40A RCD vorsichern (Österreich)

Gast #6534048
Hallo,

ich habe vor eine Unterverteilung für die neu errichteten Räume im 
Dachboden zu bauen.
Die Hauszuleitung ist mit 30A oder 35A (Auf jeden Fall mehr als 25A) 
Schmelzsicherungen abgesichert, nur muss der 40A RCD in Österreich 
zwecks Thermischem Überlastungsschutz scheinbar mit 25A abgesichert 
werden, die Frage ist jetzt nur wie mach ich das am sinvollsten.  LS 
oder Schmelzsicherung zw. Zuleitungssicherungen und RCD?

Gruß,
Christoph
Gast
Sicherungen müssen selektiv zueinander sein!

Zwei in Reihe liegende Schmelzsicherungen sind dann selektiv, wenn ihre 
Bemessungsströme sich um den Faktor 1,6 unterscheiden. Wird einer 
Sicherung also eine andere vorgeschaltet, dann muss diese einen 
Nennstrom um 1,6x größer haben.
Gast
Phasenschieber S. schrieb:
> Sicherungen müssen selektiv zueinander sein!
>
> Zwei in Reihe liegende Schmelzsicherungen sind dann selektiv, wenn ihre
> Bemessungsströme sich um den Faktor 1,6 unterscheiden. Wird einer
> Sicherung also eine andere vorgeschaltet, dann muss diese einen
> Nennstrom um 1,6x größer haben.

Müssen Sicherungen nicht nur in bestimmten Fällen selektiv sein? 
Medizinische Einrichtungen/Menschenansammlungen etc.?

Reinhard S. schrieb:
> Christoph schrieb:
> LS oder Schmelzsicherung zw. Zuleitungssicherungen und RCD?
>
> Sind die Zuleitungssicherungen auch in der neuen UV? Dann wäre es doch
> sinnfrei, bis zum RCD nochmal Sicherungen einzubauen, oder?

Die Zuleitungssicherungen sind im Hauptverteiler des Hauses, da sind 
zwar auch direkt nach den 30/35A Sicherungen 3 Stück 40A RCDs, die sind 
jedoch "Altbestand".
Beitrag #6534674 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast
Warum? schrieb im Beitrag #6534674:
> Warum zeigst du uns keinen Plan sondern versuchst dich in Prosa?

Weil's den Plan für die neue UV bisher nur in meinem Kopf gibt und es 
für den Altbestand scheinbar nie einen gab. Das alles zu dokumentieren 
wird der nächste Schritt...

Stefan schrieb:
> Und wie ist/wird die Zuleitung zum Unterverteiler im Dachgeschoss
> abgesichert? Ist die mit den vollen 30/35A belastbar?

Die UV Zuleitung existiert zwar noch nicht, kann aber definitiv groß 
genug gewählt werden, zum Verlegen ist genug Platz, als Vorsicherung 
(Wäre die 25A Limitierung des RCDs nicht) wäre also die Hauptzuleitung 
des Hauses benutzt worden.
Gast
Christoph schrieb:
> Müssen Sicherungen nicht nur in bestimmten Fällen selektiv sein?
> Medizinische Einrichtungen/Menschenansammlungen etc.?

Nein.

In Hauptstromversorgungssystemen sind die Schutzeinrichtungen gemäß DIN 
VDE0100-530 selektiv auszuführen.
Gast
Alternativ würd ich sonst den 40A RCD gegen ein 63A Modell Tauschen, 
dann würde die 30/35A Absicherung auch um den Faktor 1,6 erhöht noch 
unter den 63A liegen.
Gast
Christoph schrieb:
> nur muss der 40A RCD in Österreich
> zwecks Thermischem Überlastungsschutz scheinbar mit 25A abgesichert
> werden,

Das gilt so nicht in Deutschland.

Ein 40A FI darf auch bis 40A belastet werden.
Da es für Niederspannungsnetze kein 40A-Sicherungen gibt, ist meist bei 
35A für den 40A-FI Schluss.
Wäre ja auch Unsinn ihn mit 40A zu deklarieren, wenn diese nicht erlaubt 
wären.
Gast
Phasenschieber S. schrieb:
> Christoph schrieb:
> Müssen Sicherungen nicht nur in bestimmten Fällen selektiv sein?
> Medizinische Einrichtungen/Menschenansammlungen etc.?
>
> Nein.
>
> In Hauptstromversorgungssystemen sind die Schutzeinrichtungen gemäß DIN
> VDE0100-530 selektiv auszuführen.

Hab das so aufgefasst, dass die Selektivität wirklich nur unter den 
Sicherungen im HSVS gegeben sein muss, da die Vorsicherung des RCDs nach 
dem HSVS ist, hab ich es hier als nicht mehr notwendig angesehen, gut 
möglich das ich mich da getäuscht hab.
Beitrag #6534900 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast
Christoph schrieb:
> da die Vorsicherung des RCDs nach
> dem HSVS ist, hab ich es hier als nicht mehr notwendig angesehen, gut
> möglich das ich mich da getäuscht hab.

Da hast du recht, wenn die Selektivität im Hauptverteiler schon 
gewährleistet ist, kannst du soviele Sicherungen hintereinander schalten 
wie du willst, ob es Sinn macht oder nicht.

Ich bezog mich auf deine Aussage:

Christoph schrieb:
> Die Hauszuleitung ist mit 30A oder 35A (Auf jeden Fall mehr als 25A)
> Schmelzsicherungen abgesichert....

Die Hauszuleitung .... ist kein Hauptverteiler!
Gast
Ein RCD, der für 40A angegeben ist, darf auch in AT 40A bekommen. 
Allerdings lassen Sicherungen idR mehr Strom durch als der Aufdruck 
vermuten läßt.
Dazu gibt es Gleichzeitigkeitsfaktoren. Es dürfte z.B. ausreichend sein, 
pro Phase 3xB13A (oder 2xB13A und 1x B10A für Licht) hinter dem RCD 
abzusichern. Die Strombegrenzung innerhalb Verteilern darf bis zu 1,5m 
hinter dem abzusichernden Element sein, wenn konstruktiv keine Gefahr 
durch aufscheuern oder Bruch besteht.
Gast
Hallo zusammen und danke für die Hilfe,
werd mich jetzt mal daran machen meinen Plan und eure Vorschläge auf 
Papier zu bringen. Melde mich ggf. danach wieder.
In diesem Sinne, Danke für die zahlreichen Antworten.

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