Gibt es einen Schaltungstrick um bei Verlust der DC Versorgung ein
bistabiles Relais zu schalten?
Ich möchte meine Schaltung vom "Wirt" trennen, wenn sie ausgeschaltet
wird. Es sollen aber nicht die ganze Zeit Relais angezogen sein.
Geladener Kondensator auf der einen Seite der Spule, P-Transistor auf
der anderen, und wenn die Spannung fällt schaltet er?
platsch schrieb:> Geladener Kondensator auf der einen Seite der Spule, P-Transistor auf> der anderen, und wenn die Spannung fällt schaltet er?
Genauso wird's gemacht.
Eltako Relais kann man da auch als Vorlage nehmen. Ich habe vor einiger
Zeit ein ER12DC-UC zerlegt, um mir den Weitbereichs-Eingang von 8-230V
AC/DC zusammen mit Nulldurchgangs-Schalten anzuschauen. Dabei ist mir
aufgefallen, dass ein bistabiles Relais verbaut ist.
Wie eng sind denn Wirt und Gast verwandt? Weil: allgemeingültig wird es
viel aufwendiger. Zum Beispiel bei einem Netzteil mit fettem Elko. Bei
Netzausfall fällt die Versorgung ganz langsam, dagegen hilft eine
kräftige Hysterese. Dann gibt es ziemlich kurze Netzausfälle bei denen
die Spannung nicht Null wird. Das ist der Grund, warum der Volksmund
sagt: ausschalten - 10 Sekunden warten - einschalten. Und dann noch die
Sonderfälle, die mir jetzt nicht einfallen...
platsch schrieb:> Dem Relais-Modell ist es leider egal, in welche Richtung der Strom> fließt.
Na und? Ein echtes Relais (bistabil mit einer Spule) macht doch trotzdem
das Richtige? Die perfekte Simulation will ja auch niemand bezahlen.
platsch schrieb:> Dem Relais-Modell ist es leider egal, in welche Richtung der Strom> fließt.
Bezog sich auf die Simulation. Ich habe ein zweites Relais in Serie
gesetzt, das aber gleichzeitig schaltet.
Bauform B. schrieb:> Wie eng sind denn Wirt und Gast verwandt? Weil: allgemeingültig wird es> viel aufwendiger. Zum Beispiel bei einem Netzteil mit fettem Elko. Bei> Netzausfall fällt die Versorgung ganz langsam, dagegen hilft eine> kräftige Hysterese. Dann gibt es ziemlich kurze Netzausfälle bei denen> die Spannung nicht Null wird. Das ist der Grund, warum der Volksmund> sagt: ausschalten - 10 Sekunden warten - einschalten. Und dann noch die> Sonderfälle, die mir jetzt nicht einfallen...
Das ist ein guter Punkt. Ich werde messen, wie schnell die Spannung
abfällt, wenn ich den Stecker des Netzteils ziehe.
Die Versorgungen von Gast und Wirt hängen nicht zusammen, es sollen nur
ein paar Signale getrennt werden, so als wäre der Gast gar nicht
angeschlossen (automatisches Stecker-Ziehen).
Bauform B. schrieb:> Na und? Ein echtes Relais (bistabil mit einer Spule) macht doch trotzdem> das Richtige? Die perfekte Simulation will ja auch niemand bezahlen.
Ja klar, es wäre nur schöner, das Schalten auch in der Simulation zu
sehen.
In meinem Fall ist es aber eh quatsch, denn das Relais hat getrennte
Spulen.
Bauform B. schrieb:> dagegen hilft eine> kräftige Hysterese
Das Einschalten soll nicht bei Anlegen der Versorgung erfolgen, sondern
wird separat gemacht. Das ist mit einem unipolaren Relais (heißt das so,
wenn es getrennte Spulen gibt?) auch eine unabhängige Angelegenheit.
Aber wie erreiche ich ein plötzliches Ausschalten trotz hohem Pull-Down?
Eine zweite Stufe? Größere Verstärkung?
Wenn ich auf 1kOhm runtergehe, sind die Ströme (PMOS beta 280m) etwa
symmetrisch (ca. 20 mA), aber es fließen dauerhaft 5 mA...
platsch schrieb:> Das Einschalten soll nicht bei Anlegen der Versorgung erfolgen, sondern> wird separat gemacht. Das ist mit einem unipolaren Relais (heißt das so,> wenn es getrennte Spulen gibt?) auch eine unabhängige Angelegenheit.
Dann sollte man das bistabile Relais auch mit einem Kontakt dieses
Relais bei Spannungsausfall schalten können. Du solltest mal die ganze
Schaltung offenlegen.
platsch schrieb:> Ich bräuchte nur so etwas wie Komparator-Verhalten für den Mosfet.
Dein Komparator braucht eine Referenzspannung. Zum Beispiel eine 5V6
Zenerdiode (mit 22k Vorwiderstand).
Wenn die Versorgungsspannung beim Ausschalten auf unter 11,2 V abfällt,
dann schaltet der LM393 schlagartig den P-MOS ein.
Die Z-Diode sollte noch mit einem 1uF Elko überbrückt werden, damit beim
Einschalten der P-MOS nicht angesteuert wird.
In der jetzigen Schaltung wird "jede Spule" beim schalten bestromt. Eine
Diode über jede Spule begrenzt mögliche Überspannungen beim schalten und
.. gleichzeitig legt man fest welche Spule Strom erhalten soll.
Doch noch eine Frage: die zwei Spulen stellen ja einen 1:1 Transformator
dar und werden in Gegenrichtung betrieben, also wird auf der jeweils
anderen Seite eine negative Spannung induziert.
Muss ich mir da weitere Gedanken machen?
Zufälle gibts. Da gab es gestern ein neues Video aus dem man ein paar
Ideen mitnehmen kann. https://www.youtube.com/watch?v=NX84d45ZlBM Die
zuerst von ihm geratene Schaltung ist falsch, die richtige zeigt er um
10:00.
Interessant ist dass die Stromversorgung der Schaltung permanent über
die "Relais"-Spule erfolgt bis der Thyristor zündet. Dann steigt der
Strom durch das "Relais" sprunghaft an, es "zieht an" und schaltet den
nicht gezeigten LS und damit indirekt sich selber ab.
Dymo Fond schrieb:> Interessant ist dass die Stromversorgung der Schaltung permanent über> die "Relais"-Spule erfolgt bis der Thyristor zündet.
Funktioniert das auch bei Stromausfall?
Hat das für mein Szenario Vorteile?
Ich verstehe nicht, wo du den Zusammenhang siehst.
Aber danke trotzdem für den Hinweis.
platsch schrieb:> Dymo Fond schrieb:>> Interessant ist dass die Stromversorgung der Schaltung permanent über>> die "Relais"-Spule erfolgt bis der Thyristor zündet.>> Funktioniert das auch bei Stromausfall?
Rechne es doch nach. Achso, ja, ne ...
> Hat das für mein Szenario Vorteile?> Ich verstehe nicht, wo du den Zusammenhang siehst.
Ok, du hast gerade in einem anderen Thread gezeigt dass du nicht rund
läufst und nicht mitdenken möchtest. Ich meine, welchen Teil von
>> aus dem man ein paar Ideen mitnehmen kann
hast du nicht verstanden?
Die einfache Schwellwerterkennung? Die Erzeugung der Versorgungsspannung
die gleichzeitig als Schwellwert dient? Thyristor als Schaltelement? Die
Schaltung des "Relais" um möglichst viel von der noch gerade vorhandenen
Restenergie zu nutzen?
Kein Zusammenhang? Echt?
> Aber danke trotzdem für den Hinweis.
Brech dir mit deinem geheuchelten Danke mal keinen ab.
platsch schrieb:> Dein Vorschlag dürfte aber doch auch nicht funktionieren, da die> Spannung ja abgeschaltet wird?
Blödsinn, die Spannung der Zenerdiode ist ja mehr oder weniger konstant.
platsch schrieb:> Muss ich mir da weitere Gedanken machen?
LTSpice sagt nein.
Ich werd's mal aufbauen und dann auch messen.