Hallo,
habe hier einen winzigen MP3-Player, der aus einer einzigen Batterie mit
Spannung versorgt wird. Das beginnt also mit 1.6V und endet mit 1.2V.
Ich sehe einen Mikrocontroller, ein LCD-Display, eine
LED-Hintergrundbeleuchtung usw.
Wie kann ein Gerät mit einer so geringen Spannung funktionieren?
Läuft da intern ein DCDC-Wandler?
Klaus-Peter
Einen Wandler braucht’s nicht unbedingt.
Die modernen Rechner arbeiten mit Kernspannungen von unter einem Volt.
Dafür brauchen sie aber richtig viele Ampere.
Was eventuell einen Wandler erzwingt sind die Schmalzstopfen, da die ja
richtig dampfen sollen.
Sebastian S. schrieb:> Die modernen Rechner arbeiten mit Kernspannungen von unter einem Volt.
Es geht um einen MP3-Player der mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer
AA/AAA Batterie betrieben wird, das ist Technik der frühen 2000er Jahre.
René F. schrieb:> Es geht um einen MP3-Player der mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer> AA/AAA Batterie betrieben wird, das ist Technik der frühen 2000er Jahre.
Ja, das würde mich auch interessieren. Bei einem MP3-Player kommt ja
noch dazu, dass er eine Ausgangsspannung abgeben muss, die einen
Kopfhörer, meist 32R, treiben kann.
Phasenschieber S. schrieb:> Ja, das würde mich auch interessieren. Bei einem MP3-Player kommt ja> noch dazu, dass er eine Ausgangsspannung abgeben muss, die einen> Kopfhörer, meist 32R, treiben kann.
Und die Flussspannung für die LED der Hintergrundbeleuchtung.
Christian S. schrieb:> Es gibt Funkmäuse, die auch nur eine 1,5V Batterie haben. Würde mich> auch interessieren, was dahinter steckt.
Wie gesagt ein DC/DC Konverter.
Sebastian S. schrieb:> Dafür brauchen sie aber richtig viele Ampere.
Wenn man bedenkt, dass eine Desktop-CPU bei solcher Spannung 250W
Dauerleistung und werweisswieviel Spitzenleistung verbraten kann...
Kompasskorrektor schrieb:> Da 'läuft' nix, da pumpt höchstens einer Ladungen:> https://de.wikipedia.org/wiki/Ladungspumpe ;-)
Bitte begründen, mich würde es wirklich wundern, wenn statt eines
geregelten Schaltwandlers eine ungeregelte Ladungspumpe in dem Gerät
werkeln würde.
> Sony hat das früher bei seinen MD-Playern und Walkmans auch ganz gut> hinbekommen.
Wenn man bedenkt das die Schaltwandler damals insbesondere bezueglich
des Ruhestrom deutlich schlechter waren als aktuelle Geraete, dann haben
die es damals sogar deutlich besser hinbekommen. Damals konnte man
naemlich noch Geraete bauen die auch nur ueber einen Taster
eingeschaltet wurden, die aber wenn sie aus waren trotzdem keinen Strom
gezogen haben. Das sehe ich heute oftmals anders.
Olaf
René F. schrieb:> Kompasskorrektor schrieb:>> Da 'läuft' nix, da pumpt höchstens einer Ladungen:>> https://de.wikipedia.org/wiki/Ladungspumpe ;-)>> Bitte begründen, mich würde es wirklich wundern, wenn statt eines> geregelten Schaltwandlers eine ungeregelte Ladungspumpe in dem Gerät> werkeln würde.
So wird das nichts: Du musst dich einfach mal mit Thema Elektronik
beschäftigen.
Peter D. schrieb:> Ich hab ein altes AM-Radio mit 7 Transistoren, das läuft auch mit 1,5V.
Und ich hab hier ein über 50 Jahre altes russisches Mini-Radio für den
"Ortssender". Läuft mit nur einer 1,5V Knopfzelle und hat immerhin schon
2 Wellenbereiche (MW/LW). Vermutlich nur ein Geradeausempfänger. Da ist
sicher kein DC/DC Wandler eingebaut.
Grüße von petawatt
Jens G. schrieb:> Und ich habe hier auch einen Empfänger, der braucht sogar nur mV:>> https://de.wikipedia.org/wiki/Detektorempf%C3%A4nger#/media/Datei:Circuit_diagram_of_a_crystal_radio_receiver-de.svg
Besonders gut finde ich ja den im Link eingezeichneten Lautsprecher. Da
kann man sicher einen ganzen Saal mit beschallen.
Bei meinem Empfänger ist hinter der Germaniumdiode noch ein kleiner
Verstärker mit vermutlich Germaniumtransistoren. Die kleinere
Flussspannung der Basis-Emitter-Diode hat bei 1,5V Betriebsspannung
sicher Vorteile.
Grüße von petawatt
Hier mal etwas mit Display und Controller. :-)
Die verschiedenen hohen Betriebsspannungen für VFD und MOS-Calculator IC
wurden bei diesen Rechnern praktisch immer mit nem selbstschwingenden
1-Transistor Wandler erzeugt. Hier versorgt aus einer einzelnen 1.5 V
Batterie oder auch 1,2 V Akku. CT092 ist der Wandlertrafo mit mehreren
Abgängen und Rückkopplungswicklung.
Etwa 25 Jahre später hat irgendwer das uralte Schaltungsprinzip als
"Joule-thief" neu erfunden...
Der Wirkungsgrad war so schlecht nicht, es wird nichts warm und die
Leistungsaufnahme dieser Rechner ist wesentlich geringer als die ihrer
Vorgänger (Anfang 70er Jahre) mit winzigen LED-Displays.
ps. alle Elkos original und gut erhalten, wie vor 45 Jahren eingebaut...
René F. schrieb:> Kompasskorrektor schrieb:>> Da 'läuft' nix, da pumpt höchstens einer Ladungen:>> https://de.wikipedia.org/wiki/Ladungspumpe ;-)>> Bitte begründen, mich würde es wirklich wundern, wenn statt eines> geregelten Schaltwandlers eine ungeregelte Ladungspumpe in dem Gerät> werkeln würde.
Naja, ein Schaltregler mit Speicherdrossel braucht halt mehr Volumen als
eine Armbanduhr zu bieten hat. Und die Lastwechsel sind bei einem
Taktteiler wie bei bespiekhaften CASIO-Armbanduhr nicht sonderlich hoch
als das man sie nicht mit einem nF-Kondensator buffern konnte, es
besteht also nicht die Notwendigkeit einer sonderlichen
Spannungsregelung.
Was Dich grad mal zu der Grundfrage eines schaltungsdesigners bringt,
wann es überhaupt einer Spannungsregelung an einer Batterie bedarf?!
Besteht da eventuell ein Zusammenhang zwischen Stromfluß, Lastwiderstand
und Spannungsteiler?!. Und ist die Zellspannung bei geringen
Entnahmeströmen vielleicht schon ausreichend konstant?
https://i.stack.imgur.com/ERIwd.png
A. S. schrieb:> Peter D. schrieb:>> Ich hab ein altes AM-Radio mit 7 Transistoren, das läuft auch mit 1,5V.>> MW lief doch sogar ohne Batterien. Die Bierdeckel-Empfänger
Detektorempfänger ebenso:
https://www.b-kainka.de/bastel23.htm
Da mal mit NF-Verstärker statt Kopfhörer das die YT-Banausen mithören
können:
https://www.youtube.com/watch?v=cpTefUDf4CI
Prinzipiell braucht es für sowas keine batterie.
Kompasskorrektor schrieb:> Naja, ein Schaltregler mit Speicherdrossel braucht halt mehr Volumen als> eine Armbanduhr zu bieten hat. Und die Lastwechsel sind bei einem> Taktteiler wie bei bespiekhaften CASIO-Armbanduhr nicht sonderlich hoch> als das man sie nicht mit einem nF-Kondensator buffern konnte, es> besteht also nicht die Notwendigkeit einer sonderlichen> Spannungsregelung.
Es geht aber nicht um die Casio Uhr, sondern um einen MP3 Player,
dazwischen liegen Welten.
(prx) A. K. schrieb:> Sebastian S. schrieb:>> Dafür brauchen sie aber richtig viele Ampere.>> Wenn man bedenkt, dass eine Desktop-CPU bei solcher Spannung 250W> Dauerleistung und werweisswieviel Spitzenleistung verbraten kann...
Ich frage mich, wie viele von über Tausend Pins wohl auf die Versorgung
entfallen. Der Strom muss schließlich irgendwie in den Prozessor rein
kommen (und auch wieder raus), ohne dass die Pins dabei verdampfen.
Olaf schrieb:> Damals konnte man> naemlich noch Geraete bauen die auch nur ueber einen Taster> eingeschaltet wurden, die aber wenn sie aus waren trotzdem keinen Strom> gezogen haben. Das sehe ich heute oftmals anders.
Und Geräte, die einfach an waren, wenn man gedrückt hat und nicht erst
booten mussten. Jetzt ist es quasi wieder wie im Röhren-Zeitalter.
moscalc schrieb:> Der Wirkungsgrad war so schlecht nicht, es wird nichts warm und die> Leistungsaufnahme dieser Rechner ist wesentlich geringer als die ihrer> Vorgänger (Anfang 70er Jahre) mit winzigen LED-Displays.
Das finde ich erstaunlich. Ich hätte gedacht, dass so ein VFD schon ganz
ordentlich was braucht, schon alleine wegen der Heizung.
Kompasskorrektor schrieb:>> MW lief doch sogar ohne Batterien. Die Bierdeckel-Empfänger>> Detektorempfänger ebenso:>> https://www.b-kainka.de/bastel23.htm
Ja, oder mit dem aus dem YPS-Heft (hach, waren das Zeiten...)
Rolf M. schrieb:> Das finde ich erstaunlich. Ich hätte gedacht, dass so ein VFD schon ganz> ordentlich was braucht, schon alleine wegen der Heizung.
Nee, die brauchen generell viel weniger Strom, als 7-Segment Anzeigen.
Wenn man jetzt die neuen Superhellen mal außen vor lässt.
> Und Geräte, die einfach an waren, wenn man gedrückt hat und nicht erst> booten mussten. Jetzt ist es quasi wieder wie im Röhren-Zeitalter.
Oh ja. Ich moechte bestimmt nicht zurueck ins Roehrenzeitalter, aber
wenn ich sehe das mein Autoradio nach dem einschalten 20-30s bootet dann
hab ich immer Schaum vor dem Mund angesichts der Inkompetenz der
Entwicklung. Ich bin dafuer den Tauchstuhl fuer Projektleiter wieder
einzufuehren. :)
Olaf