Hallo zusammen, ich habe eine Frage zur Sicherheit beim Betrieb eines Wechselrichters und hoffe, hier vielleicht ein wenig Hilfe bekommen zu können. Kurz zum Hintergrund: Ich betreibe zu Hause eine kleine Inselanlage mit Speicherakku. Damit betreibe ich die Beleuchtung im Büro und lade unsere Elektrokleingeräte wie Handys, Tablets, Kinderspielzeug usw. auf. Das läuft alles über 12 V bzw 5 V. Mit der entsprechenden Elektronik kenne ich mich einigermaßen gut aus. Jetzt habe ich meine Anlage kürzlich etwas vergrößert (größeres Panel und größerer Akku), um auch im Winter genügend Energie zu haben. Das bringt natürlich mit sich, dass ich jetzt ab dem Frühling deutlich mehr Energie zur Verfügung habe, als ich nutzen kann, der Akku ist eigentlich fast durchgehend voll. Das hat mich auf die Idee gebracht, mit einem Wechselrichter dann auch meinen Laptop, Bildschirm, Lautsprecher usw. zu betreiben, um die Sonnenenergie nicht sinnlos verpuffen zu lassen. So kann ich über den Tag überschüssige Energie verbraten und muss nur aufpassen, dass ich genügend übrig lasse, dass abends noch die Lampen leuchten. Um nicht ständig zwischen Solar- und Netzstrom umschalten zu müssen, habe ich an den ECTIVE TSI 10 als Wechselrichter gedacht. Den kann man über eine Netz- bzw. Batterievorrangschaltung einfach zwischen beiden Betriebsmodi umschalten. Leider ist mir überhaupt nicht klar, inwiefern ich hier noch weitere Sicherheitsaspekte berücksichtigen muss. Benötige ich einen FI-Adapter, den ich hinter den Ausgang des Wechselrichters hänge? Wenn ich es richtig verstehe, bringt der nur etwas, wenn auch die Erdung verbunden ist. Verbinde ich diese einfach mit dem Heizungsrohr? Oder eher mit dem Schutzleiter einer anderen Steckdose? Ist bei diesem Modell des Wechselrichters, das ja einen Netzeingang hat, der Schutzleiter durchgeschleift? Leider findet sich dazu im Datenblatt und der Betriebsanleitung nichts, aber vielleicht kennt ja hier im Forum jemand das Teil genauer. Ich möchte mich hier nur ungern selbst gefährden. Muss ich noch weitere Sicherheitsaspekte beachten? Vielen Dank schon mal für Eure Antworten!
Hallo im Wesentlichen hängt das von deinem Wechselrichter ab. Wenn der ein IT-netz anbietet, wie kleine Benzingeneratoren, brauchst du sicher keinen FI. Wenn der Wechselrichter ein TN-C-netz anbietet, könntest du einen anbringen, aber wie du schon schreibst, müsste der geerdet werden aber dazu bist du vermutlich nicht befähigt (Messeinrichtung, Schulung). Also lass es. Optimalerweise hast du nur eine Last angeschlossen, dann brauchst du eh keine weiteren Sicherheitsmassnahmen. Gruß Gerhard
Hallo Gerhard, danke für die schnelle Antwort! Als Last hinge ein Laptop, Bildschirm, Lautsprecher dran, gegebenenfalls mal ein Akkuladegerät fürs Pedelec. Das Blöde ist, dass der Hersteller des Wechselrichters keinerlei brauchbare Angaben zu Sicherheitsmerkmalen macht. Die Alternative wäre, im Niedrigspannungsbereich zu bleiben und für jedes Gerät einen Spannungswandler anzuschließen, der direkt die Betriebsspannung bereitstellt. Allerdings wäre das deutlich aufwändiger, mit ständigem umstöpseln verbunden, außerdem hat mein Bildschirm ein internes Netzteil und hängt direkt an 230 V, würde also herausfallen. Daher ist das nur Plan B. Allgemein wäre die Frage, welche Risiken bestehen, wenn ein Wechselrichter "von der Stange" ohne weiteren Schutz betrieben wird.
Hi, Seite 13 Bedienungsanleitung: Zitat: "...Um die höchstmögliche Sicherheit im Betrieb zu gewährleisten, ist es jedoch zwingend notwendig, dass in jedem Fall der Erdungsanschluss des Wechselrichter an einer Schutzerdung (meist grün-gelbes Kabel) angeschlossen wird..." /Zitat Quelle: https://www.ective.de/mediafiles/Datenblatt/ective/Inverter-2020/Manual-Ective-SI-TSI.pdf ciao gustav
Das Gerät selber muss ja sicher sein. Davon muss man mal ausgehen. Ich nehme an, dass das im unteren Leistungsbereich liegt? Hat vermutlich nur eine Steckdose. Wenn du da nur ein gerät anschliesst, ist das grundsätzlich ja kein Thema. Ist ja ne "Insel", also Stromschlag oä kann ja nicht passieren. Wenn keine Kriechstöme von irgendwoher auftreten, kannst du keinen Schlag bekommen. Aber wenn das ein vernünftiger Gerät ist, das du da verwendest, also mit CE-Bescheinigung, dann muss da auch eine Bedienungsanleitung dabei sein, die über evtl Gefahren aufklärt. Oder ist das ein China-gerät ohne irgendwelche Beschreibungen und CE... Gruß
Anscheinend bin ich blind ... Danke, Gustav!
Hi, keine Ursache. Nur, die Sache mit dem Betrieb auf Booten/Schiffen ist doch etwas komplizierter wegen Korrosionsvermeidung. ciao gustav
Hi Gustav, das Ganze steht in meinem Büro. Das nächste Boot ist sicher ein paar Kilometer weg ;-) Ich möchte halt nur sicherstellen, mir nicht ein Brand- oder Stromschlagrisiko ins Haus zu holen.
Gast
#6624806
Und natürlich darf man auch noch einen FI zusätzlich verwenden.
Gast
#6625112
Ist bei solchen Teilen eigentlich die 12V-Masse mit dem PE Verbunden?
Schrauber schrieb: > Ist bei solchen Teilen eigentlich die 12V-Masse mit dem PE Verbunden? Hi, irgendwo steht, "...nicht bei Autos mit Pluspol an Chassis verwenden..." Kann man bestimmte Zusammenhänge schlussfolgern. ciao gustav
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