Ich habe hier nämlich eine SD Card von Sandisc die 64 GB groß sein soll.
f3probe zeigt mir an, dass es sich um ein 32 GB Modul handeln würde,
27,48 GB angezeigt werden und 27,48 GB auch beschrieben werden können
und die SD Card somit laut Aussage des Programms echt sei.
https://fight-flash-fraud.readthedocs.io/en/latest/usage.html
Das widerspricht allerdings der Aussage auf dem Aufdruck und der
Verpackung.
Möglicherweise ist es also eine dieser Fake Karten. Gekauft habe ich sie
bei Amazon von dessen SanDisk Store. Das ist im Prinzip seltsam, denn
wenn ich schon beim Hersteller bestelle, dann sollte das eigentlich kein
Fake sein.
Es könnte aber auch sein, dass ich die Karte vor vielen Monaten mit dem
Tool f3fix von der gleichen Webseite auf die richtige Größe repariert
habe und f3probe deswegen nicht mehr meckert. Aber ich habe die Karte
damals weggelegt und dann viele Monate nicht mehr benutzt. Daher kann
ich mich nicht mehr genau darin erinnern, aber ausschließen möchte ich
es nicht.
Nun habe ich wieder etwas Zeit gefunden und wollte die SD Karte nun
nutzen, doch die falsche Größe stört mich hier.
Jetzt ist mir aber noch ein weiterer Punkt eingefallen.
Ich benutze nämlich einen uralten USB SD Adapter, so ein Daumengroßes
Ding. Den habe ich irgendwann Ende 2007 oder Anfang 2008 zusammen im
Bundle mit einer 8 GB großen SD Card gekauft.
Das war keine SDXC Card, wie die jetztige, die 64 GB groß sein soll,
aber wohl nur 32 GB hat.
Wie ist das bei SD Karten und deren internem Aufbau?
Kann man hier ausschließen, dass der USB Adapter oder dessen Chip das
obere Bit nicht mehr adressieren und weiterverarbeiten kann und deswegen
mit den oberen 32 GB nicht klar kommt, falls es sich doch um eine 64 GB
SD Card handeln sollte?
SD Karten haben natürlich eine standardisierte eindeutige Anzahl an
Anschluss Pins, eventuell ist er auch seriell, das wird also nicht das
Problem sein, aber vielleicht sieht's bei der Verarbeitung intern im
Chip des USB Adapters anders aus?
Ich dachte da an so etwas wie eine Adressleitung im Adapterchip weniger.
Denn:
32 *1024^3 = 34359738368
2^35 = 34359738368
vs.
64*1024^3 = 68719476736
2^(35+1) = 2^36 = 68719476736
Die Zahl 35 könnte bspw. für die Adressleitungen im Chip oder
irgendeiner Verarbeitungseinheit, die das für USB bereit macht, und
nicht mehr kann, stehen, damit wären dann nur 32 GB adressierbar und
nicht 64 GB. Dafür wären dann die 35+1 notwendig.
So ein Problem hatte ich bspw. bei meiner alten Soundkarte von Creative.
Die konnte nur Speicherbereiche von 2^31 = 2 GB RAM ansprechen, weil ihr
die 32. Leitung im Chip fehlte. Die hatte man damals einfach aus
Rationalisierungsgründen weggelassen, da die meisten Computer damals
kaum mehr als 128 MB RAM hatten.
Wäre es also möglich, dass der uralte SD USB Adapter, also das
Lesegerät, ein ähnliches Problem hat?
Ich möchte eigentlich diese Möglichkeit nur ausschließen.
Ein anderes Lesegerät, abgesehen von einem Raspi 3, der ohne SD Karte
nicht bootet, habe ich aber leider nicht hier, um das an einem anderen
neueren Gerät zu testen.
Ansonsten wäre das nämlich wirklich eine Fake Karte direkt von SanDisk
mit der falschen Größe.
100Ω W. schrieb:> Lösch doch die Partition auf der Karte und erstelle eine neue mit> der> größe, die die Karte hat (In deinem Fall 27GB.).
Falls die Karte 64 GB hat und es nur der Adapter nicht verarbeiten kann,
möchte ich die 64 GB schon nutzen.
Und wenn es doch Fake sein soll, müsste ein Umtausch auch nach Jahren
noch möglich sein, denn bei Betrug oder Täuschung gelten, wenn ich mich
nicht irre, andere Regeln.
Von einem Sachmangel, falsche Ware geschickt, kann man ja auch nicht
sprechen, wenn 64 GB drauf stehen.
Also wäre es hier eher Betrug oder Täuschung, aber bevor ich das
vorwerfe muss ich mir da schon sicher sein.
Nano schrieb:> Gilt das auch für die Adapter und Lesegeräte?
Such dir jemand mit einem neueren Adapter (viele Notebooks haben einen
Slot) und prüfe damit.
Warum sollte ein Hersteller eines "Billigster von Billigen" Adapter
Addressleitungen verschalten, die es nach dem Standard für SDHC gar
nicht gibt oder zur Zeit der Herstellung des Adapters nicht gab?
Nano schrieb:> Gilt das auch für die Adapter und Lesegeräte?
Jau. Das Problem kenne ich auch. Und zwar gleich zweimal. Einmal bei
SDHC und dann nochmal bei SDXC. Zum Glück sind moderne Kartenleser
inzwischen so billig das man sich schon mal einen neuen leisten kann.
Nano schrieb:> Gekauft habe ich sie> bei Amazon von dessen SanDisk Store.
Nur bezahlt über Amazon, oder auch von Amazon geliefert?
Falls auch geliefert: Da hilft die Auswahl des Stores nicht wirklich
viel, im Amazon Versandzentrum werden alle Artikel mit der gleichen ASIN
in einen Topf geworfen, egal wer sie dort angeliefert hat.
Ist zwar markenrechtlich verboten, da Fake-Speicherkarten in gefälschter
Markenverpackung unter der original-Produktnummer einzustellen
(LG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.2014, Az. 2a O 277/13, sh.
https://www.amzkey.com/verwendung-fremder-asin-verletzt-markenrecht )
aber ich glaube, das schert jemanden mit ausreichend krimineller Energie
nicht wirklich.
Εrnst B. schrieb:> Nano schrieb:>> Gekauft habe ich sie>> bei Amazon von dessen SanDisk Store.>> Nur bezahlt über Amazon, oder auch von Amazon geliefert?
Unter Bestelldetails steht:
Verkauf durch: Amazon EU S.a.r.L.
Und Verkauf und Versand ist unter Amazon.
Es gibt daneben dann noch einen Button mit der Aufschrift "Produkt
Support erhalten".
> Falls auch geliefert: Da hilft die Auswahl des Stores nicht wirklich> viel, im Amazon Versandzentrum werden alle Artikel mit der gleichen ASIN> in einen Topf geworfen, egal wer sie dort angeliefert hat.>> Ist zwar markenrechtlich verboten, da Fake-Speicherkarten in gefälschter> Markenverpackung unter der original-Produktnummer einzustellen> (LG Düsseldorf, Urteil vom 28.05.2014, Az. 2a O 277/13, sh.> https://www.amzkey.com/verwendung-fremder-asin-verletzt-markenrecht )> aber ich glaube, das schert jemanden mit ausreichend krimineller Energie> nicht wirklich.
Das ist gut zu wissen.
Danke.
Ich werde mal schauen, ob ich irgendwie ein anderes Lesegerät auftreiben
kann oder ich bestelle eines mit der nächsten Bestellung.
Habt ihr bezüglich USB Lesegerät eine Empfehlung? USB 3.x wäre nicht
schlecht, dann lohnt sich die Investition auch etwas bei schnellen
Karten.
Und gibt's schon Adapter, die auch SDUC unterstützen? Also den
Nachfolger von SDXC? Auf die schnelle gefunden habe ich jedenfalls
keinen.
Unterstützung von Universal Flash Storage (UFS) wäre auch nicht
schlecht, wenn dieses Format mal die SD Karten ablösen soll.
Gibt's bei SD Karten eigentlich inzwischen eine standardisierte
Möglichkeit herauszufinden, ob sie Wear Leveling haben?
Vielleicht als Bezeichner neben der Angabe der Geschwindigkeitsklasse?
Nano schrieb:> Und gibt's schon Adapter, die auch SDUC unterstützen? Also den> Nachfolger von SDXC? Auf die schnelle gefunden habe ich jedenfalls> keinen.
Ich glaube da bist du noch einige Jahre zu früh dran.
Die ersten Prototypen erblicken so langsam das Licht der Welt. Bis die
aber mal in größeren Stückzahlen verfügbar sind und sich Preislich in
vernünftigem Rahmen bewegen wird einfach noch dauern.
https://www.jmicron.com/solution/page/12
Und mit Karten dafür sieht es noch schlechter aus. Mir ist noch keine
SD-Karte mit 2TB oder mehr bekannt. Die sind "erst" bei 1TB angekommen
und 2 TB würde auch noch mit SDXC gehen, erst ab 4TB müssen sie dann...
Beim Filesystem sieht es wohl so aus als ob auch für die SDUC exFAT
festgeschrieben ist, genauso wie schon bei den bei den SDXC:
https://www.sdcard.org/consumers/choices/bus_interface/index.html