Hallo, ich habe vor, Kabelschuhe, Flachsteckerhülsen, etc. zu
verpressen. Jeweils die isolierte Variante in rot, blau, gelb, je nach
Durchmesser.
Das klappt leider nicht, ich versuch nun herauszufinden ob ich was
falsch mache oder die Ausrüstung schlecht ist.
Ich habe mir eine Knipex 97 52 36 zugelegt, zumindest an der sollte es
nicht scheitern:
https://www.knipex.de/knipex_preciforce_crimpzangen?v=4884&sku=975236
Zum Testen probiere ich es bei 1.5mm² (Feindrähtig). Ich nehme die blaue
Variante der Kabelschuhe, sie ist für 1.5mm² geeignet.
Ich habe zwei Sortimente an Kabelschuhen. Ein älteres aus dem Baumarkt,
das geht problemlos. Ein neueres, das geht gar nicht. Die Leitung
rutscht sofort nach dem Verpressen heraus, völlig ohne Kraftanstrengung.
Die anderen Kabelschuhe halten so fest, dass ich selbst mit Zange und
roher Gewalt das Zeug nicht mehr auseinander bekomme.
Sogar wenn ich die 1.5mm² in eine rote(=kleinere) Hülse versuche zu
quetschen, ist es immer noch lose.
Im Anhang die beiden Kabelschuhe. Rechts gut. Links fehlerhaft.
(Die linke Variante hatte sich bereits gelöst, ich habe sie wieder fürs
Foto zusammengesteckt. Daher sind jetzt 2 Drähtchen außerhalb, die waren
davor aber innerhalb. Also nicht wundern).
Was mir auffällt:
links: Materialstärke 0,5mm
rechts: Materialstärke 0,8mm
Die Kunststoffhülse ist bei beiden (vor) dem Verpressen gleich Dick.
Nach dem Verpressen ist die Gesamtdicke bei beiden fast identisch
(Unterschied nur 0.05mm bis 0.1mm!)
Das ist auch der Abstand, den die Zange beim Zusammendrücken vorgibt.
Sie lässt sich erst nach einem vollständigen Zusammendrücken wieder
lösen, dabei berühren sich die beiden Pressbacken leicht(!).
Gehe ich richtig in der Annahme, dass die linken Kabelschuhe einfach
Mist sind vom Materialaufbau?
Sie haben "oben" und "unten" 0,3mm Material weniger, entspricht 0,6mm
insgesamt. Ich kann mir vorstellen, dass dieser zusätzliche Spielraum
nun dazu führt, dass die Pressung nichts wird. Ist das denkbar?
Beim Verpressen kann ich eigentlich kaum was falsch machen, oder?
1. Abisolieren
2. Reinstecken in die Hülse
3. In die Zange einlegen (natürlich passend, d.h. "blau" in den "blauen"
Slot. So, dass von oben und unten gedrückt wird)
4. Solange drücken bis die Zange sich wieder von selbst öffnet
Fertig.
Was läuft falsch?
Bürovorsteher schrieb:> Sorry, aber beim linken Schuh liegen offenbar etzliche Drähtelein> außerhalb der Crimpung.
siehe:
Zange5 schrieb:> (Die linke Variante hatte sich bereits gelöst, ich habe sie wieder fürs> Foto zusammengesteckt. Daher sind jetzt 2 Drähtchen außerhalb, die waren> davor aber innerhalb. Also nicht wundern).
Ich habe auch gerade nochmal probiert: Ja, auch bei einer neuen Crimpung
bei der ganz sicher alle Drähte innerhalb sind, ist es locker.
Hi,
Das mit der Crimpstärke hast du falsch verstanden. Die beiden
Zangenhälften sind mit einer Feder verbunden, quetscht du jetzt, sorgt
die Feder dafür, dass nicht Zuviel Kraft auf die flachsteckhülse
einwirkt, und damit der kabelschuh zerbröselt.
Kannst ja mal versuchen, einen zu großen Kabelschuh zu quetschen, da
siehst du, wie die Zange "Auf geht". Die Ratsche sorgt dann dafür, dass
der quetschvorgang bis zur federkraft auch durchgeführt wird und nicht
vorzeitig unterbrochen wird
Ich denke, es liegt an deinen Kabelschuhen...
Grüße
Andreas
Äh ja, ich habe mir deinen ellenlangen Text nicht komplett reingezogen.
Jetzt die nächste Beobachtung: links ist die Wandstärke der Pressung
kleiner.
Das wird nichts.
Übrigens haben die Farben nicht allzuviel zu bedeuten. Ich habe diese
Dinger für denselben Querschnitt in rt und bl (für Plus und Minus). Die
sind aber schon gute 20 Jahre gelagert.
Dieses Problem kenne ich. Hab jemand geholfen eine Elektrik ins
Wohnmobil einzubauen. Bereits eingekauft waren zahlreiche Crimp-Stecker
etc.
Viele davon waren "nur für den Müll" - und die hab ich dann nicht
eingebaut - weil zu gefährlich. (Meine Crimpzange war von guter
Qualität)
Man muss gut aufpassen welches Material geeignet/ungeeignet/gefährlich
ist.
In diesem Fall sind hunderte Crimpteile übriggeblieben - haben aber auch
sehr wenig gekostet.
Hans B. schrieb:> Man muss gut aufpassen welches Material geeignet/ungeeignet/gefährlich> ist.
Klar, die billigen sind aus irgendwelchem minderwertigen Material. Die
guten alten von AMP sind aus Kupfer, die hielten bei mir auch
problemlos. Die billigen habe ich damals entsorgt.
Ich benutze seit einiger Zeit aber nur einfache, blanke Kabelschuhe. Die
werden dann gequetscht und an deren Spitze (und nur dort!) verlötet.
Abschließend mit Schrumpfschlauch isoliert. Genau so verbaut die auch
Mercedes im offenen Motorraum (Masseverbidnung).
PS: In meiner Lehrzeit hießen diese Quetschverbinder übrigens nicht
umsonst Wackelkontaktverbinder...
Andreas G. schrieb:> Die beiden> Zangenhälften sind mit einer Feder verbunden, quetscht du jetzt, sorgt> die Feder dafür, dass nicht Zuviel Kraft auf die flachsteckhülse> einwirkt, und damit der kabelschuh zerbröselt.
Danke für die Erläuterung!
Andreas G. schrieb:> Ich denke, es liegt an deinen Kabelschuhen...
Bestätigt meine Vermutung damit...
Bürovorsteher schrieb:> Jetzt die nächste Beobachtung: links ist die Wandstärke der Pressung> kleiner.
Dafür ist der "ellenlange" Text da, wo ich genau das in Frage stelle ;-)
Bürovorsteher schrieb:> Noch eine Frage am Rande: warum werden hier eigentlich so häufig> die> Finger mitfotografiert?
Damit die Kabelschuhe ordentlich aufs Bild kommen und schön parallel
liegen. Außerdem stellt die Kamera dann besser scharf, wenn es mehr
Fläche gibt.
g457 schrieb:>> Ich nehme die blaue Variante der Kabelschuhe, sie ist für 1.5mm² geeignet.>> Zu 1.5mm² gehört normalerweise(tm) rot. Probier die mal.
Ausprobiert, leider vergleichbares Ergebnis. Minimal besser aber weit
weg von "fest".
Hans B. schrieb:> Viele davon waren "nur für den Müll" - und die hab ich dann nicht> eingebaut - weil zu gefährlich. (Meine Crimpzange war von guter> Qualität)> Man muss gut aufpassen welches Material geeignet/ungeeignet/gefährlich> ist.
Beruhigt mich nun zu wissen, dass es nicht nur mir so ging...
Verbinder schrieb:> Die> guten alten von AMP sind aus Kupfer, die hielten bei mir auch> problemlos.
Da kommen wir der Sache schon näher. Ich habe gerade einen "guten"
Kabelschuh zerlegt. Der sieht innen drin Kupferfarben aus und ist außen
nur beschichtet.
Zange5 schrieb:> Was läuft falsch?
Wenn es nicht zwingend sein muss, nimm lieber die unisolierten
Kabelschuhe und AMP Stecker mit z.B. dieser Zange:
https://www.amazon.de/dp/B001127PXQ?tag=otaggle-21
Da werden die Laschen des Steckers direkt in die Kupferlitze gerollt und
noch eine Zugentlastung in die Aderisolierung gerollt. Hält dauerhaft
gut und ist mit Schlumpfschlauch besser als die isolierten
Wackelstecker. Die kannst Du dann den KFZ- Tunern überlassen. :)
Bernd
Zange5 schrieb:> 1. Abisolieren> 2. Reinstecken in die Hülse
Zwischen 1. und 2. sollte man die Äderchen verdrillen.
Wenn Kabelschuhe und Presswerkzeug nicht aufeinander
abgestimmt sind, hilft das wahrscheinlich auch nicht,
aber die Pressung sieht sauberer aus.
Zange5 schrieb:> Das klappt leider nicht
Die Dinger hat mal der Pannen-ADAC bei mir im liegen gebliebenem PKW
verquetscht. Das hielt nicht mal einen Kilometer, dann bin ich wieder
gestanden, weil die Quetsche nicht gehalten hat. Seitdem mache ich einen
riesen Bogen um dieses Quetschzeugs. Das hält nicht mal von 12 bis
Mittag.
Gleiche Erfahrungen habe ich mit der selben Zange und günstigen roten
Flachsteckern mit Abzweig gemacht, das einzige was hilft ist das
verwenden von besseren Steckern, wie du selbst gemerkt hast, sind die
billigen heutzutage ziemlich dünn und werden deshalb nicht weit genug
zusammengepresst.
Joachim B. schrieb:> OK aber es hilft trotzdem beim Einfädeln.
Meinst du wirklich? Ich habe nur gegenteilige Erfahrungen gemacht.
Wenn man z.B. ein 16mm² sauber abisoliert, kann man die Aderendhülse
sauber aufschieben. Wenn natürlich schon die Adern wie ein Besen
aussehen, klappt's natürich nicht mehr so gut.
Verdrehen macht das ganz ja noch problematischer, da so der Querschnitt
zunimmt. Man gewinnt lediglich an Stabilität beim einschieben. Aber auch
das nur gefühlt, würde ich sagen.
Sauber abisoliert macht das einfädeln deutlich leichter, als verdrehen.
Zange5 schrieb:> Gehe ich richtig in der Annahme, dass die linken Kabelschuhe einfach> Mist sind vom Materialaufbau?
Meine Erfahrung, sowohl ältere aus dem Baumarkt selbst mit Ratschzange
zusammengepresst als auch industriell verpresste in diversen Geräten,
lautet nur: die Dinger taugen nichts, sind der programmierte
Wackelkontakt, und lassen sich teilweise wieder rausziehen.
Ich nutze nur die unisolierten AMP Flachstecker, je nach Anwendung in
Messing oder hochtemperaturfest aus vernickeltem Stahl.
Wenn ich die isolierten Kabelschuhe nehmen muss, isoliere ich die Litze
doppelt so lang wie notwendig ab, knicke auf halber Länge der
freiliegenden Litze an. Meist passt es dann so gerade noch in den
Flachstecker. Dann verpressen. Gerne mit den Backen der WaPu-Zange
direkt am Gelenk. Die Isolierung ist dann meist aber beschädigt.
Wenn es irgendwie geht, meide ich die isolierten Kabelschuhe und nehme -
wie andere schon schrieben - die Unisolierten, aber dann natürlich nicht
die Wasserpumpenzange.
MaWin schrieb:> die Dinger taugen nichts, sind der programmierte Wackelkontakt,
Bei sachgerechter Verpressung: Nein.
René F. schrieb:> das einzige was hilft ist das verwenden von besseren Steckern,
Nö. Im Prüfmittelbau hatten wir Ärger mit isolierten
Flachsteckverbindern, die Lösung war relativ teuer: Die Stecker
unbekannter Herkunft in den Müll.
Dann Presszange und Steckverbinder vom selben Hersteller gekauft, es gab
keine Probleme mehr. Einige dieser habe ich auch am Motorrad verbaut,
das funktioniert.
Egal wie man es dreht, es gibt keine Universalzange, die Teile müssen
aufeinander abgestimmt sein. Das sind leider die Punkte, weshalb sie für
den Heimwerker nicht sinnvoll einsetzbar sind: Teures Werkzeug und in
Kleinmengen nicht beschaffbar.
Verbinder schrieb:> Wenn man z.B. ein 16mm² sauber abisoliert,
tolles Beispiel, hast mich erwischt, mit 16mm² habe ich als
praktizierender Schwachströmer nie gearbeitet. In der
Verteilerinstallation nur mit vorkonfektionierten 10mm² mit Crimphülse
gearbeitet.
Joachim B. schrieb:> tolles Beispiel, hast mich erwischt, mit 16mm² habe ich als> praktizierender Schwachströmer nie gearbeitet.
Kommt ja wohl auch von Grobmotorik-Elektrikern, die alles in einen
Topf werfen. Statt handwerkliches Können, wird das Problem
gefühlsbeduselt. Den möchte ich sehen, der ein 16mm2 verdrillen
will.
Nachteil von isolierten Kabelschuhen ist auch, dass man nicht
erkennen kann, ob nicht ein paar Drähte sich stauchen und an der
Verpressung gar nicht teil nehmen. Wenn dann das System nicht
redundant ist, sind Ausfälle eben zu erwarten.
Mit Verdrillen werden ja nur die äußeren Drähte so verlagert,
dass die sich gegenüber den Drähten im Kern etwas verkürzen und
so, im Idealfall eine Spitze geformt wird, die besser einführbar
ist. Für echte Männer sollte das Konzept doch vertraut sein.;)
Zange5 schrieb:> Zum Testen probiere ich es bei 1.5mm² (Feindrähtig). Ich nehme die blaue> Variante der Kabelschuhe, sie ist für 1.5mm² geeignet.
Fehler! 1,5 gehört zu rot!
Ich habe viele Jahre im Schaltschrankbau gearbeitet und hundertausende
Kabelschuhe verpresst, aber da gab es nie Probleme..
Die wurden aber auch nicht in Baumärkten gekauft oder diversen
Sortimentsboxen...
1,5 rot
2,5 blau
4-6 gelb
;) schrieb:> Den möchte ich sehen, der ein 16mm2 verdrillen> will.
Man könnte die Litze auch vorher etwas verzinnen, dann hält das ganze
auch besser zusammen. Ich weis nur nicht, ob es sich dann noch gut
verpressen lässt, wenn der Lötzinn drauf ist.
Schiwago schrieb:> Man könnte die Litze auch vorher etwas verzinnen, dann hält das ganze> auch besser zusammen. Ich weis nur nicht, ob es sich dann noch gut> verpressen lässt, wenn der Lötzinn drauf ist.
1.) Verzinnen und pressen spielt es nicht
2.) Sinnloser Aufwand für nix
3.) "das" Lötzinn
Ordentliche Kabelschuhe, ordentliche Presszange und vor allem auch
die richtige Größe der Kabelschuhe zur jeweiligen Litzenleitung...
Alles andere ist Murks!
Es ist auch kein Problem, einen 0,75 in 1,5 (rot) zu verpressen bei
guten Kabelschuhen, aber man kann auch das abisolierte Ende so
umknicken, dass es gut passt, aber nix verdrillen...
Oder einen 2,5 in einen 4-6 Kabelschuh (gelb), ebenfalls doppelt
verpresst...
Auf den Bildern des TO sieht man auch deutlich, dass einige Litzen
außerhalb des Klemmbereichs liegen, das passiert mit Markenware nicht!
Die gezeigten Verpressungen zeigen deutlich, dass die Kabelschuhe
einfach
Mist sind...
Teo D. schrieb:> Last bloß das Löt weg!> Das ist unter Druck quasi zähflüssig. Das wird sich also immer mit der> Zeit lockern!
Nennt sich "Rekristillation"
Das Kristallgefuege des Zinns gibt unter Druck mit der Zeit nach.
In meiner Kindheit hatte ich Litze immer verloetet,weil es mir praktisch
erschien und dann in Luesterklemmen eingefuehrt.Dauerte nicht lange bis
dann mit der Zeit die verzinnten Kabelenden locker waren....
Toxic schrieb:> Dauerte nicht lange bis> dann mit der Zeit die verzinnten Kabelenden locker waren....
Deswegen sind die meisten Montageklemmen heute Federklemmen, leider
nicht im Automotive-Bereich
Toxic schrieb:> Dauerte nicht lange bis> dann mit der Zeit die verzinnten Kabelenden locker waren....
Kann ich bestätigen. Oder die festgeknallten Schrauben in der
Lüsterklemme ließen sich irgendwann wider Erwarten extrem leicht lösen,
denn der Druck war weg.
Mani W. schrieb:> Zange5 schrieb:>> Zum Testen probiere ich es bei 1.5mm² (Feindrähtig). Ich nehme die blaue>> Variante der Kabelschuhe, sie ist für 1.5mm² geeignet.>> Fehler! 1,5 gehört zu rot!
Bist du dir da sicher? Ich hatte nochmal nachgeschlagen, entsprechend
DIN 46245:
Rot für Querschnitte von 0,5 bis 1 mm²
Blau für Querschnitte von 1,5 bis 2,5 mm²
Gelb für Querschnitte von 4 bis 6 mm²
Laut Verpackung kann aber 1,5 mm² mit rot oder blau verpresst werden.
Wenns in rot reinpasst, dann sollte das aber wohl auch gut
funktionieren.
> Ich habe viele Jahre im Schaltschrankbau gearbeitet und hundertausende> Kabelschuhe verpresst, aber da gab es nie Probleme..>> Die wurden aber auch nicht in Baumärkten gekauft oder diversen> Sortimentsboxen...
Hast du eine gute Bezugsquelle? Kann mir jemand was empfehlen?
Ansonsten würde ich die offiziellen Knipex Kabelschuhe zur Zange kaufen.
Heute habe ich nochmal Versuche gemacht mit einer anderen Crimpzange
eines Nachbarn, das funktioniert genauso wenig. Basierend auch auf den
anderen Aussagen hier gehe ich davon aus: Das Set ist Mist. Ich brauch
was anständiges!
Vielen Dank für den zahlreichen Input!
Mani W. schrieb:> Ich habe viele Jahre im Schaltschrankbau gearbeitet und hundertausende> Kabelschuhe verpresst, aber da gab es nie Probleme..
Ja:
Manfred schrieb:> Die Stecker unbekannter Herkunft in den Müll.> Dann Presszange und Steckverbinder vom selben Hersteller gekauft,Zange5 schrieb:> Rot für Querschnitte von 0,5 bis 1 mm²> Blau für Querschnitte von 1,5 bis 2,5 mm²
Der Hersteller Stocko ist da abweichender Ansicht, mal die Digitalknipse
raus ...
Die Presszange ist 26cm lang und braucht richtig viel Kraft.
Bauform B. schrieb:> Für Kabelschuhe aus dem Baumarkt braucht man natürlich auch die billige> Zange
:-)
Damit bekam ich sogar vernünftige Crimpungen unisolierter Schuhe hin,
inzwischen nicht mehr, weil ich eine 'richtige' Crimpzange habe.
Zange5 schrieb:> DIN 46245:> Rot für Querschnitte von 0,5 bis 1 mm²> Blau für Querschnitte von 1,5 bis 2,5 mm²> Gelb für Querschnitte von 4 bis 6 mm²
stimmt
Mani W. schrieb:> 1,5 rot
hier irrst du und dann kommt sowas von sowas
Man kann alles Quetschen auch falsch!
Man kann aber auch dafür sorgen das der Füllfaktor stimmt, in gelb 6mm²
muss halt nur 4x 1,5mm² rein hat man nur 3 legt man eine um damit man
auf 6mm² kommt.
Joachim B. schrieb:> tolles Beispiel, hast mich erwischt, mit 16mm² habe ich als> praktizierender Schwachströmer nie gearbeitet. In der> Verteilerinstallation nur mit vorkonfektionierten 10mm² mit Crimphülse> gearbeitet.
Keine Ahnung, ob du das ironisch gemeint hast. Aber auch bei kleineren
Querschnitten hat man die angesprochenen Probleme. Bei einem 1,5mm² hat
man etwas mehr Spiel und die Hülse verzeiht auch mal ein paar Knicke in
den Adern. Größere Hülsen eher nicht. Trotzdem ist und bleibt das
Verdrillen Murks ;)
Und zum Verzinnen habe ich noch schöne Bilder, bei Gelegenheit such' ich
die mal raus.
Manfred schrieb:> Scheißegal, was in der DIN steht, die Hersteller sind da anderer Meinung> und an deren Daten hält man sich.
auch da hast du Recht, ich halte mich an die Daten MEINER Flachstecker.
Es mag ja sein das unterschiedliche Lieferanten abweichene Daten haben,
ich bestätigte nur was ich von meinen Flachstecker kenne.
Auch bei rote Flachstecker gibt es in "meiner" Werkstatt zweierlei Maße
2,8 x0,5mm Zungen und 2,8x 0,8mm Zungen. sowie die passenden
Steckhülsen, auch da darf man nicht mischen, oder wenn ist es Pfusch.
Joachim B. schrieb:> auch da hast du Recht, ich halte mich an die Daten MEINER Flachstecker.> Es mag ja sein das unterschiedliche Lieferanten abweichene Daten haben,> ich bestätigte nur was ich von meinen Flachstecker kenne.Ich habe mich beim Markieren im pdf vertan , den US-Durchmesser
anstatt der mm² markiert. Gemäß dem Datenblatt ist bei rot doch mit 1mm²
Schluß :-(
Joachim B. schrieb:> Zange5 schrieb:>> DIN 46245:>> Rot für Querschnitte von 0,5 bis 1 mm²>> Blau für Querschnitte von 1,5 bis 2,5 mm²>> Gelb für Querschnitte von 4 bis 6 mm²>> stimmt>> Mani W. schrieb:>> 1,5 rot>> hier irrst du und dann kommt sowas von sowas
Meine roten sind für 1,5 und da fährt die Eisenbahn drüber,
aber es gibt ja immerhin 3 unterschiedliche Listen für
Aderendhülsen und deshalb hat hier sicher Jeder recht bei
Aderendhülsen..
Ganz unten in der Liste dann Kabelschuhe, wie ich beschrieb...
https://www.fingers-welt.de/wiki/index.php/Farbcode_von_Aderendh%C3%BClsen_und_isolierter_Kabelschuhe
Bürovorsteher schrieb:> Noch eine Frage am Rande: warum werden hier eigentlich so häufig> die> Finger mitfotografiert?
Weil der Forenbetreiber dann Fingerprinting betreiben kann.
ich benutze die blanken Stecker mit einer durchsichtigen Gummitülle zum
drüberschieben, ich vertraue diesem nach einiger Zeit brüchig werdendem
Plastik nicht besonderst und zum Pressen ist das Plastik meiner Meinung
nach eh hinderlich.
https://www.aliexpress.com/item/32950842739.html
Nachdem mir früher auch oft die Isolierten Teile abgefallen sind und
trotz bester Zangen öfters nicht zum festen Sitz zu überzeugen waren,
haben wir versucht der Geschichte auf den Grund zu gehen. Wenn man von
hinten in die Stecker und Ringschuhe guckt, gibt es zweit sichtbar
unterschiedliche Versionen. Bei den Abfall Varianten sieht man nur das
Plastik Teil und den Rundgebogenen Teil des Kabelschuhs. Diese Version
lässt sich oft kraftlos abziehen und erfordert bestenfalls eine Zange um
sie vom Kabel zu ziehen.
Die andere Version hat eine sichtbare "Stützhülse" Zwischen dem
Kabelschuh und dem Plastikmantel diese sind praktische nie lose und
lassen sich selbst mit einer Zange und Gewalt nur selten vom Kabel
abziehen.
Selbst Klauke liefert beide Versionen mit genau diesem Ergebnis aus.
Auch bei Eldis, Bauhaus oder Hornbach findet man beide Sorten, so das
man nicht einmal sorglos bestellen kann. Sicher ist nur wer zu billig
kauft bekommt den echten Chinaschrott, den man gleich Entsorgen kann.
MfG
Michael
Diese Variante die du beschreibst ist eigentlich hinten nur aufgeweitet
damit man die Litzen besser reinbekommt.
Mit den heutigen Zangen habe ich keine Probleme nur gefällt mir dieser
Kunststoff nicht der mit der Zeit versprödet.
Und diese gestanzten Zangen wie in Manfred Beitrag sieht man heutzutage
viel seltener zudem musste man die Kabelschuhe damit eh 2 mal crimpen
hinten und vorne.
Thomas O. schrieb:> Und diese gestanzten Zangen wie in Manfred Beitrag sieht man heutzutage> viel seltener zudem musste man die Kabelschuhe damit eh 2 mal crimpen> hinten und vorne.
Mit viel Gefühl eher viermal - das bleibt eine Bastellösung!
Vorne für Verpressung isolierter Schuhe vorgesehen, erzeugt man mit
diesen garantiert fehlerhafte Verbindungen.
Verbinder schrieb:> Verdrillen Murks ;)
Dann lass dir dein Lehrgeld wieder geben, denn Verdrillen ist
Stand der Technik.
> Und zum Verzinnen habe ich noch schöne Bilder, bei Gelegenheit such' ich> die mal raus.
Litzen werden überhaupt nicht mehr verzinnt, weil da sonst eine
Sollbruchstelle entsteht, wo Kupfer und Zinn eine Biege-/Knickzone
bilden. Deshalb ist die Crimp-/Quetschtechnik doch erst entwickelt
worden.
;) schrieb:> denn Verdrillen ist Stand der Technik.
Quatsch.
Viel zu aufwändig, im besten Fall unnötig und im schlechtesten Fall
kontraproduktiv, weil die Litzen dann nicht mehr gleichmäßig verpresst
werden, sondern kreuz und quer liegen.
Zange5 schrieb:>> Was mir auffällt:> links: Materialstärke 0,5mm> rechts: Materialstärke 0,8mm>
e.g. JST ? D 3,4 u. 4,0
https://www.tme.eu/Document/e55f2ce6011504d7d9ba9ef3e7fb484e/VDADM.pdf> Die Kunststoffhülse ist bei beiden (vor) dem Verpressen gleich Dick.
PVC, PU, ... vlt. gibt es noch weiteres
>> Was läuft falsch?
Kauft man irgendwas, kriegt man irgendwas :/
man beachte das Sternchen bei DIN46245*;
*in Anlehnung an genannte DIN-Norm
(*in the style of the specified DIN standard)
Nun habe ich neue Kabelschuhe erhalten. Etwas teurere original
Knipex-Kabelschuhe.
Das Crimpen läuft jetzt absolut problemlos, die neuen Kabelschuhe halten
bombenfest! Die sehen auch nach dem Anschleifen kupferfarben aus.
Danke für die zahlreichen Diskussionen hier, es ist echt ein riesiger
Qualitätsunterschied!