Hi.
Ich bin am überlegen, einen RasPi oder ähnliche Minirechner als
PC-Ersatz zu verwenden.
Einsatzbereich:
-Internetsurfen, inclusive Facebook, Youtube, diverse Browsergames.
-Ab und zu einen Brief schreiben und ausdrucken
-Ab und zu Videowiedergabe, Netflix o.ä
Meine Schwiegereltern, die beide noch mit ca 15 jahre alten Windows XP
Rechnern unterwegs sind, sollen diese dann als PC Ersatz bekommen.
Einen neuen PC bekommt man beiden nicht "verkauft". Eigentlich wollen
sie komplett auf Tablet umsteigen. Und noch einen ganz billigen Laptop
in der Schublade, für Dinge die mit Tablet nicht gut gehen wie z.B.
Briefe schreiben.
Nun kam die Idee mit dem Raspi, der ist ja schön günstig und wegen der
kleinen Bauform perfekt versteckbar. Im Grunde genommen steht dann nur
noch ein Bildschirm auf dem Tisch. Maus und Tastatur wird wireless, das
können die nach Gebrauch in die Schublade packen.
Habt ihr schonmal einen Raspi wirklich als PC Ersatz verwendet?
Taugt das?
Ich würde da ehr zu einen nuc greifen als zum raspi. Den pi kann man von
der Rechenleistung ehr mit einem Handy vergleichen. Da dauert es alles
ein wenig länger, besonders wenn man nur mit sd Karte arbeitet. Auch
läuft da nur Linux drauf, wenn deine Eltern damit zurecht kommen, ist es
okay.
Ja in der Tastatur (Nettes Teil übrigens) oder hinter dem Monitor.
Oder unter der Tischplatte angeschraubt. Da gibt es wegen der geringen
Größe ja viele Möglichkeiten.
Und es gibt ausser dem Raspi ja auch noch einige andere Modelle zur
Auswahl da lässt sich sicherlich etwas passendes finden.
Das Linux System lässt sich mit Sicherheit optisch ein bisschen auf XP
Layout trimmen oder ein Android nachahmen.
Chris K schrieb:> Ich würde da ehr zu einen nuc greifen als zum raspi. Den pi kann man von> der Rechenleistung ehr mit einem Handy vergleichen. Da dauert es alles> ein wenig länger, besonders wenn man nur mit sd Karte arbeitet. Auch> läuft da nur Linux drauf, wenn deine Eltern damit zurecht kommen, ist es> okay.
Ein NUC habe ich schonmal präsentiert, das gefiel denen nicht ganz so
gut.
Zumindest wollten die es nicht kaufen.
Sven schrieb:> Ja in der Tastatur (Nettes Teil übrigens) oder hinter dem Monitor.> Oder unter der Tischplatte angeschraubt. Da gibt es wegen der geringen> Größe ja viele Möglichkeiten.
Gibt auch "richtige" Computer zum Hinter-den-Monitor-schrauben. Wäre mir
persönlich lieber, da Standardhardware.
Sven schrieb:> Habt ihr schonmal einen Raspi wirklich als PC Ersatz verwendet?> Taugt das?
Das mache ich zum Beispiel. Raspi 4 4GB. Ja, das geht schon. Allerdings
große Performance sollte man nicht erwarten bei youtube-Videos im
Browser.
Einen Vorteil hätte die SD-Karte. Es ist sehr einfach einer Ersatzkarte
zu hinterlegen zum Austauschen, wenn sich die Eltern alles zerschossen
haben sollten und man ein paar Tage nicht vor Ort sein kann um es wieder
in Ordnung zu bringen.
Sven schrieb:> Einen neuen PC bekommt man beiden nicht "verkauft".
Dann sollte man sich mal überlegen, warum das so ist und ob genau diese
Gründe - so subjektiv sie sein mögen - nicht auch auf deine Idee
zutreffen würden. Sollte nämlich z.B. der Wunsch bestehen, sich an
nichts Neues mehr gewöhnen zu müssen, fällt Linux aus.
Sven schrieb:> Und noch einen ganz billigen Laptop> in der Schublade, für Dinge die mit Tablet nicht gut gehen wie z.B.> Briefe schreiben.
Warum geht das mit dem Tablet nicht? Externe Tastatur dazu und gut ist.
Sven schrieb:> Habt ihr schonmal einen Raspi wirklich als PC Ersatz verwendet?
Lange her und "verwendet" ist ein großes Wort. Ich habe mal ausprobiert,
wie sich das als klassischer Desktop anfühlen würde. Das war ein Pi 1
Model B und der Großteil der Gründe, weshalb ich das damals nicht so
toll gefunden habe, hat sich heute weitgehend erledigt, überwiegend
Ausstattung und Leistung.
Möglich ist das, ganz besonders für die Anwendungen, die du nennst, aber
warum sollte man dafür den Pi nutzen? Bei Optik, Platzbedarf und
einfacher Bedienung gewinnt das Tablet. Bei "Gewohnheit" gewinnt der
x86-PC, bei Ausstattung und Leistung auch und unsichtbar (VESA-Mount)
kann der bei Bedarf auch sein. Ob der Pi wenigstens beim Preis gewinnt,
ist für mich alles andere als sicher, und wenn die Bereitschaft besteht,
sich einen kleinen Laptop zu kaufen, scheint das ja auch kein zwingender
Faktor zu sein.
Chris K schrieb:> Den pi kann man von> der Rechenleistung ehr mit einem Handy vergleichen.
Eher nicht. Jedes normale Smartphone ist schneller als ein PI.
Sven schrieb:> Im Grunde genommen steht dann nur> noch ein Bildschirm auf dem Tisch. Maus und Tastatur wird wireless, das> können die nach Gebrauch in die Schublade packen.
Und dann muss der PI richtig runter gefahren werden und nicht einfach
den Strom abschalten.
Und ehrlich. Ein Notebook und Tablet ist die bessere Lösung. Ein PI ist
immer ein Kompromiss. Außerdem kann man auch am Tablet per Bluetooths
Tastatur und Maus anschließen um etwas zu schreiben. Ich würde dafür
aber trotzdem ein Notebook vorziehen.
Ein PI4 ist übrigens nicht sooo günstig wie es zunächst scheint. Mit
Gehäuse, Netzteil, Tastatur, Maus, Speicherkarte usw, ist man schnell
bei über 100€ und zwar ohne den Monitor einzurechnen. Für etwas mehr
bekommt man schon ein gebrauchtes Notebook mit dem man richtig arbeiten
kann.
Heiner schrieb:> Sollte nämlich z.B. der Wunsch bestehen, sich an> nichts Neues mehr gewöhnen zu müssen, fällt Linux aus.
Windows aber auch, ausser natürlich das gewohnte XP.
Raspis finde ich genial für alles mögliche, aber nicht als Ersatz für PC
oder Tablet. Technische Headless Anwendungen mit Webserver usw bei
niedrigem Stromverbrauch, da ist der Raspi Zero ideal. Ich wüsste nicht
mal, wozu ein Raspi 4 besser wäre.
Sven schrieb:> Einen neuen PC bekommt man beiden nicht "verkauft". Eigentlich wollen> sie komplett auf Tablet umsteigen. Und noch einen ganz billigen Laptop> in der Schublade, für Dinge die mit Tablet nicht gut gehen wie z.B.> Briefe schreiben.>> Nun kam die Idee mit dem Raspi, der ist ja schön günstig und wegen der> kleinen Bauform perfekt versteckbar. Im Grunde genommen steht dann nur> noch ein Bildschirm auf dem Tisch.
Wenn es nur darum geht den PC zu verstecken. Warum kein Server im Keller
und an den TV ein Thin Client mit Tastatur?
Der Pi ist an und für sich ein wirklich tolles Gerät.
Aber als Alternative zum normalen PC schneidet er doch etwas schlechter
ab.
Gerade was Videos (Netflix, YouTube usw...) angeht ist er doch etwas
langsam.
Für Office und Surfen reicht er natürlich locker aus wenn man nicht
erwartet das anspruchsvolle Seiten (mit viel JS/JQuery und werbung)
besonders schnell geladen werden müssen.
Für Bastler ist er natürlich unschlagbar. Aber für den allgemeinen
Anwender der die restlichen Funktionen eigentlich nicht benötigt bringt
er keine echten Vorteile.
Ich würde nach einem günstigen Intel/AMD Rechner Ausschau halten und
diesen entsprechend aufbereiten.(I7 erster Generation ist günstig und
für solche Anwendungen ausreichend schnell)
Eine Low End Grafikkarte, 8GB Ram und eine SSD+HDD (SSD fürs
Betriebssystem und HDD als Speicher) und das System wäre für die
nächsten paar Jahre ausreichend.
Ein tablet mit Android (nicht unter 10Q! Sonst gibts teils Probleme mit
apps) wäre natürlich auch noch eine Alternative. Da gibt es durchaus
auch leistungsmäßig passende Geräte die sich über HDMI an einen
Bildschirm anschließen lassen und mit einer externen Tastatur alle
Anforderungen erfüllen.
Und dann muss man immer wieder erwähnen, wenn es jetzt nur um die Kosten
gehen sollten. Es gibt sehr günstige x86 Rechner in Form von Mainboards
mit aufgelöteter CPU:
https://geizhals.de/?cat=mbson&sort=p#productlist
Dazu ein günstiges kleines Gehäuse, RAM, ne SSD, Tastatur, Maus und
fertig ist der Rechner für unter 130 €.
Ein Raspi ist mit allem drum und dran auch nicht wesentlich günstiger.
Nimmt man etwas mit Mini-ITX, dann werden auch die Gehäuse sehr klein.
Ach eines habe ich noch vergessen, das Gehäuse mit Netzteil nehmen, das
spart Geld. Kauft man beides extra zahlt man mehr, aber wenn man das so
machen sollte, kann man für etwas mehr Geld auch ein hochwertiges NT
auswählen.
Thomas O. schrieb:> den RPI einfach an den vorhanden Fernseher anschließen
mit einem Y-USB Kabel für den Strom vom TV und RO OS klappt das am TV
auch prima!
Sven schrieb:> Ich bin am überlegen, einen RasPi oder ähnliche Minirechner als> PC-Ersatz zu verwenden.
Hatte mal einen Raspi 3B+ als Mediacenter-PC im Einsatz (OS war, glaube
ich Debian mit Windows-Skin). Klappt im Prinzip alles, Geschwindigkeit
ist auch ok, wenn man keine "hochkomplexe" Software nutzt.
Internet funktioniert auch prima über LAN und WLAN.
Hin und wieder hat er nicht richtig gebootet, was vermutlich an der
SD-Karten-"HD" lag.
Kann man machen, der Raspi4 ist vermutlich noch besser geeignet.
Wenn ich die Wahl hätte, würde ich wahrscheinlich lieber einen
Ein-Platinen-PC verwenden, auf dem echtes Win10 im Desktopbetrieb
akzeptabel schnell läuft.
Kilo S. schrieb:> Gerade was Videos (Netflix, YouTube usw...) angeht ist er doch etwas> langsam.
Da muss man genau hin schauen ob alles passt:
Z.B. YouTube in 4k geht nicht da der PI4 keinen vp9 Decoder hat und
google nicht für h265 zahlen will..
Netflix in 4k wird wegen dem DRM auch nicht ohne zu Basteln
funktionieren..
Sven schrieb:> die beide noch mit ca 15 jahre alten Windows XP> Rechnern unterwegs sind
Da bringt ein RasPi keinen entscheidenden Fortschritt, und die gewohnten
Windows-Programme laufen sowieso nicht. Das kann man gleich bleiben
lassen.
Georg
Sven schrieb:> Eigentlich wollen> sie komplett auf Tablet umsteigen
Die Schwiegereltern sehen die Sache wohl realistischer als der TO.
Georg