Chris schrieb:
> Wie wirkt sich ein falscher Abschlusswiderstand auf ein Rechtecksignal
> aus?
Man findet sowas unter dem Stichwort Impulsreflektometrie.
Man kann es sich erstmal für eine Gleichspannung überlegen, die man auf
die Leitung gibt (Sprungantwort).
Der Momentanwert der Spannung auf der Leitung ist zunächst bestimmt aus
dem Spannungsteiler aus Innenwiderstand der Quelle und dem
Leitungswellenwiderstand. Üblicherweise sind beide gleich und somit
zunächst Spannung auf der Leitung = halbe Leerlaufspannung der Quelle.
Ist der Abschlußwiderstand zu hoch, so steigt die Spannung nach
Durchlaufen der Leitung (zum Abschluß und zurück) an. Es gibt einen
positiven Reflektionsfaktor. Extremfall Reflektion mit +1: Fehlt der
Abschlußwiderstand, so ist die Spannung nach Durchlaufen der
Leitungsstrecke gleich Leerlaufspannung der Quelle.
Ist der Abschlußwiderstand zu niedrig, so sinkt die Spannung nach
Durchlaufen der Leitung (zum Abschluß und zurück) ab. Es gibt einen
negativen Reflektionsfaktor. Extremfall Reflektion mit -1: Beim Abschluß
mit Kurzschluß sinkt die Spannung nach Durchlaufen der Leitungsstrecke
auf Null.
Diese Überlegungen gelten für eine verlustlose Leitung.
Man kann es also messen, ob es am Abschluß liegt oder nur an
Kabeldämpfung.