Man kann alle Batterien parallel schalten, wenn sie die gleiche
Zellenspannung aufweisen. Der Energiegehalt (Wh) darf dabei sogar
unterschiedlich sein. Die Ah dürfen somit ebenfalls unterschiedlich
sein.
Denn es ist egal ob die Zelle in einer einzigen Elektrolytflüssigkeit
steckt, oder auf zwei Elektrolytflüssigkeiten aufgeteilt ist.
Nur die Zellenspannung muss unbedingt gleich sein. Dann können diese
beiden Zellen für alle weiteren Zyklen für immer verbunden bleiben.
Melon Task schrieb:> Man kann Batterien parallel schalten, wenn sie aktuell die gleiche> Zellenspannung (Ist-Spannung! Nachmessen mit einem Multimeter (Nennspannung
zählt nicht als einziges Maß)) aufweisen. Wenn man sich nicht sicher ist, nehme
man noch einen Schutzwiederstand von 47....100 Ohm hinzu für viele Stunden zur
Begrenzung der Ausgleichsströme.
Jörg R. schrieb:>> Der Energiegehalt (Wh) darf dabei sogar unterschiedlich sein. Die Ah>> dürfen somit ebenfalls unterschiedlich sein.>> Unsinn;-(
Ich habe Tausende gebrauchter 18650er Zellen Parallel verlötet Klappt
wunderbar.
Melon Task schrieb:> Man kann alle Batterien parallel schalten, wenn sie die gleiche> Zellenspannung aufweisen. Der Energiegehalt (Wh) darf dabei sogar> unterschiedlich sein. Die Ah dürfen somit ebenfalls unterschiedlich> sein.> Denn es ist egal ob die Zelle in einer einzigen Elektrolytflüssigkeit> steckt, oder auf zwei Elektrolytflüssigkeiten aufgeteilt ist.> Nur die Zellenspannung muss unbedingt gleich sein. Dann können diese> beiden Zellen für alle weiteren Zyklen für immer verbunden bleiben.
Nein,
NiCd und NiMh nicht.
Auch selektrierte nicht.
michael_ schrieb:> Das sind Akkus!>> Oben sind das Primärzellen.> Die sollte man nicht parallelschalten.
Genau das ist auch meine Befürchtung. Die Batterien dürfen sich ja nicht
gegenseitig laden.
Nochmal für alle als Reminder:
Die Batterien, welche ich verwende sind keine Akkus!
lg,
Micha
Gerade bei diesen Lithium-Batterien sind die Amerikaner (UL) und Tadiran
sehr vorsichtig, siehe den Ausschnitt aus dem Tadiran-Katalog.
Also: man darf es nicht.
Sollte man es riskieren? Man stelle sich vor, die zwei parallelen Zellen
sind in einem Plastikgehäuse in einer Baumkrone versteckt. Die eine auf
der Südseite wird von der Sonne deutlich schneller entladen als die auf
der Nordseite. Nach ein paar Wochen fließt ein Ausgleichsstrom. Wir
wissen nichts über die Reaktionen in der Zelle, die geladen wird. Also
wird sie heiß, entzündet das Plastikgehäuse und: Waldbrand.
Dieter D. schrieb:> nehme man noch einen Schutzwiederstand von 47....100 Ohm hinzu für viele> Stunden zur Begrenzung der Ausgleichsströme.Bauform B. schrieb:> Nach ein paar Wochen fließt ein Ausgleichsstrom.
Na klar, nach ein paar Wochen macht es klick und dann fließt plötzlich
ein Ausgleichsstrom von 10 Ampere, oder wie?
Ich glaube außer Werner M. und mir hat hier noch keine Schissbuchse
Zellen parallel geschaltet.
Melon Task schrieb:> Ich glaube außer Werner M. und mir hat hier noch keine Schissbuchse> Zellen parallel geschaltet.
Wer weiß, worauf es ankommt, kann das machen. Allerdings hat der/die TO
noch keinen Dunst davon und somit wäre die Empfehlung sich das gut zu
überlegen.
Vorher habe ich auch gelesen, dass die Batterien mit Lötfahne verlötet
werden sollen und bis zum Ableben der Platine drin bleiben sollen. Oder
diese ist bereits leer und er/sie will deshalb nachträglich
(notgedrungen) zwei verbauen.
Wäre es das Modell zum Einlegen in Batteriehalter, dann nur mit dem
maximalen Aufwand mit Dioden und Widerstand, wie in dem Katalog
angegeben weil es keine größeren Zellen gibt. Gleiches gilt, wenn das
Gerät erst noch gebaut werden soll.
Für normale Batterien habe ich so etwas allerdings auch schon in
amerikanischen Datenblättern gelesen. Das ist Absicherungsmethode gegen
alle Ansprüche, so wie dort auf jedem Autospiegel der Warnhinweis steht,
dass die Entfernung im Spiegelbild nicht der Realität entspricht.
Nehmen wir das Beispiel zweier Halbleiterdioden: Bei denen gibt es durch
den negativen Temperaturkoeffizienten der Durchlasspannung das thermal
runaway, die wärmere Diode wird am Ende am stärksten belastet, bis evtl.
zur Zerstörung.
Bei Batterien könnte es auch so passieren, wenn zB. die Selbstentladung
temperaturabhängig ist: Die etwas schlechtere Batterie wird durch die
bessere miterwärmt, sodass die Selbstentladung des Gesamtsystems erhöht
wird.
Man denke da an die Reihenschaltung von Zellen, die schwächste, zuerst
leere Zelle, wird durch Umpolung von den andren Zellen zerstört. Was von
Akkupacks regelmäßig bewiesen wird. Und was bei Li-Akkupacks mit
aufwändigen Balance-ICs verhindert werden muss.
Bei Parallelschaltung ist das Problem nicht ganz so groß, aber auch da
bestimmt die schlechteste Zelle letzten Endes die Lebensdauer der
Batterie.
Man kann also als Gesamt Ah-Zahl nicht etwa die Summe der Teilzellen
sondern nur die Ah-Zahl der schlechtesten Zelle mal Zellenzahl nehmen.
Nach dieser Zahl werden die übrigen Zellen zunehmend überlastet.
Und ist es wirklich hilfreich, wenn in einem Block eine Zelle schon
hinüber ist, und das Gerät trotzdem eingesetzt wird?
Also Zellen der Fa. Tadiran (SL-860) und Saft (LST-14500) darf man wohl
parallel schalten. Beide Type habe ich hier je zwei parralel ab Werk.
Steht auch so im ausführlichen Datenblatt bei Tadiran!
Peter R. schrieb:> Ausnahmen bestätigen da wohl die Regeln.
Gibts sogar bei Saft,
http://www.farnell.com/datasheets/45445.pdf
Lithopack
3.6 or 7.2 V Primary
lithium - thionyl
chloride (Li-SOCl2)
battery pack series
Nicht ersichtlich das dort irgendeine Art von Schutz eingebaut wäre
Bitte bedenkt, daß die Zellen unterschiedlich schnell altern. Dies führt
in der Regel immer dazu, daß nach einem Jahr einzelne Zellen schnell
Kapazität verlieren und beim Laden stärker warm werden. Bei
Fahrrad-Akku's werden gern 10 Akku's in Reihe zu einem String geschalten
und dann die 4..5 Strings nochmal parallel zusammen. Jedoch sollte man
wissen, daß zB. die meist verwendeten 18650 Akku's es in zwei
verschiedenen Ausführungen gibt. Zum Einen als Einfach-Akku ohne
Schutzelektronik und zum Zweiten mit Überlastschutz. Letztere sind dann
auch etwas teurer.
Ich würde Akku's nur über Dioden (Schottky Dioden oder FET's)
zusammenschalten und ein Akku alleine muß den Gesamtstrom der
Nachfolgeschaltung schaffen. Daher, der Akku erhöht nur die
Gesamtbetriebsdauer! Wenn der Gesamtstrom nicht aus einem Akku allein
gespeist werden kann, dann sollte man Stromregler vor jeden Akku setzen,
die den Maximalstrom begrenzen oder Akku's in Reihe schalten und per
Schaltregler dann die notwendige Ausgangsspannung erzeugen. Es kommt
halt auf das Konzept an. Aber wie jeder das im einzelnen Macht ist jedem
Selbst überlassen. Obige erwähnte Fahrrad-Akku's haben bereits mehr als
eine Wohnung verwüstet ...
Mfg
Ich behaupte, bei Akkus mit Konstantspannungsladung, gleicher Lade- und
Entladeschlussspannung (beispielsweise LiPo-Zellen) und ausreichend
niedrigem Lade- und Entladestrom ist Parallelschaltung besser für die
Gesamtlebensdauer als Reihenschaltung. Denn dann kann eben gerade der
Ladezustand der Zellen nicht wesentlich auseinander laufen, auch wenn
sie verschiedene Kapazitäten haben. Ja, beim Zusammenschalten von Zellen
mit verschiedenen Ladezuständen muss man die Ausgleichsströme begrenzen
auf Werte, die den Zellen nicht schaden, klar.
Bei Reihenschaltung wird dagegen immer die schwächste Zelle am tiefsten
entladen und beim Laden als erstes voll sein, also mehr leiden, also
noch schwächer werden - deswegen sind (Ni-basierte) 9V-Akkus auch so
eine Katastrophe, da kann man die Einzelzellen nichtmal ab und zu
getrennt voneinander voll laden.
Bei den in diesem Thread gefragten Primärzellen sieht das anders aus,
denn die dürften auf (Ausgleichs-)Ladeströme nicht besonders erfreut
reagieren.
MfG, Arno
Micha schrieb:> Da der Innenwiderstand dieser Batterien recht hoch ist, würde ich mal> spontan vermuten, dass dies gar kein Problem sein sollte.
Sehe ich auch so, wenn sie neu sind und der gleichen Charge entstammen.
Allerdings:
Wenn man mit dem Strom von einer dieser Zellen nicht auskommt, wird eine
zweite wohl nicht viel daran ändern.
Dann sollte man gleich andere Zellen nehmen, die den benötigten Strom
problemlos liefern können.
Norman256256 schrieb:> Bei> Fahrrad-Akku's werden gern 10 Akku's in Reihe zu einem String geschalten> und dann die 4..5 Strings nochmal parallel zusammen.
Nein,
zuerst parallel und dann in Serie.
Aber das sind kein Lithium Primärzellen, sondern Akkus. Und bei Lithium
geht das. Blei auch. Nixx nicht.
Es ist durchaus möglich jede Primärzelle zu laden. Der erst Satz ist
extra so provokant geschrieben. Es gilt aber auch hier, wenn nicht das
"aber" und "wenn" wäre. Es läßt sich leider nur jeweils ein kleiner
Bruchteil der Kapazität laden.
Es gab hierzu vor langer Zeit einen Versuch (letztes Jahrtausend um
genau zu sein). Da wurden Batterien zyklisch belastet bis diese leer
waren. Eine Batterie wurde in Pausen der Zyklen geladen. Diese hielt am
längsten durch. Zuviel in den Pausen durfte nicht geladen werden, weil
dann drehte sich der Spieß um. Die Zyklendauer bewegten sich im Bereich
von mehreren Sekunden. Praxistauglich ist das nicht, aber interessant zu
wissen.
michael_ schrieb:> Oben sind das Primärzellen.> Die sollte man nicht parallelschalten.
Blödsinn, LiSOCl2 sind sogar als Parallelschaltung im Handel.
Natürlich drängt sich die Frage nach dem Sinn auf, es gibt die in allen
möglichen Bauformen bis über 10Ah. Parallel also nur, wenn man
Restriktionen bzgl. der Baumaße hat.