensweise.  Vor den bereits 
erwähnten Fehlermeldungen steht ein Aufruf von timeshift (was dann auch 
das rödeln der SSD/HDD erklärt) und danach viele Fehlermeldungen vom 
rsyslogd über fehlenden Speicherplatz.

Timeshift selber zeigt mir (als root) übrigens auch die 21 GB freien 
Speicherplatz an. Hab da jetzt aber erstmal 2 Snapshots gelöscht und die 
Anzahl der gespeicherten Snapshots reduziert.

: Bearbeitet durch User
von S. R. (svenska)


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Ich würde dir empfehlen, den für root reservierten Bereich auf 1% 
runterzusetzen. Es muss nur so viel reserviert sein, wie für einen 
root-Login nötig sind - das waren früher mal ein paar KB und ein paar 
Inodes, aber 50 MB sind überdimensioniert und 15 GB sowieso. Wie man 
weniger als 1% reserviert (aber mehr als 0), weiß ich nicht.

Auf meinen Systemen habe ich 0% reserviert. Wenn die Platte volläuft, 
muss ich dann halt mit init=/bin/sh ran, aber das weiß ich.

: Bearbeitet durch User
von PP (Gast)


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S. R. schrieb:

> runterzusetzen. Es muss nur so viel reserviert sein, wie für einen
> root-Login nötig sind - das waren früher mal ein paar KB und ein paar

logs + temp.files + ...



> weniger als 1% reserviert (aber mehr als 0), weiß ich nicht.
>

direkt angeben;

-r reserved-blocks-count

Set the number of reserved filesystem blocks.

von S. R. (svenska)


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PP schrieb:
> direkt angeben;
> -r reserved-blocks-count
> Set the number of reserved filesystem blocks.

Danke!

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