Drehspulinstrument brücken für Lagerung/Versand

Gast #6524104
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Es geht dabei um die elektromagnetische Induktion. Die funktioniert in 
beide Richtungen.

Ein elektrischer Strom erzeugt Magnetfeld, dass wiederum eine Kraft auf 
einen Magneten bewirkt.

Ein bewegter Magnet, erzeugt in einem Leiter einen elektrischen Strom.

Dieser letztere Fall soll durch das Kurzschliessen keine Wirkung auf die 
Schaltung des Messgerätes haben.

Aber der Kurzschluss wirkt durch die Gegen-EMK auch als mechanische 
Dämpfung für das Messwerk.
#6524110
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Ingo K. schrieb:
> und auch schon gesehen, dass man analoge Panelmeter zur
> Lagerung brücken soll. Mich würde interessieren was damit verhindert
> werden soll.

Ein analoges P... ähmm, Einbau-Zeigerinstrument (besonders die mit 
sehr empfindlichen Messbereichen wie wenige zig uA) brückt man mit einem 
Kurzschluss, damit bei Erschütterung und schnellen Bewegungen der Zeiger 
"gebremst" und so Beschädigungen weitgehend vermieden werden.
Bei Bewegung des Zeigers wird ja in der Spule eine Spannung induziert; 
der Kurzschluss wirkt dann als Bremse.

Werfen und Fallenlassen ist trotz dieser Maßnahme nicht wirklich 
förderlich. ;-)
Gast #6524113
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Verhindert werden soll dass der Zeiger ungedämpft mit vollgas an die 
mechanischen Anschläge knallt.

Stelle dir einen einfachen Gleichstrommotor vor, welcher auch als 
Generator betrieben werden kann. Wenn du dessen Anschlüsse kurzschliest 
wird er gebremst.


Ordentlich stossgedämpft verpacken solltest du ein Drehspulinstrument 
zum Versand aber trotzdem.
Gast #6524138
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Ingo K. schrieb:
> macht es Sinn ein Drehspulinstrument bei Lagerung/Versand zu brücken?

Zusaetzlich zu dem was schon gesagt wurde:
Bei einem analogen Multimeter wuerde ich gebenenfalls noch den 
Drehschalter auf "Ampere"setzen.Der interne Shunt sorgt fuer einen 
besseren Kurzschluss.
Bei analogen Multimeter mit Elektronik,spielt es wahrscheinlich keine 
Rolle ob die Messklemmen offen oder kurzgeschlossen sind,da das Messwerk 
ja wahrscheinlich intern an einem OPamp angeschlossen ist.

Ich hatte mal ein "normales" analoges und teures Multimeter mit sehr 
grosser Anzeige.Da konnte man sehr schoen die Wirkung von offenen und 
kurzgschlossenen Messklemmen beobachten.Ich hatte deswegen beim 
Transport die Eingangsklemmen immer kurzgeschlossen,da sich mit 
verbogenem Zeiger nur schlecht praezise Messungen durchfuehren 
lassen...😁
Gast #6524177
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Toxic schrieb:

> Bei einem analogen Multimeter wuerde ich gebenenfalls noch den
> Drehschalter auf "Ampere"setzen.Der interne Shunt sorgt fuer einen
> besseren Kurzschluss.

Analoge Multimeter mit Drehschalter haben meist eine "AUS"-Stellung, wo 
das Messwerk kurzgeschlossen ist.

Ein vorsichtiger Schüttelversuch mit meinem Metrix VX213B zeigt in 
Stellung "Measure" aber ohne Batterien drin doppelt so hohe Ausschläge 
des Zeigers wie in Stellung "Arrêt".
Gast #6524210
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Teo D. schrieb:
> Theor schrieb:
>> Aber der Kurzschluss wirkt durch die Gegen-EMK auch als mechanische
>> Dämpfung für das Messwerk.
>
> Ja schon, aber nö, das dämpft da mal so garnichts. Viel zu schwach der
> Effekt.
> Lese hier auch grad zum erstem mal von. Und ein solch vom Hersteller
> Vierpakt und gesichertes Instrument hab ich auch noch nicht
> gesehen....

Was Du Alles nich nicht gesehen hast...

Nicht mal heute hält das Rindvieh die Pfoten still. Von NICHTS eine 
Ahnung, aber das große Wort führen.
OP #6524211
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Vielen Dank an alle!

Die Erklärung mit dem Motor und dem Metrix Mulitmeter leuchtet ein.

Ich hab ein Einbau- Zeigerinstrument in der Bucht aus den USA erstanden.
Dabei handelt es sich um eines für ein Eico 667 Röhrenprüfgerät.
Bei meinem Eico 667 ist das Messinstrument leider "offen".
Hab dem Verkäufer jetzt darum gebeten er möge bitte die Brücke vor dem 
Versand rein machen.



Danke nochmal, Grüße und Frohe Weihnachten,

Ingo
Gast #6524250
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Ingo K. schrieb:
> macht es Sinn ein Drehspulinstrument bei Lagerung/Versand zu brücken?

Ja, bei den Kyoritsu-Drehspulmesswerken (KM-48 etc.) war ab Werk ein 
Federbügel zwischend den Anschlußklemmen. Später bei den 
Spannbandmeßwerken KF-Serie nicht mehr.

Irgendwo habe ich auch mal ein analoges Vielfachmeßgerät mit einer 
Schalterstellung 'Aus' gesehen, das Meßwerk kurzgeschlossen. War aber 
kein Standard!

Schon die erste Antwort erklärt korrekt den Grund:
Theor schrieb:
> der Kurzschluss wirkt durch die Gegen-EMK auch als mechanische
> Dämpfung für das Messwerk.

Wenn die im Regal liegen, sehe ich das überflüssig, für den Transport 
macht es auf jeden Fall Sinn.
#6524444
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Soul E. schrieb:
> Toxic schrieb:
>
>> Bei einem analogen Multimeter wuerde ich gebenenfalls noch den
>> Drehschalter auf "Ampere"setzen.Der interne Shunt sorgt fuer einen
>> besseren Kurzschluss.
>
> Analoge Multimeter mit Drehschalter haben meist eine "AUS"-Stellung, wo
> das Messwerk kurzgeschlossen ist.
>
> Ein vorsichtiger Schüttelversuch mit meinem Metrix VX213B zeigt in
> Stellung "Measure" aber ohne Batterien drin doppelt so hohe Ausschläge
> des Zeigers wie in Stellung "Arrêt".

Hier ein Beispiel dazu.
Vielfachmeßgerät ULTRON UM201F.

Am Ende der Anleitung empfiehlt der Hersteller den Meßbereichschalter 
auf Null zu stellen, damit das Meßwerk beim Transport kurzgeschlossen 
und somit vor Schäden durch Erschütterung geschützt wird (siehe Anlage 
letzte Seite ganz unten)

Gruß
Dieter
Angehängte Dateien:
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6524506
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Teo D. schrieb:
> Theor schrieb:
>> Aber der Kurzschluss wirkt durch die Gegen-EMK auch als mechanische
>> Dämpfung für das Messwerk.
> Ja schon, aber nö, das dämpft da mal so garnichts. Viel zu schwach der
> Effekt.
> Lese hier auch grad zum erstem mal von.
Dort auf Seite 5 oben wird das auch empfohlen:
http://www.historische-messtechnik.de/downloads/siemens-messtechnik-handliste-teil-va-1940_150.pdf

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