Moin Forum,
ich bin auf der Suche nach folgenden Aufbau.
Gleitschiene bis 10 m länge. Am besten in 1 m Stücke teilbar für
transport. Auf der Gleitschiene ein kleiner Schlitten. Da sollte
ungefähr eine Zigarettenschachtel drauf passen. Der Schlitten soll
elektrisch vor und zurück bewegt werden können. Und ich brauche eine
Positionserkennung wo man sich auf der Schiene gerade befindet. Am
liebsten wäre es mir, wenn der Antrieb nicht auf dem Schlitten sitzt,
damit nicht auch noch 10 Meter Kabel verfahren werden müssen. Kennt
jemand von euch einen Anbieter, bei dem man wegen sowas mal anfragen
könnte?
Gruß Chris
Was solls geben?
Eine Kameraführung? Dann schau dir an wie es für Übertragungen von
Sportereignissen in Stadien gemacht wird.
Chris schrieb:> Am liebsten wäre es mir, wenn der Antrieb nicht auf dem Schlitten sitzt
Also auf der zerlegbaren Schiene?
Keine Kamera, sondern eine Testplatine die definiert auf ihre
Basisstation zugefahren werden muss. Da das ganze Funkt möchte ich auf
dem Schlitten nur die zu testende Platine haben und möglichst wenig
frende Elektronik oder Kabel.
Antrieb könnte man vielleicht über Seilzüge lösen. Die lassen sich dann
zum Transport aushängen und aufwickeln.
Modelleinsenbahn hatte ich ehrlich gesagt auch schon überlegt. Aber da
wäre noch das Problem der Positionsrückmeldung und es sitzt halt
Elektronik in der Lock und Strom fließt durch die Schienen. Beides nicht
ideal.
Im Grunde bräuchte ich sowas wie den Aufbau von einem 3D Drucker nur in
sehr lang. Dann könnte der Motor an einem Ende sitzen, weit weg von der
Basisstation und irgendwie weiß der 3D Drucker ja auch genau wo er ist.
Chris schrieb:> Antrieb könnte man vielleicht über Seilzüge lösen
Eben, so wie es "fliegende" Kameras in Stadien machen.
Position über Referenzposition und incrementelle Geber im Antriebsrad.
Oder dann reines Zählen bei Antrieb über Stepper.
Chris schrieb:> Im Grunde bräuchte ich sowas wie den Aufbau von einem 3D Drucker nur in> sehr lang. Dann könnte der Motor an einem Ende sitzen
Skalenseil.
Ziehen kann das ein Mattel HiotWheels Auto in einer
Plastikrinnenfahrbahn.
Das Seil läuft um eine Umlenkrolle und den Motor im kreis und wird mit
einer Feder auf dem Wagen gespannt.
Die Position erfährt man über die Motorumdrehungen, z.B. Schrittmotor.
Ein Zahnriemen wäre als Antrieb noch eine Möglichkeit, um den Antrieb
stationär zu halten. Die Positionsmessung muss man dann trotzdem noch
lösen. Reicht es da wirklich, die Position pro Segment zu bestimmen?
Dann kannst du ggf. einfach ein paar überfahrbare Schalter und einen
breiten Nocken am Wagen einsetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Wenn die Modellbahn taugt, warum denn nicht. Positionserfassung hast du,
solange es gradeaus dahingeht doch eh integriert. Die Schwellen stellen
doch sowas wie nen allerdings sehr groben Encoder dar. Einfach unten ne
Reflexlichtschranke hin und dann nur mehr rauf runter zählen.
Wenn das nicht reicht, dann nen schwarz-weissen Papierstreifen
draufgepappt.
Es wär auch möglich eine Zahnstange zu verwenden in die ein Zahnrad an
dem ein Encoder hängt eingreift. Da musst du aber beachten, dass die
Länge der Segmente immer gleich lang, abgestimmt auf die Teilung
ausfällt.
Oder halt das bereits erwähnte Seil. Vielleicht ne Angelschnur, die ist
bei kleinem Durchmesser hochbelastbar. Dazu auch noch spottbillig und
immer in ausreichender Länge als Ersatz mitnehmbar.
Versuch es mal mit Energieketten:
https://www.hukag.com/produkte/energieketten/
Die sind aneinanderreihbar und teilbar.
Eine große als Führung und die kleine als Umlaufkette, die über ein
Umlaufzahnrad positioniert wird.
Um nochmal auf die Eisenbahn zurückzukommen. Märklin Mittelleiter,
Soweit ich mich dran erinnere gabs da welche wo lauter kleine Pinöppel
mittig rausstanden.
Eventuell liessen sich die auch als Mass verwenden. Mit nem Hall oder
Induktivsensor z.B. Die ganze Elektronik könnte in ein oder mehrere
Wagen integriert werden. Die Steuerung solcher Teile soll heute fast nur
mehr digital
passieren. Da wär also nichts zusätzliches mehr nötig, ausser dem, was
dafür grundsätzlich erforderlich ist.
@ Chris
Vielleicht irre ich mich ja, aber ich fürchte sowas wird es nicht "von
der Stange" (sic) zu kaufen geben. Wer, ausser EMV-Labors und eben Du
könnte sowas brauchen? Da gingen in Europa vielleicht im Jahr 10 Stück.
Oder, was ich eher glaube, der "Markt" wäre Ratz-fatz gesättigt. Ich
vermute, dass die tatsächlich im Einsatz befindlichen Vorrichtungen
dieser Art eher Eigenkonstruktionen sind.
Aber gut. Gleitschiene: Ein paar Rohre mit Verbindern? Auch als
Hängebahn vorzustellen? Oder ein langer Tisch mit Seil? (Das wird's
vermutlich in den meisten Fällen sein).
Entfernungsmessung per Laser? Nicht ganz billig. Aber wie genau brauchst
Du's denn?
Genauigkeit ist nicht das große Thema. +/- 5 cm reichen. Geschwindigkeit
sollte bis maximal 15 m / s liegen. Die Messungen muss durchaus ein paar
hundert mal wiederholt werden. Die Schienen würden wahlweise auf dem
Boden liegen oder auf Stelzen stehen.
Geld spielt auch nicht unbedingt die Rolle, wenn die Messgeräte schon 6
stellig sind.
Chris schrieb:> Genauigkeit ist nicht das große Thema. +/- 5 cm reichen. Geschwindigkeit> sollte bis maximal 15 m / s liegen.
Schön, dass solche "nebensächlichen" Informationen auch irgendwann
kommen.
Bei 15 m/s dürften viele Modellbahnen passen ;-)
Für H0 entspräche das maßstäblich einer Geschwindigkeit von 4700 km/h
Vielleicht verrätst du auch noch, wie sauber deine Zigarettenschachtel
geführt werden muss und wie der Kostenrahmen für das Projekt aussieht?
Und warum muss es unbedingt eine Gleitschiene sein?
Chris schrieb:> Gleitschiene bis 10 m länge.Chris schrieb:> Geschwindigkeit> sollte bis maximal 15 m / s liegen.Chris schrieb:> Und ich brauche eine> Positionserkennung wo man sich auf der Schiene gerade befindet.Chris schrieb:> Da das ganze Funkt möchte ich auf> dem Schlitten nur die zu testende Platine haben und möglichst wenig> frende Elektronik oder Kabel.Chris schrieb:> Weil möglichst keine zusätzliche Elektronik in der nähe vom DUT sein> sollChris schrieb:> Geld spielt auch nicht unbedingt die Rolle, wenn die Messgeräte schon 6> stellig sind.
Für einen mittleren fünfstelligen Betrag könnte ich eine fertige Lösung
zur Verfügung stellen. :-)
Chris schrieb:> eschwindigkeit> sollte bis maximal 15 m / s liegen.
also deine 10m in 2/3 Sekunden durchfahren? (das ist ja fast ein
Geschoß)
Ich glaube so schnell ist nicht mal mein "Jagdhund ein Münsterländer"
zur Tür gekommen.
Joachim B. schrieb:> also deine 10m in 2/3 Sekunden durchfahren? (das ist ja fast ein> Geschoß)
Naja, das ist "Stadtgeschwindigkeit". Allerdings muss man da sicherlich
auch wirksame Bremsen einbauen.
Chris schrieb:> Da das ganze Funkt möchte ich auf dem Schlitten nur die zu testende> Platine haben und möglichst wenig frende Elektronik oder Kabel.
Darf die Schiene aus Metall sein oder würde das deine Funkwellen
unzulässig stören?
Muß es eine Schiene sein?
Oder würde ein Seil/Zahnriemen zwischen zwei Punkten, freitragend
gespannt auch reichen?
Das wäre von Aufbau (und Transport) her wesentlich einfacher.
Welcher Teil der Strecke von den 10m soll denn mit max. Geschwindigkeit
befahrbar sein? Und was wiegt die Elektronik?
Auf was für einem Boden soll das Ganze einsetzbar sein? Bei glattem
Fabrikhallenboden könnte man auch einfach einen Schlitten mit Rädern an
einen Zahnriemen hängen.
Chris schrieb:> Geschwindigkeit sollte bis maximal 15 m / s liegen.
Bei welcher Beschleunigung?
Joachim B. schrieb:> also deine 10m in 2/3 Sekunden durchfahren? (das ist ja fast ein Geschoß)
Ich sehe das eher so, dass diese 54km/h die Maximalgeschwindigkeit
ist, die bestenfalls am "schnellsten Punkt" der Positionierrampe
erreicht wird. Wenn der Schlitten also am Anfang der 10m langen Bahn
steht und ans Ende fahren soll, dann müssen die ersten 5m zum
Beschleunigen auf die 15m/s verwendet werden und die restlichen 5m zum
Abbremsen. Dann brauchen wir also bei einer linearen Rampe eine
Beschleunigung von 3m/s².
Mit dieser Beschleunigung könnte dann die Gesamtstrecke bei Erreichen
der Maximalgeschwindigkeit von 15m/s genau in der Mitte in 2*1,83s =
3,7s zurückgelegt werden.
Wenn die Schiene dann aber nur 8m lang ist, wird nach 4m bei den 3m/s²
nur eine maximale Geschwindigkeit von 12m/s erreicht.
Mich würde interessieren:
Wie kann die Bahn während der Messung vor Zugriff geschützt werden?
-Kann das gesamte System in ein Rohr eingehaust werden?
-Muss das System offen und im Freien laufen? - ich würde mindestens 4
Begleitseile als Seilzug-Not Aus erwarten.
Wie mobil muss das System sein?
-musst du das alleine innerhalb von einer halben Stunde aufbauen und in
Betrieb nehmen können?
-Wie viel Konfigurationen müssen unterstützt werden? (je 2 schienen mit
2m, 2.5m und 1.5m würden fast alle Kombinationen erlauben)
-Dürfen zb das Zugseil immer passend auf Länge geschnitten werden?
Wo wird das System eingesetzt?
-in einer Halle? gibt es in der Halle verankerungspunkte?
-im Gelände und die Vorrichtung muss auch Unebenheiten ausgleichen
können?
Was für Anforderungen hast du an die Schiene?
-muss es eine Schiene sein?
-Welche Materialeinschränkungen hast du?
-stört Metall deine Messung?
Was misst du?
-wie gut müssen die Antriebe und Umrichter abgeschirmt sein?
-Wie stark sind die Messfelder gegen die die Umrichter rund Steuerungen
abgeschirmt sein müssen?
Chris schrieb:> Am> liebsten wäre es mir, wenn der Antrieb nicht auf dem Schlitten sitzt
Dann würde ich mich am Transrapid orientieren. Bei 10 m sind die Kosten
ja noch überschaubar, jedenfalls im Vergleich zu Hamburg-München.
Georg
Analog Gongelbahn, Schießstand ...
Ein Motor dreht zwei Spulen mit je 10+x m Seil.
Eine Spule ist auf der Achse lös- und fixierbar.
Wickelsinn so, das eine auf und die andere abwickelt.
Nach dem Aufbau Seile spannen und Spule fixieren.
Positionserkennung über Inkrementalgeber an der Achse, Schrittmotor oder
Seilzuggeber.
Eine Rolle an der Basisstation , Motor am anderen Ende.
Endanschlagschalter als breite Wippe an den Spulen.
Führung entweder nur vom Seil oder Tragseil oder mit einer Schiene die
der gewünschten Genauigkeit der Positionierung entspricht.
Falls du eine absolute Positionierung am Wagen machen möchtest, werfe
ich mal den Gray-Code in den Raum.
Du kannst an die Schienen einen Streifen mit fortlaufend codierten
Segmenten kleben, die dann mit mehreren Lichtschranken abgetastet
werden.
Ich würde wahrscheinlich mit zwei Streifen arbeiten: Einen Gray-Code der
bei allen Schienen gleich ist, um möglichst wenig Bits zu benötigen.
Dazu einen statischen 4-Bit Code der die Schienen-Nummer kodiert.
Damit kannst du aus dem Stand raus feststellen wo der Wagen steht.
Chris schrieb:> Geld spielt auch nicht unbedingt die Rolle
Wenn's wirklich schick sein soll, leicht montierbar, wurde ich in 1m
langen Alu-U-Profil-Laufschienen mit Zusammensteckadaptern versehen und
an den Enden 2 quer gesteckte Achsen mit Kettenrädern montieren und eine
(Fahrrad)kette umlaufen lassen.
Auf die Achsen der Kettenräder kommen Zahnräder und jeweils am Ende ein
zweites Zahnrad.
Steckt man die Stücke ineinander, greifen die Zahnräder ineinander und
alle Ketten bewegen sich synchron.
Der Schlitten bekommt unten ein paar Zähne, die in die Lücken der
Fahrradkette eingreifen, und zwar segmentübergreifend.
An einem Ende ein Getriebemotor und die vorbeilaufenden Kettensegmente
werden gezählt.
So kann man so viele Segmente zusammenstecken wie man mag
MaWin schrieb:> an den Enden 2 quer gesteckte Achsen mit Kettenrädern montieren und eine> (Fahrrad)kette umlaufen lassen.> Auf die Achsen der Kettenräder kommen Zahnräder und jeweils am Ende ein> zweites Zahnrad.> Steckt man die Stücke ineinander, greifen die Zahnräder ineinander und> alle Ketten bewegen sich synchron.
Jo, bei 15 m/s auf einer Strecke von 10m...
Lothar M. schrieb:> Beschleunigen auf die 15m/s verwendet werden und die restlichen 5m zum> Abbremsen. Dann brauchen wir also bei einer linearen Rampe eine> Beschleunigung von 3m/s².
Bei 3 m/s² dauert es aber, tja, 5 Sekunden, bis Du 15 m/s erreicht
hast...
Dann hast Du aber schon 37,5 Meter zurück gelegt...
Blöd das die Strecke nur 10 Meter lang ist...
> Wenn die Schiene dann aber nur 8m lang ist, wird nach 4m bei den 3m/s²> nur eine maximale Geschwindigkeit von 12m/s erreicht.
Weil? Weil 4 **Meter** mit 3 **Meter pro Sekunde** multipliziert 12
**Quadratmeter pro Sekunde** ergibt? Oder was?
Man, man, man...
Experte schrieb:> Ach, und das Forum hat zwei unterschiedliche Renderer für Vorschau> und tatsächlicher Beitrag...> Das verdient auch den EDV-Preis der Bundesregierung...
Gut erkannt. Mach mal was in kursiv.
Das ist dann final unterstrichen, obgleich es in Vorschau okay aussieht.
Grins ... kursiv
Äxl schrieb:> Experte schrieb:>>> Ach, und das Forum hat zwei unterschiedliche Renderer für Vorschau>> und tatsächlicher Beitrag...>> Das verdient auch den EDV-Preis der Bundesregierung...>> Gut erkannt. Mach mal was in kursiv.> Das ist dann final unterstrichen, obgleich es in Vorschau okay aussieht.> Grins ... kursiv
Heute mitm iPhone geht's mal. Auf Arbeit am Laptop nich. 😅
Haha
Meine Überschlagsrechnung
Masse des Schlittens mit Platine 500g
Kraft 20N
Beschleunigung 40 m/s²
Beschleunigungungsstecke 3m
Endgeschwindigkeit 15,5 m/s
Beschl.Dauer 0,387s
Kraft wirk instantan , Trägheit des Antriebs nicht eingerechnet,
die 40m/s² sind halt bei 3m, für 5m braucht es nur noch 24m/s² (~0,65s)
Oder: Nimm eine größere Halle und lasse die Platine mit r=5m rotieren :)
(Ich hab a jetzt ein Bild im Kopf, wie sich die Platine in die
Basisstation/Messtechnik eingräbt :> )
Der Sicherheitsbeauftragte wird sich freuen :)
Ich würde mal bei Festo, SEW und Anlagenbauern anfragen...
Linearsysteme für höhere Geschwindigkeiten gibt es u.a. auch von NSK.
Antrieb des Schlittens geht mit Seil. Interessanteste Aufgaben dabei:
Das Seil kann schlagen, durchhängen bei Beschleunigung.
Ausgabegeschwindigkeit und Verarbeitung der Positionsdaten aus dem
Stellantrieb, das müßte ein Servoantrieb sein aus positionierfähigem
Umrichter + passendem Motor. IDR werden die über Bussystem und SPS
angesteuert, da entstehen Laufzeiten.
Helge schrieb:> positionierfähigem> Umrichter + passendem Motor
Was man braucht ist eine Servo-Antrieb wie an einer Werkzeugmaschine,
nur eben für eine Achse. Das kann man kaufen. Allerdings setzt das eine
genaue Positionserfassung voraus, was bei 10m nicht ganz trivial ist,
meines Wissens gibt es keine solchen Glasmassstäbe und meterweise
aneinanderstückeln kann man die auch nicht ohne weiteres. Bei einem
Seilantrieb o.ä. könnte man einen Drehgeber verwenden. Dehnung des Seils
usw. muss berücksichtigt oder verhindert werden.
Georg
Georg schrieb:> Was man braucht ist eine Servo-Antrieb wie an einer Werkzeugmaschine,> nur eben für eine Achse. Das kann man kaufen. Allerdings setzt das eine> genaue Positionserfassung voraus,
die Antriebe gibts mit eingebauten Resolvern und man kann eine
Linearachse damit mm genau positionieren. 15 m/s ist allerdings schon
sehr zügig, ich habe eine 5 m lange mit 10 m/s (max. der Linerachse) und
5 kW Motor dran. Das macht schon Angst... Und sowas kostet ne
Kleinigkeit.