MOSFET - Spikes - Bin ich blöd Teil2?

#6502874
Lesenswert?

Sorry, das ich nochmal so dumme Fragen stelle, bin eigentlich 
Softwareentwickler da gibt es nur true und false;) aber will das 
verstehen hier...

Ich habe jetzt mal an den Gate einen PWM Generator (China Teil) 
angeschlossen.

Klappt auch die Lampe 0-100% zu dimmen.

Jedoch habe ich Spikes wenn die Lampe ausgeht. Dachte erst die Lampe hat 
eine Induktivität, also Flyback Diode rein. Wars aber nicht.

Dann hab ich eine simplen diskreten Gate-Treiber davor. Sowas:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7b/Gatetreiber_diskret_simple.PNG 
(R1 mit 100 Ohm, R2 mit 1k Ohm)

Hat auch nichts gebracht, bis auf das ich kein saubers PWM mehr am Drain 
habe.

Dann Habe ich einfach mal eine Diode in die Gateleitung (ohne den 
Gate-Treiber davor) gemacht und die Spikes waren fast weg.

Frage 1: Woher kommen die Spikes, wieso ist er mit der Diode im Gate 
fast weg?
Frage 2: Kann man mit so einer diskreten Gate-Treiber-Schaltung 
überhaupt ein saubers PWM rausbekommen, oder sollte man direkt einen 
Treiber IC nehmen? Zudem verbrät der Treiber Transistor hier zu viel 
Strom, da der Emitter auf Ground ist, und ein zu hoher R2 den Mosfet nur 
langsam einschalten lässt.

Danke Euch.
Angehängte Dateien:
(Firma: matzetronics) #6502885
Lesenswert?

Horst R. schrieb:
> Dann hab ich eine simplen diskreten Gate-Treiber davor.

Das ist gar kein Gatetreiber, sondern höchstens ein invertierender 
Pegelwandler. Und in dieser Schaltung wird das Gate dann über 1k 
aufgeladen, also langsam. Das hilft im Kampf gegen die Millerkapazität 
nun gar nicht.

Ein echter Gatetreiber lädt und entlädt das Gate mit hohem Strom und 
hilft beim Überwinden der Rückwirkung durch die o.a. Millerkapazität. 
Der Treiber tut das meist mit einer Gegentaktendstufe.
Unklar ist beim Oszillogramm, wie hoch die PWM Frequenz ist, denn du 
wirst ja die Lampe kaum mit 5 MHz takten.
#6502892
Lesenswert?

@schuchkleisser Beitrag "MOSFET - Zu Hoher Spannungsabfall - Bin ich blöd?"

PWMGen ist im Anhang. Bis zu 1kHZ klappt es, dann wird das Signal am 
Drain hässlich.

Habe die Diode in Sperrichtung Zwischen Drain und +12.

Dachte ich mir, dass man für ein saubers PWM einen IC-Treiber 
braucht....

Diese Pegelwandler-Schaltung stand auf Wikipedia als einfacher 
Gate-Treiber....
Angehängte Dateien:
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6502913
Lesenswert?

Horst R. schrieb:
> Diese Pegelwandler-Schaltung stand auf Wikipedia als einfacher
> Gate-Treiber....
Ist sie auch. Und natürlich schaltet diese Schaltung dank der schnellen 
entladung über den Transistor blitzschnell ab, aber durch den 1k 
schnarchlangsam ein. Und das siehst du. Mach mal einen Widerstand mit 
100 Ohm in die Gate-Leitung. Dann wird das ruhiger.

BTW: ich vermute, mindestens die Hälfte deiner angezeigten Spannung ist 
ein simpler Messfehler durch einen unggeeigneten Anschluss der 
Oszi-Masseklemme.
(Firma: nix) #6502936
Lesenswert?

Lothar M. schrieb:
...
> BTW: ich vermute, mindestens die Hälfte deiner angezeigten Spannung ist
> ein simpler Messfehler durch einen unggeeigneten Anschluss der
> Oszi-Masseklemme.

Das vermute ich auch!
Die meisten Fehler entstehen durch falschen Oszi-Anschluss an das 
Messobjekt.

Er könnte ja mal den Messaufbau zeigen... ;-)

Old-Papa
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6503001
Lesenswert?

Horst R. schrieb:
> Ich tippe auf den PWM-Generator...aber wer weiß?
Lies doch bitte mal das Bisschen, was im Thread geschrieben wurde. Wenn 
du etwas davon nicht verstanden hast und noch Fragen dazu hast: einfach 
fragen.

Ich verweise nochmal ausdrücklich auf meinen Hinweis, die 
Flankensteilheit mit einem Serienwiderstand zwischen dem Gate vom Q1 und 
dem Kollektor des abschaltenden Transistors T1 zu reduzieren.

Horst R. schrieb:
> Du meinst in das PWM-Kabel  kommen Einstrahlungen rein, weil es kein
> Koaxkabel ist?
Je länger die Leitungen un der Schaltung und je ungünstiger der Aufbau, 
desto mehr klingelt es bei steilen Flanken. Und je steiler die 
Schaltflanken sind, umso mehr klingelt es.
Beitrag #6503007 wurde von einem Moderator gelöscht.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6503018
Lesenswert?

Horst R. schrieb im Beitrag #6503007:
> Woran liegt es denn jetzt?
1. an der Schaltung, weil die langsam ein- und blitzschnell ausschaltet
2. am unheimlich w e i t r ä u m i g e n Schaltungsaufbau
3. am ungünstigen Anschluss des Oszi-Tastkopfs

Warum macht du nicht einfach den Transistor raus und schließt den 
PWM-Geber über einen 1k Widerstand direkt an den Mosfet an?
#6503148
Lesenswert?

Also ich konnte im Netzteil die PWM-Freq. hören...deshalb bin ich erst 
drauf gekommen.

Der Widerstand am Gate hat das Spike-Problem gelöst.
Jedoch wenn der Widerstand zu groß wird, schaltet der FET nicht schnell 
genug ein..

Also du meinst mehrer Elkos und kleine Keramikkondensatoren/MKVs in die 
Zuleitung... bzw auch nah am Fet, denke ich mir mal...?
Angehängte Dateien:

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren